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2011

Neuseeland will Japans Kombinationsspiel stoppen

Am Montag, 27. Juni (ab 15 Uhr live in der ARD), hat Außenseiter Neuseeland bei der Frauen-WM Großes vor: Das Team von Trainer John Herdman will in der Gruppe B den „FC Barcelona des Frauenfußballs“ stoppen.

Viermal standen sich die beiden Teams bisher gegenüber, dreimal gingen die Japanerinnen in Freundschaftsspielen als Sieger vom Platz. Doch beim Olympischen Fußballturnier 2008 in Peking brachte der Ozeanien-Meister die Asiatinnen an den Rand einer Niederlage, verspielte aber eine 2:0-Führung.

Japan wie der FC Barcelona Für Neuseelands Trainer John Herdman ist Japan wegen seines technisch feinen, kombinationssicheren Spiels der „FC Barcelona des Frauenfußballs“. Er ist sich sicher: „Das wird unser schwierigstes Spiel.“ Doch ein ähnliches Ergebnis wie drei Jahre zuvor ist möglich, glaubt Herdman, wenn es sein Team schafft, für 90 Minuten das eigene Leistungsvermögen abzurufen.

Einsatz von Hassett fraglich Mit Kampfgeist gegen Technik will Herdman zum Erfolg kommen, auch wenn er dabei wohl auf Mittelfeldspielerin Betsy Hassett verzichten muss, die seit ihrer Fersenverletzung aus dem Testspiel gegen Kolumbien nicht mehr trainieren konnte. Auch Kapitänin Rebecca Smith vom VfL Wolfsburg ist sicher: „Wir müssen unser bestes Spiel zeigen, wenn wir bestehen wollen.“

Japans gutes System Japans Trainer Norio Sasaki weiß um die Bedeutung gerade des ersten Spiels im Turnier. „Sie spielen aggressiv und Pressing in der Defensive und sind physisch stark.“ Doch mit einem „guten System“ und „gewachsener mentaler Stärke“ hoffen die Japanerinnen, den Gegner in die Knie zwingen zu können. Denn die Zielsetzung ist eindeutig, wie die 166-fache Nationalspielerin Homare Sawa betont: „”Ich will den japanischen Frauenfußball auf ein neues Level heben und das heißt, wir brauchen gute Ergebnisse.“