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2011

England gegen Frankreich: Spannung garantiert

Mit der Begegnung England gegen Frankreich (18 Uhr, live im ZDF) startet die Frauenfußball-Weltmeisterschaft am Abend in die K.O.-Phase. Englands Trainerin Hope Powell hat es geschafft, Deutschland im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen, doch die Partie gegen die Französinnen dürfte kaum einfacher werden.

Noch nie konnte England gegen Deutschland gewinnen, Powell wollte die DFB-Elf unbedingt vermeiden. Mit der „Équipe Tricolore“ wartet nun allerdings eine Mannschaft, die sich bei dieser WM bislang stark präsentiert hat und gegen die Engländerinnen zuletzt 1974 gewinnen konnten.

Die letzten Duelle endeten unentschieden Zwölf Duelle gab es zwischen beiden Mannschaften bislang, fünfmal gewann Frankreich, fünfmal spielten sie beide Teams unentschieden – interessanterweise unter anderem in den letzten drei Aufeinandertreffen. Dieses Ergebnis ist heute Abend allerdings ausgeschlossen, denn sollte nach 90 Minuten kein Sieger feststehen, geht es in die Verlängerung und möglicherweise ins Elfmeterschießen.

Frankreich bislang stark Die Französinnen haben sich in der Vorrunde stark präsentiert und konnten sich nach den Siegen gegen Nigeria und Kanada vorzeitig für das Viertelfinale qualifizieren. Gegen Deutschland verloren „Les Bleues“ zwar mit 2:4, doch schonte Nationaltrainer Bruno Bini einige Leistungsträgerinnen – und dennoch bot sein Team eine gute Leistung.

Die Engländerinnen konnten Gruppe B zwar gewinnen, mussten allerdings bis zum letzten Gruppenspiel zittern. Nach zwei schwachen Auftritten gegen Mexiko (1:1) und Neuseeland (2:1) konnte sich die Powell-Elf gegen Japan allerdings deutlich steigern und besiegte die „Nadeshiko“ mit 2:0. „Wir hatten einen Plan für dieses Spiel, und der hat sich ausgezahlt“, lobte Powell die Leistungssteigerung, mit der die technisch versierten Japanerinnen in Schach gehalten werden konnten.

Sapowicz ist gesperrt Auf Seiten der „Équipe Tricolore“ wird Torhüterin Bérangère Sapowicz nach ihrer Roten Karten aus dem Deutschland-Spiel fehlen, die „Three Lions“ können dagegen auf den kompletten Kader zurückgreifen. Einzig Casey Stoney ist vorbelastet und würde England in einem möglichen Halbfinale gegen Brasilien oder die USA fehlen, sollte sie heute eine zweite Gelbe Karte sehen.

Technisch starke Französinnen „Spiele gegen Frankreich waren immer sehr, sehr eng“, so Powell. Mit den Strateginnen Camille Abily und Sonia Bompastor bieten die Französinnen zwei Weltklasse-Spielerinnen auf, die von den Engländerinnen erst einmal in den Griff zu bekommen sind. Darüber hinaus ist Frankreich den „Lionesses“ technisch sicherlich überlegen. Es wird für die englische Elf darum gehen, das Spiel der Französinnen frühzeitig zu unterbinden. Gegen Japan ist das gut gelungen, im Vergleich zu Japan bringt Frankreich neben der Technik auch noch eine starke Physis mit ein.

Das letzte WM-Aufeinandertreffen beider Mannschaften fand vor fünf Jahren im Rahmen der Qualifikation. Die Partie in Rennes endete 1:1, England qualifizierte sich für die WM in China. Die Partie – auch damals unter der Leitung von Schiedsrichterin Jenny Palmqvist – war an Spannung kaum zu überbieten. Und auch heute dürfte die Zuschauer ein packendes Duell erwarten.