Glanzloser Sieg für den VfL Wolfsburg

Von am 6. September 2014 – 13.41 Uhr 24 Kommentare

Zum Auftakt des zweiten Spieltags der Allianz Frauen-Bundesliga hat der VfL Wolfsburg den erwarteten Erfolg bei der TSG 1899 Hoffenheim gefeiert. Doch beim knappen 1:0 (1:0)-Sieg hatte der VfL in der zweiten Halbzeit auch viel Glück.

Das entscheidende 1:0 für den VfL gelang bereits in der zweiten Minute. Zugeschrieben wurde es Martina Müller. Doch die Ex-Nationalspielerin selbst sah ein Eigentor der Hoffenheimerinnen.

TSG-Fanclub mit Choreo
Doch auch wenn der Treffer früh fiel, das erste Highlight im Stadion bot der Fanclub der TSG, der eine Choreo vorbereitet hatte: Im B-Block wurde ein 13 x 1,5 m großer Banner angebracht – in dessen Mitte ein fünf Meter hohes Hauptmotiv. Alles handgemalt, was die „BlueAngels Hoffenheim“ im Vorfeld etwa 50 Stunden Arbeit gekostet hatte.

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VfL nutzt Überlegenheit nicht
Der VfL war zunächst die tonangebende Mannschaft und setzte die Gastgeberinnen bereits früh unter Druck. Entsprechend gelang der TSG kaum ein geordnetes Aufbauspiel, und Chancen waren in der ersten Halbzeit Mangelware. Auf der anderen Seite konnten die Wolfsburgerinnen aus ihrer Überlegenheit allerdings keinen Profit ziehen. Dafür fehlten im Spiel nach vorne die letzte Konsequenz und Präzision. Lena Goeßling schlenzte in der 19. Minute einen Ball auf das Netz. Anna Blässe scheiterte nach einem starken Sprint auf der linken Seite an TSG-Torhüterin Kristina Kober.

Chance zum Ausgleich
Fast wäre der VfL für seine mangelnde Chancenverwertung bestraft worden. Nach einem Freistoß der Hoffenheimerinnen landete der Ball zunächst am Pfosten, Stephanie Bunte klärte kurz darauf in letzter Sekunde zur Ecke.

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24 Kommentare »

  • Alice sagt:

    Grausiger Auftritt der Wölfinnen. So ein Spiel dann trotzdem zu gewinnen ist aber auch eine Meisterqualität. Denke, dass es aber trotzdem den Warnschuss-Effekt haben wird, denn jedem muss klar sein, dass solch eine Leistung gegen jede Mannschaft, die abgebrühter auftritt als die TSG, mal MINDESTENS zu einem Remis, eher aber zu einer Niederlage führt.

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  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    So ganz teile ich deine Meinung nicht, denn zwar könnte man im Nachhinein den Eindruck haben das Team 12/13 hätte besser funktioniert, doch darf man die Entwicklung des Teams und auch der Buli nicht unberücksichtigt lassen. Die Gegner sind insgesamt inzwischen stärker geworden.

    Auch wenn M.O. Stricker ein wohl guter Co-Trainer war/oder noch ist – die wirkliche Qualität ist schwer zu beurteilen- da natürlich eine im Aufbau befindliche Mannschaft durch die zunehmenden Erfolge auch entsprechend emotionalisierbar gewesen ist und den andee Teams der Lige die Einstellung auf diese Spielweise noch nicht so gelungen ist, wie es schon in der letzten Saison sichtbar wurde.

    Ich habe die Leistung in Hoffenheim gegenüber der hier gegen den SCF als schwächer empfunden, da viel mehr „unforced errors“ das WOB-Spiel geprägt haben und insbes. die „Präsenz“ einfach nicht da war. Man kam immer etwas zu spät oder passte in den Raum – und keiner lief oder erst verzögert – bzw. startete e. Wölfin in den Raium – kam der Paß nicht.

    Die müssen alle eine ganz schlechte Nacht gehabt haben – so uninspiriert sieht man dieses Team wirklich selten.

    Wenn die Defensivarbeit nicht wenigstens einigermaßen funktioniert hätte, könnte man sich jetzt nicht mit 3 Punkten trösten.

    Ich bin mir sicher, das wird im Spiel in Leverkusen wieder deutlich besser werden – zumal WOB, wie schon die letzte Saison, ein „Schwerstarter“ zu sein scheint.

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  • holly sagt:

    @ Hanz Franz, es kommt natürlich immer darauf an in welcher Liga die FF Mannschaft spielt.
    z.b. Sind männliche U23 oder A Juniorinen höher eingestuft wie ein FF Erstligist.
    Für einen reinen FF Verein(wo keine andere Mannschaft spielt) ist es natürlich leichter Spiele zu verschieben, so das auf Eurosport übertragen werden kann.

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  • Mosan sagt:

    Im Falle der Wölfinnen wäre es nur normal nicht mehr denselben Hunger an den Tag zu legen, nachdem man zwei Jahre alles gewonnen hat. Solche „Motivationslöcher“ passieren allen erfolgreichen Teams. Egal ob bei den Männern oder Frauen. Am ehesten kann man dem entgegenwirken, wenn der Kader runderneuert wird, aber das widerspricht dem Instinkt auf das Bekannte (vormalig Erfolgreiche) zu vertrauen. Titel zu wiederholen ist numal schwerer …

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