Tag der Überraschungen bei der U17-WM
Während die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft mit einem 5:0-Sieg gegen Costa Rica schon im Auftaktspiel ihre Titelambition untermauerte, starteten zwei andere Favoriten mit Niederlagen ins Turnier. Für die größte Überraschung sorgte Asiens Vizemeister Japan, der sich knapp, aber verdient gegen die USA durchsetzte. Brasilien musste gar eine deutliche Niederlage gegen England hinnehmen.
Die US-Amerikanerinnen gingen durch Vicky DiMartino bereits nach 139 Sekunden in Führung, doch die Japanerinnen zeigten sich unbeeindruckt und gaben noch vor der Pause 13 Torschüsse ab, von denen gleich drei an der Latte landeten. Mana Iwabuchi gelang nach einer guten halben Stunde der hoch verdiente Ausgleich.
Historischer Sieg ( Highlights ) Doch auch in den zweiten 45 Minuten ließen sich die Japanerinnen zunächst kalt erwischen. Kristie Mewis brachte die USA erneut in Führung. Die Amerikanerinnen schienen nun einem dritten Treffer näher zu sein, doch mit einem fulminanten Distanzschuss aus mehr als 30 Metern brachte Natsumi Kameoka die Asiatinnen zurück ins Spiel.
Doch damit nicht genug: Kei Yoshioka, erst fünf Minuten zuvor eingewechselt, gelang der Siegtreffer mit einem schönen Volleyschuss von der Strafraumgrenze. Ein historischer Erfolg , denn zum ersten Mal konnte eine japanische Frauenfußball-Mannschaft gegen die USA bei einem offiziellen FIFA-Turnier gewinnen.
Brasilien kommt unter die Räder ( Highlights ) Nicht besser als den Amerikanerinnen erging es dem Team aus Brasilien. Lange Zeit deutet vieles im Spiel gegen England auf ein torloses Remis hin, doch die Brasilianerinnen hatten die Rechnung ohne Danielle Carter gemacht.
In der 71. Minute brach sie den Bann und legte kurz vor Ende einen zweiten Treffer nach. Dazwischen hatte Lauren Brutton die Führung bereits in die Höhe geschraubt, so dass am Ende ein überraschend klarer 3:0-Erfolg zu Buche stand. In England freute man sich mächtig über den sensationellen Start der „Lions“ .
Nigeria fackelt nicht lange ( Highlights ) Afrikameister Nigeria erzielte den bisher schnellsten Treffer des Turniers. Nach nur 22 Sekunden traf Soo Adekwagh zur Führung. Die Südkoreanerinnen übernahmen nach dem Rückstand zwar sofort das Kommando, doch die Afrikanerinnen verteidigten geschickt und verließen sich nun auf ihr Konterspiel.
Ein solcher führte nach einer Stunde zum zweiten Treffer durch Amenze Aighewi. Den Südkoreanerinnen gelang zu spät durch Ji So Yun nur noch der Anschlusstreffer, so dass das Team im zweiten Spiel nun schon unter Zugzwang ist.
Frankreich souverän ( Highlights ) Der im Finale der Europameisterschaft gegen Deutschland unterlegene Finalist Frankreich kam gegen Paraguay zu einem fulminanten 6:2-Sieg . Pauline Crammer übernahm mit drei Treffern vorerst die Führung in der Torschützinnenliste. Allerdings musste Mittelfeldspielerin Léa Rubin nach einem Platzverweis vorzeitig vom Feld.
Die weiteren Treffer für die Französinnen erzielten Charlotte Poulain, Marine Augis und Camille Catala, für Paraguay trafen Jacqueline Gonzales und Paola Genes jeweils in den Nachspielzeiten beider Halbzeiten.