England und Schweden 2011 dabei
England und Schweden haben sich erwartungsgemäß für die Weltmeisterschaft 2011 qualifiziert. Dennoch waren beide Rückspiele der Playoffs ereignisreich. Schweden war lange Zeit im Hintertreffen, und die Partie zwischen England und der Schweiz hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.
Das Hinspiel hatten die Engländerinnen am vergangenen Sonntag mit 2:0 gewonnen, und auch auf Schweizer Boden hatte die Begegnung zunächst keine Überraschungen zu bieten.
Frühe Zwei-Tore-Führung Bereits nach neun Minuten hätte Kelly Smith für die Gästeführung sorgen können, doch die seit Sonntag erfolgreichste englische Torschützin vergab einen Strafstoß. Diesen Fehler machte allerdings nicht einmal eine halbe Stunde später wieder gut – in der 32. Minute traf sie zum 0:1, nachdem die komplette Schweizer Hintermannschaft bei einer Flanke von Alex Scott schlief. Die Engländerinnen bestimmten das Spiel und schienen den Sieg frühzeitig klar machen zu wollen. Nur zwei Minuten nach dem 0:1 baute Eniola Aluko nach schönem Doppelpass mit Smith die Führung aus, wie schon beim ersten Gegentreffer sah Nicole Remund nicht besonders gut aus.
Bachmann mit Schauspieleinlage In der 41. Minute durfte die Schweiz noch einmal Hoffnung schöpfen, denn Bachmann erzielte den Anschlusstreffer, nachdem sie sich kraftvoll gegen Casey Stoney durchgesetzt hatte. Für mehr Aufsehen sorgte allerdings ihr Verhalten im Anschluss. Als sie den Ball aus dem Tor holen wollte, gab sie Brown gleich noch einen leichten Schubser mit. Die Torhüterin machte eine Handbewegung in Richtung der Schweizerin und ging hinter ihr her, woraufhin diese eine oscarreife Schauspieleinlage gab – mit den Armen im Gesicht vortäuschend, Brown hätte sie attackiert. Schiedsrichterin Cristina Dorcioman nahm Bachmann diese Aktion ab – Brown sah die Rote Karte und dürfte somit vermutlich das englische Auftaktspiel bei der WM 2011 verpassen.
England geht auf Nummer sicher Englands Nationaltrainerin Hope Powell nahm Aluko aus dem Spiel und wechselte Torhüterin Siobhan Chamberlain ein. Um in Unterzahl nicht noch in Rückstand zugeraten, stellte Powell mit 4-4-1 auf eine defensivere Formation um. Die Schweizer Defensive präsentierte sich dennoch nicht von ihrer besten Seite und hatte gehörige Probleme mit den „Lionesses“. Nachdem sie in der neunten Minute bereits einen Strafstoß verursacht hatten, folgte durch ein Foul an Smith durch Caroline Abbé in der 50. Minute gleich der nächste. Diesmal trat Fara Williams an – es stand 1:3.
Die Schweizerinnen kamen durch einen sehenswerten Freistoß von Selina Zumbühl in der 65. Minute erneut zum Anschlusstreffer. Doch beim 2:3 sollte es bleiben. Ein knappes Resultat, mit dem man auf Schweizer Seite gut bedient war. „Wir haben uns gegenüber dem Hinspiel gesteigert und versucht ein gutes Resultat zu holen. Das ist uns einigermaßen gelungen“, so Lara Dickenmann. Der Sieg für die „Three Lions“ ist dennoch hoch verdient. „Das Abenteuer geht weiter, und wir versuchen das Beste daraus zu machen“, erklärt Dickenmann weiter, denn eine Chance, sich für die WM zu qualifizieren, besteht weiterhin. In zwei Playoff-Spielen muss man sich nun mit Dänemark messen.
Dänemark schockt Schweden Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel hätte Dänemark im zweiten Aufeinandertreffen mit Schweden ein 1:0-Sieg gereicht. Und tatsächlich waren die Däninnen drauf und dran, dies zu schaffen – zur Halbzeit stand es bereits 2:0.
In der 41. Minute erzielte Johanna Rasmussen das 1:0, keine zwei Minuten später erhöhte Cathrine Paaske-Sørensen auf 2:0. Doch anstatt die Führung nach Hause zu spielen, ließen sie Schweden wieder ins Spiel kommen. Charlotte Rohlin schafft wichtigen Anschlusstreffer Eine halbe Stunde lang sah es in der zweiten Halbzeit so aus, als könne Dänemark den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit retten, doch in der 73. Minute schaffte Charlotte Rohlin das so wichtige Auswärtstor. Es stand 2:1, und dies bedeutete Verlängerung, sollte es auch nach neunzig Minuten dabei bleiben.
Früher Treffer in der Verlängerung Nach neunzig Minuten stand es in der Tat weiterhin 2:1, dreißig zusätzliche Minuten wurden angehängt. Mit ihrem zweiten Treffer erzielte Rohlin bereits in der vierten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich. Es folgten hitzige Minuten, doch Schweden schaffte es, das Unentschieden zu halten und sich somit für die WM zu qualifizieren. Duch auch für die Däninnen besteht weiterhin die Chance auf eine WM-Teilnahme.