Pia Sundhage wird brasilianische Nationaltrainerin

8

Pia Sundhage wird zukünftig die Nationalelf Brasiliens trainieren. Es ist das erste Mal, dass Brasilien eine ausländische Trainerin verpflichtet.

Pia Sundhage im Gespräch mit ihren Assistentinnen
Pia Sundhage (Mi.) übernimmt die brasilianische Nationalelf © imago / Bildbyran

„Ich freue mich sehr über diese Gelegenheit. Brasilien ist ein fantastisches Fußballland voller talentierter Spielerinnen. Ich freue mich, sie kennen zu lernen und mit Ihnen zusammen zu arbeiten“, so Sundhage auf der Website des schwedischen Fußballverbands.

Aufregende Phase

„Das Nationalteam ist gerade in einer aufregenden Phase, denn es steht in gewisser Weise ein Generationenwechsel bevor, während sich das Team für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert hat“, so Sundhage weiter. Somit wird Sundhage ihren derzeitigen Posten als schwedische U16-Trainerin räumen.

Volles Verständnis

Håkan Sjöstrand, Generalsekretär des schwedischen Fußballverbands, meint: „Es ist natürlich traurig, Pia zu verlieren, aber wir haben natürlich volles Verständnis dafür, dass sie diese Aufgabe übernehmen will und wir wünschen Ihr viel Glück.“

Perfekte Erfahrung

Inzwischen hat auch der brasilianische Fußballverband die Verpflichtung bestätigt. CBF-Präsident Rogério Caboclo erklärt: „Die Wahl von Pia reflektiert die neue Dimension, in die wir mit dem Frauenfußball in Brasilien vorstoßen wollen. (…) Pia bringt die perfekte Erfahrung mit. Es ist eine Freude, diese Legende des Frauenfußballs in unserem Team zu haben.“

Mein Leben als Hope Solo
7 Bewertungen
Mein Leben als Hope Solo
  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 19.01.2020 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

8 KOMMENTARE

  1. Das ist ja mal ein Ding! Hätt ich jetzt ehrlich nicht mit gerechnet.
    Die alte Gitarristin und der Samba
    *summt „The times they are changing“ im Samba-Rhythmus*

    Ich denke mal, sie wird gut mit Marta und Cristiane zurecht kommen.

  2. Ja mir fehlen jetzt die Worte.
    Das brasilianische Team hat sich für Olympia qualifiziert,obwohl sie im Achtelfinale ausgeschieden sind.Die europäischen Teams müssen mindestens das HF erreichen.Warum macht die UEFA da nicht Druck.Das heißt ja ,das Brasilien immer bei den Spielen mitmachen kann ,egal wie sie bei der WM abschneiden.Ihr Experten braucht mich jetzt nicht korrigieren,für mich ist das ungerecht.Das ist und bleibt meine Meinung.
    Der alten Dame wünsche ich viel Erfolg in Brasilien.Sie ist eine ganz große im FF.Aber sie muß als erste Maßnahme die Mannschaft verjüngen.Die Ameise,Marta,Christiane,sie darf darf nicht den Fehler machen und an den Alten festhalten.Auch für eine Marta ist die Zeit gekommen.

  3. @Der Zuschauer
    Olympia ist das Event mit den 5 Ringen, die ihrerseits die 5 Kontinente repräsentieren.
    Wikipedia: „Die Einführung der Olympischen Spiele der Neuzeit wurde 1894 als Wiederbegründung der antiken Festspiele in Olympia auf Anregung von Pierre de Coubertin beschlossen. Als „Treffen der Jugend der Welt“ sollten sie dem sportlichen Vergleich und der Völkerverständigung dienen.“

    Eigentlich dauern sie nur gut zwei Wochen – den Fussballturnieren werden schon zwei Tage mehr zugestanden. Aber in 18 Tagen kann nur ein sehr kleines Turnier stattfinden. Daraus ergeben sich per Definition schon stark reglementierende Einschränkungen, was den Teilnehmerkreis betrifft, so ist das nun mal. Es können weltweit nur 12 teilnehmen – Europa stellt jetzt schon 3, also 25%. Mehr wäre unter diesen Vorgaben nicht akzeptabel.

    Für alles andere gibt es andere Turniere: kontinentale und Weltmeisterschaften.

    Die Olympiaden mit ihren Veranstaltungen haben einen anderen, auf ihre Art exklusiven Charakter und sind deswegen bei den Sportlerinnen auch so begehrt. Da muss man sich schon sehr anstrengen, um Teil zu sein. Hat D eben diesmal nicht geschafft, sollte man einfach akzeptieren.

    Die asiatischen Teilnehmer 2016 in Brasilien waren China und Australien – nicht Japan, die 2015 noch Vizeweltmeister geworden sind. Da hatte der Verband das über ein eigenes Turnier ausgespielt, was die UEFA ja auch machen könnte, aber die haben sich nun mal anders entschieden. In Rio hätte demnach eigentlich England mitmachen dürfen, aber weil KleinEngland eben nicht GrossBritannien ist, gab es für den dritten Startplatz ein Extraturnier, was dann Schweden gewonnen hat.
    Brasilien hatte sich übrigens doppelt qualifiziert: Sowohl über ein Turnier, als auch als Gastgeberinnen.

  4. @Balea,
    kleiner Widerspruch zur Zahl der Teilnehmer beim Olympischen Frauenturnier mit 12 Teams. Bei dem Männerturnier bei Olympia sind allerdings 16 Mannschaften zugelassen. Ich frage mich, wer das wohl bestimmt hat und warum? Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

  5. @ balea

    Dankeschön, für diesen Kommentar. Es ist klasse, dass der/die ein oder Andere auch noch über den Tellerrand hinaus schauen! Es ist toll, dass sich bei den Olympischen Spielen die Welt begegnet und dort auch Sportler unterstützt werden die als Letzte durch´s Ziel kommen. Es bringen auch Sportler Top-Leistungen die niemals eine Medaillenchance haben. Die Förderungsmöglichkeiten sind in den Ländern unserer Welt leider sehr verschieden. Es ist sehr schön, dass es wenigstens noch die Olympiade gibt. Bei Olympia dabei dein zu können ist das Ziel von unglaublich vielen Sportlern aus der ganzen Welt. Es ist ein internationales Treffen mit Teilnehmern von allen Kontinenten, und das ist auch gut so!
    @ Zuschauer
    Wie man sehen konnte, fehlten Dir die Worte dann doch nicht.
    Für mich wäre es ungerecht, wenn man bei diesem Fest des Sports große Teile der Welt einfach ausschließt, nur weil es auf weiten Teilen unseres Planeten, in diversen Sportarten ungleich schlechtere Voraussetzungen gibt, als bei uns in Europa. Um das festzustellen muss man wahrlich kein Experte sein. Ein klein wenig Verständnis auch für Länder mit weniger Mölichkeiten reicht da völlig!
    @ Rudi
    balea hat über das Frauenturnier geschrieben und da stimmt die Zahl von 12 Teams doch. Auch bei 16 Teilnehmern, wäre es immer noch eine überschaubare Teilnehmerzahl, aber wegen der kurzen Zeit durchaus angemessen.

  6. ok@Rudi
    also sollen wir jetzt eine Verschwörung annehmen, da das IOC bei den Männern 16 Teams zugelassen hat und bei den Frauen nur 12 – nur um das DFB Team aussen vor zu lassen, obwohl die ja im Grunde eh schon immer das Beste Team der Welt sind?
    […]

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen.

  7. Der Zuschauer sagt:
    „Das heißt ja ,das Brasilien immer bei den Spielen mitmachen kann ,egal wie sie bei der WM abschneiden“

    Keineswegs. Brasilien ist durch den Gewinn der Copa América Femenina 2018 für Olympia qualifiziert. Das WM-Abschneiden ist so gesehen tatsächlich irrelevant, aber etwas für die Olympia-Teilnahme tun mussten sie schon.

    Das WM-Abschneiden dient nur bei den europäischen Teams als Qualifikation. Würde man allerdings nach südamerikanischem Vorbild das Abschneiden bei der EM 2017 heranziehen, wäre das Ergebnis gar nicht so viel anders: Holland, Dänemark statt Schweden, und England oder Österreich. Die beiden Letzteren müssten ein Playoff spielen, wo England wohl klar favorisiert wäre.

  8. @ Rudi Du schreibst:
    „zur Zahl der Teilnehmer beim Olympischen Frauenturnier mit 12 Teams. Bei dem Männerturnier bei Olympia sind allerdings 16 Mannschaften zugelassen. Ich frage mich, wer das wohl bestimmt hat und warum?“

    158 Verbände im Frauenfussball, 12 Teilnehmer bei der Olympiade
    211 Verbände im Männerfussball, 16 Teilnehmer bei der Olympiade
    Verhältnis:
    158:12 = 13,2
    211:16 = 13,2

    Das denke ich mir dabei!
    Für mich hat sich damit Deine Frage beantwortet!
    War selbst überrascht, dass das Verhältnis so genau stimmt!

    Übrigens, bei Weltmeisterschaften ist auch die Teilnahme von Synchronschwimmern zulässig. Deren Teilnahme ist bei Olympischen Spielen untersagt. Auch da denke ich an nichts Böses! Früher durften übrigens nur Männer Synchronschwimmen betreiben, heute ist es zumindest bei Olympia andersrum!

    Bei der ryhtmischen Sportgymnastik…
    Bevor jetzt jemand mir irgendwas unterstellen möchte, ich habe vor beiden Sportarten größte Hochachtung und Bewunderung. Die Körperbeherrschung ist unglaublich!

Comments are closed.