Schweden holt Platz 3

Von am 6. Juli 2019 – 20.11 Uhr 5 Kommentare

Die schwedische Frauenfußball-Nationalelf hat sich mit einem verdienten Sieg gegen England den dritten Platz bei der Frauenfußball-WM in Frankreich gesichert. Nilla Fischer rettete in der Schlussminute kurz vor der Linie.

Nilla Fischer rettete ihrem Team den Sieg

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Vor 20.316 Zuschauern im Stade de Nice von Nizza gewann Schweden mit 2:1 (2:1) gegen die favorisierten Engländerinnen. Kosovare Asllani (11.) und Sofia Jakobsson (22.) sorgten für eine Zwei-Tore-Führung, Fran Kirby gelang nur noch der Anschlusstreffer (31.).

Schweden am Anfang klar überlegen

Schweden ging von Beginn an mit Herzblut und Biss zur Sache, während England die Anfangsphase verschlief. Ein individueller Fehler von Alex Greenwood führte zur Führung durch Kosovare Asllani, die mit einem platzierten Schuss Carly Telford überwand (11.).

Jakobsson düpiert englische Abwehr

Auch in der Folge war Schweden die bessere Mannschaft, nach einem Pass von Stina Blackstenius wurde Jakobsson kaum angegriffen, an Steph Houghton vorbei schlenzte sie den Ball zur 2:0-Führung ins Netz (22.). Englands Abwehr wirkte ohne die gesperrte Millie Bright anfälliger als sonst. Im Gegenzug sorgte Lucy Bronze mit einem Schuss für ein erstes Lebenszeichen der Engländerinnen (23.).

Enttäuschte Ellen White

Es folgte die turbulenteste Phase des Spiels: Erst schloss die heute starke Fran Kirby einen Alleingang mit einem sehenswerten Drehschuss zum 1:2 ab (31.). Und nur Augenblicke später schien Ellen White nach Pass von Beth Mead durchsetzungskräftig den Ausgleich erzielt zu haben, doch der deutsche VAR-Schiedsrichter Felix Zwayer hatte korrekterweise ein Handspiel der Stürmerin gesehen (33.).

Nilla Fischer rettet Schweden Platz 3

In der zweiten Halbzeit war England zwar um den Ausgleich bemüht, doch Schweden zog den Engländerinnen mit einer kompakten Defensive den Zahn. Bis auf eine Ausnahme: Nach einer Ecke kam Bronze zum Schuss, Nilla Fischer klärte den scharf geschossenen Ball per Kopf einen Meter vor der Linie (90.).

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • balea sagt:

    Glückwunsch an Schweden, für mich unterm Strich die bessere Frauschaft heute. Insgesamt haben die sich während des Turniers stets gesteigert und sich auch in jedem Spiel fast perfekt auf den jeweiligen Gegner eingestellt. Das ist neben der körperlichen Fitness (trotz ein Tag weniger Pause) auch ein Zeichen für gute psychische Teamleistung und wohl ein Verdienst des angenehm zurückhaltenden Trainers gewesen sein.

    Andersherum hat mir Trainer Neville zunehmend weniger gefallen: Zuerst ist er mir beim Kamerun-Spiel aufgefallen, wo er den Afrikanerinnen symphatische Fähigkeiten beim Tanzen und Trommeln zuschrieb – aber ihre lauten Beschwerden bzgl VAR zum Schämen fand. Heute nun meckerte er bei jeder Gelegenheit, verliess häufig die Coaching Zone und klatschte hämisch Beifall nach der (richtigen) Aberkennung des 2:2. So gehts nun auch nicht.

    (18) 18 Gesamt – 18 hoch – 0 runter
  • Rudi sagt:

    Weis jemand warum Rolfö Mitte der 1. Halbzeit ausgewechselt wurde?

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  • balea sagt:

    @Rudi
    Nach allem was man sehen konnte: Sie war verletzt….

    (7) 7 Gesamt – 7 hoch – 0 runter
  • Pauline Leon sagt:

    super spiel.
    das schmeckte nach finale.
    da haben die schwedinnen offensichtlich das usa-spiel gegen england gesehen. alle in des gegners hälfte, dann klingelts auch bald in der gegnerinnen hütte.
    angriff ist die beste verteidigung.
    so soll fussball sein.

    und auch eine super rettungstat von ilestedt gegen white, in minute 81.

    ich freue mich auf morgen.

    viv, hau rein. oft!

    ganz vergessen: herzlichen glückwunsch schweden. und viel erfolg bei olympia 2020 in tokio!

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  • ajki sagt:

    In einer Box-Aktion prallte sie mit der Keeperin zusammen, fiel über sie weg und knickte dann nach dem Aufstehen noch einmal weg. Die Live-Bilder lösten das während des Spiels nicht weiter auf, aber im Nachhinein wurde die Szene aus Sicht der Toraus-Kameras noch einmal gezeigt. Es handelte sich wohl um eine (starke) Überdehnung oder gar um einen Riss (Muskel, Muskelbündel, Sehnen…) im Bereich des Knöchels.

    (5) 5 Gesamt – 5 hoch – 0 runter

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