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2007

Schweiz zieht Bewerbung für WM 2011 zurück

Womensoccer.de berichtete bereits am Sonntag über einen möglichen Rückzug der Schweizer in Sachen WM-Bewerbung 2011, jetzt steht es fest.

Die Schweizer Nationaltrainerin Béatrice von Siebenthal hat nun bestätigt, dass die Schweiz nicht länger zu den Kandidaten gehört.

“Da sich alles in Europa auf die Bewerbung von Deutschland und Frankreich fokussiert, macht eine dritte europäische Bewerbung keinen Sinn”, so von Siebenthal. Richtig überraschen kann einen der Rückzug der Schweizer nicht. Von vornherein waren den Eidgenossen nur geringe Chancen auf eine WM-Ausrichtung eingeräumt worden.

Möglicherweise wollte der Schweizer Verbandspräsident Ralph Zloczower kurz nach seiner Wiederwahl bis 2009 nur ein Zeichen setzen bei seinem Unterfangen, den Frauenfußball in der Schweiz „in die Akzeptanz und den Erfolg“ treiben zu wollen.

Für die Hoffnungen der Europäer, erstmals seit 1995 wieder die Weltmeisterschaft ausrichten zu dürfen, ist der Entschluss der Schweizer sicherlich positiv zu werten. Denn anstatt dreier europäischer Länder, die sich gegenseitig die Stimmen wegnehmen, verbleibt nun neben Deutschland nur noch Frankreich.

Und hier will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf diplomatischer Ebene erreichen, dass Frankreich zugunsten Deutschlands seine Bewerbung zurückzieht , verbunden mit dem Versprechen, dann Unterstützung Deutschlands bei einer EM-Bewerbung für 2013 zu erhalten.

Da die Entscheidung über den WM-Ausrichter 2011 nun erst am 23. November und nicht wie ursprünglich geplant am 31. August fallen wird, bleibt noch reichlich Zeit, um hinter den Kulissen zu verhandeln und die Weichen für eine erfolgreiche deutsche WM-Bewerbung zu stellen.