Krönt sich Nadine Angerer zur FIFA-Weltfußballerin?

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Heute Abend kürt der Weltfußballverband FIFA im Kongresshaus von Zürich (ab 18.30 Uhr live auf Eurosport) die Weltfußballerin des Jahres 2013. DFB-Torhüterin Nadine Angerer könnte nach Birgit Prinz (2003 bis 2005) die zweite Deutsche werden, die den Titel holt.

Setzt sich die 35-Jährige gegen ihre Konkurrentinnen, Vorjahressiegerin Abby Wambach (USA) und die fünffache Weltfußballerin Marta (Brasilien) durch, wäre es auch das erste Mal, dass eine Torhüterin mit dem prestigeträchtigen Titel ausgezeichnet wird.

Zwei gehaltene Elfmeter als mediales Pfund
Angerers Siegchancen dürften nicht schlecht stehen, da sie bei der EM in Schweden 2013 den Titel holte, mit zwei gehaltenen Elfmetern beim 1:0-Sieg im Finale gegen Norwegen Schlagzeilen schrieb und zudem bereits zu Europas Fußballerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Zudem genießt ihr Name seit der Frauenfußball-WM 2007 in China, wo sie ohne Gegentreffer blieb, international einen hohen Bekanntheitsgrad.

Nadine Angerer ist unter den Top 3 bei der Wahl zur Weltfußballerin
Wird Nadine Angerer die zweite deutsche Weltfußballerin nach Birgit Prinz? © Zetbo / Framba-Fotos.de

Angerer: „Das wäre überragend“
„Wenn ich gewinnen sollte, wäre das überragend, eine höhere Auszeichnung kann man als Spielerin ja nicht bekommen“, so Angerer. Und so nahm Angerer gerne die 24-stündige strapaziöse Anreise aus Australien in Kauf, wo sie derzeit bei Brisbane Roar unter Vertrag steht, ehe sie Anfang März in die USA wechselt. Neben Angerer hat der DFB in Zürich zwei weitere heiße Eisen im Feuer, denn bei der Wahl zum FIFA-Welttrainer des Jahres haben gleich zwei Deutsche die Chance auf den Titel.

Neid und Kellermann gegen Sundhage
Neben Bundestrainerin Silvia Neid, die 2010 bereits zur Welttrainerin ausgezeichnet wurde, steht auch Trainer Ralf Kellermann von Triple-Sieger VfL Wolfsburg unter den Top 3. Pia Sundhage gewann im Vorjahr den Titel, damals noch als Trainerin der US-Nationalelf, diesmal ist sie als Nationaltrainerin Schwedens nominiert, obwohl sie bei der Heim-EM mit ihrem Team im Halbfinale am späteren Sieger Deutschland scheiterte.

Freude über Anerkennung
„Ich freue mich sehr, in der Endauswahl zur FIFA-Welttrainerin des Jahres zu stehen“, so Neid. „Das ist für mich eine große Ehre und Anerkennung.“ Kellermann meint: „Damit habe ich nicht gerechnet, weil man als Vereinstrainer meist nicht so sehr in den Fokus gerät und mein Name in der Welt noch nicht so bekannt ist. Ich habe mich sehr gefreut“, so Kellermann zur Nominierung.

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