Frankreich zieht WM-Kandidatur definitiv zurück

Von am 27. August 2007 – 18.49 Uhr 2 Kommentare

Logo der deutschen WM-Bewerbung

Woche für Woche erhärtete sich zuletzt der Verdacht, das deutsche Nachbarland Frankreich werde seine Kandidatur für die Ausrichtung der Frauenfußball-WM 2011 zurückziehen. Aus Spekulationen wurde nach Womensoccer-Informationen bereits in der vergangenen Woche Gewissheit.

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Am heutigen Montag hat der französische Fußball-Verband nun offiziell bekannt gegeben, seine Bewerbung definitiv zurückzuziehen. Die deutsche WM-Bewerbung erhält dadurch erneut kräftigen Auftrieb, nachdem sich bereits Ende Mai auch die Schweiz aus dem Bewerberkreis verabschiedet hatte.

Zwanziger hofft auf volle Unterstützung der UEFA

Als einziger Kandidat der UEFA erhofft sich DFB-Präsident aus dem französischen Beschluss nun die volle Unterstützung des europäischen Fußballverbands bei der Abstimmung am 30. Oktober diesen Jahres in Zürich. Gelegenheit für den DFB, sich für diese noble Geste zu revanchieren, dürfte es bald geben. Warum nicht schon für die EM 2013?

„Wir sind unseren Freunden des Französischen Fußball-Verbandes sehr dankbar für deren Zusage, die deutsche Bewerbung um die Frauen-WM 2011 unterstützen zu wollen. Nun hoffen wir bei der Entscheidung über die WM-Vergabe auf die geschlossene Unterstützung durch die UEFA, auf die innerhalb des FIFA-Exekutivkomitees acht von 24 Stimmen entfallen“, so der bekennende Frauenfußball-Anhänger Zwanziger.

Zusammensetzung des FIFA-Exekutivkomitees

Anders als Deutschland kann der nach Womensoccer-Informationen heißeste Mitbewerber Kanada lediglich auf drei Stimmen bauen, die auf die Konföderation CONCACAF entfallen. Die USA, Guatemala sowie Trinidad und Tobago sind im FIFA-Exekutivkomitee vertreten. Aus der Konföderation des Bewerbers Peru, der CONMEBOL, gehören drei Vertreter dem Entscheidungsorgan an (Paraguay, Brasilien und Argentinien).

Australien, das der asiatischen Konföderation zugerechnet wird, setzt auf die Stimmen der asiatischen Vertreter aus Japan, Thailand, Katar und Südkorea. Somit dürften die vier Vertreter aus Afrika sowie der ozanische Vertreter aus Tahiti im Vorfeld der Entscheidung heiße Ohren bekommen.

Doch ob sich dieses simple Rechenspiel in der Praxis als tauglich erweist, wird sich erst noch zeigen. Was denkt ihr, wird Deutschland der Zuschlag erhalten? Hier könnt ihr abstimmen:

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2 Kommentare »

  • KaDe sagt:

    Dr. Theo Zwanziger bekennt sich nicht nur zum Frauenfußball, sondern tut auch etwas für dessen Entwicklung.
    Gut fand ich letzte Woche seine Entscheidung gegen den Medientrubel „New Wembley“ um statt dessen in Koblenz 25-Jahre Frauenfußball-Nationalmannschaft zu feiern. Und für die WM 2011 in Deutschland engagiert er sich ebenfalls persönlich.
    Wohltuend – im Vergleich zu Vorgänger „MV“. Der schickte für die Männer-WM 2006 Kaiser Franz ins Rennen (sein wohl bester Schachzug – sonst wär’s schief gegangen). Beim Frauenfußball hingegen sonnte er sich in z.T peinlicher Art und Weise auf den Siegespodesten der WM 2003, im UEFA-Cup oder beim Pokalfinale in Berlin.

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  • Rainer sagt:

    Prima! Ist ein schöner Deal, dass Deutschland von Frankreich unterstützt wird und wir den Franzosen Unterstützung für die Männer-EM 2016 versprechen.
    Las allerdings vor knapp zwei Wochen, dass Herr Blatter sich für Kanada als Veranstalter 2011 ausgesprochen haben soll, was ich nicht so gut fand, da er als FIFA-Chef schon neutral nach außen sein sollte.

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