EM-Quali: DFB-Elf will ersten Dreier einfahren
Unter der neuen Kapitänin Nadine Angerer will die deutsche Frauenfußball-Nationalelf heute in Augsburg seine Fans versöhnen, wenn es zum Start in die Qualifikation zur EM 2013 gegen die Schweiz (ab 15.45 Uhr live in der ARD) geht. Doch die Tickets waren im Vorverkauf Ladenhüter.
Nicht viel mehr als 5 000 Tickets wurden im Vorfeld der Partie abgesetzt, „kurzfristig werden sicher noch Fans kommen“, hofft Managerin Doris Fitschen . Die Anstoßzeit und Live-Übertragung der Partie in Konkurrenz zur Männer-Bundesliga und zahlreichen Amateurligen verspricht zudem nicht gerade hohe Einschaltquoten.
Mini-Umbruch in der DFB-Elf Dabei ist die sportliche Wertigkeit nicht zu unterschätzen, denn für die DFB-Elf geht es darum, den Grundstein für eine erfolgreiche EM-Qualifikation zu legen. Nach den Rücktritten von Birgit Prinz, Ariane Hingst und Kerstin Garefrekes befindet sich das Team von Bundestrainerin Silvia Neid in einem Mini-Umbruch.
Kein Team mehr für Titel? Neid erklärt : „Unsere Mannschaft wird auf jeden Fall ein anderes Gesicht bekommen. Eine Kerstin Garefrekes wird uns sicher fehlen. Ich glaube aber, dass wir relativ schnell wieder dahin kommen, dass wir gute Leistungen abrufen können.“ Bis zur EM-Endrunde 2013 soll eine schlagkräftige Einheit geformt werden, die um den Titel mitspielen kann. „Im Moment ist doch ganz klar Schweden Favorit und Frankreich. Wir nicht“, schraubt Neid die Erwartungen herunter.
Wundertüte Schweiz Die Schweiz deutete in der WM-Qualifikation an, an einem guten Tag ein unbequemer Gegner sein zu können, wie etwa beim überraschenden 3:1-Auswärtssieg in Dänemark in den Play-offs, kassiert aber in Testspielen auch gerne einmal hohe Niederlagen, wie in diesem Jahr gegen die Niederlande oder Schottland. Die Schweizerinnen gehen als großer Außenseiter in die Partie gehen und haben nichts zu verlieren. Trainerin Béatrice von Siebenthal meint: „Für uns geht es nur um Platz 2 in der Gruppe.“
Ehrgeizige Crnogorcevic Stürmerin Ana Maria Crnogorcevic spricht hingegen von „Platz 2 als Minimalziel“. Sie ist von der Stärke der deutschen Mannschaft allerdings weiterhin überzeugt : „Auch wenn einige Spielerinnen zurückgetreten sind, ist das Gerüst der DFB-Elf erhalten geblieben, das wird eine gute Mannschaft sein.“