Hoffenheim schlägt Wolfsburg, und Bayern steht jetzt allein vorn

Sechsmal hält dieses Archiv einen Auftritt des VfL Wolfsburg bei der TSG 1899 Hoffenheim mit Ergebnis fest, sechsmal steht dort ein Wolfsburger Sieg. Am Freitagabend kam ein Ergebnis hinzu, das in dieser Reihe nicht vorkommt: 2:1 für Hoffenheim. Chiara Hahn traf in der 25. Minute zur Führung, Anny Kerim-Lindland glich in der 66. aus, und zwei Minuten später traf Hahn ein zweites Mal. Für Wolfsburg ist es die erste Niederlage der Saison, für Hoffenheim nach vier Niederlagen der erste Sieg.
Die Reihe beginnt im September 2014 mit einem glanzlosen Sieg für den VfL Wolfsburg, bei dem ein Tor aus der zweiten Minute genügte, und reicht bis in den Mai 2019, als der VfL Wolfsburg erneut Deutscher Meister wurde — mit einem 1:0 im Dietmar-Hopp-Stadion. Am nächsten an diesem Freitag liegt der Oktober 2016. Auch damals war es der fünfte Spieltag, auch damals ging Hoffenheim früh in Führung, auch damals endete es 2:1, nur in die andere Richtung: Alex Popp rettete Wolfsburg den Sieg mit einem Treffer in der 89. Minute. Wolfsburg rutscht mit zwölf Punkten und 16:7 Toren auf Platz drei, Hoffenheim klettert mit drei Punkten auf Platz elf.
Frankfurt holt in Mainz ein 0:2 auf
In derselben Meldung von 2016 steht ein zweiter Satz, der sich an diesem Freitag wiederholt hat: dass an jenem Spieltag auch Frankfurt erst nach Rückstand gewann. Diesmal lag Eintracht Frankfurt beim 1. FSV Mainz 05 zur Pause 0:2 zurück. Kara Bathmann hatte in der sechsten Minute getroffen, Sabina Jackson in der 30. — für einen Verein, der in den vier Spielen davor ein einziges Tor erzielt hatte, zwei in einer halben Stunde. Nach der Pause drehte Frankfurt die Partie in zwölf Minuten: Marthine Östenstad verkürzte in der 58., ein Eigentor von Johanna Berg brachte in der 65. den Ausgleich, Rebecka Blomqvist traf in der 70. zum 2:3.
Es ist das zweite gedrehte Spiel in Folge, nach dem 4:2 gegen Hoffenheim eine Woche zuvor. Frankfurt steht mit 13 Punkten und 11:5 Toren auf Platz zwei, weiter ohne Niederlage. Mainz bleibt nach fünf Spielen bei null Punkten und 3:14 Toren, und seit diesem Wochenende ist es der einzige Verein der Liga, dem das so geht.
Der FC Bayern München schlug am Samstag den 1. FC Köln 5:2. Köln war mit zwei Gegentoren aus vier Spielen angereist, der besten Abwehrbilanz der Liga, und kassierte in München fünf. Jovana Damnjanovic und zweimal Edna Imade stellten auf 3:0, C. Elsen und Beke Sterner verkürzten auf 3:2, dann erhöhten Alara Sehitler per Elfmeter und S. Zadrazil. Bayern hat fünf Spiele gewonnen, 15 Punkte und 18:6 Tore und steht nicht mehr neben Wolfsburg, sondern allein vorn. Köln fällt mit neun Punkten auf Platz fünf.
Dieses Archiv kennt die Paarung aus einer Saison, in der beide Vereine an entgegengesetzten Enden der Tabelle standen. Im Mai 2018 meldete es nach dem vorletzten Spieltag Bayern fast in der Champions League, Jena und Köln abgestiegen — eine Überschrift, in der München und Köln so weit auseinander lagen, wie eine Liga es zulässt.
Der Hamburger SV gewann im fünften Anlauf zum ersten Mal, und gleich deutlich: 5:1 gegen den 1. FC Nürnberg. N. Karczewska traf zweimal, Paulina Bartz, Camilla Linberg und L. Eggert je einmal, für Nürnberg L. Meroni. Der HSV springt auf Platz neun, Nürnberg hat nach fünf Spielen 19 Gegentore, mehr als jeder andere Verein. Auch der 1. FC Union Berlin holte die ersten Punkte, mit einem 3:2 gegen RB Leipzig nach einem 2:2 zur Pause. Bayer 04 Leverkusen gewann beim SC Freiburg 2:1 und steht mit neun Punkten auf Platz sechs. Am Montagabend trennten sich der SV Werder Bremen und der VfB Stuttgart 1:1; Bremen ist mit zehn Punkten Vierter.
Danach ruht die Liga knapp zwei Wochen. Der sechste Spieltag wird am 4. Oktober komplett zur selben Zeit angepfiffen, alle sieben Partien um 15:30 Uhr. Eine davon ist Frankfurt gegen Bayern: die beiden Vereine, die noch kein Spiel verloren haben, und die einzigen, die nach fünf Spieltagen vor Wolfsburg stehen.