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2015

DFB-Elf unterliegt England

D ie deutsche Nationalelf hat bei der Frauenfußball-WM in Kanada das Spiel um Platz 3 gegen England nach Verlängerung verloren. Dabei fruchten weder fünf Wechsel in der Startformation noch eine neue taktische Ausrichtung.

In Edmonton unterlag die DFB-Elf gegen England mit 0:1 (0:0) nach Verlängerung. Farah Williams erzielte per verwandeltem Foulelfmeter (108.) den einzigen Treffer des Tages. Tabea Kemme hatte zuvor Lianne Sanderson im Strafraum gehalten. Die Engländerinnen feierten somit im 21. Duell mit Deutschland den ersten Sieg.

Fünf Wechsel in der Startformation und neue Taktik Bundestrainerin Silvia Neid nahm in der Startformation fünf Wechsel vor: Annike Krahn, Melanie Leupolz, Alex Popp , Leonie Maier und Anja Mittag nahmen auf der Ersatzbank Platz, es kamen Babett Peter, Melanie Behringer, Lena Petermann, Sara Däbritz und Bianca Schmidt. Dabei setzte Neid erstmals in diesem Turnier auf ein 4-4-2-System mit Petermann und Célia Sasic als Sturm-Duo.

Guter Beginn der DFB-Elf Petermann hatte früh per Kopf die erste Chance, doch Englands Torhüterin Karen Bardsley parierte (1.). Die DFB-Elf begann gut, Bianca Schmidts Versuch klärte Englands Kapitänin Stephanie Houghton kurz vor der Linie (9.). Auch Däbritz hatte eine gute Aktion (18.), kurz nach der Pause zwang sie Bardsley zu einer neuerlichen Parade (53.).

England kommt besser ins Spiel Doch in der Schlussphase kamen die Engländerinnen immer besser ins Spiel, Jill Scott verlor aber im deutschen Strafraum in aussichtsreicher Position die Orientierung (76.). Es ging in die Verlängerung, in der beide Teams sich nur wenige Chancen erarbeiteten.

Elfmeter entscheidet Partie Die Schlüsselszene ereignete sich dann anfangs der zweiten Hälfte der Verlängerung. Tabea Kemme riss Lianne Anderson im Strafraum um. Die nordkoreanische Schiedsrichterin Ri Hyang Ok zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Williams verwandelte sicher (108.).

Späte Druckphase bringt keinen Erfolg Die DFB-Elf versuchte zwar noch einmal dagegen zu halten, doch mehr als ein Freistoß der eingewechselten Anja Mittag (115.) und ein Kopfball neben das Tor von Schmidt (116.) sprang nicht mehr heraus.

Angerer beklagt mangelnde Chancenverwertung DFB-Kapitänin Nadine Angerer, die ihr 146. und letztes Länderspiel absolvierte, meinte: „Wir haben uns das anders vorgestellt. Aber man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen außer in der Chancenverwertung. Wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen. Die Mannschaft wird künftig daran arbeiten.“