EM-Quali: Die Schweiz müht sich zum Sieg

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In den Mittwochspielen der Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 haben einige der am Wochenende ins Straucheln geratenen Teams zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Die Isländerinnen haben jedoch wertvolle Punkte eingebüßt, und die Schweiz musste zittern.

Nach der 1:4-Niederlage gegen Deutschland konnten sich die Schweizerinnen gegen Rumänien rehabilitieren und siegte auf heimischem Platz mit 4:1 – ein Ergebnis, das deutlicher war als der Spielverlauf.

Schweizerinnen haben Mühe
Die Eidgenössinnen mussten auf Lara Dickenmann verzichten, die sich gestern im Training einen Muskelfaserriss zuzog. Gegen die Rumäninnen war man auf dem Feld zwar optisch überlegen, zeigte sich im Spielaufbau aber zu umständlich und langsam. So ließ der erste Treffer bis zur 43. Minute auf sich warten. Ana Maria Crnogorcevic verwandelte einen Eckball von Martina Moser per Kopf zur Pausenführung. Die hielt unter den Augen der in die Schweiz gewechselten Inka Grings und Sonja Fuss allerdings nur bis zur 54. Minute. Nach einem Torwartfehler von Marisa Brunner, die den Ball am Fuß vertändelte, netzte Cosmina Duşa zum 1:1 ein.

Ramona Bachmann gelangen zwei wichtige Treffer. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Bachmann rettet den Sieg
Die Schweizerinnen hatten weiter Mühe und zeigten sich erst in den letzten zwanzig Minuten klar überlegen. Nach Vorarbeit der eingewechselten Isabelle Meyer brachte Ramona Bachmann mit einem Schrägschuss (73.) ihr Team auf die Siegerstraße und erhöhte elf Minuten später auf 3:1. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Crnogorcevic in der 87. Minute.

Gruppe 1: Russland übernimmt Tabellenführung
Mit einem 2:0-Erfolg in Polen ist das russische Team in die EM-Qualifikation gestartet. Damit feierte der neue Trainer Farid Benstiti, der früher Olympique Lyonnais betreute, einen erfolgreichen Einstand, und Russland ist neuer Tabellenführer. Punktgleich auf dem zweiten Rang liegen die Italienerinnen, die am Wochenende mit 1:0 in Bosnien Herzegowina gewannen. Mazedonien und Griechenland haben noch nicht ins Geschehen eingegriffen.

Gruppe 3: Norwegen zurück auf der Siegerstraße
Nach der überraschend deutlichen 1:3-Niederlage gegen Island hat Norwegen zurück auf die Erfolgsspur gefunden. Der Weltmeister von 1995 gewann in Oslo mit 6:0 gegen Ungarn. Die Treffer erzielten Isabell Herlovsen (2), Ingvild Stensland, Marita Lund, Solfrid Andersen und Gry Tofte Ims.

Im zweiten Spiel der Gruppe kamen die Isländerinnen nicht über ein 0:0 im heimischen Reykjavík gegen Belgien hinaus. Mit sieben Punkten – und einem Spiel mehr als Norwegen – bleibt Island allerdings an der Tabellenspitze. Erst in der Endabrechnung wird sich zeigen, wie schmerzhaft dieses Unentschieden sein wird.

Gruppe 6: Niederlande gelingt Kantersieg gegen Serbien
Nachdem die englische Nationalmannschaft zum Qualifikationsauftakt am Wochenende gegen Serbien nicht über ein 2:2 hinaus gekommen war, gelang den Niederlanden nun ein deutlicher 6:0-Erfolg gegen die Serbinnen. Erfolgreichste Torschützin war Manon Melis, der allein vier Treffer gelangen. Damit haben die Niederländerinnen einen „Big Point“ gegen England im Kampf um den ersten Platz in der Gruppe eingefahren. Die „Three Lions“ stehen morgen gegen Slowenien auf heimischem Platz unter Druck, nicht noch ein weiteres Mal gegen einen vermeintlichen Außenseiter Punkte zu verlieren.

Gruppe 7: Dänemark lässt keine Zweifel aufkommen
Mit einem deutlichen 5:0-Sieg gegen Armenien ist die dänische Nationalmannschaft in die Qualifikation gestartet. Eine weitere Partie fand in der Gruppe nicht statt, aufgrund des besseren Torverhältnisses behalten die Portugiesinnen die Tabellenführung.

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Sheldon
Sheldon

4:1 der Schweiz – genauso souverän wie Deutschland!
Schön, dass Bachmann wieder zweimal zugeschlagen hat!

Ansonsten waren meine Däninnen heute wieder sehr gut, freut mich sehr. Hoffe, sie können ihre Leistung noch steigern!

waiiy
waiiy

Wenn man sich zu einem 4:1 „müht“, dann ist es doch okay. Ich denke, dass man einfach sehen muss, dass auch nominell nicht so starke Teams wissen, wie man zumindest 60 Minuten dagegenhalten kann, wenn man einfach körperlich alles gibt und hochkonzentriert ist. Da hilft dann auf Seiten des Favoriten nur Geduld. Von daher sollte man schon mit dem Spiel zufrieden sein und nicht von „mühen“ sprechen, wenn es einmal nicht von Anfang an gleich mit Treffern losgeht.

Glückwunsch an die Schweiz!

waiiy

intersoccer
intersoccer

ich fand die Leistung der Schweizerinnen auch nicht souverän, due Rumäninnen waren durchaus gelegentlich gefährlich. Aber natürlich war es ein verdienter Sieg. Trotzdem denke ich, dass sich auch Rumänien verbessert hat.

Sheldon
Sheldon

Ich finde hier einfach nur die Betrachtungsweise zum Teil sehr interessant. Da beschreien gleich die Medien nach einem ähnlich entstandenen 4:1 der Deutschen gegen die Schweiz die Auferstehung des Phönix, wo es doch nur die Einzelleistung von Bajramaj und Behringer sowie eine katastrophale Defensive der Schweizerinnen war, die diese Leistung möglich gemacht haben. 5 Tage später wird dann der Auftritt der Schweizerinnen, die mit einem ähnlichen Spiel ebenfalls 4:1 gewannen, richtigerweise als pomadig hingestellt. Frage: Wo ist da die Objektivität? Ist man heute schon medientechnisch so labil, dass man jeden noch so kleinen Fetzen durchschnittlicher Leistung hochjubelt und alles Erdenkliche… Weiterlesen »

Therese
Therese

Norwegen – Ungarn 6-0 aber sehr enttauschende Anzahl Zuschauer! link: Kampfakta: NORGE – UNGARN 6-0 (2-0) Sted: Nadderud Stadion. Tilskuere: 103. Dommer: Natalia Avdonchenko – Russland. Kort: Ingen. Mål: Solfrid Andersen Dahl (23.min). 2-0 Isabell Herlovsen (31.min). 3-0 Isabell Herlovsen (62.min). 4-0 Maritha Skammelsrud Lund (65.min). 5-0 Ingvild Stensland (78.min). 6-0 Gry Tofte Ims (89.min). Norges lag (4-2-3-1): Ingrid Hjelmseth – Hedda Strand Garsjord (Kristine Hegland 59.min), Solfrid Andersen Dahle, Maren Mjelde, Marita Skammelsrud Lund – Trine Rønning (Madeleine Giske 20.min), Ingvild Stensland – Emilie Haavi, Lene Mykjåland, Elise Thorsnes (Gry Tofte Ims 80.min) – Isabell Herlovsen There were 193… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Wenn wir nicht aufpassen, haben wir in Deutschland bald genauso viele bei N11-Spielen!

berggruen1
berggruen1

@sheldon: Du hast doch den Artikel „Pflichtsieg vor Trauerkulisse“ gelesen (jedenfalls kommentiert)? Dort liest man: „…Die wenigen Zuschauer, die ins Stadion gekommen waren, durften sich zumindest über einen Erfolg der deutschen Mannschaft und fünf Treffer freuen, obwohl die Qualität des Spiels bei spätsommerlichen Temperaturen bestenfalls durchschnittlich war.“ Das „bestenfalls durchschnittlich“ bezog sich bestimmt nicht nur auf die Schweiz! Im Artikel DFB-Elf startet mit Sieg liest man: „Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft ist in Augsburg mit einem klaren Sieg gegen die Schweiz in die EM-Qualifikation gestartet, ließ aber spielerisch in einer durchschnittlichen Partie gegen harmlose Schweizerinnen zu wünschen übrig.“ Ähnliche Dinge habe ich… Weiterlesen »

Uwe
Uwe

Ich denke, man kann ws nun wirklich keinen Vorwurf machen, die Leistung gegen die Schweiz hochgejubelt zu haben. Was mir allerdings in der Fussball-Fernseh-Berichterstattung allgemein immer wieder auffällt, ist in der Tat ein Übermass an Lobhudelei und fehlendem Mut zur Kritik. Insbesondere die Interviews mit Trainern, besonders nach Länderspielen, sind „glattgebügelt“. Keine kritischen Spielanalysen, sondern nur ganz dezent angehaucht pseudo-kritische Fragen. Der einzige, der es sich im MF mal erlauben konnte, offen Kritik zu formulieren war G. Netzer. Dagegen ist Nia Künzer als Co-Moderatorin zwar nett anzusehen, aber viel zu brav. Auch bei Silke Rottenberg kam während der WM nur… Weiterlesen »

Andreas
Andreas

Die Berichterstattung in der ARD war tatsächlich grenzwertig, bzw. eigentlich schon jenseits davon. In dem Interview mit SN habe ich das Spiel tatsächlich kaum wieder erkannt. Die haben 10 Minuten gelobt wie toll Bajramaj gespielt hat und alles negative unter den Tisch fallen lassen. Selbst als das Gegentor kam, wurde nicht richtig nachgebohrt. Dabei waren insbes. die Leistungen von Annike Krahn, Saskia Bartusiak und Bianca Schmidt echt unterirdisch. Bianca Schmidt hat glaube ich einen neuen Fehlpassrekord aufgestellt und die beiden anderen wussten nie was sie mit dem Ball anfangen sollten. Aber da hat niemand kritisch nachgefragt, echt unfassbar. Einzig interessant… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Habe ich irgendwo WS erwähnt? Ich denke: Nein! Mein Beitrag war in der Tat ein Wink Richtung Hauptmedien ARD/ZDF, wo selbst Nia Künzer mittlerweile im DFB-Netz gefangen ist. Das, was meine zwei Vorredner gesagt haben, stimmt voll und ganz! Auch ich fande die Passage mit Laudehr sehr gut. Es ist eindeutig, was auch innerhalb der Mannschaft, auch im Mannschaftskern gedacht wird. Nur mit Simone hast du zu diesem Thema eine, die das auch mit ihrer Körperhaltung andeutet. Die anderen überspielen das in dem Wissen, sobald sie etwas sagen, sind sie raus. Man kann den Spielerinnen nicht zumuten, sich gegen Neid… Weiterlesen »

labrys
labrys

Das Spiel von Irland-Frankreich wird heute um 2045 auf direct 8 live übertragen

Sheldon
Sheldon

@berggruen: Was soll man denn anderes tun als Meckern? Ich glaube, hier haben es viele noch nicht verstanden, aber wenn es im FF so weiter geht, dann befindet der sich innerhalb von 1, 2 Jahren wieder auf dem Stand von 1989. Es wird so ziemlich dieselbe Mannschaft wie 2011 sein, die ja schon gezeigt hat, dass sie versagen. Ebenso die Trainerin. Man wird sich ihrer schämen, der N11 sowie Silvia Neid. Die WM hat genau das Gegenteil von dem gebracht, was sie erreichen wollte. Die Stadien werden wieder leerer und Tristes kehrt ein. Und langsam, aber sicher verschwindet Frauenfußball wieder… Weiterlesen »

labrys
labrys

Frankreich spiel live

https://j.mp/hmxohX
Englandspiel live, momentan 2:0

Andreas
Andreas

@sheldon: Ich hoffe nicht, dass Du recht hast. Mein erstes Frauen Spiel war z.B. tatsächlich das Eröffnungsspiel der WM. Und trotz des Ausscheidens hat es mir so gut gefallen, dass ich weiter mit großem Interesse am Ball bleibe. Ein paar mehr, denen es ähnlich geht wie mir, wird es ja vielleicht noch geben. Zweifelsohne ist dafür natürlich wichtig, dass die N11 bald wieder in die Erfolgsspur zurückfindet, denn sie ist nunmal das Aushängeschild, worüber das Interesse für den FF gesteigert werden kann.

intersoccer
intersoccer

@ Andreas: Muss dir da beipflichten. Es gibt hier nicht nur User, die alles im schlechten Licht sehen. Ich habe genauso großes Interesse an der Nationalmannschaft, wie vor der WM. Selbst wenn einem die eine oder andere Person nicht gefällt, muss man damit ja nicht gleich allen Nationalspielerinnen die Missachtung aussprechen. Und wenn man (aus welchem Grund auch immer) kein Interesse daran hat, muss man die Spiele ja nicht verfolgen. Manche erwecken ja fast den Eindruck, sie würden dazu gezwungen.
Kurz: Ich freue mich auf die restlichen Quali-Spiele.

waiiy
waiiy

@Andreas u. intersoccer: Man muss einfach immer mal wieder sehen, dass die Entwicklung des Frauenfußballs vor 40 Jahren begonnen hat und es einfach mit anderen Sportarten vergleichen, die diese Zeit hinter sich haben. Da kann man mit der Entwicklung schon sehr zufrieden sein. Außerdem ist es eine weltweite Entwicklung, bei der Deutschland vielleicht mal eine Delle haben kann, sich aber nicht von der Entwicklung der anderen Länder abkapseln wird. Jetzt wird es also in Japan und Asien einen Boom geben. Da werden mehr Spielerinnen aus der Region in die Ligen kommen, wo besser bezahlt wird bzw. wo es besseren Wettbewerb… Weiterlesen »

intersoccer
intersoccer

Volle Zustimmung waiiy. Ich kann nur manche User hier nicht verstehen, die eine regelrechte Antipathie zu allem, was mit Nationalmannschaften zu tun hat, entwickelt haben und gar nicht mehr differenzieren. Zu einem Artikel hier hat jemand geschrieben, er habe gejubelt, als die Schweiz das Tor geschossen hat und habe gehofft, dass Deutschland verliert. Solche Äußerungen kann ich nicht nachvollziehen. Damit stopft man alle Beteiligten in einen Topf und verweigert jeder einzelnen Spielerin im Kader den Respekt für ihre Leistung. Als nächster Prüfstein kann sicher das Testspiel gegen Schweden gelten. Warte das doch mal ab, Sheldon. Man hat den Eindruck, die… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

@waiiy, intersoccer und Andreas: Es geht nicht um die Erfolge der N11. Die sind da. Es geht hier um viel mehr. Es geht hier um den Charakter einer ganzen Sportart. Wollen wir diesen ganzen Sport der Alleinherrschaft von ein oder zwei Personen überlassen? Es geht hier um die gesunde Entwicklung eines Sports und der Frauenfußball kann langfristig nur so überleben. Wie sieht es denn mit dem Fußball in den südamerikanischen Ländern aus, die in der Anfangszeit, den 30ern den Sport dominiert haben? Klar, die Erfolge sind da, aber was ist dort mit der Vereinskultur? Dort wandern alle Spieler ab, Uruguay,… Weiterlesen »

intersoccer
intersoccer

@ Sheldon:
„Klar, die Erfolge sind da, aber was ist dort mit der Vereinskultur? Dort wandern alle Spieler ab, Uruguay, Argentinien oder Brasilien gleichermaßen.“

Die Spieler wandern doch nicht wegen der Vereinskultur aus diesen Ländern ab. Es mangelt dort einfach an Wirtschaftskraft, somit an Sponsorengeldern und zum Schluß sind eben dadurch einfach die Gehälter in Europa um ein vielfaches höher.

„Wollen wir diesen ganzen Sport der Alleinherrschaft von ein oder zwei Personen überlassen?“

Ich verstehe nicht, was du damit meinst.

laasee
laasee

The problem is simple – FF will not make real progress while under the control of MF.
The solution is simple – FF has to create its own identity, structures, organisations etc.