Kanada siegt, Japan blamiert sich

Von am 10. Juni 2019 – 23.22 Uhr 5 Kommentare

Kanada ist mit einem verdienten Sieg gegen Kamerun in die Frauenfußball-WM in Frankreich startet. Eine enttäuschende Leistung zeigte hingegen Vizeweltmeister Japan gegen Außenseiter Argentinien.

Japans Mana Iwabuchi im Duell mit Argentiniens Aldana Cornetti

Die Japanerinnen um Mana Iwabuchi (re.), hier im Duell mit Aldana Cornetti, bissen sich an Argentinien die Zähne aus © imago / Fotoarena

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Kanada gewann im Stade de la Mosson in Montpellier nach einer Ecke durch ein Kopfballtor von Kadeisha Buchanan (45.), vor vier Jahren bei der WM in Kanada zur besten jungen Spielerin des Turniers gewählt, mit 1:0 (1:0) verdient gegen Kamerun.

Kamerun zu harmlos

Die Afrikanerinnen standen zwar kompakt und ließen nicht allzu viele kanadische Chancen zu, brachten aber auch das kanadische Tor nur selten ernsthaft in Verlegenheit. Claudine Meffometou hatte per Kopf die beste Chance der Kamerunerinnnen. Kurz vor Schluss verpasste Christine Sinclair nur knapp den zweiten kanadischen Treffer.

Japan enttäuscht

Japan kam nach einer enttäuschenden Leistung vor 25.055 Zuschauern im Prinzenparkstadion von Paris nicht über ein 0:0 gegen Argentinien hinaus, das bei seiner dritten WM-Teilnahme erstmals einen Punkt holte. Das Spiel der Japanerinnen war zu langsam, ideen- und konzeptlos.

Argentinien holt erstmals WM-Punkt

Die Argentinierinnen verteidigten nach Kräften und deren stärkste Spielerin Estefania Banini sorgte gelegentlich für Entlastung. Yui Hasegawa vergab die beste japanische Chance (56.).

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Heinrich Rosenstaub sagt:

    Estefania Banini war das Beste und Leidenschaftlichste, was ich in diesem Jahr bisher gesehen habe in Sachen Einzelleistung. Das gesamte argentinische Team hat sich mit unglaublicher Einsatzfreude, Teamgeist und Laufbereitschaft gegen die Vizeweltmeisterinnen zur Wehr gesetzt und sich diesen Punkt letztlich redlich verdient. Dabei haben die Gauchas gezeigt, dass man als Außenseiter auch anders auftreten kann als die freudlose Kloppertruppe aus China.
    Mein Herz haben Banini und Co. jedenfalls im Sturm erobert. Das ihrer Landsleute in Argentinien hoffentlich auch. Wenn ich da an die Auftritte von Messi und Konsorten in Russland denke…

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  • oller Rentner sagt:

    Ich kann dem nur zustimmen. Ich habe letztendlich bis zum Schluss Daumen drückend in der Hoffnung zugesehen, dass Japan kein Tor mehr gelingt.

    Ich ziehe meinen Nut vor den Argentinierinnen.

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  • Pauline Leon sagt:

    sogar messi hat sie besucht und sich mit seinen kolleginnen ablichten lassen. sicher die beste aller unterstützung, bei seinen 10 milliarden followern.
    sowas wirds in d-land nie geben.

    die argentinierinnen haben auch meine vollste sympathien, auch schon vorher. sie werden sicher in sachen unterstützung durch den verband mit an unterster stelle aller teilnehmerinnen stehen. mit den afrikanischen teams zusammen.

    auch super, das banini die spielerin des spiels wurde. da wird sie mal ihren enkeln von erzählen und vielleicht bei discoverfootball.de referieren.
    da würde ich dann sofort hinreisen.

    schön auch, das ruth bravo beim erklingen ihrer nationalhymne ihre tränen nicht zurückhalten konnte. und das, obwohl (oder gerade deswegen) der weg zur wm sicher sehr sehr steinig war und schmerzvoll. damit meine ich keine physischen verletzungen…

    ein sieg gegen schottland und sie haben sich durch den einzug ins achtelfinale unsterblich gemacht.
    VAMOS!!!!

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  • shane sagt:

    „sicher die beste aller unterstützung, bei seinen 10 milliarden followern“
    gut? ja! beste? nö. noch bessere unterstuetzung waere gewesen, wenn messi seine 10mia follower dazu gebracht hätte, dass jede/r 1cent spendet. da könnte die arg. frauen-NM auch zwischen den grossen turnieren existieren. frau marley jr hat da meinen grösseren respekt.

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  • Rudi sagt:

    @shane,

    Nicht nur die sogenannten Follower sollten spenden, sondern Messi selbst. Dem tun doch mal 10 Millionen Euro nicht wirklich weh. Dann hätte er mal was Gutes für den Frauenfußball in Argentinien getan.

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