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2013

Nicole Rolser und Corina Schröder englischer Meister

Der Wechsel nach England hat sich für Corina Schröder und Nicole Rolser ausgezahlt. Die beiden ehemaligen Bundesligaspielerinnen des SC 07 Bad Neuenahr gewannen am Sonntag mit den Liverpool Ladies durch einen 2:0-Sieg gegen Bristol Academy die Meisterschaft in der FA Women’s Super League.

In den vergangenen zwei Jahren waren die „Reds“ Ligaschlusslicht, nun haben sie neue Standards gesetzt, die sogar Serienmeister Arsenal zum Handeln bewegt haben. In Liverpool war man vor Saisonbeginn auf Einkaufstour gegangen. Einmal in den Hauptverein integriert, verbesserten sich die Möglichkeiten schlagartig. Vom Lokalrivalen Everton wechselten Spielerinnen ebenso wie aus dem Ausland.

Highlights Liverpool gegen Bristol anschauen

Training wird intensiviert „Ich bin nicht in erster Linie wegen des Geldes gewechselt“, sagt Stürmerin Natasha Dowie , die zu den Neuzugängen aus Everton gehört. „Die Aussicht, täglich trainieren zu können, hat den Ausschlag gegeben.“ Denn was in der Bundesliga längst Alltag ist, ist in England noch nicht die Normalität. Selbst die Arsenal Ladies, die die Liga jahrelang dominiert haben, trainieren nur zweimal in der Woche, hinzu kommt Athletiktraining.

Doch damit ist nun Schluss – die Konkurrenz aus Liverpool hat dafür gesorgt, dass in London nun auf vier Abende aufgestockt wurde. Und auch in Lincoln wird für die kommende Saison nachgelegt. „Man sieht den Spielerinnen aus Liverpool bei jeder Bewegung auf dem Platz an, dass sie häufiger trainieren als alle anderen“, so Lincolns Abwehrchefin und Nationalmannschaftskapitänin Casey Stoney kürzlich im BBC-Interview.

Rolser holt Elfmeter raus „Es ist gut, einen neuen Namen auf der Trophäe zu haben“, äußerte sich Kelly Simmons, Direktorin für Frauenfußball beim englischen Fußballverband, gegenüber der BBC in der Halbzeitpause des WM-Qualifikationsspiels zwischen England und der Türkei. Da war noch nicht klar, ob am Ende Liverpool oder Bristol die Trophäe in die Höhe strecken würde. Doch im direkten Duell am Sonntag behielten die „Reds“ im heimischen Stadion vor über 2 000 Zuschauern die Oberhand.

Rolser und Schröder, vor Saisonbeginn vom SC 07 Bad Neuenahr gekommen, standen – wie fast immer – in der Startformation. Und Rolser, die bereits während der gesamten Saison das Flügelspiel Liverpools beleben konnte, sorgte erneut für viel Gefahr beim Gegner – und holte in der 36. Minute einen Strafstoß heraus. Nachdem sie von Alex Windell gefoult worden war, verwandelte die Schwedin Louise Fors den fälligen Elfmeter zum 1:0. Katrin Omarsdóttir legte später den 2:0-Endstand nach.

Mehr Wettbewerb Vorbereiterin des zweiten Treffers war Dowie, die nach ihrem Wechsel nicht nur im Verein durchstarten konnte, sondern auch in den vergangenen beiden WM-Qualifikationsspielen von Interimstrainer Brent Hills die Chance bekam, auf die sie bei Vorgängerin Hope Powell gewartet hatte. Die hatte Dowie bei der Europameisterschaft zu Hause gelassen, obwohl sie in der Liga die Torschützenliste anführte. Dowie traf sowohl gegen Weißrussland als auch gegen die Türkei, und so hofft man natürlich beim Verband, dass schlussendlich auch die Nationalmannschaft profitiert und sich die allgemeine Fitness der Spielerinnen erhöht.

Bislang war Arsenal, auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Fußball, Vorreiter. Nun ist auch der Serienmeister zum Handeln gezwungen, denn immerhin haben die „Gunners“ nicht nur die Meisterschaft, sondern auch die Qualifikation zur Champions League verpasst. Und so ist sich auch Simmons sicher: Liverpool habe neue Standards gesetzt.