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2011

EM-Quali: Schock für Norwegen und England

Während Deutschland seinen Auftakt in der EM-Qualifikation gegen die Schweiz souverän gemeistert hat, mussten andere Top-Nationen Federn lassen. Ein Treffer in der Nachspielzeit machte die englischen Hoffnungen auf einen Sieg spät zunichte, Norwegen unterlag gar mit 1:3.

Der erste Platz in Gruppe drei wird sich am Ende wohl zwischen Norwegen und Island entscheiden. Beide trafen direkt in der frühen Phase der Qualifikation aufeinander – und Island wies den Weltmeister von 1995 in die Schranken.

Komfortable Pausenführung für Island Schon nach einer guten halben Stunde stand es in Reykjavik 3:0 für die Gastgeberinnen. Zwei Treffer von Hólmfrídur Magnúsdóttir (8./32.) sowie ein verwandelter Foulelfmeter von Margrét Vidarsdóttir (15.) sorgten für eine komfortable Führung für Island. Die konnte in der zweiten Halbzeit zwar nicht mehr ausgebaut werden, Norwegen kam durch Ingvild Stensland (70.) allerdings nur noch zum Ehrentreffer. Nach dem 6:0-Auftakterfolg gegen Bulgarien führt Island die Tabelle in Gruppe drei an, ist allerdings neben dem Auftaktgegner die einzige Mannschaft, die bereits zwei Partien absolviert hat. Auf dem zweiten Platz folgt Belgien, die sich mit 2:1 gegen Ungarn durchsetzen konnten.

England verspielt 2:0-Führung Vize-Europameister England trat als klarer Favorit in Belgrad gegen Serbien an. Die Elf von Trainerin Hope Powell legte durch einen frühen Führungstreffer von Rachel Yankey (6.) einen Start nach Maß hin. In der 19. Minute fiel der zweite Treffer für die „Three Lions“, Violeta Slovic erzielte ein Eigentor. Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel kam Serbien durch einen Freistoß von Danka Podovac zum Anschlusstreffer. Als alles schon nach einem 2:1-Erfolg der Engländerinnen aussah, fasste sich Vesna Smiljkovic in der vierten Minute der Nachspielzeit ein Herz und glich per Fernschuss aus.

Kantersieg für Spanien In der deutschen Gruppe haben am Samstag alle Mannschaften gespielt. Erster Tabellenführer ist trotz des 4:1-Erfolgs gegen die Schweiz nicht Deutschland, denn Spanien gewann in der Türkei mit 10:1. Rumänien siegte in Kasachstan mit 3:0.

Frankreich führt in Gruppe vier Die Französinnen haben nicht gespielt, bleiben nach ihrem 5:0-Erfolg gegen Israel vor drei Tagen aber Tabellenführer in der vierten Gruppe. Auf dem zweiten Rang folgt die Republik Irland, die mit 2:0 in Wales gewann. Schottland hat als einziges Team dort noch nicht ins Geschehen eingegriffen. Die erste Partie für die Auswahl von Trainerin Anna Signeul ist erst am 12. Oktober in Israel.

Portugal überrollt Armenien Mit 8:0 gewann Portugal in Armenien und hat damit die Tabellenführung in Gruppe sieben übernommen. Auf einem geteilten zweiten Rang liegen Tschechien und Österreich, die sich im österreichischen Vöcklabruck 1:1 trennten. Dänemark bestreitet erst am Mittwoch gegen Armenien das erste Spiel der Qualifikation.