Niederlagen für Deutschlands Gruppengegner
Auf dem Weg zur Frauenfußball-Europameisterschaft haben Deutschlands Gruppengegner Norwegen und Island Niederlagen einstecken müssen. Die Norwegerinnen unterlagen bei EM-Gastgeber Schweden, die Isländerinnen auf eigenem Platz den nicht für die Titelkämpfe qualifizierten Schottinnen. Einen deutlichen Sieg feierte hingegen die französische Mannschaft.
Mit 2:3 hatten die Isländerinnen in Reykjavík das Nachsehen gegen Schottland, das in der EM-Qualifikation erst in den Playoff-Spielen knapp an Spanien gescheitert war. Die Schottinnen traten ohne Topstar Kim Little an, zeigten aber dennoch eine furiose Anfangsphase.
Doppelschlag vom City-Duo Auf schottischer Seite stand Potsdams Lisa Evans in der Startaufstellung, und schon in der elften Minute erzielte ihre frühere Teamkollegin von Glasgow City, Leanne Crichton, das 1:0 für Schottland. Zwei Minuten später legte Leanne Ross, ebenfalls bei City aktiv, das 2:0 nach. Sara Björk Gunnarsdóttir (26.) konnte zwar verkürzen, doch in der 33. Minute stellte Emily Thomson den alten Vorsprung wieder hier – das erste Länderspieltor für die Celtic-Spielerin im vierten Spiel. Insgesamt vier Auswechselungen nahmen die Isländerinnen zur Halbzeit vor, und nach dem Seitenwechsel kamen sie deutlich besser in die Partie. So traf Hólmfríður Magnúsdóttir in der 52. Minute zum 2:3. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.
Für Island war es erst die zweite Heimniederlage seit 2006. Das nächste Spiel für die Schottinnen ist der Test gegen die DFB-Elf am Samstag, 15. Juni, in Essen.
Schweden gewinnt trotz Rückstand Allzu oft gewinnt die schwedische Nationalmannschaft nicht gegen den norwegischen Nachbarn. Und auch beim Aufeinandertreffen in Linköping sah es zunächst nach einem norwegischen Sieg aus. Vor knapp 5 000 Zuschauern erzielte Ada Hegerberg vom 1. FFC Turbine Potsdam bereits in der vierten Minute das 1:0 für Norwegen. Der Olympiasieger von 2000 dominierte die Anfangsphase, und so dauerte es bis zur 20. Minute, ehe Schweden über die Frankreich-Legionärinnen Kosovare Asllani ( Paris Saint-Germain ) und Lotta Schelin ( Olympique Lyonnais ) den ersten guten Angriff zeigte – und den Ausgleich erzielte. Nach Zuspiel von Asllani behielte Schelin im 1:1-Duell mit Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelmseth die Nerven und traf zum 1:1. Eine Viertelstunde später zeigte sich Schelin als Vorbereiterin – ihren Pass verwandelte Marie Hammarström zum 2:1 für Schweden; gleichzeitig der Endstand.
3:0-Erfolg für Frankreich Rund läuft die Vorbereitung für die finnische Nationalmannschaft nicht. Nach den beiden Länderspielen in der Slowakei, bei denen sie einmal unentschieden spielte und einmal verlor, traten die Finninnen nun gegen Titelanwärter Frankreich an und mussten vor 11 417 Zuschauern eine glatte 0:3-Niederlage einstecken. In Valenciennes nahe der belgischen Grenze war es Marie-Laure Delie , die in der 31. Minute zur französischen Führung traf. Noch vor der Halbzeit legte Gaëtane Thiney (37.) das 2:0 nach. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Delie mit einem Kopfballtor in der 58. Minute.