DFB-Elf holt souveränen Sieg in Wembley

Von am 23. November 2014 – 19.16 Uhr 48 Kommentare

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat einen erfolgreichen Jahresabschluss gefeiert und bleibt im Duell mit England weiter ungeschlagen. Die DFB-Elf gewann in London nach starker erster Halbzeit ungefährdet mit 3:0 (3:0).

Dabei begann die Partie vor 45 619 Zuschauern stürmisch, denn die erste Torchance ergab sich bereits nach 15 Sekunden.

Frühe Chancen
Die deutsche Mannschaft verlor direkt nach dem Anstoß den Ball, und die Engländerinnen stürmten nach vorn. Der Fernschuss von Jordan Nobbs traf allerdings lediglich die Latte. Aber auch die DFB-Elf hatte die Chance zur schnellen Führung, doch beim Schuss von Melanie Leupolz war Englands Torhüterin Karen Bardsley zur Stelle (2.).

Anzeige

Unterhaltsame erste Halbzeit
Die erste Halbzeit hielt, was die Anfangsphase versprach. Nach einem Eckball von Melanie Behringer war es allerdings ein Eigentor von Alex Scott, das den Torreigen in der ersten Hälfte eröffnete (6.). Nur sechs Minuten später nutzte Celia Sasic einen Fehler von Steph Houghton, startete zum Sololauf auf der linken Außenbahn und schloss erfolgreich ab. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir das Heft gleich in die Hand genommen und gut nach vorn gespielt“, so Sasic. Die Deutschen waren die tonangebende Mannschaft, standen gut im Mittelfeld und machten bereits früh Druck, sodass den Gastgeberinnen oftmals die Anspielstationen fehlten.

Schult zur Stelle
In der 25. Minute fing Almuth Schult einen Kopfball von Nobbs ab, in der 41. Minute klärte sie gegen Fara Williams. Die Deutschen waren da effizienter: Sasic schloss in der 45. Minute erfolgreich zum 3:0-Halbzeitstand ab. Die Vorlage hatte Tabea Kemme gegeben, die den Auftritt in Wembley genoss. „Nach dem Champions-League-Finale mit Potsdam habe ich noch vor drei Jahren hier auf der Tribüne gesessen. Hier jetzt selber spielen zu dürfen, ist ein grandioses Erlebnis.“

Lektion gelernt
Das Erlebnis, in Wembley spielen zu können, war trotz des Spielverlaufs auch für Englands Nationaltrainer ein besonderes: „Das war ein historisches Spiel – sowohl von der Atmosphäre her als auch von den Zuschauerzahlen. Das ist ein toller Tag für den Frauenfußball in diesem Land“, so Mark Sampson. „Wir haben verloren, aber das Spiel wird uns weiterbringen; wir haben unsere Lektionen gelernt.“

Jetzt lesen
DFB-Frauen: Michael Fuchs erneut Torwarttrainer
Bundestrainerin Silvia Neid

Bundestrainerin Silvia Neid kann sich über einen erfolgreichen Jahresabschluss freuen. (Archivbild) © Nora Kruse

Kaum Chancen in Halbzeit zwei
Positiv für Sampsons Mannschaft war zumindest, dass nach dem schnellen und deutlichen Rückstand keine weiteren Gegentreffer in der zweiten Halbzeit fielen. Weniger positiv war allerdings, dass die Partie in der zweiten Hälfte insgesamt nicht an die unterhaltsame erste Halbzeit anknüpfen konnte. Sehenswerte Aktionen waren auf beiden Seiten Mangelware, es fehlte die Dynamik, das Angriffsspiel wurde oftmals halbherzig vorgetragen. Wenngleich die DFB-Elf die Partie weiter souverän unter Kontrolle hatte, dauerte es bis zur 67. Minute, ehe Sasic mit einem Kopfball noch einmal aussichtsreich vor das englische Tor kam – Bardsley war jedoch zur Stelle. In den Schlussminuten wurden die Engländerinnen noch einmal aktiver und schienen zumindest um den Ehrentreffen bemüht. Beste Möglichkeit hatte die überraschend spät eingewechselte Jill Scott, die in der 88. Minute aber nur das Außennetz traf.

Neid zufrieden
„Das war ein guter Sieg“, bilanzierte Bundestrainerin Silvia Neid nach der Partie. „Wir haben gut gegen den Ball gespielt und zur richtigen Zeit die Tore gemacht. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, nach so einem langen Jahr einen so schönen Abschluss zu haben.“ Dem stimmte auch Torhüterin Almuth Schult zu: „Wir haben zu Null gespielt, hatten eine gute Stimmung und haben als Mannschaft perfekt funktioniert. Besser kann die Nationalmannschafts-Saison nicht zu Ende gehen.“

Schlagwörter: ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

48 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Gerd Karl,

    Natürlich, ganz bestimmt!!! 🙂
    Gerade Du wirfst uns hier unsachgemäße Kritik vor!!! 🙂
    Aber Regionalligaspielerinnen würden gegen England gewinnen!!! 🙂

    Okay,gut gespielt gegen einen mittelmäßigen Gegner, was ist daran außergewöhnlich???

    Und warum schaltet man in einem Testspiel 3 Gänge zurück???
    Damit wäre das Ziel so einer Begegnung völlig verfehlt!!!
    Das Ergebnis ist hier zweitrangig!!!
    Wichtig sind die Einhaltung taktischer und spielerischer Vorgaben!!!

    (0)
  • labersack sagt:

    @ Gerd Karl,

    vielleicht solltest du die Kommentare von Detlef mal mit Verstand lesen. Man muss ja nicht unbedingt seine Sicht der Dinge teilen aber was er schreibt unterscheidet sich wohltuend von deinen inhaltslosen, bebetsmühlenartig vorgetragenen Lobhudeleien.

    (0)
  • FF-Fuchs sagt:

    Weshalb macht man eigentlich Testspiele, wenn nur die Etablierten gegeneinander ausgetauscht werden?? Ich habe mir das Spiel wie angekündigt nicht angeschaut.

    Wann sollen denn diese Spielerinnen ihr Debüt geben wenn nicht in diesen Begegnungen.

    Tut mir echt Leid für diese Personen. So sind für mich diese sogenannten Testspiele uninteressant!!

    (0)
  • enthusio sagt:

    Es gibt noch jemanden, der eine klare Meinung zu diesem Testspiel hat:
    https://twitter.com/BBCSporf/status/537556515004350464/photo/1

    Ich habe da allerdings eine andere Meinung zu 🙂 .

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @Dummkopf.

    Ja, deine feinsinnige „Hintergründigkeit“ läßt diese Gültigkeit aller Wölfinnen zu, die sich am Spiel des VFL beteiligen.

    Erkenne ein Spielsystem und du kannst die Leistungen der einzelnen Spielerinnen und des Teams würdigen.

    (0)
  • Karl sagt:

    @enthusio: Klasse Beitrag, ich glaube da sind einige der Gruende aufgefuehrt warum wir lieber Frauenfussball statt Maennerfussball gucken, mir geht es jedenfalls so 🙂

    @labersack: Volle Zustimmung.

    (0)
  • Maxemus sagt:

    FF-Fuchs: Und ich werde mir solange keine Spiele der Natio mehr im Fernsehen anschauen, solange sie nicht bei den ÖR übertragen werden. Das haben sie nun davon ! Sollen sie doch auf Knien bettelnd angerobbt kommen, ich bleibe hart !

    (0)
  • FF-Fuchs sagt:

    Maxemus: Ja dann wird es wohl eine Revolution geben in Deutschland!!;-) Wie kann man nur so hartherzig sein…

    Im übrigen sprach ich nur von den sognannten Testspielen.

    Aber das ist ja meine Meinung, die muss keiner teilen!!

    (0)