WPS stellt Spielbetrieb ein

Von am 30. Januar 2012 – 18.31 Uhr 53 Kommentare

Noch prangt auf der offiziellen Website der US-Profiliga WPS ein großes Banner für den Ticketverkauf zur Saison 2012. Doch die kommende Spielzeit wurde abgesagt.

Nach einer turbulenten Saison hatte die WPS zuletzt vom US-Verband noch grünes Licht erhalten, die Liga mit nur fünf Team betreiben zu dürfen.

Offizielle WPS-Erklärung

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Hintergründe zur Entscheidung sind noch nicht bekannt, die WPS will gegen 19 Uhr eine offizielle Erklärung herausgeben. 2013 soll dann die Liga mit möglicherweise sechs Teams den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

WPS-Geschäftsführerin Jennifer O’Sullivan erklärte in einer ersten Stellungnahme: „Wir haben so viele Ressourcen in die Rechtsstreitigkeit gelegt, das muss erst geklärt werden, bevor wir wieder spielen können.“

WPS-Logo

Offizielles Logo der US-Profiliga WPS © Women's Professional Soccer (WPS)

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Unglücklicher Zeitpunkt
Die Entscheidung kommt nur einen Tag, nachdem die USA das Olympia-Qualifikationsturnier im kanadischen Vancouver für sich entschieden haben.

Möglicherweise hat das juristische Gerangel mit Dan Borislow dazu beitragen, dass in der kommenden Saison kein Ball rollen wird.

Juristische Scharmützel
Nachdem die WPS das Team magicJack aus der Liga geworfen hatte, hatte Vereinsbesitzer Borislow rechtliche Schritte gegen die WPS eingeleitet.

Zuletzt hieß es aber, man habe eine Übereinkunft erzielt, dass magicJack fortbestehen könne, aber 2012 und 2013 nur Freundschaftsspiele gegen andere WPS-Teams bestreiten dürfe.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

53 Kommentare »

  • FFFan sagt:

    @ Rokkoko:
    „Alle WPS Spielerinnen sind wohl noch am 31. Januar von ihren Verträgen “befreit” worden und können somit jetzt doch noch jederzeit bei sämtlichen Vereinen in Europa unterschreiben.“

    Unterschreiben können sie schon, aber ob sie auch (zB in Deutschland) spielberechtigt sind, ist eine andere Frage. Die Ausnahmeregelung für vertragslose Spieler(innen) gilt nämlich nur für die Wechselperiode I. In diesem Fall darf noch bis zum 31.12. die Spielerlaubnis für die laufende Saison erteilt werden. Für die Wechselperiode II gibt es eine solche Ausnahme nicht. Mit anderen Worten: Spielerinnen, die nach dem 31.Januar verpflichtet werden, sind -unabhängig von ihrem bisherigen Vertragsstatus- in dieser Bundesliga-Saison nicht mehr spielberechtigt!
    Deshalb war es richtig und wichtig, dass Turbine Potsdam im Fall Naeher schnell gehandelt hat.

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    You write that ‚the mistakes made by the DFB are now in the past and there is now a new situation‘.
    Stop and think for a moment. What happened in the past influences the current and the future.
    If nobody is held accountable for the past mistakes, then there is no credibility. If there is no credibility, then there is not much hope for the future.
    It is simple logic – officials must be held accountable for their mistakes.
    If a goalkeeper makes mistakes that result in goals being conceded, then the team needs a better goalkeeper – so it should be with officials who mess up.

    If you think that the Buli is better today without MVT, Birgit, Sonja and Inka then you are deluded.
    All four would still be active in the Buli if there had not been serious mismanagement of various events by people at the DFB and FCR.
    All four are icons of German football. They are icons because they are rare and exceptional talents.

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  • H2O sagt:

    @laasee

    Ich stimme dir bei deinen Aussagen über die N11 und das verhalten des DFB zu. Jedoch war das Verhalten ein Sonderfall für die WM vom letztem Jahr.

    Für die Liga wurden aber keine Strukturellen Fehler gemacht. Jetzt engagiert sich mit WOB ein weiterer Verein und im Gegensatz zu sheldon kann meiner Meinung nach die Liga davon bestimmt profitieren.

    Daher sehe ich die Liga also eher positiv. 🙂

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  • sol1711 sagt:

    die wps ist an ihrem franchise system gescheitert, und an ihren investoren die die mannschaften im stich lassen wenn sie gerade bock haben.dies sieht man am besten daran das in drei jahren 4 mannschaften aufgegeben haben, weil sie pleite waren.
    da lob ich mir doch den dfb, der alles langfristig aufbaut und dafür sorgt das alles schön stabil ist.
    jetzt noch einmal zur angeblich besten liga der welt, 5 mannschaften, ein witz bei dem jeder gelacht hat der das gehört hat.
    die besten spieler spielen in den ligen deutschlands, schwedens, frankreichs, norwegens und dänemarks.
    und was die sponsoren anbelangt, informiert euch mal wie lange sich diese vertraglich verpflichten müssen, damit sie überhaupt sponsor werden dürfen.dafür sorgt der dfb, langfristig und da geht auch nichts pleite wie in amerika.
    und bitte nicht in englisch posten, da bekomme ich kopfschmerzen. danke

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  • Markus Juchem sagt:

    @sol1711: Englisch ist auf Womensoccer ausdrücklich erlaubt, wir empfehlen Aspirin.

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  • sol1711 sagt:

    ok, hab zwei aspirin eingeworfen

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  • Detlef sagt:

    sol1711 schrieb,
    „da lob ich mir doch den dfb, der alles langfristig aufbaut und dafür sorgt das alles schön stabil ist.“

    Wenn ich solche Sätze lese brauche ich wesentlich härtere Drogen als Aspirin!!!

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  • sol1711 sagt:

    aber wie es scheint läuft es bei uns und im rest europas auch.
    nur in der allerbesten liga der welt, wps amerika 5 mannschaften wer es nicht weiss, nicht, komisch woran liegt das.
    ein land wie amerika mit dem potenzial bekommt es nicht auf die reihe 12 mannschaften aufzustellen.
    darüber würde ich mal nachdenken.

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  • Marcel sagt:

    Ich frag mich sowieso warum im Land der freien Marktwirtschaft ausgerechnet im Sport schon fast ein marxistisches System herrscht. Trotz des vielen Geldes existiert da ja nicht wirklich ein Wettbewerb.
    Da bin ich eigentlich ganz froh wie sich unsere Liga entwickelt wenn auch nur in kleinen Schritten.

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  • Detlef sagt:

    @sol1711,
    ich will die WPS sicher nicht verteidigen, aber dort gelten halt ganz andere Kriterien als in Europa!!!
    Schon allein das Transportproblem benötigt ganz andere Mittel!!!
    Da kann man sich nicht einfach in den Bus setzen, um von Boston nach Atlanta zu kommen!!!
    Natürlich hat man nicht wirklich aus der Pleite der WUSA gelernt, wo es ja damals schon Vermarktungsprobleme gab!!!
    Zu den gigantischen Transportkosten kommen halt noch die irwitzigen Honorare der Spielerinnen dazu!!!

    Es liegt also nicht daran, daß es nicht genug Mannschaften geben würde, sondern es fehlt (ähnlich wie in Deutschland) an ausreichend potenten Geldgebern!!!

    Und jetzt tue doch bitte nicht so, als ob der DFB der Heilsbringer des FF-Vereinsfußballs in Deutschland wäre!!!

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  • sol1711 sagt:

    die transportkosten sind auch nicht so das problem, denn wenn man sich die flugpreise in den staaten anschaut sind diese doch sehr moderat.
    die spieler gehälter der topspieler sind hoch werden aber durch werbe einnahmen wieder rausgeholt.das eigentliche problem der wps ist das die clubbesitzer auf teufel kommraus ihren profit aus den clubs ziehen und somit wenig geld für die infastruktur bleibt. das es keine grossen geldgeber gibt das simmt in deutschland nicht, vw, commerzbank, generali nur um einige zu nennen.
    das problem in amerika ist, das wenn ein grosser investor einsteigt, er gleich seine alphamänchen rolle einnimmt und alles bestimmen will und so die anderen rausdrängt.
    bestes beispiel magic jack, wo nur ein mann das sagen hat. wir sollten aber froh sein das der dfb schaut das alles seinen richtigen gang geht.

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  • Detlef sagt:

    sol1711 schrieb,
    „das eigentliche problem der wps ist das die clubbesitzer auf teufel kommraus ihren profit aus den clubs ziehen und somit wenig geld für die infastruktur bleibt. das es keine grossen geldgeber gibt das simmt in deutschland nicht, vw, commerzbank, generali nur um einige zu nennen.“

    Der Klubbesitzer hat ja schließlich auch sein Geld investiert!!!
    Da darf er sicher auch auf Profit hoffen!!!
    Aber ob der FF wirklich so viel abwirft, bezweifle ich!!!(selbst in den USA)

    Ich habe außerdem nicht behauptet, daß es gar keine großen Geldgeber in Deutschland gibt, ich benutzte das Wort „ausreichend“!!!
    Darin ist uns die WPS glaube ich überlegen gewesen, denn sie war viel ausgeglichener als die BuLi!!!

    Zitat;
    „….wir sollten aber froh sein das der dfb schaut das alles seinen richtigen gang geht.“

    Wie kommst Du auf diese These???
    Ich erinnere nur an die letzte Saison, wo wohl alles andere als der „richtige Gang“ stattfand!!!

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  • sol1711 sagt:

    das war das wm jahr und das man da nur auf die natio setzt war doch klar, machen andere länder doch auch, siehe us natio bei olympia

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