SheBelieves Cup: DFB-Elf gewinnt nach Rückstand

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel beim SheBelieves Cup in den Vereinigten Staaten gewonnen. Gegen England lag die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid zur Pause allerdings noch mit 0:1 in Rückstand.

2:1 (0:1) hieß es nach 90 Minuten für die deutsche Mannschaft, die zuvor mit 1:0 gegen Frankreich gewonnen hatte. Für die DFB-Elf war es der erste Erfolg gegen England nach zuletzt zwei sieglosen Spielen, darunter das 0:1 im Spiel um Platz drei bei der Weltmeisterschaft in Kanada.

Toni Duggan bringt England in Führung
Neid veränderte im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Frankreich ihre Startformation auf gleich sieben Positionen, im Tor diesmal Laura Benkarth, und verlegte sich nach der Defensivtaktik gegen die Französinnen nun wieder auf die Offensive. Allerdings waren es die Engländerinnen, die zunächst in Führung gingen. Bereits in der neunten Minute brachte Toni Duggan die „Lionesses“ in Führung, nachdem die deutsche Mannschaft zuvor einen Freistoß der Engländerinnen nicht hatte klären können. In der Folge agierte England – wie schon bei den letzten beiden Spielen gegen den zweifachen Weltmeister – in der Defensive diszipliniert.

Bundestrainerin Silvia Neid
Bundestrainerin Silvia Neid freut sich über den zweiten Sieg in den USA (Archivbild). © Nora Kruse

Zwei Tore binnen sechs Minuten
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der deutschen Mannschaft besser, hatte aber zunächst keinen Erfolg. Nach einem Freistoß von Lena Goeßling erzielte Mandy Islacker in der 75. Minute den vermeintlichen Ausgleich für die DFB-Elf. Schiedsrichterin Katja Koroleva erkannte den Treffer wegen Abseits allerdings nicht an. Nur eine Minute später lief es dann besser: Sara Däbritz traf zum 1:1,bei dem Torhüterin Karen Bardsley keine gute Figur machte. Der Siegtreffer fiel in der 82. Minute. Nach einem Foul von Fara Williams an Alex Popp zeigte Koroleva auf den Elfmeterpunkt. Babett Peter verwandelte sicher.

Zum Abschluss trifft die deutsche Mannschaft am Donnerstag (1.45 Uhr MEZ) auf das Team der Vereinigten Staaten, das dank eines Treffers von Alex Morgan in der Nachspielzeit gegen Frankreich mit 1:0 gewann.

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never-rest
never-rest

„Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der deutschen Mannschaft besser“. Ich habe davon nichts gesehen, im Gegenteil war das Spiel der N11 nach der Pause völlig zerfahren. Die vielen für mich nicht alle nachvollziehbaren Wechsel haben ein Übriges getan. Erst in der letzten Viertelstunde wurde das deutsche Angriffspiel etwas druckvoller, ohne das aber große Torchchancen heraus gespielt werden konnten. Die Tore fielen eher zufällig. Der Ausgleich war ein echtes Flipper-Eigentor der Engländerinnen und der Elfmeter von Popp mit großer Schauspielkunst heraus geholt. Dabei hat sie sich eigentlich bei einem verunglückten Schussversuch nur selbst verletzt. Passte irgendwie zu ihrem Spiel. Erfreulich… Weiterlesen »

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Prinzipiell muss ich sagen, habe ich gestern erneut ein Spiel gesehen, wo ich die Weiterentwicklung unserer N11 absolut vermisst habe! Gegen den neuen Angstgegner England fand man wiederholt keine geeigneten Gegenmittel, um Forechecking und Pressing zu entgehen. Angst grassierte in der eigenen Defensive, wenn Bartusiak, Henning und Kemme von der gegnerischen Offensive angelaufen wurden. Haarsträubende Aktionen kam dabei raus, wie gleich zu Beginn der katastrophale Pass von Behringer, aber auch von Däbritz und das gleich mehrfach. Wenn man unbedingt, schon mit dem Fokus auf das USA-Spiel, Stammkräfte schonen will und dauerhaft auf Islacker, Kerschowski und Blässe setzt, wo deren Leistungen… Weiterlesen »

F.B.
F.B.

@never-rest: Was hat denn die Szene beim Elfmeter mit „Schauspielkunst“ zu tun?! Man kann sich ja darüber streiten, ob es ein Foul war oder ein unglücklicher Zusammenprall, aber gewiss keine Schauspieleinlage. Die Engänderin springt ihr doch gerade dazwischen, als sie schießen will, was soll Popp denn bitte mit ihrem Bein machen, nachdem sie zum Schuss ausgeholt hat? Mittelerweile scheint sich so mancher hier ganz schön auf Alex eingeschossen haben. Wenn sie demnächst bei einem Kopfball einen Ellbogen ins Gesicht bekommt, ist das dann wahrscheinlich auch Schauspielerei. Ansonsten hat mir die zweite Halbzeit auch besser gefallen als die erste. Insbesondere Sara… Weiterlesen »

ingus april
ingus april

@ Schenschtschina Futbolista
Bei einem taktischen Foul, das eine Gelbe Karte nach sich zog, (soviel ich weiß die erste für sie in diesem Turnier) bei Leonie Maier von Gelbsucht zu sprechen, halte ich doch für stark überzogen.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@ingus april
Gelbsucht deswegen, weil sekundenlanges Gezerre und Geklammere an der mit Ball schnelleren Engländerin – besser kann man eigene Defizite nicht unter Beweis stellen! Eine deutlichere Bettelei um Gelb gibt es gar nicht; sie (er-)suchte förmlich um Gelb!

Detlef
Detlef

Ich habe keins der beiden Spiele gesehen, würde jetzt aber auch kein Drama draus machen, wenn es hier und da noch nicht so läuft!!!

Keine der vier Mannschaften ist im echten Wettkampfmodus, sondern eher im Testbetrieb!!! 😉

In England und den USA hat zudem der Ligabetrieb noch gar nicht begonnen, also fehlt da komplett die Spielpraxis!!!

Ich hoffe unser Göttinnenrat gewinnt trotzdem die eine oder andere Information, und alle Spielerinnen überstehen diesen Kommerzzirkus ohne Verletzung!!!

Ludwig
Ludwig

Ich verstehe manche Kritik einfach nicht. Das Turnier war von vornherein als Test deklariert. Jetzt testet Neid, was das Zeug hält, und es ist natürlich wieder mal alles falsch. Es war kein überzeugender Sieg, aber das kann man eigentlich auch kaum erwarten, wenn ein Team spielt, das so noch nie zusammen gespielt hat und deswegen auch in keiner Weise eingespielt sein kann. Und man kann es auch kaum gegen Gegnerinnen erwarten, die sich – so wie die Engländerinnen – in den letzten Jahren sehr stark verbessert haben. Eine so starke Verbesserung kann man von der deutschen Mannschaft nicht erwarten, weil… Weiterlesen »

translate
translate

@Ludwig:
„Und nebenbei: Den Ton habe ich nach einer halben Stunde abgeschaltet.“
Soo lange hast du dir das angetan? 😉

Ludwig
Ludwig

@translate: Ich bin extrem leidensfähig.

Detlef
Detlef

@Ludwig,
Dann bist Du sicher TURBINE-Fan!!! 😉

waiiy
waiiy

Wer drängt sich eigentlich gerade auf, in die Startelf zu kommen? Wie würde eine Startelf nach Leistung aussehen? Ich mag auch immer gern auf Neid draufhauen. Aber so richtig will mir die Beantwortung der Fragen auch nicht gelingen.

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

@Ludwig Wenn dieser Cup reine Testfunktion besitzen soll und damit die erzielten Ergebnisse nach Deiner Aussage bedeutungsarm sind, wieso posaunen dann die Medien unisono den gestrigen Sieg als WM-Revanche raus? Ist das für Dich kein Widerspruch? Wenn diese 4 Teams als die WM-Erstplazierten ein Mini-Turnier als SheBelieves Cup spielen, gibt es bei keinem dieser Teams derartige Gedanken wie Du sie hegst. Und, wieso holen die Anderen auf und unser Team stagniert? Oder wo siehst Du eine Weiterentwicklung bei unserer N11? Schon die letztjährige WM aus dem Kopf verbannt? @Detlef > Keine der vier Mannschaften ist im echten Wettkampfmodus, sondern eher… Weiterlesen »

enthusio
enthusio

Es lohnt sich, das Spiel USA-Frankreich noch einmal anzuschauen.
Ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. In Halbzeit eins war Frankreich phasenweise drückend überlegen und hatte Pech bei einigen hochkarätigen Torchancen. In Halbzeit zwei hatte Frankreich nur noch eine dicke Torchance durch Delie, während die US-Girls das Spiel an sich rissen und in einem torchancenarmen Spiel gegen konditionell nachlassende Französinnen durch Alex Morgan nach Zuckerpaß der 17jährigen Mallory Pugh in letzter Sekunde das Siegtor erzielen konnten.

https://www.youtube.com/watch?v=-IRWyKu-xSc

Ludwig
Ludwig

@SF: Da geht aber einiges bei dir durcheinander. Tests sind nicht bedeutungsarm. Das habe ich deshalb auch nirgendwo geschrieben. Ich weiß nicht, wo das her nimmst. Ganz im Gegenteil sind sie absolut notwendig. Und was haben die Aussagen von Medien damit zu tun? Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat niemand aus dem Kreis der Nationalmannschaft von einer Revanche gesprochen, sondern ausschließlich von der Möglichkeit, sich auf hohem Niveau auf die Olympiade vorzubereiten. Da können sich irgendwelche Medien aus den Fingern saugen, was sie wollen. Der einzige Widerspruch, den ich dabei erkennen kann, ist der, dass Medien was anderes von… Weiterlesen »

bale
bale

finde man sieht,das alle!!!spiele sehr eng waren finde gut,das wir jetzt viele Nationen wie England und Frankreich haben,die mithalten mit usa und her.war duselsieg gestern.habe 2te Halbzeit auf bbc geschaut.ein man und sue smith fussballerin und sehr guten blick und Ahnung auch von unserer Mannschaft.

Detlef
Detlef

@Frau Fußball, Ja, das glaube ich tatsächlich!!! Ludwig hat absolut recht!!! Soviel wie in den letzten 1-2 Jahren hat Frau Bundesgöttin noch niemals getestet!!! Schau Dir bitte das Team an, und vergleiche es einfach mal mit dem in Schweden oder Kanada!!! Die Spielkultur wird sich natürlich nicht ändern, solange der alte Göttinnenrat noch das Sagen hat!!! Da hat sich sogar in Potsdam mehr geändert, als erst Achim Feifel, und jetzt Rudi den Co-Trainerstuhl in Besitz nahmen!!! 😉 In der Natio sollen ja angeblich alle Spielerinnen flexibel sein, um dann doch immer wieder in das selbe alte Schema hineingepreßt zu werden!!!… Weiterlesen »

holly
holly

@SF, naja WM Revanche und so das haben sie auch gelabbert beim letzten LSP gegen England. Wie soll das eine WM Revanche sein? Eine WM Revanche kann höchstens bei einer WM passieren sonst ist es keine WM Revache.
Einen Wert hat ein Erfolg bei diesem Turnier nicht. Denke die Teams nutzen es einfach zum testen. Was ja auch der Sinn dieser freiwilligen Turniere ist.

Fränkie.1970
Fränkie.1970

Ich poste es mal hier: Kim Kulig ist nicht mehr länger Co-Kommentatorin beim ZDF. Der Job beißt sich offensichtlich mit ihrer Hauptarbeit beim DFB. Mehr dazu:

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/abpfiff-fuer-kim-kuligs-doppelrolle-14112898.html

„Kim Kulig Abpfiff für die Doppelrolle

Kim Kulig hatte das ZDF als Reporterin bei Spielen des deutschen Frauenfußball-Nationalteams überzeugt – und mit einer Festanstellung beim DFB überrascht. Jetzt hat der Sender die Zusammenarbeit mit der früheren Nationalspielerin beendet.
08.03.2016, von Daniel Meuren“

Schenschtschina Futbolista
Schenschtschina Futbolista

Entschließt Euch doch mal für eine Auffassung, Ludwig! Sind denn Testspielergebnisse von Bedeutung, also geht es um Sieg oder Niederlage, oder soll nur getestet im Sinne des Wortes werden? Ich bleibe bei meiner Meinung, dass dieser Cup der vier WM-Erstplazierten auch viel mit Prestige und demzufolge -verlust zu tun hat. Im Kontext eines Testturnieres steht doch in aller Regel, dass die erzielten Ergebnisse zweitrangig sind, allerdings ist es in der Praxis dann doch nicht so ganz! Immer dann, wenn man auf der Trainerbank feststellt, dass das Team Gefahr läuft, ein gutes Ergebnis aus der Hand zu geben, werden doch plötzlich… Weiterlesen »

Ludwig
Ludwig

@SF: Wo habe ich denn was davon geschrieben, dass es NICHT um Ergebnisse geht. Zitier mal! Du kommst immer wieder mit irgendwas Neuem aus dem Busch, was niemand geäußert hat.
Die Nationalmannschaft hat sich vier Monate nicht gesehen, hatte 2 Tage Zeit für Zeitumstellung und Training, und jetzt sollen da außer Personaltests noch neue Systeme einstudiert werden und ganz nebenbei noch Grundlagentraining gemacht werden, damit sie für die Vereine besser werden? Selbstverständlich ist Grundlagentraining Vereinssache. Das beginnt in der Jugend, nicht bei der Vorbereitung auf Länderspiele. Nationaltrainer sollen aus fertigen oder weitgehend fertigen Spielern/Spielerinnen eine Mannschaft formen und nicht Ballannahme üben.