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2008

Starkes DFB-Team setzt deutliche Duftmarke

Mit einer beeindruckenden Leistung ist die deutsche U17-Frauenfußball-Nationalmannschaft in die Weltmeisterschaft in Neuseeland gestartet. Gegen Costa Rica gab es zum Auftakt angetrieben von der überragenden Dzsenifer Marozsan einen souveränen 5:0 (3:0)-Erfolg.

Dabei hätte der Sieg bei einer besseren Chancenverwertung sogar noch höher ausfallen können, doch Latte, Pfosten und Costa Ricas Torhüterin Priscilla Tapia verhinderten weitere Treffer.

57 Prozent Ballbesitz und 18:1-Schüsse aufs Tor lautete die Statistik nach dem Spiel – auch die Zahlen belegen, mit welcher Nachhaltigkeit das Team von Trainer Ralf Peter in Christchurch zu Werke ging. Doch der bissige Gegner zeigte zumindest ansatzweise, dass der 2:0-Sieg gegen Kanada in der CONCACAF-Qualifikation kein Zufallsprodukt war.

Zwei Treffer von Marozsan, darunter ein Volley-Heber vom Feinsten, und Tore von Lynn Mester, Turid Knaak und ein fulminanter Schuss von Tabea Kemme zeigten der Konkurrenz gleich einmal, dass mit dem deutschen Team zu rechnen sein wird.

Glanzparade von Sarholz Zunächst galt es jedoch eine Schrecksekunde zu überstehen. Denn nach einem Fehler von Carolin Simon zwang Costa Ricas Kapitänin Katharina Alvarado, in der CONCACAF-Qualifikation fünffache Torschützin, Deutschlands Torhüterin Anna Felicitas Sarholz mit einem gefährlichen Schuss aus schrägem Winkel zu einer Glanzparade. Doch die DFB-Elf ließ sich davon nicht beeindrucken und kam dann richtig in Schwung.

Mester und Marozsan in Torlaune Lynn Mester eröffnete nach einer guten Viertelstunde den Torreigen, als sie einen präzisen Pass von Leonie Maier zur Führung verwertete (17.). Deutschland war weiter klar Ton angebend, und wurde schnell erneut belohnt. Marozsan hob den Ball nach schöner Vorarbeit von Mester zum 2:0 über die verduzte Torhüterin Priscilla Tapia hinweg ins Netz (34.). Und noch vor der Pause fiel die Entscheidung, als die Saarbrückerin nach einer schönen Kombination über Kemme das 3:0 erzielte (43.).

Volley-Hammer von Kemme Und die DFB-Elf begann die zweite Hälfte, wie die erste aufgehört hatte. Mit druckvollem Spiel wurden die Costaricanerinnen in der eigenen Hälfte eingeschnürt, Knaak staubte nach einem Gewimmel im Strafraum zum 4:0 ab (51.). Eine Viertelstunde später hämmerte dann Kemme die Kugel aus 15 Metern humorlos in den Winkel, nachdem Knaak vom rechten Flügel aufgelegt hatte (66.).

Schlussphase in Überzahl Peter wechselte vernünftigerweise drei Mal, brachte Nicole Rolser, Hasret Kayikci und Ivana Rudelic für Knaak, Marozsan und Alexandra Popp. Der Rhythmus im deutschen Spiel ging nun ein wenig verloren, dennoch agierte das Team weiter überlegen, zumal man in der Schlussphase eine Spielerin mehr auf dem Platz hatte, nachdem Gabriela Guillén nach wiederholtem hartem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah (81.).

Ghana nächster Gegner Im nächsten Spiel trifft Deutschland am 1. November auf Ghana, am 4. November geht es zum Abschluss der Vorrunde gegen Nordkorea.

Wie weit kommt Deutschland bei der U17-WM?