Frauen-Bundesliga: Sportlich hui, Außenwirkung pfui

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Heute Abend startet die Frauenfußball-Bundesliga in ihre 30. Jubiläumssaison. Während die Liga trotz des Weggangs einiger namhafter Spielerinnen an Attraktivität kaum eingebüßt hat, bereitet vor allem die Außendarstellung Sorgen.

Logo der FLYERALARM Frauen-Bundesliga
Logo der FLYERALARM Frauen-Bundesliga © DFB

Manager Siegfried Dietrich lässt sich nicht lumpen. Auch wenn der 1. FFC Frankfurt, der 2015 als bisher letzter deutscher Verein die Champions League und somit einen internationalen Titel gewann, sich sportlich derzeit nicht mehr auf Augenhöhe mit dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München befindet, wird im Stadion am Brentanobad heute Abend mit VIP-Zelt, reichhaltiger Prominenz und mehreren Talkrunden die 30. Jubiläumssaison der Frauenfußball-Bundesliga gebührend eingeläutet, ehe dann ab 18.30 Uhr (Eurosport und Magenta Sport live) zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam der Ball rollt, zwei Teams, die vor einem Jahrzehnt noch die Frauenfußball-Landschaft in Deutschland geprägt haben.

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Sportlicher weiter attraktiv

Auch wenn die Bundesliga einige klangvolle Namen verloren hat – so zog es etwa Bayern Münchens Sara Däbritz zu Paris Saint-Germain oder VfL Wolfsburgs Caroline Hansen zum FC Barcelona – gehört sie sportlich nach wie vor zu den attraktivsten in Europa, wenn nicht gar auf der Welt. Hinter dem Top-Duo VfL Wolfsburg und FC Bayern München, die den deutschen Meistertitel dank der in der Breite mit Abstand stärksten Kader unter sich ausmachen werden, gibt es einen doch recht großen Kandidatenkreis, der um die Plätze dahinter kämpfen kann, wie etwa Turbine Potsdam, die SGS Essen, der SC Freiburg oder der 1. FFC Frankfurt. Alles Teams, die an einem guten Tag für die beiden Topteams zum Stolperstein werden können. Und es besteht Hoffnung, dass sich ab der kommenden Saison nach dem Zusammenschluss des 1. FFC Frankfurt mit Eintracht Frankfurt ein starker dritter Konkurrent etablieren kann.

Mangelhafte Außendarstellung

Und auch das frühe Aus der deutschen Mannschaft gegen Schweden im Viertelfinale der WM im Frankreich sowie die verpasste Olympia-Teilnahme haben eher marginalen Einfluss auf die Entwicklung der Liga und ihrer Zuschauerzahlen. Mehr Sorge als um die sportliche Wertigkeit muss sich die Frauenfußball-Bundesliga um ihre Außendarstellung machen. So wurden etwa von wenigen positiven Ausreißern abgesehen in den Wochen der Saisonvorbereitung Vereinswebseiten schlecht oder gar nicht gepflegt oder Informationen, wenn überhaupt verfügbar, willkürlich über verschiedene Plattformen wie Internet, Facebook, Twitter und Instagram verstreut. Für Fans ein nahezu unmögliches Unterfangen, auf der Höhe des Geschehens zu bleiben und die Bindung zu ihrem Lieblingsverein zu verfestigen. Und auch für Journalisten eine unbefriedigende Situation, wenn jeder einzelne Informationsbrocken mühsam zusammengeklaubt werden muss.

Grobe Defizite

So konnte mancher Bundesligist selbst auf Nachfrage keine Aufstellungen seines Vereins für ein Testspiel zur Verfügung stellen. Selbst Torschützinnen geschweige denn weitere Details zu den Spielen waren oft nicht herauszufinden. Und auch Informationen zum Bezug von Dauerkarten oder die Aktualisierung der Kader zur neuen Saison ließen bei einigen Vereinen lange auf sich warten. So entsteht oftmals der Eindruck, dass man den eigenen Verein bzw. das eigene Produkt nicht ernst nimmt. Um sich dann zu wundern, wenn es die Öffentlichkeit auch nicht tut und dem Stadion fernbleibt. Auch der DFB ist gefragt, durch strengere Zulassungskriterien und ihre penible Einhaltung sowie die Auflage eines Mindestbudgets dafür Sorge zu tragen, dass zukünftig nur noch Vereine mit Ernsthaftigkeit am Spielbetrieb teilnehmen.

Kaum Neues bei den TV-Rechten

Auch bei den Fernsehübertragungen dreht sich die Liga seit ein paar Jahren im Kreis. Immerhin erhofft man sich durch den Sender Eurosport, der die Rechte für die Ausstrahlung eines Freitagabendspiels zu fester Anstoßzeit erworben hat, eine gewisse Schubwirkung, nachdem SPORT1 in der Vorsaison die Liga stiefmütterlich behandelt hat. Hinter den Kulissen brodelt es allerdings, da auf den letzten Drücker auch die ARD ihr Interesse an der regelmäßigen Ausstrahlung von Highlights in der Sportschau am Samstagabend bekundet hat.

Pernille Harder (Mi.) ist eines der Aushängeschilder der Bundesliga © imago / foto2press

ARD als Damoklesschwert für Eurosport

Was grundsätzlich begrüßenswert ist, entbehrt nicht der Pikanterie, weil die ARD über ihre Rechteagentur SportA das Erstzugriffsrecht genießt und somit grundsätzlich in der Lage ist, Eurosport die jeweils attraktivste Partie eines Spieltags relativ kurzfristig vor der Nase weg zu schnappen.

Viel Diskussionsbedarf zwischen allen Beteiligten. Magenta Sport streamt weiterhin zwei Partien pro Spieltag mit einem Fokus auf die Partien des FC Bayern München. Die wünschenswerte Ausstrahlung aller Bundesligapartien zumindest als Livestreaming scheitert bis jetzt an den Kosten, die sich geschätzt pro Saison auf rund eine Million Euro belaufen würden.

Dritter Champions-League-Startplatz vonnöten

Mit der fortschreitenden Entwicklung der nationalen Ligen in den großen europäischen Frauenfußball-Ländern und dem Einstieg finanzkräftiger Akteure wie Juventus Turin, Real Madrid oder Manchester United dürfte auch der Champions League in den kommenden Jahren eine größere Reform bevorstehen. So werden die großen Nationen wie Deutschland, England, Frankreich, Spanien und Italien bei der UEFA verstärkt darum werben, einen festen dritten Startplatz in der Champions League zu erhalten, der dann auch die nationale Liga aufwerten würde.

Planungssicherheit gefragt

Zudem wäre es für die Topvereine wünschenswert, dank einer Strukturreform mit einer Gruppenphase belohnt zu werden, die drei Heimspiele gegen überwiegend gutklassige Gegner und eine entsprechende Planungssicherheit garantieren würde. Ein Pfund, das sich auch gut in Verhandlungen mit Sponsoren und TV-Sendern einbringen ließe. Auch wenn eine derartige Reform den nationalen Spielplangestaltern weiteres Kopfzerbrechen bereiten dürfte, dürfte sie ein wesentlicher Bestandteil der Fortentwicklung werden.

FRAUENFUSSBALL - Weltmeisterschaften 1991 bis 2019: Enzyklopädie des Sports
  • Roland M. Weissbarth
  • Herausgeber: Independently published
  • Taschenbuch: 272 Seiten

Letzte Aktualisierung am 15.09.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Enrico tettnang
Enrico tettnang

Zum Bsp von den SC Freiburg Frauen findet man auf der Website kaum was….

SCF Klausi
SCF Klausi

Ich gebe selbst als SCF Fan @ Enrico tettnang vollkommen recht.Von mir erhält der SCF was die Informationspolitik diesen Sommer betrifft eine glatte 6 !!! Zu den Testspielen gab es weder Vor- noch Nachberichte und auch keine Ergebnisse.Wer nicht vor Ort sein konnte und sich darüber informieren wollte musste sich mühsam durch Fußball.de klicken um wenigsten Einsicht über die Aufstellung und Torschützinnen zu bekommen. Eien Tag nach dem Trainingsauftakt erschien ein Bericht auf der HP in dem kurz über den Trainingsstart berichtet wurde,aber sonst wie in den Vorjahren üblich auf die Vorstellung der Neuzugänge verzichtet wurde.Bis jetzt wurde noch nicht… Weiterlesen »

Freiburger von Herzen
Freiburger von Herzen

Ich schließe mich der Meinung von @SCF Klausi an. Obwohl der SCF seine Frauen-Abteilung eigentlich gut gefördert hat, wird das Team auf der Website total links liegen gelassen. Dagegen bei den Männern: Vorbericht, Nachbericht, Analyse, Interviews… Für mich als Freiburg-Fan wirklich sehr schade, da muss viel mehr kommen!

Rudi
Rudi

@Markus, ein sehr guter Artikel von ihnen dem ich mich in allen Punkten voll anschließen kann. Ich hatte gestern per Mail an DFB geschrieben und gefragt ob der DFB sich bei der UEFA einsetzt dass Deutschland einen 3. Startplatz bei WCL bekommt und folgende Antwort heute erhalten:“Die UWCL wird von der UEFA verwaltet und gestaltet. Sie legt damit die Teilnahmebedingungen fest. Der DFB bringt sich bestmöglich ein, kann aber nicht entscheiden. Die Anpassung der Startplätze auf 3 für die absoluten Top-Verbände vertreten wir bei jeder Gelegenheit gegenüber der UEFA. Auch wir sehen darin eine Möglichkeit, die Spannung und den Wettbewerb… Weiterlesen »

NordseeMagazin
NordseeMagazin

Internet ist „Neuland“ für Deutschlands Frauenfussball-Funktionäre. Deshalb, und weil Frauenfussball auch für den GEZahlten Staatsfunk immer noch „Neuland“ ist, sind die deutschen Stadien und Vereinskassen gähnend leer. An diesem unfassbar blamablen Zustand können auch die aktiven Spielerinnen nichts ändern, obwohl deren Generation längst im Digitalen Zeitalter zu Hause ist! Dass sich die deutschen Sport-Manager und TV-Sportredakteure obendrein über die „unglaublichen“ Rekordzahlen in Frankreich, Spanien, England, etc., „wundern“, ist an Heuchelei und Weltfremdheit nicht zu überbieten. Vom grossen Vorbild USA gar nicht reden, das sonst so gern als Maß aller Dinge gepriesen wird — und wo echte „Revoluzzer“ wie Rapinoe &… Weiterlesen »

ajki
ajki

re: UEFA Kontakt

Anscheinend ziehen die Kontakt-Seiten derzeit auf den UEFA-Seiten um. Eine Möglichkeit zum Anschreiben gibt es derzeit allerdings:

https://helpcenter.uefa.com/hc/en-gb/requests/new?ticket_form_id=360000003909

„Other feedback“ wäre da wohl die einzig vernünftige Auswahl.

ajki
ajki

(achsoja… meine two cent zum leidigen CL-Startplatz-Thema:)

Hätte die FBL mittlerweile 14 oder gar 16 Plätze (was mit ausreichend Engagement vor fuffzehn, zwanzich Jahren heute möglich gewesen WÄRE)

UND (gleichtzeitig!)

wenn es circa 4 bis 5 Clubs *gäbe*, die konstant über mehrere Saisons aussichtsreich um den ersten Platz kämpfen würden (d.h., die am letzten Spieltag in einem engen Punkteband knapp untereinander liegen)

DANN

würde ich auch für einen dritten CL-Platz der FBL eintreten.

So nicht. Offensichtlich noch lange nicht.

Es bringt doch gar nichts, wenn man einen europäischen Wettkampf aufbläht und den Spielerinnen falsche Möglichkeiten vorgaukelt, wenn man in der ersten KO-Runde achtkantig rausfliegt.

Zaunreiter
Zaunreiter

In der Printausgabe vom Donnerstag muss sich Frau Goeßling in einem Interview mit dem „kicker“ mal so richtig aus dem Fenster gelehnt haben. Das, was da bisher überall online zu lesen ist, fand ich gut und bezeichnend, dass sie all die Dinge anspricht, während sie im Herbst ihrer Karriere ist.
Hier die Online-Zusammenfassung:
https://www.kicker.de/755557/artikel/goessling_der-fc-bayern-muss-sich-nicht-verstecken

Bernd
Bernd

@ Enrico und Co. Stimme Euch allen zu. Da dürfte von Seiten des SC Freiburg tatsächlich vielmehr an Informationen kommen. Wenn ich wie SCF Klausi Zensuren vergeben würde, fände ich die glatte 6 mit drei Ausrufezeichen aber mal wieder ein wenig übertrieben. Wenn es kein Update bei den Spielerinnen, keinen Sommerfahrplan, keine Hinweise auf Testspiele und den Bundesligastart und keinen neuen Spielplan zu Saisonbeginn gegeben hätte, könnte ich so eine Bewertung evtl. nachvollziehen. Für mich war die Berichterstattung mangelhaft, deshalb eine 5 ohne Ausrufezeichen, denn leider geht es auch noch schlechter, wie es das Frauenbasketballbundesliga-Team der Eisvögel Freiburg Jahr für… Weiterlesen »

Zaunreiter
Zaunreiter

Heute erschien auf spiegel-online ein Interview mit Giulia Gwinn. Das wirkt dann so ganz anders, wenn man das Interview mit Lena Goeßling noch im Kopf hat.

https://www.spiegel.de/sport/fussball/giulia-gwinn-vom-fc-bayern-muenchen-wir-wollen-auf-dem-platz-laut-sein-a-1281526.html

Witzfigur
Witzfigur

Nun, die Eine hat ja nichts mehr zu verlieren…

Aldur
Aldur

„Sportlicher weiter attraktiv“ Die sportliche Attraktivität sehe ich allerdings immer weiter schwinden. In der letzten Saison betrug der Rückstand der Verfolger auf die beiden Spitzenteam bereits 13 Punkte, und da nahezu alle der Verfolger mindestens eine Schlüsselspielerin an die beiden Großen verloren haben, ist nicht davon auszugehen, dass sich das groß ändert. Zu den Verfolgern würde ich neben Potsdam, Frankfurt, Essen und Freiburg auch noch Hoffenheim zählen. Die mussten zwar ihre Stammtorhüterin nach Wolfsburg ziehen lassen, haben ansonsten aber die größte Kontinuität im größtenteils selbst ausgebildeten Kader. Wobei der Begriff „Verfolger“ unter den gegebenen Umständen natürlich ein Euphemismus ist… „ARD… Weiterlesen »

ajki
ajki

Weil es meiner Meinung nach hierhin passt, möchte ich Frau Dallmann aus einem Interview bei dfb.de kurz zitieren: „… In Essen arbeiten alle bis abends und hetzen sich danach ab, um pünktlich beim Training zu sein. Beim FC Bayern bin ich oft den ganzen Tag am Campus, kann Fußball spielen und damit das machen, was mir am meisten Spaß macht. Mein Alltag ist völlig anders als noch in Essen. …“ Herr Juchem hat die Teilüberschrift „Sportlich hui…“ gewählt als Beschreibung der FBL. Aber wie in Essen (gem. Dallmann) sieht es natürlich auch noch in mindestens 6, wahrscheinlich eher 8 oder… Weiterlesen »

Rudi
Rudi

Einen sportliche wie auch finanziellen Mehrwert sehe ich auf jeden Fall. Und das hat gleich mehrere Gründe. Der 3. Startplatz würde vielleicht keinen so großen Abgang von Spielerinnen zu den beiden Topclubs haben, da sie auch bei ihrem jetzigen Verein eine Chance haben bei Qualifikation international zu spielen. Diese Vereine hätten dadurch mehr finanzielle Möglichkeiten auch mal die eine oder andere gute Spielerin zu verpflichten. Dadurch könnte der Abstand zu den beiden Topclubs in der Liga verringert werden weil es für diese beiden Topclubs wesentlich schwerer wäre einen Sieg einzufahren. Auch die Zuschauerzahlen würden angesichts der Spannung zumindest bei den… Weiterlesen »

Ritchie
Ritchie

Hält es hier wirklich jemand für gerecht, wenn (im MF)der deutsche Tabellenvierte sicher CL spielt und andere Landeserste sich erst noch dafür qualifizieren müssen?
Und in Richtung dieser Entwicklung wollen einige hier auch den FF treiben?
Doch wohl nur, weil da deutsche Vereine von profitieren und ihr dann einem weiteren deutschen Verein die Daumen drücken könnt.
Wen interessieren denn auch die anderen…?

Rudi
Rudi

@Ritchie, ich nehme mal an du beziehst dich auf meinen Beitrag. Dürfte dann deiner Meinung nach nur der Meister von jedem Land an der WCL teilnehmen? Willst du das? Wieso sollen nur deutsche Vereine davon profitieren? Auch andere Länder würden davon profitieren und nicht nur die von mir genannten Top-Nationen mit einem weiteren Startplatz, sondern auch schwächere Nationen. Denn ich glaube wenn ein Verein aus einem schwächeren Land einen Tabellendritten im 16tel- oder Achtelfinale zu gelost bekommt ist dies für den Verein sportlich und vielleicht finanziell attraktiver als irgend ein Verein aus einem Land den keiner kennt. Ich hatte ja… Weiterlesen »

Aldur
Aldur

Rudi sagt: „Die Liga würde dadurch interessanter und spannender.“ Die Bundesliga vielleicht, in England, wo derzeit 3 Teams leistungsmäßig deutlich vorneweg sind, würde damit dieselbe Situation geschaffen, die jetzt in Deutschland besteht, dass die UWCL-Teilnehmer mehr oder weniger vor der Saison feststehen. „Ich fordere nur für die Spitzen-Nationen wie Frankreich, Deutschland und England einen 3. Startplatz…Ich will diesen schwächeren Nationen keinen Startplatz weg nehmen sondern nur den Spitzennationen einen weiteren Startplatz zugestehen.“ Es dürfte schwierig werden, 3 zusätzliche Vereine ins Sechzehntelfinale zu bringen, ohne dafür 3 anderen einen Platz für Selbiges zu entziehen. „Auf jeden Fall so wie jetzt die… Weiterlesen »

Ritchie
Ritchie

@Rudi: Auch dein Beitrag war gemeint. 🙂
Ja, ich würde gerne wieder zum „Landesmeisterpokal“ zurück. JEDER Landesmeister (und nur diese) nimmt daran teil und zwar ohne Setzlisten (verschiedene Töpfe) gleich im KO-Spiel-Modus. Keine Gruppenspiele mehr, die ja „nur“ für TV-Einnahmen sorgen sollen, aber sportlich für mich oft fragwürdig sind.
Wie bei den Männer auch bei den Frauen. Ist natürlich alles unrealistisch.
Zum sportlichen Mehrwert eines festen 3.WCL-Teilnehmers hat @Aldur bereits geschrieben. Damit wird nur die Vormachtstellung der „großen Drei, oder Vier“ Nationen zementiert. Und das zerstört die sportliche Vielfalt mMn.

Rudi
Rudi

@Ritchie, als diese CL bei den Männern so eingeführt wurde wie sie jetzt ist, war ich auch für die Beibehaltung des Landesmeisterpokal und stand mit der Meinung auch nicht alleine da. Auch Rudi Assauer als Schalke-Manager war damals gegen diese Art der CL. Die Vereine haben diese CL damals aber sehr massiv gefordert. Auch die Vertreter von Frauenteams, wie z.B. Turbines Trainer Rudolph und Siggi Dietrich vom 1.FFC Frankfurt, sowie der DFB fordern ja auch einen 3. Startplatz. Was das mit einer Vormachtstellung der „großen Drei oder Vier“ zu tun hat kann ich nicht nach voll ziehen. Es zerstört auch… Weiterlesen »

Ritchie
Ritchie

@Rudi: Danke für deine Antwort!
Sportliche Vielfalt – oder wie man es nennt… Im 16tel Finale hast du 16 Mannschaften. Wenn du den „großen Drei“, wie von dir angedacht je einen Startplatz mehr – also insgesamt 3 mehr – geben möchtest kommst du auf 19 Mannschaften. Daher musst du dann den anderen Nationen 3 Plätze wegnehmen. Oder du erhöhst auf eine höhere Teilnehmerzahl…, also 20 oder 24.
Sportliche Vormacht: Je drei Mannschaften treten doch sportlich anders auf als 1 oder 2 Mannschaften der „kleineren“ Nationen.