DFB-Elf unterliegt England

Von am 5. Juli 2015 – 1.00 Uhr 33 Kommentare

Die deutsche Nationalelf hat bei der Frauenfußball-WM in Kanada das Spiel um Platz 3 gegen England nach Verlängerung verloren. Dabei fruchten weder fünf Wechsel in der Startformation noch eine neue taktische Ausrichtung.

In Edmonton unterlag die DFB-Elf gegen England mit 0:1 (0:0) nach Verlängerung. Farah Williams erzielte per verwandeltem Foulelfmeter (108.) den einzigen Treffer des Tages. Tabea Kemme hatte zuvor Lianne Sanderson im Strafraum gehalten. Die Engländerinnen feierten somit im 21. Duell mit Deutschland den ersten Sieg.

Fünf Wechsel in der Startformation und neue Taktik
Bundestrainerin Silvia Neid nahm in der Startformation fünf Wechsel vor: Annike Krahn, Melanie Leupolz, Alex Popp, Leonie Maier und Anja Mittag nahmen auf der Ersatzbank Platz, es kamen Babett Peter, Melanie Behringer, Lena Petermann, Sara Däbritz und Bianca Schmidt. Dabei setzte Neid erstmals in diesem Turnier auf ein 4-4-2-System mit Petermann und Célia Sasic als Sturm-Duo.

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Guter Beginn der DFB-Elf
Petermann hatte früh per Kopf die erste Chance, doch Englands Torhüterin Karen Bardsley parierte (1.). Die DFB-Elf begann gut, Bianca Schmidts Versuch klärte Englands Kapitänin Stephanie Houghton kurz vor der Linie (9.). Auch Däbritz hatte eine gute Aktion (18.), kurz nach der Pause zwang sie Bardsley zu einer neuerlichen Parade (53.).

Fara Williams

Fara Williams erzielte den Treffer des Tages (Archiv-Bild) © Nora Kruse / ff-archiv.de

England kommt besser ins Spiel
Doch in der Schlussphase kamen die Engländerinnen immer besser ins Spiel, Jill Scott verlor aber im deutschen Strafraum in aussichtsreicher Position die Orientierung (76.). Es ging in die Verlängerung, in der beide Teams sich nur wenige Chancen erarbeiteten.

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Elfmeter entscheidet Partie
Die Schlüsselszene ereignete sich dann anfangs der zweiten Hälfte der Verlängerung. Tabea Kemme riss Lianne Anderson im Strafraum um. Die nordkoreanische Schiedsrichterin Ri Hyang Ok zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Williams verwandelte sicher (108.).

Späte Druckphase bringt keinen Erfolg
Die DFB-Elf versuchte zwar noch einmal dagegen zu halten, doch mehr als ein Freistoß der eingewechselten Anja Mittag (115.) und ein Kopfball neben das Tor von Schmidt (116.) sprang nicht mehr heraus.

Angerer beklagt mangelnde Chancenverwertung
DFB-Kapitänin Nadine Angerer, die ihr 146. und letztes Länderspiel absolvierte, meinte: „Wir haben uns das anders vorgestellt. Aber man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen außer in der Chancenverwertung. Wenn man keine Tore schießt, kann man nicht gewinnen. Die Mannschaft wird künftig daran arbeiten.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

33 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Alles gesagt. Viele „Daumen hoch“ gesetzt. Glückwunsch nach England zum Sieg, 3. Platz und bester europäischer Mannschaft!

    Der Elfmeter war für mich keiner, da ich starke Zweifel habe, dass die erste Aktion innerhalb des Strafraums war und ob sie wirklich von Kemme ausging. Aber das alles ist nur schwer und nicht beim ersten Hinschauen zu erkennen. Deshalb auch kein Vorwurf an die Schiedsrichterin in dieser Situation. Fraglich ist nur, ob routinierte Schiedsrichter bei den Männern in einem solchen Spiel (Entscheidungsspiel), in einer solchen Phase des Spiels (Verlängerung, 2. HZ) überhaupt in Erwägung gezogen hätten, einen Strafstoßpfiff zu tätigen, wenn er nicht glasklar wäre. Ich würde davon immer Abstand nehmen als Schiedsrichter.

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  • Alles_nicht-OK sagt:

    @FFFan: nach eigenen Angaben war das von England keine (reine) „3er Kette“, sondern eine „5-er“ .. mit „zusätzlicher“ Innerverteidigerin zu den bereits bestehenden normalen Vier!!
    (bin aber nicht der fussballschule-dotierte Taktiktheoretiker)

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  • Sylvijaaa sagt:

    Also erstmal muss man die Schiedsrichterin kritisieren. So viele Fehlentscheidungen in einem Spiel habe ich noch nie gesehen.

    Englands Spielweise war ebenfalls unter aller Kanone. Brutale Fouls, Schwalben und Zeitspiel von der ersten Minute. Ich war kurz davor den TV auszuschalten. Frau Neid hat das ja auch schon als „clever“ bezeichnet. Sollte das Schule machen, ist der FF bald tot und zwar zurecht.

    Trotzdem hatte Deutschland natürlich alle Möglichkeiten dieses Spiel zu gewinnen. Die Chancenverwertung war katastrophal. Wer dachte, schlechter als Sasic geht es nicht wurde mit Mittag eines besseren belehrt.
    Verloren wurde das Spiel dann als Aluko und Sanderson eingewechselt wurden. Mit deren Geschwindigkeit kamen Kemme und Bartusiak einfach nicht zurecht.

    Goeßling und Laudehr sollen laut DFB-Gerüchteküche große Probleme mit dem Kunstrasen gehabt haben. Schmidt hat auch schon mehr Impulse gebracht und Petermann ist nach recht guten ersten 20 Minuten abgetaucht. Popp scheint in Ihrer Entwicklung leider stehengeblieben zu sein. Habe nicht das Gefühl sie wäre heute besser als vor 4 Jahren. Leupolz kann eine richtig Gute werden und Behringer’s Zeit als Stammspielerin scheint vorbei zu sein.

    Däbritz war der einzige Lichtblick gestern. Eine ganz tolle Spielerin, die mit mehr Selbstvertrauen noch viel besser werden kann.

    Schon bei der EM hatte man große Probleme Tore zu erzielen, aber 3 Spiele lang kein Treffer aus dem Spiel ist einfach zu viel. Selbst wenn es 3x gegen die USA ginge. Das wird auch Frau Neid, die ja als beratungsresistent galt, zu denken geben. Darum habe ich noch Hoffnung, dass sich was ändert.
    Ein großes Problem wird sein, eine neue Leaderin zu finden. Sasic, Kessler und Angerer werden wohl nächstes Jahr nicht dabei sein.

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  • DAWIDenko sagt:

    So das war es!
    Gratulation an die „Engelländerinnen“. Eine starke Teameistung mit offensiven Entlastungesaktionen gerade in der Schlussphase! Die eingewechselte Aluko beschäftigte die deutsche Hintermannschaft kräftig. Da hatte Sampson noch ein Ass im Ärmel.

    Trotz einiger Unsicherheiten in der Abwehr war die Abwehr der stärkste Manschaftsteil der DFB Mannschaft. An ihr lag Patz 4 als Endrustalt nicht. In den letzten 3 Spielen gelang der deutschen Elf nicht ein einziges Tor aus dem Spiel heraus!
    Das ist extrem besorgniserregendes!
    Auch wenn ab dem Viertelfinale generell wenig Tore fielen.

    Chancen gab es.
    Aber irgendwie wirkt alles bis zum gegnerischen Strafraum sehr verkrampft und zäh.
    Meistens versuchte man es noch aus der zweiten Reihe.Wie die gute Däbritz oder „Tabbi“.

    Den physischen Vorteil hat man nicht mehr in den Spielen auf Augenhöhe.
    Man ist aber auch m. M. n. nicht unbedingt schlechter.
    Gerade gegen die USA die physisch uns an guten Tagen den Schneid auch oft in der Vergangheit abgekauft haben, lag es nicht.
    Ein 0:2 ist in Hinblick aufdie DFB Historie keine Schande! Zumal das US-Team gegen uns ihr bestesSpiel biem Turnier gezeigt hatte.
    bei uns war es leider das Achtelfinale gegen eine nicht gut harmonierende schwedische Mannschaft in der viele Leistungsträgerinnen schwach ihrer vergagenen Form hinterherliefen.

    Die Engländerinnen zogen sich in der ersten Hälfte auch sehr weit zurück.
    Die besten Spielerinnen waren für mich Houghton und Saksia auf der anderen Seite, also die Abwehrcheffinnen.

    Ich finde sowieso das gerade die Spielerinnen, die ich nach der WM 2011 über den Zenit gesehen habe noch die Stärksten oder Sichersten waren, so leid es mir tut. Angerer,Krahn, Bartusiak und auch Behringer, die ich gerne mehr gesehen hätte.
    Sie werden den deutschen FFußball nicht in Richtung Kombinationsfußball weiter entwickeln. aber sie erledigen ihren Job nach ihren Stärken äußerst gut und strahlen Sicherheit aus.
    Gerade in der Offnsive fehlt da die Präsenz. Eine Alex Morgan hat weniger Tore als Celia und Anja aber sie ist in den Spielen gegen starke Mannschaften präsent und ist ein Unruheherd, dass sind unsere Stürmerinnn nicht.

    Zum Teil fehlen aber auch die guten Anspiele in den Strafraum. Nur wenn Laudehr außen durchläuft,eine scharfe Hereingabe bringt, meist auf Anja.
    Auch die Ecken und Freistöße bringen nichts ein. (Goeßling trifft gefühlt alle Ecken)
    Mit früher kann man das nicht vergleichen wie 2007 als viele Torfrauen eklatante Schwächen in der Strafraumbeherrschung zeigten, aber trotzdem viel zu mangelhaft.

    Ich möchte eigentlich nicht grudsätzlich alles in Frage stellen, da unser Team gegen die USA trotz der Niederlage gerade in der zweiten Halbzeit gut gegen gehalten hat.
    Doch auf Grund 3 siegloser Spieler und nur einem Elfertor ist doch einiges im argen, vor allem da die Mannschaft fightet und alles versucht. Alles aber sehr harmlos und eindimensional im Angriffsspiel und dafür im Abschluss viel zu harmlos und zu verkrampft.

    Es gibt, wie ich finde zwei Tendenzen bei Abschussschwächen.
    Einmal ein sorgloses Umgehen mit Torchancen oft gepaart mit dem Wunsch den Ball ins Tor zu tragen.
    Anderseits ein verkrampfen und den sichtlichen Zweifel beim oder vor dem Abschluss.
    Das fällt mir bei unserer Kickerinnen meist auf.

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  • Jan sagt:

    In den letzten 3 dt. WM-Spielen war die Luft raus. So ist kein Blumentopf zu gewinnen. Indizien für die Ursachen dieses Dilemmas zeigen sich auch am vielen Verschleiß bei dt. Hoffnungsträgerinnen (z.B. Keßler, Kulig, Marozsan, Lotzen, Malinowski). Dass Wirbelwind Bremer nicht 1x auflief, verwundert, ja ärgert. Für Olympia 2016 u. die EM 2017 sollten dt. FF-Fans ihre Hoffnungen besser nicht zu hoch schrauben.
    England hat einen guten innovativen Trainer gefunden. Der DFB auch?

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Danke für den versöhnlichen Abschluß, denn jetzt fällt es mir wesentlich leichter, mich wieder auf die BL zu freuen!
    Ich brauche dringend Abstand von der gezeigten WM-“Leistung” und den würde ich den Akteuren ebenfalls nahelegen, denn so kann es ja nicht wirklich weitergehen. Das Renommee, um das man sich per #Titeltraum so toll bemüht hat, ist analog zur HM-WM auf Talfahrt befindlich und das sogar ziemlich ungebremst.
    Man hat sich erneut Ziele gesteckt, die nicht nur nicht erreicht wurden, sondern sogar mit dem Touch der Erstmaligkeit, sprich 1. Niederlage gegen England, in einem Versöhnungsspiel signiert wurden – ganz, ganz toll meine liebe N11! 😀
    Eigentlich dachte ich, die bisherige WM-Leistung ginge nicht mehr zu toppen, doch da wurde ich umgehend von Euch belehrt! Nur war es nicht eines Besseren…

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  • balea sagt:

    Durch die Hereinnahme von Däbritz und Petermann gab es deutlich positive Impulse. Mir hat auch die Dynamik von Bianca Schmidt gefallen. Warum Behringer statt Goessling zur HZ ausgewechselt wurde hat sich mir nicht erschlossen. Insgesamt hat Goessling (übers ganze Turnier) ebenfalls eine eher schwache Performance abgeliefert, auch mit vielen einfachen technischen Fehlern. Die waren bei Celia aber so eklatant, dass ich nur noch mit dem Kopf geschüttelt habe. Ich bin allerdings bereit, einen gewissen Teil dieser Fehlerquote auf den Kunstrasen zu schieben, wieviel, kann ich nicht abschätzen. Aber nachdem die Spielerinnen selbst gar nicht mehr viel darüber geklagt haben, dürfte das nicht der Hauptgrund für diese Unzulänglichkeiten sein. Auch Mittag hat rein gar nichts mehr gebracht.
    Kemme hat mich wegen ihres Kampfeswillen und der Präsenz immer über 90 oder 120 Minuten überzeugt. Sie hat zwar viele Zweikämpfe gegen die schnelle Thomis oder Scott verloren – aber sie hat sich immerhin viele geliefert. Und auch hier gilt: Kemme spielt nicht die klassische AV, sondern ist bei Potsdam im defensiven MF unterwegs, auch hier also auch eine eigentlich „untypische“ Position. Das gilt natürlich auch für Popp. Und spätestens, nachdem ich Popp mit Pickelhaube am Rand gesehen habe, war klar, dass das gegen England nichts mehr wird. Wie ignorant und verzweifelt muss man als Trainerin sein, um wieder dengleichen Fehler zu begehen und dann Bremer draussen zu lassen?
    Bin mal gespannt, was aus Celia wird. Ich hoffe sehr – auch wenn Potsdam noch verzweifelt eine Stürmerin sucht – dass sie nicht nach Potsdam geht. Dann sollte Turbine es lieber mit dem unerfahrenen eigenen Nachwuchs probieren.

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  • balea sagt:

    Weil hier Schirischelte betrieben wurde: Das war tatsächlich keine gute Leistung, aber kein Fehler war spielentscheidend, das hat sich ausgeglichen. Und den Elfer kann man nicht ernsthaft in Zweifel ziehen, das hat Kemme einfach vermasselt. Verloren haben die D, weil sie selber keine Tore geschossen haben, so einfach ist das.

    Und zu den unfairen Engländerinnen sei nur auf Alex Popp hingewiesen, die mächtig vor dem Elfer zu stören versuchte und auch danach nochmal unangenehm auffiel. Da sollte man sich also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

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  • KELLY sagt:

    SO KURZ UND KNACKIG..UNS FEHLT EINE WELTKLASSE!!!!!TORJAEGERIN.WIE FRUEHER GRINGS UND PRINZ!!!
    BRAVO ENGLAND IHR HABT GEKAEMPFT VERDIENT 3′

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  • Altwolf sagt:

    @balea.

    Es ist doch immer wieder „wohltuend“ mit welcher Intensität und Sorgfalt du dich der WOB-Spielerinnen annimmst.

    Da freut man sich schon auf die neue Buli-Saison.

    Was den Elfer betrifft, den kann man schon bei näherer Betrachtung in „Zweifel“ ziehen, denn das Foul fing vor dem 16er an und zwar durch Festhalten seitens der Engländerin.

    Recht gebe ich dir allerdings in der Einschätzung zur Schiri, denn diese Szene hätte nicht spielentscheidend sein müssen, das hätte das deutsche Team zuvor längst für sich entscheiden müssen.

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  • balea sagt:

    @Altwolf

    Aus meiner Antipathie ggü Popp’s Verhalten auf dem Platz (was nichts mit dem direkten Spielgeschehen zu tun hat) habe ich noch nie ein Hehl gemacht, das bleibt auch so. Hope Solo wurde harsch wegen Unsportlichkeit vor dem Elfer kritisiert, Popp hat ähnliches getan. Darf ich darauf nicht hinweisen? Ansonsten habe ich kritisiert, dass Frau Neid sie auf einer falschen Position spielen lässt – und das geht nun wirklich nicht gegen Popp, sondern die Trainerin.
    Tja, und als Potsdam Fan muss ich widersprechen: Für mich war Kemmes Aktion ein klarer Elfer, da braucht man nicht lang rumzueiern.
    Ansonsten habe ich mich kaum mit WOB Spielerinnen beschäftigt – am meisten habe ich Celia Sasic kritisiert… Wenn Du zB meinst, dass Lena Goessling ein besonders gutes Turnier gespielt hat, sei Dir das unbenommen, aber ich habe sie nicht als besonders stark in Erinnerung und gegen England im Gegenteil mit vielen technischen Fehlern agierend. Vielleicht war sie auch einfach müde und etwas lustlos – dafür hätte ich sogar viel Verständnis.

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  • Detlef sagt:

    So sieht das also aus, wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, deren Entwicklung in den letzten 4-6 Jahren nicht unterschiedlicher hätte laufen können!!!
    Noch 2009 haben die Lionesses aussichtslos mit 2:6 das EM-Finale verloren, zuletzt in Schweden noch torlos nach der Vorrunde kläglich ausgeschieden, hat der Trainerwechsel dort wahre Wunder bewirkt!!! 🙂

    Endlich können sie ihr wahres Potential abrufen, und hatten den aktuellen Titelverteidiger lange am Rand einer Niederlage!!!
    Und auch gegen Deutschland bekamen sie immer irgendwie einen Fuß dazwischen, und Bardslay mußte außer einmal gar nicht groß eingreifen!!!

    Anders die DFB-Auswahl, die seit 2009 nur noch stagniert, oder sogar schlechter geworden ist!!!
    Gründe dafür wurden immer wieder angesprochen, und zeigten sich auch bei dieser WM!!!

    Ich bleibe aber dabei, daß die eingesetzten Spielerinnen viel besser sind als sie es zeigen konnten!!!
    Wenn man die Leistungen von WOB oder Frankfurt in der Bundesliga und vor allem in der CL anschaut, oder auch die der Bayern-Ladys, dann ist es einfach nur unerklärlich, wie diese Fußballerinnen beim größten Event der Saison so kläglich versagen konnten!!!

    Was muß man bloß alles falsch machen, damit solche guten Spielerinnen bei so einem Höhepunkt so schlecht aussehen???

    Es war doch alles klar und bekannt, daß die Plastikrasen in Kanada nicht die besten sind!!!
    Da gibt es einfach keine Ausreden!!!

    Das die Engländerinnen so hart agiert haben, hat wohl mit unserem Frankreich-Spiel zu tun!!!
    Dort haben wir ja hauptsächlich mit Fouls „geglänzt“!!!
    Auch gegen die Amis war die DFB-Truppe nicht gerade zimperlich!!!
    Also haben die Lionesses darauf reagiert!!!

    Gegen Japan spielten sie absolut fair bis zum Ende!!!
    Das es gestern so eskaliert ist, lag mM nach an der schlechten Schiedsrichterin, die einfach zu viel laufen ließ!!!
    Den Elfer kann man natürlich geben, aber die erste Attacke kam von Sandersson!!!
    Aber TABBI muß da natürlich die Hände wegnehmen, so ist der Elfer natürlich gerechtfertigt!!!

    Däbritz und Petermann haben mir sehr gut gefallen, brachten sehr viel Schwung!!!
    Aber es fehlten vor allem in Hälfte Zwei die guten Anspiele aus dem MF, da Goeßling erneut sehr schwach war, und unsinnigerweise Behringer vom Feld genommen wurde!!! 🙁

    Zu Sasic muß man nichts mehr sagen, und auch ANJA war erneut nicht effektiv!!!

    SCHMIDTI mit guten Aktionen, aber ihr fehlte die Spielpraxis in diesem Team!!!
    Sie kann zweifelsohne viel mehr, und ich freue mich schon sehr auf ihre Rückkehr nach Potsdam!!! 🙂

    Wieder eine starke Leistung von TABBI!!!
    Auch wenn sie wieder Probleme mit der schnellen Alouko bekam, begeisterten mich ihre Vorstöße über links!!!
    Hier hätte man wirklich mal reagieren müssen, und sie ins MF stecken sollen!!!
    Entweder auch mal Dreierkette einstudieren, oder die offensiv schwache Goeßling zurückziehen!!!

    Bartusiak und BABBS agierten hinten eigentlich recht gut!!!
    NATZE sowieso ohne Fehl und Tadel!!!

    Ich glaube weiterhin nicht daran, daß wir mit diesem Trainerstab noch irgend einen Titel holen werden!!!
    Man wird wieder keine Lehren aus diesem Turnier ziehen, und genau so weiterwurschteln wie seit 2011!!!

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  • waiiy sagt:

    Aus meiner Potsdamer Sicht haben mir gerade die Offensivaktionen und die Power von Kemme sehr gut gefallen. Ich denke, dass sie wie letzte Saison im Verein praktiziert, im defensiven Mittelfeld besser aufgehoben ist, wenn die Gegnerinnen direkt auf sie zukommen. Da ist die Gefahr nicht so groß, überlaufen zu werden. Vielleicht ist sie auch mal eine Alternative auf der offensiven Außenbahn, zumal sie den Drang hat, bis zur Grundlinie durchzuziehen bzw. zum Torabschluss zu kommen.

    Bei Cramer und Schmidt kriegt man in der Heimat vielleicht noch raus, warum sie gar nicht in Aktion getreten sind. War es die Leistung, Verletzungen oder einfach ohne Grund? Mal sehen, ob sie sich irgendwie äußern, wenn sie wieder in Potsdam auftauchen.

    Bei Cramer befürchte ich, dass sie körperlich wieder lange in ein Loch fallen wird. Bei Schmidti denke ich eher, dass sie es mit einer Trotzreaktion sowohl dem N11-Team als auch Frankfurt zeigen und die Motivation nach der Heimkehr hoch sein wird.

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