England und Italien im Achtelfinale

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Nach Deutschland und Frankreich stehen auch Italien und England als Achtelfinalteilnehmer fest. Japan hat seine Ausgangsposition durch einen Sieg verbessert.

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Vor 12.016 Zuschauern im Stade Auguste-Delaune in Reims gewann Italien gegen Jamaika mit 5:0 (2:0) und hat damit einen Platz im Achtelfinale bereits sicher.

Drei Tore durch Girelli

Als dreifache Torschützin zeichnete sich dabei Cristiana Girelli (12. Foulelfmeter, 25., 46.) aus, Aurora Galli traf doppelt (71., 81.). Italien war vor allem in der ersten Halbzeit überlegen und geriet durch eine doppelte VAR-Entscheidung auf die Siegerstraße. Nach einem Foul von Allyson Swaby an Barbara Bonansea wurde erst nach VAR-Überprüfung auf Elfmeter entschieden, den Sydney Schneider im ersten Versuch hielt. Doch die hatte sich mit beiden Füßen zu früh von der Linie entfernt, so dass der Elfmeter nach VAR-Überprüfung wiederholt wurde und Girelli im zweiten Anlaut traf.

Italien zeigt auch Schwächen

In der zweiten Halbzeit ließen es die Italienerinnen ruhiger angehen und offenbarten wie schon phasenweise in der Partie gegen Australien ihre Schwächen in der Defensive. Ein Treffer blieb den Jamaikanerinnen trotz einiger guter Chancen aber verwehrt. Galli schraubte in der Schlussphase das Ergebnis dann ein wenig zu hoch.

Japan bestraft schläfrige Schottinnen

Japan kam vor 13.201 Zuschauer im Roazhon-Park von Rennes zu einem 2:1 (2:0)-Sieg gegen Schottland. Wie schon gegen England war Schottland nur in den ersten und letzten 20 Minuten gut im Spiel, dazwischen wirkten die Schottinnen unerklärbar behäbig. Japan nutzte dies durch Mana Iwabuchi (23.) und einen Foulelfmeter von Yuika Sugasawa (37.) aus. Beim ersten Treffer machte Schottlands Torhüterin Lee Alexander eine schlechte Figur, vor dem zweiten beging Kapitänin Rachel Corsie ein ungeschicktes Foul.

Fehlentscheidung zu Ungunsten Schottlands

Erst nach einer guten Stunde wachte Schottland langsam auf und hatte dann auch Pech, dass sowohl ein diskussionswürdiges Foul gegen Erin Cuthbert (80.) ungeahndet blieb und auch nach einem klaren Handspiel von Risa Shimizu (84.) unverständlicherweise weder Schiedsrichterin noch Videoschiedsrichter-Assistent sich genötigt sahen, einzugreifen. In der Schlussphase traf dann spät Lana Clelland (88.), so dass Schottland nach der zweiten Niederlage mit dem Rücken zur Wand steht.

England kämpft sich ins Achtelfinale

Am Abend sicherte sich dann auch England im Stade Océane in Le Havre durch einen hart erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg gegen Argentinien den Startplatz im Achtelfinale. Gegen wie schon beim torlosen Remis gegen Japan aufopferungsvoll kämpfende Argentinierinnen brauchten die Engländerinnen viel Geduld, um durch einen Treffer von Jodie Taylor nach einem schnell vorgetragenen Angriff und Pass von Betty Mead den verdienten Erfolg unter Dach und Fach zu bringen (62.). Zuvor hatte sich Argentiniens Torhüterin Vanina Correa mehrfach auszeichnen können, unter anderem als sie einen Elfmeter von Nikita Parris hielt (41.).

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Christian Jahn
Christian Jahn

Diese neue Regel das die Torhüterin bei der Ausführung des Elfmeters auf der Linie stehen bleiben muss ist absolut schwachsinnig. Wenn diese Regel jetzt in allen Wettbewerben durchgesetzt wird führt das zu totalem Chaos, weil dann müsste fast jeder Elfmeter so lange wiederholt werden bis der Schütze (des Elfmeters) trifft. Absurd!!! Ich bin für eine Abschaffung dieser Regel weil die paar Zentimeter die Sydney Schneider da vor der Linie stand waren sicherlich nicht der Grund das sie den 1. Elfmeter so klasse pariert hat.

JolaFan
JolaFan

Schläfrige Schottinnen sind Opfer von dem (Super) Var-System. Ein Elfer gegen England aus dem nix, ein Elfer gegen Japan aus dem nix. Da hat man kein Bock mehr, Fussball zu spielen. Die Japanerin muesste rot sehen – das war eine klare Schwalbe im Strafraum.

Ritchie
Ritchie

Christian Jahn sagt:
15. Juni 2019 um 2.03 Uhr Uhr

Diese neue Regel das die Torhüterin bei der Ausführung des Elfmeters auf der Linie stehen bleiben muss ist absolut schwachsinnig.

Schwachsinn? Kann man sicher so sagen… Fakt ist, dass es schwerer wird, einen Elfmeter zu halten. Und der Schiedsrichter (oder VAR) wird immer wieder bewerten müssen, ob die Linie evtl. eine Zehntel- oder Hundertstelsekunde zu früh verlassen wurde. Noch eine Aufgabe mehr für den bereits jetzt „überforderten“ VAR.
Ab sofort muss ja der Elfer erst geschossen werden und dann darf erst reagiert werden. Dann ist der Ball aber oft schon drin.
Ist wohl so gewollt.

Ritchie
Ritchie

Markus Juchem sagt:
15. Juni 2019 um 8.54 Uhr Uhr

@Ritchie: Am Besten so wie in der Leichtathletik: Nach dem zweiten „Fehlstart“ wird die Torhüterin disqualifiziert und vom Turnier ausgeschlossen. Wir wollen doch alle mehr Fairness im Sport!

Du hast den „Ironie-Smiley“ vergessen… 🙂

Ritchie
Ritchie

@Markus: Eigentlich nicht… 🙂 Ich habe es schon als Ironie verstanden.

Aber zum Thema: Die aktuelle Entwicklung mit den Regeländerungen macht den Fußballsport nicht einfacher und gerechter.

Schneevonmorgen
Schneevonmorgen

Schottland hätte in der Schlussphase des Spiels gegen Japan zwei Elfmeter bekommen müssen. Zu der ersten Szene schreibt der Telegraph: „Cuthbert was brought down, taking a knock to the ankle that the Scot said she was still feeling post-match.“ Das Handspiel in der zweiten Szene war noch eindeutiger. Vielleicht sollten die Spielerinnen in diesen Situationen reklamieren und eine Überprüfung einfordern, wie es bei den Männern größtenteils üblich ist. Generell wundert es mich, dass diese eindeutigen Fehlentscheidungen in der Berichterstattung so gut wie nicht diskutiert wurden. Bei den einer Männer-WM würde man tagelang über dieses Spiel reden.

Fan2
Fan2

Tut mir leid, Leute, aber die Regel, dass man auf der Linie beim Elfmeter stehen bleiben muss, ist nicht neu, sondern uralt, wurde aber meist nicht gepfiffen, weil der Schiedsrichter es entweder nicht bemerkt hat oder aber nicht drauf geachtet hat. Mit VAR ist hier natürlich deutlich mehr Überprüfbarkeit gegeben.
Diese Regel wird in Zukunft sogar gelockert, sodass die Torhüterin einen Schritt nach vorne gehen darf.

@JolaFan: Man wird immer einen Schuldigen finden, wenn sein Lieblingsteam verliert.

holly
holly

ich möchte den Fussball von früher behalten mit seinen vielleicht ungerechtigkeiten. und nicht so einen Scheiss videobeweiss. vor allem als zuschauer im stadion ist man nur noch der idiot.

wenn in der ff bl der videobeweis irgendwann kommen sollte, was zum glück in den nächsten 5 jahren hoffentlich nicht passieren wird. dann war es das für mich mit ff.

NaviDrH
NaviDrH

Zitat aus Spiegel online zu den Möglichkeiten der Teams über die Aussenbahnen:

„…Das deutsche Team hat diese Möglichkeiten auf den Außenbahnen nicht. Im bisher bevorzugten 4-4-2 kamen auf den vier Positionen insgesamt sieben Spielerinnen zum Einsatz. Wirklich überzeugt hat nur Svenja Huth. Die Außenverteidigerinnen konzentrierten sich bislang auf die Defensive, es wurde zu häufig aus dem Halbfeld geflankt und einstudierte Spielzüge waren nicht zu erkennen. Im linken Mittelfeld zeichnet sich keine Lösung ab…“

https://www.spiegel.de/sport/fussball/frauen-wm-2019-mitfavorit-england-diese-wm-wird-auf-den-aussen-entschieden-a-1272573.html

Detlef
Detlef

Die Regel mit dem „auf der Linie kleben“ ist in der Tat nichts Neues!!! Aber anstatt sie realitätskonformer zu gestalten, also der/dem KeeperIn etwas mehr Chancen einzugestehen, betoniert man nun den alten Regelansatz „Strafe muß Strafe bleiben“ immer weiter zu Gunsten der/des Schützi(e)n!!! Ist genauso bescheuert wie beim Handspiel!!! Anstatt endlich darauf zu bestehen, eine Absicht zu bestrafen, muß man jetzt vor dem Spiel am besten beide Arme amputieren, um ja bloß nicht irgendeine auch nur ansatzweise unnatürliche Armstellung zu provozieren, wo AngreiferInnen den Ball randonnern können!!! Dagegen finde ich die Neuerung, daß sich niemand mehr in die gegnerische Mauer… Weiterlesen »

Zaunreiter
Zaunreiter

Anstelle sich immer weiter über den VAR zu echauffieren, könnten sich die User doch mal dazu äußern, ob sie es erwartet hatten, dass sich die „Squadra Azzurra“ so schnell für die KO-Runde qualifiziert haben.
Ich hätte in dieser Gruppe nämlich Australien und Brasilien vorne gesehen. Italien, wenn überhaupt, über die Möglichkeit als einer der vier besten Gruppendritten.

balea
balea

@NaviDrH

Hätte man Pauline Bremer mitgenommen, hätte man Optionen gehabt.

FFFan
FFFan

@ C.J.:
„Diese neue Regel das die Torhüterin bei der Ausführung des Elfmeters auf der Linie stehen bleiben muss ist absolut schwachsinnig.“

Die Regel ist weder neu noch schwachsinnig! Sie wird nur leider selten so konsequent angewendet wie im Spiel ITA-JAM. Bin gespannt, ob die FIFA diese Linie wenigstens bei diesem Turnier bis zum Ende durchhält, gerade wenn es in der k.o.-Phase zum Elfmeterschießen kommen sollte…

@ Ritchie:
„Ab sofort muss ja der Elfer erst geschossen werden und dann darf erst reagiert werden.“

Stimmt nicht! Der Torwart darf sich schon vor dem Schuss nach rechts oder links bewegen, nur eben nicht nach vorn.

Ritchie
Ritchie

@FFFan: @ Ritchie: „Ab sofort muss ja der Elfer erst geschossen werden und dann darf erst reagiert werden.“ Stimmt nicht! Der Torwart darf sich schon vor dem Schuss nach rechts oder links bewegen, nur eben nicht nach vorn. — Okay – aber wer geht bei dieser nervlichen Anspannung (Elfmeter gegen sich) so genau zur Seite, dass die Linie nicht verlassen wird? Anders ausgedrückt, ich mache dann also einen Schritt zur Seite, konzentriere mich darauf die Linie weiter mit mindestens einen Fuß zu berühren und stelle dann fest, dass bereits geschossen wurde? Ist vielleicht übertrieben von mir, aber hat der Torwart… Weiterlesen »

Thomas
Thomas

@Ritchie @Markus Die Bewegungsabläufe des Torwarts beim Elfmeter sind normalerweise angelernte bzw. einstudierte Abläufe (in gewissem Rahmen). Die alte Regel besagte, dass der Torwart mit beiden Füßen auf der Linie sein muss, nach der neuen Regel muß nur noch ein Fuß auf der Linie sein. Da so gut wie nie die alte Regel beachtet und gepfiffen wurde hat sich bei den Torhütern eingeschliffen, dass sie vor dem Schuß einen Schritt nach vorn machen um den Winkel zwischen Ball und Tor zu verkürzen. Da die Regeländerung neu ist gibt es hier evtl. von der FIFA extra eine Anweisung die Einhaltung dieser… Weiterlesen »

fussballeismitsahne
fussballeismitsahne

@Detlef
Man kann es auch so sagen:
Die FIFA Regel zwingt die Spieler die Arme in eine unnatuerliche Position zu bringen, um sie nicht in eine unnatuerliche Position zu bringen.
Ist doch logisch.
Die greifen heute schon oft an wie ein Pinguin beim Verdauungspaziergang. Beide Arme voll unnatuerlich nach hinten wegstrecken um zu verhindern, dass sie in unnatuerlicher Haltung angeschossen werden.