China schießt DFB-Frauen ins Achtelfinale, Australien dreht Partie

Von am 13. Juni 2019 – 23.34 Uhr 7 Kommentare

China feierte am Abend einen glanzlosen, aber souveränen Sieg gegen Südafrika und sorgte dafür, dass Deutschland und Frankreich bereits nach dem zweiten Gruppenspiel sicher in der K.-o.-Runde stehen. Australien kam gegen Brasilien trotz eines Zwei-Tore-Rückstands noch zum Erfolg.

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Li Ying sorgte vor 20.011 Zuschauern im Prinzenpark-Stadion von Paris für einen 1:0 (1:0)-Sieg Chinas gegen Südafrika.

Deutschland und Frankreich im Achtelfinale

In der 40. Minute war die Stürmerin zur richtigen Zeit am richtigen Ort und gab der Hereingabe von Rui Zhang mit dem linken Fuß die entscheidende Richtungsänderung ins Tor. Die Chinesinnen ließen in der Folge weitere gute Chancen aus, Südafrika stand kompakt, konnte aber offensiv keine Akzente setzen. Durch den Erfolg der Chinesinnen stehen Deutschland und Gastgeber Frankreich als erste Teilnehmer der K.-o.-Runde fest.

Australien wahrt seine Achtelfinal-Chance

Australien hat nach der Auftaktniederlage gegen Italien durch einen 3:2 (1:2)-Sieg gegen Brasilien im Stade de la Mosson von Montpellier seine Chancen aufs Erreichen der K.-o.-Runde stark verbessert. Dabei wussten die Australierinnen selbst nicht so recht, warum sie nach gutem Beginn vor 17.032 Zuschauern plötzlich mit 0:2 im Rückstand lagen.

Marta stellt Rekordmarke ein

Marta, die im Auftaktspiel gegen Jamaika noch gefehlt hatte, erzielte durch einen diskussionswürdigen Elfmeter die brasilianische Führung (28.) und stellte mit ihrem 16. WM-Treffer die Rekordmarke von Miroslav Klose ein. Cristiane erhöhte mit einem sehenswerten Kopfball und ihrem bereits vierten Turniertreffer zum 2:0 (38.).

Australien dreht Partie

Doch noch vor Pause gelang Australien der wichtige Anschlusstreffer, Caitlin Foord war aus kurzer Distanz zur Stelle (45.+1). Die Hoffnung war zurück im Spiel der Australierinnen und Chloe Logarzo gelang der Ausgleich, als ihre als Flanke gedachte Hereingabe von niemandem mehr berührt wurde und ins Tor trudelte (58.). Ein Kopfball-Eigentor von Monica besiegelte die brasilianische Niederlage (68.).

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • Novosad Ingrid sagt:

    Und weiter stehen Spielerinnen wie Fragezeichen auf dem Spielfeld herum, wenn es wieder zu einem „Beweisverfahren“ kommt, denn meist bezieht sich das auf eine Geschehniss, einige Spielzüge vorher. Und den meisten Zuschauern geht das nicht anders.

    Leider gab es im Abendspiel der Französinnen gegen die Norwegerinnen wieder einen Viedeobeweis, dem sich die Schiedsrichterin gebeugt hatte. Und wenn hier schon, wie auch bei der Südafrikanerin, auf ein absichtliches Foulspiel nach dem Spielen des Balles entschieden wurde, dann hätte man konsequenterweise die rote Karte zeigen müssen und nicht nur die gelbe.
    Die rote Karte wäre auch bei dem Foulspiel der deutschen Spielerin gegen die Spanierin an der Strafraumgrenze angebracht gewesen. Korrektur der gelben Karte durch die Truppe hinter den Bildschirmen? Fehlanzeige!
    Der Nachweisversuch per Video eines Handspiels der Nigerianerin beim Spiel gegen Südkorea hatte auch nicht mehr zeigen können, als dass sie unnötigerweise probiert hatte, dem Ball eine Richtungsänderung zu geben. Aber es war absolut nicht erkennbar, dass die Finger den Ball berührt hätten, wie das die Kommentatoren gesehen haben wollten. Und so war es gut, dass sich die Schiedsrichterin davon nicht beeinflussen ließ.

    Da ich das im TV übertragene 3. Spiel der Gruppens C erst ab dem 2:0 verfolgen konnte, kann ich nicht sagen, was vorher wieder in Sachen Fehlersuche bei den Unparteiischen über Videobeweis abgelaufen ist. Aber bei einem Griff einer Brasilianerin an die Schulter einer Australierin im Strafraum war nichts von einem Videobeweis zu sehen gewesen.
    Der Treffer zum 3:2 hätte nicht gegeben werden dürfen. Die Linienrichterin hatte absolut richtig die Abseitsposition der Australierin, die das Zuspiel ausgelöst hat, angezeigt. Da sich die Australierin durch den Strafraum bewegt hat, hat sie auch die brasilianischen Abwehrspielerin zu einer Reaktion veranlasst, die zum Eigentor geführt hat. Also hat die Australierin aktiv ins Geschehen eingegriffen. Hätte sie sich Richtung Mittellinie bewegt, um anzuzeigen, dass sie nicht am Spielzug teilnimmt und die Brasilianerin hätte trotzdem den Kopfballversuch gemacht, wäre der Treffer korrekt gewesen. So aber hätte die Schiedsrichterin bei ihrer ursprünglichen Entscheidung bleiben müssen, auf Abseits zu entscheiden.

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  • Witzfigur sagt:

    Bitte um Erklärung, welcher Zusammenhang zwischen dem gestrigen China-Sieg über Südafrika und dem Erreichen des Achtelfinales von Frankreich besteht?

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  • ratte04 sagt:

    @witzfigur
    Eigentlich ganz einfach…. wir haben 6 Punkte. Spanien und China jeweils 3 Punkte, Südafrika 0.
    Am 3. Spieltag spielen wir gegen Südafrika, mit Glück am Schluss 9 Punkte auf dem Konto.
    Spanien spielt gegen China, danach d
    Hat entweder eine Mannschaft 6 Punkte oder Beide 4 Punkte Beinen Unentschieden….
    Damit ist uns Platz 2 nicht zu nehmen, besser wäre natürlich Platz 1 an zustreben.

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  • Markus Juchem sagt:

    @ratte04: Witzfigur hat aber nach Frankreich gefragt, nicht nach Deutschland. 😉

    Durch den Sieg Chinas gegen Südafrika steht fest, dass Frankreich mit 6 Punkten nicht mehr zu den beiden schlechtesten Gruppendritten gehören kann.

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  • Carly B sagt:

    @ Witzfigur
    die beiden Dritten aus den Gruppen B und D können nicht mehr Sechs Punkte erreichen. Somit wäre Frankreich unter den besten Drittplatzierten.

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  • Dussel Duck sagt:

    Ich habe da eine ganz ernst gemeinte Frage: Warum hat Esther Staubli (die ich für eine der besten Schiedsrichterinnen überhaupt halte) das dritte australische Tor gegeben? Für meinen Geschmack stellte sich die Situation genau so dar, wie Novosad Ingrid sie oben bereits beschrieben hat. – Andererseits hat Frau Staubli natürlich auch Sam Kerrs Abseitsposition gesehen. Warum also hielt sie die für irrelevant? Kennt sich da jemand mit den Regeln aus?

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  • Rudi sagt:

    Liebe Leute was diskutiert ihr noch rum an einem Spiel was schon gelaufen ist? Ihr könnt ja doch nix mehr ändern. Ob das jetzt Abseits war,wie einige sogenannte, selbst ernannten Experten meinen oder auch nicht Abseits, schaut doch mal bei der FIFA-Webseite in das Regelheft, da findet ihr eine eindeutige Antwort!

    (-1) 7 Gesamt – 3 hoch – 4 runter

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