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2014

DFB-Elf holt souveränen Sieg in Wembley

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat einen erfolgreichen Jahresabschluss gefeiert und bleibt im Duell mit England weiter ungeschlagen. Die DFB-Elf gewann in London nach starker erster Halbzeit ungefährdet mit 3:0 (3:0).

Dabei begann die Partie vor 45 619 Zuschauern stürmisch, denn die erste Torchance ergab sich bereits nach 15 Sekunden.

Frühe Chancen Die deutsche Mannschaft verlor direkt nach dem Anstoß den Ball, und die Engländerinnen stürmten nach vorn. Der Fernschuss von Jordan Nobbs traf allerdings lediglich die Latte. Aber auch die DFB-Elf hatte die Chance zur schnellen Führung, doch beim Schuss von Melanie Leupolz war Englands Torhüterin Karen Bardsley zur Stelle (2.).

Unterhaltsame erste Halbzeit Die erste Halbzeit hielt, was die Anfangsphase versprach. Nach einem Eckball von Melanie Behringer war es allerdings ein Eigentor von Alex Scott, das den Torreigen in der ersten Hälfte eröffnete (6.). Nur sechs Minuten später nutzte Celia Sasic einen Fehler von Steph Houghton, startete zum Sololauf auf der linken Außenbahn und schloss erfolgreich ab. „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir das Heft gleich in die Hand genommen und gut nach vorn gespielt“, so Sasic. Die Deutschen waren die tonangebende Mannschaft, standen gut im Mittelfeld und machten bereits früh Druck, sodass den Gastgeberinnen oftmals die Anspielstationen fehlten.

Schult zur Stelle In der 25. Minute fing Almuth Schult einen Kopfball von Nobbs ab, in der 41. Minute klärte sie gegen Fara Williams. Die Deutschen waren da effizienter: Sasic schloss in der 45. Minute erfolgreich zum 3:0-Halbzeitstand ab. Die Vorlage hatte Tabea Kemme gegeben, die den Auftritt in Wembley genoss. „Nach dem Champions-League-Finale mit Potsdam habe ich noch vor drei Jahren hier auf der Tribüne gesessen. Hier jetzt selber spielen zu dürfen, ist ein grandioses Erlebnis.“

Lektion gelernt Das Erlebnis, in Wembley spielen zu können, war trotz des Spielverlaufs auch für Englands Nationaltrainer ein besonderes: „Das war ein historisches Spiel – sowohl von der Atmosphäre her als auch von den Zuschauerzahlen. Das ist ein toller Tag für den Frauenfußball in diesem Land“, so Mark Sampson. „Wir haben verloren, aber das Spiel wird uns weiterbringen; wir haben unsere Lektionen gelernt.“

Kaum Chancen in Halbzeit zwei Positiv für Sampsons Mannschaft war zumindest, dass nach dem schnellen und deutlichen Rückstand keine weiteren Gegentreffer in der zweiten Halbzeit fielen. Weniger positiv war allerdings, dass die Partie in der zweiten Hälfte insgesamt nicht an die unterhaltsame erste Halbzeit anknüpfen konnte. Sehenswerte Aktionen waren auf beiden Seiten Mangelware, es fehlte die Dynamik, das Angriffsspiel wurde oftmals halbherzig vorgetragen. Wenngleich die DFB-Elf die Partie weiter souverän unter Kontrolle hatte, dauerte es bis zur 67. Minute, ehe Sasic mit einem Kopfball noch einmal aussichtsreich vor das englische Tor kam – Bardsley war jedoch zur Stelle. In den Schlussminuten wurden die Engländerinnen noch einmal aktiver und schienen zumindest um den Ehrentreffen bemüht. Beste Möglichkeit hatte die überraschend spät eingewechselte Jill Scott, die in der 88. Minute aber nur das Außennetz traf.

Neid zufrieden „Das war ein guter Sieg“, bilanzierte Bundestrainerin Silvia Neid nach der Partie. „Wir haben gut gegen den Ball gespielt und zur richtigen Zeit die Tore gemacht. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, nach so einem langen Jahr einen so schönen Abschluss zu haben.“ Dem stimmte auch Torhüterin Almuth Schult zu: „Wir haben zu Null gespielt, hatten eine gute Stimmung und haben als Mannschaft perfekt funktioniert. Besser kann die Nationalmannschafts-Saison nicht zu Ende gehen.“