China oder Japan – wer darf zur WM nach Deutschland?

Von am 29. Mai 2010 – 15.38 Uhr

Die Spiele um den dritten Platz sind bei großen Turnieren oftmals als Duelle der Verlierer verschmäht. Doch dem Dritten des Asien-Pokals winkt in diesem Jahr eine besondere Belohnung – ein Ticket für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.

Am Sonntag kommt es um 16.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) zum Duell der früheren Frauenfußball-Großmacht China gegen das aufstrebende Japan, in dessen Reihen Yuki Nagasato vom 1. FFC Turbine Potsdam auf eine Turnierteilnahme in ihrer Wahlheimat hofft.

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Überzeugende Vorrunde
Im Lager der Japanerinnen war die Enttäuschung nach der 0:1-Niederlage gegen Australien riesengroß, hatte man nicht nur den Finaleinzug, sondern auch die direkte Qualifikation für die Frauenfußball-WM 2011 verpasst. Dabei hatte das Team in der Gruppenphase drei überzeugende Siege gefeiert, darunter ein 2:1 gegen Nordkorea, und 14 Tore erzielt, mehr als doppelt so viele wie jedes andere Team im Turnier.

Mit aller Kraft
Doch Japans Trainer Norio Sasaki gibt sich kämpferisch. „Wir müssen dieses Spiel einfach gewinnen, denn es geht um das WM-Ticket. Deswegen werden wir alle Kraft aufwenden und das Beste geben, um das notwendige Ergebnis zu erzielen.“ Die Chinesinnen müssen nach ihrer 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen Nordkorea ebenfalls in den Hoffnungslauf.

Statistik spricht gegen China
Die „Steel Roses“ aus China, die zum ersten Mal seit neun Jahren das Finale des Asien-Pokals verpassten, sind dennoch guter Dinge. Der Heimvorteil im Chengdu Sports Center spricht für die Chinesinnen, die auf die Unterstützung des Publikums bauen können. Die Bilanz der näheren Vergangenheit aber eher für den Gegner. Denn von den vergangenen sieben Spielen seit 2005 gewann China nur eines.

Chinas Trainer lobt Gegner
Trainer Shang Ruihua erklärt: „Das Spiel gegen Japan wird sehr hart für meine Spielerinnen, aber für uns ist es eine gute Gelegenheit zu zeigen, was wir im Training bereits umsetzen konnten. Wir werden allerdings unser Bestes geben müssen, um zu gewinnen, denn die Japanerinnen sind die technisch beste Mannschaft. Sie haben sich in den vergangenen Jahren schnell verbessert, sind schnell und arbeiten gut als Mannschaft. „

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.