Nadine Angerer und Birgit Prinz zur Weltfußballerin des Jahres nominiert

Von am 29. Oktober 2008 – 17.21 Uhr 47 Kommentare

Der Fußball-Weltverband (FIFA) hat in Zürich heute die Nominierungen für die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres bekannt gegeben. Anders als in den vergangenen Jahren beschränkte die FIFA die Auswahl in diesem Jahr auf nur zehn Spielerinnen, darunter auch zwei deutsche Akteurinnen: Nadine Angerer und Birgit Prinz.

Die Torhüterin von Djurgården Damfotboll und die Stürmerin des 1. FFC Frankfurt wurden genauso nominiert wie Shannon Boxx (USA), Cristiane (Brasilien), Daniela (Brasilien), Marta (Brasilien), Christine Sinclair (Kanada), Kelly Smith (England), Hope Solo (USA) und Ingvild Stensland (Norwegen). Die Auswahl der Spielerinnen beschränkt sich diesmal auf die drei Kontinente Europa, USA und Südamerika und auf nur sechs Länder.

Neu ist auch der Zeitpunkt der Wahl: Denn erst Anfang 2009 am 12. Januar wird die neue Weltfußballerin im Opernhaus von Zürich gekürt. Bereits Anfang Dezember wird die FIFA die Namen der drei Spielerinnen bekannt geben, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

47 Kommentare »

  • djane sagt:

    Hingst fällt aber nur verletzungsbedingt ein paar Monate aus und muß ersetzt werden, oder verläßt sie Djurgarden auch ?!

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  • Rainer sagt:

    @djane: Ja, leider. DJjurgården teilte am 03.11. auf seiner Webseite mit, dass der auslaufende 2-Jahresvertrag mit Ari nicht verlängert wird. Ziel erst einmal unbekannt, aber das Rehab-Training macht sie wohl in Potsdam…

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  • djane sagt:

    Danke für die Info Rainer, das wußte ich garnicht. Demnach war das Schweden-Intermezzo der beiden Damen auch nicht wirklich glücklich. Schade für Djurgarden, schön für die Buli (falls sie dort wirklich wieder landen wird)

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  • Rainer sagt:

    Naja, über das Schweden-Intermezzo können nur die beiden selber reden, aber ich habe im Sommer ein Interview mit ihnen gemacht und da hatte Ari ja schon mehr als ein Schwedenjahr hinter sich.

    Ich hatte den Eindruck, dass es ihr eigentlich sehr gut gefallen hat und dass sie neue Erfahrungen machen wollte und auch das sportliche und organisatorische Umfeld hier sehr gut fand.

    Nadine Angerer müsste man jetzt noch mal befragen. Ich bin mal gespannt, ob sie nächsten Montag noch auf der „Fußballgala“ im Stockholmer Globen auftaucht. Da werden die Fußballpreise 2008 verliehen und sie ist nominiert in der Torwart-Kategorie. Und das sollte sie eigentlich gewinnen.

    Letztes Jahr ging der Preis an ihre Vorgängerin Bente Nordby.

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  • Markus Juchem sagt:

    Hier nochmal als Bestätigung eine aktuelle dpa-Meldung:

    Angerer und Hingst verlassen Stockholm

    Berlin (dpa) – Die Fußball-Weltmeisterinnen Nadine Angerer und Ariane Hingst haben ihren bisherigen Club Djurgården Stockholm verlassen. Wo die ehemaligen Potsdamerinnen in der kommenden Saison spielen werden, ist noch offen.

    Torhüterin Angerer sagte der «Märkischen Allgemeinen Zeitung», ihr primäres Ziel sei das Ausland. Sie könne sich ein Jahr in England oder Frankreich vorstellen, bevorzuge aber einen Wechsel in die USA. «Ich bin mit meiner Auslandserfahrung noch nicht fertig», meinte Angerer.

    Potsdams Trainer und Manager Bernd Schröder sagte, die Tür für Abwehrspielerin Hingst stehe offen, auch wenn er an seinem Jugendkonzept festhalten wolle. Hingst meinte: «Es gibt hier und da Gespräche, aber noch nichts Konkretes.» Nach einer Knieoperation Anfang Oktober kann sie in diesem Jahr nicht mehr spielen, mit Djugården belegten Angerer und Hingst Platz fünf in der zu Ende gegangenen Saison in Schweden. «Ich hatte zwei wunderbare Jahre, es hat Spaß gemacht. Aber ich will nochmal etwas Anderes erleben», sagte Hingst zur Begründung für ihren Abschied.

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  • djane sagt:

    Interessant, am 30.05.2008 sagte sie ja noch bei euch (womansoccer) im Interview „Ich fühle mich wohl in Schweden und kann mir derzeit nicht vorstellen, wieder in die Bundesliga zurückzukehren, weil mir die schwedische Liga wesentlich besser gefällt“. Ich bin gespannt, wo die Mädels landen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Ich denke mal, das Zauberwort heißt derzeit „USA“. Spätestens seit die WPS den TV-Vertrag mit Fox abgeschlossen hat, scheint man dem neuen Frauenfußball-Projekt in den USA Erfolgsaussichten einzuräumen. Inzwischen sind viele Spielerinnen, die vor ein paar Monaten noch gezögert haben, sehr an einem Wechsel in die WPS interessiert. Aber vorher gilt es Spielplanüberschneidungen aus dem Weg zu räumen. Und finanziell scheint es ja nicht ganz unlukrativ in den Staaten zu werden. Marta soll bei Los Angeles Sol (so der Deal zustande gekommt) zwischen 500.000 und 1 Mio. Dollar pro Jahr verdienen. Ganz schlecht dürfte das Salär dann auch für die anderen Spielerinnen nicht sein…

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