Englisches Duell in Dresden
Die neuseeländische Nationalmannschaft trifft ab 18.15 Uhr in Dresden auf England. Die Kiwis freuen sich bereits seit Monaten auf die Partie. „Das ist magisch“, kommentierte deren Trainer John Herdman das Verwandtschaftsduell. Doch darüber hinaus geht es auch für beide um den Turnierverbleib.
Die Neuseeländerinnen haben den Auftakt gegen Japan mit 0:1 verloren, die Engländerinnen kamen nicht über ein 1:1 gegen Mexiko hinaus.
Respekt vor den Kiwis Vor Neuseeland hat Englands Spielführerin Faye White großen Respekt. „Ich denke, wir haben die bessere Spielanlage, aber Neuseeland ist eine sehr enthusiastische Mannschaft, die zusammen steht und füreinander kämpft. Das wird ein schweres Spiel.“ Bislang gab es nur ein einziges Aufeinandertreffen – die Partie beim Peace Cup in Südkorea endete im vergangenen September 0:0.
Verwandtschaftsduell Viele Spielerinnen auf neuseeländischer Seite haben englische Wurzeln – darüber hinaus stehen sich zwei englische Trainer gegenüber. Herdman stammt gebürtig aus Newcastle, arbeitet mittlerweile aber schon über zehn Jahre in Neuseeland.
Wenn die Engländerinnen, wie 2007 die Gruppenphase überstehen wollen, müssen sie sich deutlich steigern. Doch die Kiwis werden den „Three Lions“ das Leben schwer machen. Gegen das „große England“ sind die kleinen verwandten Länder traditionell hochmotiviert; England wird auf eine Mannschaft treffen, die bis zum Ende kämpfen wird. Deren Spielführerin Rebecca Smith hat vor der Partie erklärt, dass die Engländerinnen unter Druck stünden, sie könnten demgegenüber freier aufspielen. Dennoch sind es zwei Teams, die mit dem Rücken zur Wand stehen. Es dürfte ein heißer Kampf werden.