Schweden gelingt Auftakterfolg
Die schwedische Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Weltmeisterschaft gestartet. Der 1:0-Sieg gegen Kolumbien ist allerdings weit knapper als das Spiel vermuten ließ. Die Skandinavierinnen waren drückend überlegen, zeigten jedoch eine katastrophale Chancenverwertung.
Bereits nach der ersten Viertelstunde hatte Schweden mit 3:0 führen können, zweimal klärten die Kolumbianerinnen auf der Linie.
Schelin hat Führung auf dem Fuß Superstar Lotta Schelin vergab in der zweiten und 10. Minute gleich zwei sogenannte „100%ige Torchancen“. Nachdem Torhüterin Sandra Sepulveda bereits geschlagen war, rettete Natalie Gaitan jeweils auf der Linie. In der Folgezeit entwickelte sich eine drückende schwedische Überlegenheit. Schelin und Sturmpartnerin Jessica Landström kamen insbesondere nach Vorarbeit von Therese Sjögran und Caroline Seger zu einer Vielzahl von Chancen, müssen sich jedoch die mangelnde Auswertung dieser zum Vorwurf machen lassen.
Kolumbien kann nicht mithalten Die Kolumbianerinnen kamen überhaupt nicht zur Entfaltung. Schweden stand eng beim Gegner, machte die Laufwege dicht und zeigte nicht nur die bessere Spielanlage sondern darüber hinaus zeitweise schönen Kombinationsfußball. Die Gegnerinnen waren heillos überfordert mit den auch körperlich überlegenen Schwedinnen. Ein geordneter Spielaufbau gelang nicht, Chancen konnten sich die Südamerikanerinnen keine erspielen. Zur Halbzeit stand des dennoch 0:0, denn Schwedinnen vergaben ihre Chancen nahezu im Minutentakt.
Landström gelingt Siegtreffer Erst in der 57. Minute kam Schweden zur hochverdienten Führung. Schelin nutzte einen kolumbianischen Fehler auf der rechten Seite, setzte sich durch und flankte in den Fünfmeterraum, wo Landström erfolgreich abschloss. Der Sieg für Schweden geriet in der Folge niemals in Gefahr, auch wenn Schweden nach der Führung ein wenig Tempo aus dem Spiel nahm. Dennoch kamen sie gegen die überforderten Kolumbianerinnen weiter zu Chancen, die allerdings erneut nicht genutzt werden konnten.
Chancen besser nutzen Gefordert wurden die Schwedinnen kaum, doch die mangelnde Chancenverwertung war erschreckend. In den beiden kommenden Spielen wird Schweden auf Nordkorea und die USA treffen. Beide Mannschaften werden andere Kaliber sein als Kolumbien am heutigen Tag. So viele Möglichkeiten wird man gegen keines der beiden Teams bekommen – da kann die mangelnde Effizienz spielentscheidend werden.