Homare Sawa räumt Ehrungen ab
Mit ihrer überragenden Turnierleistung hat sich Homare Sawa nicht nur den WM-Titel gesichert, sondern auch noch zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Denn die 32-jährige Kapitänin wurde von den Medienschaffenden als beste Spielerin des Turniers mit dem Goldenen Ball von adidas ausgezeichnet, darüber hinaus gewann sie auch den Goldenen Schuh von adidas als mit fünf Treffern erfolgreichste Torschützin der Titelkämpfe. Und als ob dem noch nicht genug wäre, gewann Japan auch noch den Fairplay-Preis, daran konnte auch die Rote Karte im Finale in der Schlussminute gegen Azusa Iwashimizu nichts mehr ändern.
Überragende WM-Persönlichkeit Sawa bestach bei ihrer fünften WM-Teilnahme als Leaderin und Taktgeberin ihres Teams. Sowohl in der Vorwärts- wie auch in der Rückwärtsbewegung war sie gleichermaßen wertvoll für ihr Team. Und in der 117. Minute rettete sie ihre Elf mit dem 2:2 und einem der schönsten Turniertreffer ins Elfmeterschießen, indem die Japanerinnen die Oberhand behielten. “Sie ist Balljägerin, Schaltstation im Spielaufbau und gleichzeitig Goalgetterin. Sie gehört definitiv zu den komplettesten Spielerinnen”, lobt Deutschlands frühere Trainerin Tina Theune , die während des Turniers Mitglied der Technischen Studiengruppe (TSG) der FIFA war.
Wambach muss sich mit Platz 2 begnügen Abby Wambach musste sich nicht nur mit dem Vizeweltmeistertitel, sondern auch mit Platz zwei bei der Wahl zur besten Spielerin des Turniers zufrieden geben. Dabei bestimmte sie das Schicksal ihres Teams im Turnier maßgeblich. Gegen Brasilien köpfte sie in der 122. Minute den Ausgleich, der das Team vor dem Viertelfinal-K.o. bewahrte, im Finale erzielte sie ihren vierten WM-Treffer, auch ihren Elfmeter im Elfmeterschießen verwandelte sie sicher. Mit nun 13 WM-Treffern ist sie nun vor Michelle Akers (12 Tore) die beste US-Torschützin der WM-Geschichte, nur einen Treffer hinter den gemeinsam führenden Birgit Prinz und Marta, die beide jeweils 14 Treffer erzielt haben. Für ihre vier WM-Tore erhielt Wambach auch den adidas Bronzenen Schuh als drittbeste Torjägerin des Turniers.
Untröstliche Solo Auch Hope Solo konnten die beiden Auszeichnungen nicht über die Enttäuschung des verlorenen Finales hinwegtrösten. Sie wurde nicht nur zur besten Torhüterin des Turniers ausgezeichnet, sondern auch zur drittbesten Spielerin des Turniers. Mit Tränen in den Augen bestieg sie zweimal das Podium, um ihre Trophäen entgegenzunehmen. Erst im dritten Gruppenspiel gegen Schweden musste sie das erste Mal hinter sich greifen, im Elfmeterschießen gegen Brasilien hielt sie den entscheidenden Elfmeter gegen Daiane.
Ungeliebte Marta Die fünffache Weltfußballerin Marta erhielt in Abwesenheit und unter den gellenden Pfiffen des Publikums den adidas Silbernen Schuh als zweitbeste Torschützin des Turniers, und das, obwohl ihr Team bereits nach dem Viertelfinale die Heimreise antreten musste. Mit jeweils zwei Treffern in den Spielen gegen Norwegen und Brasilien sowie zwei weiteren Torvorlagen ließ sie ihr Können im Turnier einige Male aufblitzen.
Foord ist beste junge Spielerin Bereits zwei Tage zuvor wurde die erst 16-jährige Australierin Caitlin Foord zur besten jungen Spielerin des Turniers ausgezeichnet . Sie zeigte unter anderem im Spiel gegen Brasilien gegen Gegenspielerin Marta, dass sie als rechte Verteidigerin bzw. im rechten Mittelfeld ein hoffnungsvolles Talent für die Zukunft ist. “Sie hat das Potenzial, sich zum Prototyp einer modernen Abwehrspielerin zu entwickeln”, so April Heinrichs, TSG-Mitglied und ehemalige U.S.-Nationaltrainerin.