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2015

Frauen-WM 2015: Wer bestreitet das zweite Halbfinale?

Mit knappen Siegen haben sich gestern die deutsche und die US-amerikanische Nationalmannschaft den Halbfinaleinzug bei der Weltmeisterschaft in Kanada gesichert. Heute Abend und Nacht geht es um das Erreichen des zweiten Halbfinals. Zunächst trifft Australien auf Weltmeister Japan (22 Uhr), später spielt England gegen den Gastgeber (1.30 Uhr).

Die Japanerinnen haben bislang alle Spiele gewonnen, die Kanadierinnen träumen weiter vom Finale bei der Heim-WM.

Zwei gute Bekannte Die Australierinnen haben mit dem 1:0-Sieg im Achtelfinale gegen Brasilien überrascht. Mit Weltmeister Japan wartet nun ein harter Brocken, jedoch für die Matildas auch kein Unbekannter. Seit dem Wechse Australiens in die asiatische Konföderation spielen beide im selben Verband, der vermeintliche Außenseiter weiß also genau, was auf ihn zukommt. Während die Australierinnen mit ihrem Erfolg gegen Brasilien für Aufsehen gesorgt haben, war der Auftritt der Japanerinnen bislang eher unspektakulär – wenngleich souverän, effizient und erfolgreich: Der Titelverteidiger hat alle Spiele bislang gewonnen, kam dabei selten wirklich in Bedrängnis und dürfte auch konditionell noch einige Reseven haben, denn Trainer Norio Sasaki hat bislang alle Spielerinnen eingesetzt – selbst die dritte Torfrau kam bereits zum Zug.

Spielerisch nicht geglänzt Die englische Nationalmannschaft wird im BC Place in Vancouver eine harte Aufgabe erwarten, gegen den Gastgeber und das Heim-Publikum zu bestehen. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die bislang spielerisch kaum haben überzeugen können. In der Weltrangliste liegen die Engländerinnen zwei Plätze vor dem WM-Gastgeber, die Bilanz zwischen beiden Mannschaften ist allerdings ausgeglichen. Den Test vor der WM konnten die Kanadierinnen gewinnen, zuvor hatte sich England im Finale des Cyprus Cup durchgesetzt. Kanada hat bei diesen Titelkämpfen bislang erst ein Gegentor zugelassen, allerdings selbst auch nur drei geschossen. Die Engländerinnen standen nach der Autaktniederlage gegen Frankreich bereits früh unter Druck, konnten dann aber gegen Mexiko und Kolumbien siegen. Im Viertelfinale gewannen sie nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1 gegen Norwegen .