Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2007

FIFA verbietet Spiele in Höhenluft

Die Exekutive des Fußball-Weltverbands (FIFA) hat auf ihrer 23. und letzten Sitzung innerhalb des Zyklus 2003 – 2006 am Sonntag in Zürich beschlossen, dass zukünftig keine internationalen Spiele mehr in sauerstoffarmer Höhenluft ausgetragen werden dürfen.

Die FIFA begründete den Schritt mit „medizinischen Gründen“. Man wolle die Spieler besser schützen. Aus diesem Grund sind in Zukunft keine internationalen Spiele mehr an Orten erlaubt, die mehr als 2.500 Meter über Meereshöhe liegen.

Von der Entscheidung betroffen sind vor allem die Heimspiele einiger süd- und mittelamerikanischer Länder . So hätte beispielsweise das Play-off-Rückspiel im März um den letzten Startplatz für die Frauenfußball-WM 2007 in China zwischen Mexiko und Japan aus heutiger Sicht nicht im 2.638 Meter hoch gelegenen Toluca ausgetragen werden dürfen.

Doch auch andere Länder sind betroffen. So wird Ecuador zukünftig keine WM-Qualifikationsspiele mehr im wegen seiner Höhenluft gefürchteten Quito (2.850 Meter über Meereshöhe) austragen dürfen. Auch die bolivianische Haupstadt La Paz (3.600 Meter) und die kolumbianische Hauptstadt Bogotá (2.640 Meter) werden somit zukünftig nicht mehr als Austragungsorte internationaler Fußballspiele in Frage kommen.

Bereits seit 1994 war in der FIFA über ein Höhenlimit diskutiert worden, nachdem in der WM-Qualifikation für die Männer-WM 1994 in den USA Bolivien in der Höhe von La Paz Brasilien die erste Niederlage in einer WM-Qualifikation überhaupt zugefügt hatte.