England und Italien im Achtelfinale

Von am 14. Juni 2019 – 23.56 Uhr 21 Kommentare

Nach Deutschland und Frankreich stehen auch Italien und England als Achtelfinalteilnehmer fest. Japan hat seine Ausgangsposition durch einen Sieg verbessert.

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Vor 12.016 Zuschauern im Stade Auguste-Delaune in Reims gewann Italien gegen Jamaika mit 5:0 (2:0) und hat damit einen Platz im Achtelfinale bereits sicher.

Drei Tore durch Girelli

Als dreifache Torschützin zeichnete sich dabei Cristiana Girelli (12. Foulelfmeter, 25., 46.) aus, Aurora Galli traf doppelt (71., 81.). Italien war vor allem in der ersten Halbzeit überlegen und geriet durch eine doppelte VAR-Entscheidung auf die Siegerstraße. Nach einem Foul von Allyson Swaby an Barbara Bonansea wurde erst nach VAR-Überprüfung auf Elfmeter entschieden, den Sydney Schneider im ersten Versuch hielt. Doch die hatte sich mit beiden Füßen zu früh von der Linie entfernt, so dass der Elfmeter nach VAR-Überprüfung wiederholt wurde und Girelli im zweiten Anlaut traf.

Italien zeigt auch Schwächen

In der zweiten Halbzeit ließen es die Italienerinnen ruhiger angehen und offenbarten wie schon phasenweise in der Partie gegen Australien ihre Schwächen in der Defensive. Ein Treffer blieb den Jamaikanerinnen trotz einiger guter Chancen aber verwehrt. Galli schraubte in der Schlussphase das Ergebnis dann ein wenig zu hoch.

Japan bestraft schläfrige Schottinnen

Japan kam vor 13.201 Zuschauer im Roazhon-Park von Rennes zu einem 2:1 (2:0)-Sieg gegen Schottland. Wie schon gegen England war Schottland nur in den ersten und letzten 20 Minuten gut im Spiel, dazwischen wirkten die Schottinnen unerklärbar behäbig. Japan nutzte dies durch Mana Iwabuchi (23.) und einen Foulelfmeter von Yuika Sugasawa (37.) aus. Beim ersten Treffer machte Schottlands Torhüterin Lee Alexander eine schlechte Figur, vor dem zweiten beging Kapitänin Rachel Corsie ein ungeschicktes Foul.

Fehlentscheidung zu Ungunsten Schottlands

Erst nach einer guten Stunde wachte Schottland langsam auf und hatte dann auch Pech, dass sowohl ein diskussionswürdiges Foul gegen Erin Cuthbert (80.) ungeahndet blieb und auch nach einem klaren Handspiel von Risa Shimizu (84.) unverständlicherweise weder Schiedsrichterin noch Videoschiedsrichter-Assistent sich genötigt sahen, einzugreifen. In der Schlussphase traf dann spät Lana Clelland (88.), so dass Schottland nach der zweiten Niederlage mit dem Rücken zur Wand steht.

England kämpft sich ins Achtelfinale

Am Abend sicherte sich dann auch England im Stade Océane in Le Havre durch einen hart erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg gegen Argentinien den Startplatz im Achtelfinale. Gegen wie schon beim torlosen Remis gegen Japan aufopferungsvoll kämpfende Argentinierinnen brauchten die Engländerinnen viel Geduld, um durch einen Treffer von Jodie Taylor nach einem schnell vorgetragenen Angriff und Pass von Betty Mead den verdienten Erfolg unter Dach und Fach zu bringen (62.). Zuvor hatte sich Argentiniens Torhüterin Vanina Correa mehrfach auszeichnen können, unter anderem als sie einen Elfmeter von Nikita Parris hielt (41.).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

21 Kommentare »

  • fussballeismitsahne sagt:

    @Detlef
    Man kann es auch so sagen:
    Die FIFA Regel zwingt die Spieler die Arme in eine unnatuerliche Position zu bringen, um sie nicht in eine unnatuerliche Position zu bringen.
    Ist doch logisch.
    Die greifen heute schon oft an wie ein Pinguin beim Verdauungspaziergang. Beide Arme voll unnatuerlich nach hinten wegstrecken um zu verhindern, dass sie in unnatuerlicher Haltung angeschossen werden.

    (3) 3 Gesamt – 3 hoch – 0 runter

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