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2015

WM 2015: Kolumbien schockt Frankreich

Der zweite Spieltag hat in Gruppe F der Frauen-Weltmeisterschaft eine faustdicke Überraschung hervorgebracht: Titelaspirant Frankreich unterlag Kolumbien und findet sich momentan nur auf dem dritten Rang der Gruppe wieder. Brasilien steht unterdessen bereits als Sieger der Gruppe E fest.

Man reibt sich momentan schon etwas verwundert die Augen, wenn man das Tableau der Gruppe F sieht – angeführt wird sie nach zwei Spielen von Kolumbien.

Frankreich rutscht auf Rang drei Es gab wohl nur wenige, die bei der Partie Frankreich gegen Kolumbien auf die Südamerikanerinnen gesetzt hätten. Und auch die Statistik sprach eine deutliche Sprache für die die Französinnen. Doch am Ende sind es die Tore, die zählten, und am Ende stand es 2:0 (1:0) für Kolumbien. Wie so oft waren die Französinnen in ihrer Chancenverwertung mangelhaft. Die Kolumbianerinnen nutzen unterdessen ihre Möglichkeiten. Lady Andrade erzielte in der 19. Minute das 1:0, und in der Nachspielzeit besiegelte die eingewechselte Catalina Usme den 2:0-Erfolg der Südamerikanerinnen (90.+3).

England hält Druck stand Dieser Überraschungserfolg dürfte die Engländerinnen nur wenig erfreute haben. Nach der Auftaktniederlage gegen Frankreich waren die „Lionesses“ ohnehin das einzig punktlose der Team der Gruppe, und ohne drei Punkte gegen Mexiko hätten sie wohl bereits die Heimreise planen können. Englands Trainer Mark Sampson bot eine offensive Elf im 4-3-3-System auf, ließ einige routinierte Spielerinnen auf der Bank, doch seine Mannschaft bot eine schwache Anfangsphase. Die Mexikanerinnen setzten England früh unter Druck, ließen kaum Platz für einen geordneten Spielaufbau und machten auch technisch den besseren Eindruck. Erst im Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Engländerinnen langsam ins Spiel und übernahmen nach einer halben Stunde das Kommando auf dem Feld. Eniola Aluko hätte in der 43. Minute das 1:0 erzielen können, traf allerdings nur die Latte.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Engländerinnen immer stärker, gingen jedoch vor dem Tor kläglich mit ihren Möglichkeiten um, während Mexiko auf der anderen Seite dem hohen Tempo in der ersten Hälfte Tribut zollen musste. In der 71. Minute fiel schließlich durch Fran Kirby die verdiente englische Führung. Elf Minuten später legte die eingewechselte Karen Carney das 2:0 nach. Mit den Gedanken scheinbar schon in der Kabine erlaubten sich die Engländerinnen in der Schlussphase einige Unachtsamkeiten, Fabiola Ibarra kam so in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer und ließ die „Three Lions“ bei vier Minuten Nachspielzeit noch einmal zittern. Am Ende blieb es allerdings beim verdienten, wenn auch hart erarbeiteten, 2:1-Erfolg Englands, der in der Gruppe hinter Kolumbien den zweiten Rang bedeutet.

Brasilien als Gruppensieger ins Achtelfinale Die brasilianische Mannschaft hat sich mit einem knappen 1:0 (1:0)-Erfolg den Einzug ins Achtelfinale gesichert. Auch als Gruppensieger steht die „Seleçao“ fest. Die Spanierinnen waren bereits zum WM-Auftakt gegen Costa Rica nicht über ein Remis hinausgekommen und müssen bei ihrer ersten WM-Teilnahme nun um das Weiterkommen bangen. Gegen den Vize-Weltmeister von 2007 spielte Spanien gut mit, konnte sich jedoch kaum Chancen erarbeiten. Auch Brasilien schoss in 90 Minuten nur zweimal aufs Tor, doch mit dem Treffer in der 44. Minute war der Erfolg besiegelt. Den ersten Versuch kratzte Spaniens Celia nach einem Spurt noch von der Linie, spielte den Ball dann jedoch Andressa Alves in die Füße, die sich die Chance nicht nehmen ließ.

Später Ausgleich von Costa Rica Da sich Südkorea und Costa Rica im zweiten Spiel der Gruppe E 2:2 (2:1) trennten, hat Costa Rica den zweiten Rang in der Gruppe übernommen. Costa Rica war durch einen Treffer von Melissa Herrera (17.) zunächst in Führun gegangen, Südkorea drehte das Spiel mit zwei Treffern binnen vier Minuten jedoch noch vor der Halbzeitpause. Erst traf Ji Soyun (21.) vom Elfmeterpunkt, dann legte Jeon Gaeul das 2:1 nach (25.). Costa Rica fand jedoch wieder zurück ins Spiel. Karla Villalobos erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich (89.)