Gruppe C: Frankreich will endlich einen Titel holen

Von am 12. Juli 2013 – 17.10 Uhr 3 Kommentare

Die letzten vier von zwölf Teilnehmern der Frauenfußball-EM 2013 steigen am Abend in das Turnier ein. Womensoccer beleuchtet die vier Teams der Gruppe C.

Frankreich ist das Team, dem die meisten Experten am ehesten zutrauen, die deutsche Dominanz der vergangenen Turniere zu brechen. Mit einem in allen Mannschaftsteilen gut besetzten Kader, der zum Großteil aus Spielerinnen von Olympique Lyon dominiert wird, will Trainer Bruno Bini erstmals den Titel erobern.

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Individuelle Klasse
Unbestritten ist, dass das Team über Spielerinnen verfügt, die das Zeug zum großen Wurf haben. Angefangen von Torhüterin Sarah Bouhaddi über das starke Innenverteidigerinnen-Duo aus Laura Georges und Wendie Renard und die überragende Mittelfeldakteurin Camille Abily sowie die schnellen Außen Eugénie Le Sommer und Elodie Thomis hat das Team alle Ingredienzen, um ganz vorne mitzumischen.

Der Killerinstinkt fehlt
Frankreich ist die vielleicht spielstärkste Mannschaft im Teilnehmerfeld, doch es gibt auch Fragezeichen. So brauchen Topstürmerin Marie-Laure Delie und ihre Sturmpartnerinnen oftmals zu viele Chancen, um ins Tor zu treffen. Zuletzt gesehen bei der überraschenden 0:2-Niederlage gegen Australien bei der EM-Generalprobe. Hinzu kommt, dass die starke Amandine Henry zu Turnierbeginn fehlen wird und auch die Nicht-Berücksichtigung von Abwehrspielerin Sonja Bompastor kontrovers aufgenommen wurde. In den entscheidenden Spielen fehlte dem Team zudem bisher der Killerinstinkt.

Fazit: Frankreich kommt ins Halbfinale, im Optimalfall reicht es zu mehr

England stieß vor vier Jahren überraschend ins EM-Finale vor, wo man der DFB-Elf nach hartem Kampf am Ende noch deutlich mit 2:6 lag. Seitdem hat sich das Team weiterentwickelt und auch beim Olympischen Frauenfußball-Turnier eine ansprechende Leistung geboten. In der Qualifikation setzte sich das Team von Trainerin Hope Powell gegen die Niederlande durch.

England verfügt zwar über starke Spielerinnen, wie Abwehrspielerinnen Casey Stoney und Stephanie Houghton, Mittelfeldakteurin Jill Scott  und die Stürmerinnen Eniola Aluko und Ellen White, doch es bleibt abzuwarten, ob die Elf das Niveau von Deutschland, Schweden oder Frankreich erreichen kann. Schlüsselspiel in der Gruppenphase dürfte bereits die Auftaktpartie gegen die technisch versierten Spanierinnen sein. Im Viertelfinale droht zudem ein Duell mit Deutschland.

Fazit: England kommt ins Viertelfinale

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Frankreich ist einer der Turnierfavoriten © Nora Kruse, ff-archiv.de

Russland hat bereits bei vergangenen Turnieren bewiesen, ein unbequemer Gegner sein zu können, doch ob sich das Team gegen die starke Konkurrenz in Gruppe C behaupten kann, ist mehr als fraglich. Auch wenn die Auswahl von Trainer Sergej Lavrentiev zum Turnierauftakt wieder auf die zuletzt an der Schulter verletzte Torhüterin Elvira Todua zurückgreifen kann.

Insgesamt verfügt Russland mit Spielerinnen wie Kentija Tsjbutovitj, Elena Morozova und Natalja Shlyapina über einen erfahrenen Kader, doch es mangelt an jungen, hoffnungsvollen Talenten, die von unten nachrücken. Am ehesten könnten noch die beiden Zvezda-Spielerinnen Darja Makarenko und Anastasija Pozdeeva in diese Rolle schlüpfen.

Fazit: Russland scheidet in der Vorrunde aus

Spanien qualifizierte sich zwar erst durch einen Last-Minute-Sieg gegen Schottland in den Play-offs als letzte Mannschaft für das Turnier, doch man sollte nicht den Fehler machen, die Spanierinnen zu unterschätzen. Das bekam die DFB-Elf beim 2:2 in Spanien und auch beim 5:0-Rückspielsieg in Mannheim eine halbe Stunde lang zu spüren.

In Verónica Boquete verfügt das Team über einen echten Star im Team, doch auch Boquetes Teamkollegin in Tyresö, die technisch versierte Mittelfeldspielerin Jennifer Hermoso glänzt mit einem starken Passspiel und Torriecher. Zu den erfahrenen Spielerinnen im Team gehören auch Ana Romero „Willy“ und Marta Corredera die über die Flügel für Dampf sorgen. Darüber hinaus schenkt Trainer Ignacio Quereda auch einigen jungen Spielerinnen sein Vertrauen, wie etwa Nagore Calderón.

Fazit: Trotz der schweren Gruppe ist für Spanien das Viertelfinale möglich

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

3 Kommentare »

  • Krissi sagt:

    Frankreich bisher drückend überlegen, 2:0 zur HZ…da fallen bestimmt noch einige Tore. Die armen Russinnen 🙁

    (0) 0 Gesamt – 0 hoch – 0 runter
  • Ralf sagt:

    @Markus

    Zitat
    „Fazit: England kommt ins Viertelfinale“

    Schau’n mer mal!

    Mit Calamity-Bardsley wird’s aber schwierig!

    Die Spiele der Gruppe C bisher die ansprechendsten Partien der EM 2013; meines Erachtens.

    (0) 0 Gesamt – 0 hoch – 0 runter
  • Ralf sagt:

    Hey Markus 🙂

    Jetzt schau’n wir mal Richtung Sonntag!

    (0) 0 Gesamt – 0 hoch – 0 runter
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