EM-Quali: Nächster Kantersieg für DFB-Frauen

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Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine in Aachen klar gewonnen. Wie schon im Hinspiel schenkten die DFB-Frauen dem Gegner acht Tore ein.

Klara Bühl bejubelt einen Treffer gegen die Ukraine
Klara Bühl bejubelt mit Alex Popp einen ihrer drei Treffer © imago / foto2press

Im dritten EM-Qualifikationsspiel feierte die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg beim 8:0 (4:0) gegen die Ukraine vor 5.504 Zuschauern am Aachener Tivoli den dritten Sieg.

Bühl und Magull treffen dreifach

Klara Bühl (7.), Giulia Gwinn (30.) und Lina Magull (37., 42.) sorgten bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse, Bühl (58., 61.) legte dann in der zweiten Halbzeit zwei weitere Treffer nach, ehe in der Schlussphase die eingewechselte Melanie Leupolz (87.) sowie Magull (90.+3) trafen. Mit neun Punkten und 26:0 Toren aus drei Spielen geht es dann am Dienstag (14 Uhr, ZDF live) ins nächste EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland.

Stimmen zum Spiel

Voss-Tecklenburg meinte: „Wir haben viele direkte und schöne Tore gesehen und das Spielfeld dabei sehr gut überbrückt. In Griechenland werde ich die Chance nutzen, um noch mal 14 Spielerinnen zu sehen, um uns sukzessive weiterzuentwickeln.“ Die dreifache Torschützin Bühl erklärte: „Bei der Atmosphäre und Stimmung kann es nur gut laufen. Wir sind alle happy über den Sieg und die drei Punkte.“

Simone Laudehr offiziell verabschiedet

Vor der Partie wurde die 103-fache Nationalspielerin Simone Laudehr verabschiedet. Laudehr war im Sommer wie Babett Peter und Lena Goeßling aus der Nationalelf zurückgetreten. Peter und Goeßling werden zu einem späteren Zeipunkt geehrt.

Deutschland – Ukraine 8:0 (4:0)

Deutschland: Frohms – Gwinn (56. Hendrich), Oberdorf, Elsig, Rauch – Bühl, Däbritz (68. Leupolz), Marozsán, Dallmann – Magull, Popp (57. Schüller)
Ukraine: Sanina – Pantsulaya, Apanaschenko, Shmatko – Podolska, Romanenko (46. Andrukhiv), Khimich (73. Kozlova), Basanka – Andrushchak, Kitayeva, Ovdiychuk (64. Tarakanova)
Tore: 1:0 Bühl (7.), 2:0 Gwinn (30.), 3:0 Magull (37.), 4:0 Magull (42.), 5:0 Bühl (58.), 6:0 Bühl (61.), 7:0 Leupolz (87.), 8:0 Magull (90.+3)
Gelbe Karte: Shmatko
Schiedsrichterin: Lorraine Clark (Schottland)
Zuschauer: 5.504

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22 KOMMENTARE

  1. Gratuliere zum Sieg!
    Gegen mein Heimatland wird es am Dienstag wohl den nächsten Kantersieg geben, befürchte ich. Aber wenn man mal realistisch ist, wird auch nichts anderes erwartet. Ich hoffe, dass man einige (ansässige) Leute dazu bewegen kann, zum Spiel zu gehen.

  2. Damit ist wohl amtlich, das Pauline Bremer auch unter der aktuellen Bundestrainerin keine Chance erhält.
    Was hat sie nur verbrochen…?
    Mit im Ausland spielen hat es wohl nichts mehr zu tun, schätze ich mal.

    • Stattdessen spielt eine Schüler, die schon seit Wochen ihrer Form hinterherläuft… Wenn es Ihr (der BT) nach eigener Aussage nicht auf’s Ergebnis ankommt, kann ich es nicht verstehen, dass keine Neunominierten getestet werden – ein Widerspruch in sich, den MVT mal aufklären sollte!

  3. Glückwunsch zum Sieg!
    Ich hoffe, dass MVT auch für Spiele gegen stärkere Gegnerinnen die richtigen Schlüsse zieht. So „leicht“ wird es ja nicht immer sein.

  4. sehr traurige kulisse, aber in wembley 77.ooo zuschauer
    in England boomt der frauenfussball bei uns auch mal
    ist ja immer wenn erfolge kommen,
    mal sehen was die zukunft bringt, hallo pauline leon kann die Pauli sich nicht als Waliserin einbürgern lassen.

  5. 04.10. Frankreich – Island 11.384
    04.10. Spanien – Aserbaidschan 10.444
    05.10. England – Brasilien 29.238
    05.10. Deutschland – Ukraine 5.504

    Da läuft was schief!

  6. bale:

    die Idee ist garnicht so schlecht. Da könnte sie wenigstens spielen. Und so wie sie spielt kann sie sicher auch Spiele für Wales alleine entscheiden…

    Jetzt mal im Ernst. Ist sie, von allen kritisiert, zu früh in ihrer Jugend aus Potsdam weggegangen?
    War das der „falsche“ Weg? Schröder hat ja laut genug gejammert um dann zu sehen, wie Pauli das Doppel-Triple gewinnt…

    Silv hat ihr 10 Minuten der WM 2015 auf dem Spielfeld geschenkt. In einem absolut unwichtigen Spiel. ABER sie hat sie an ihrem 18. Geburtstag spielen lassen. wurde das nicht auch kritisiert? (Lena Oberdorf ist erst 17!)
    Und Steffi sagte doch sowas ähnliches wie „meine Spielerinnen hätte ich gerne zuhause“, mal abgesehen von DM10.
    Vielleicht ist England das falsche Land??

    M V-T wird sich sicher nie erklären, aber Pauli, eine solche Perle des Fussballs nicht spielen zu lassen grenzt schon an Unverschämtheit…

    Ich hoffe, Pauli gewinnt mit ManCity das Triple und dann tritt ein, was ich prophezeit habe, trotz Triple-Triple keine Spielzeit.
    DM10, so schlecht sie auch spielt, hat wohl mehr Lobby.

    Deshalb nochmals die Frage: Was hat Pauli verbrochen??

    • Wow, wie objektiv du urteilst.
      Nur mal so, Pauline Bremer war im erweiterten WM-Kader, obwohl sie zu der Zeit kaum Spielminuten bei Manchester City bekommen hatte. Meiner Meinung nach war es sogar grob unfair gegenüber anderen Spielerinnen, die aus der Bundesliga fast jedes Spiel Vollgas gegeben haben, und sich trotzdem hinter ihr anstellen mussten.
      Jetzt ist sie dabei und muss sich hinten anstellen, auch völlig zurecht, da andere Spielerinnen es sich absolut verdient haben. Zudem sieht MVT die Spielerinnen im Training und kann wohl mit ihrem Trainerstab ziemlich gut beurteilen, wer im Moment die Nase vorn hat 😉
      Wenn sie was gegen Pauline hätte, wäre sie schon gar nicht dabei.

      • Naja, wenn es nach den Spielminuten von Spielerinnen in ihren Ligen hätte gehen sollen hätten auch andere Spielerinnen bei der WM nichts verloren haben dürfen. Ich denke da an Dallmann, Maier oder Simon.

  7. Was gab es da vor dem Spiel wieder für Aussagen.
    „Die Ukraine wird uns diesmal alles abverlangen.“
    „Die Ukraine wird ganz anders auftreten als im Hinspiel.“
    „Die Ukraine wird sich nicht nochmal 8 Tore von uns einschenken lassen.“

    …und wie war am Samstag das erneut Endergebnis?

    Ich werde nie verstehen, was so schlimm daran wäre, vor so einem Spiel selbstbewusst zu formulieren: „Wir sind haushoher Favorit, und alles andere, als ein deutlicher Sieg, wäre eine Enttäuschung.“

    Mit dem künstlichen stark reden des Gegners macht man sich doch nur selbst lächerlich – jetzt zum zweiten Mal in Folge.

    B.t.w. Ist eigentlich etwas zur Nicht-Nominierung von Marina Hegering kommuniziert worden? Verletzt ist sie ja auf jeden Fall nicht, da sie bereits vor einer Woche gegen Potsdam problemlos 90 Minuten absolviert hat, und dabei eine der auffälligsten Akteurinnen war.

    • Ich habe die philosophie von MVT noch nicht verstanden. Ich hoffe gegen England werden sich einige Dinge offenbaren. Mit der Abwehr sehe ich mehr als schwarz. Alles junge unerfahrene Leute, das kann nicht gut gehen und nicht gut sein.

      • Die Philosophie dieser Bundestrainerin hab ich bis heute auch noch nicht verstanden, wenn sie denn eine hat. Für was nominiere ich Neulinge zu solchen Quali-Spielen gegen solch schwache Gegner und setze sie nicht ein. Die Einwechslung von Lea Schüller für Poppi war m.M. richtig auch wenn Lea zur Zeit nicht besonders in Form ist, aber die Einwechslungen von zwei eher defensiv ausgerichteten Spielerinnen, wie Hendrich und Leupolz gegen einen solch schachen Gegner ist für mich nicht nachvollziehbar. Zur WM nimmt sie viele zum Teil unerfahrene und nicht fite Spielerinnen mit, spielt mit einer der jüngsten Mannschaft des Turniers, spricht von einem Prozess (keine Ahnung was sie damit meint ) und gibt das sehr hochgesteckte Minimalziel, die Olympiaqualifikation aus. Wechselt dann im Spiel gegen Schweden, wo es um Alles oder Nichts ging mit Maro eine zu mindest angeschlagene, nicht fite Spielerin ein und lässt eine erfahrene Spielerin wie z. B. Lena Gößling welche eine super Rückrunde in WOB gespielt hat auf der Bank versauern. Auch Verena Schweers hat im Interview unter den obigen News-Nachrichten dass sie die Wechsel manchmal nicht nachvollziehen hat können.Ich jedenfalls bin von MVT als Bundestraineri bis jetzt nicht überzeugt. Auch mit der Schweiz hat sie sich in einer nicht gerade starken Gruppe für die WM qualifizieren können, ganz abgesehen bei dem ganz schwachen Abschneiden der Schweiz bei der EM vor zwei Jahren in den Niederlanden.

    • @ Aldur:
      „Mit dem künstlichen stark reden des Gegners macht man sich doch nur selbst lächerlich…“

      Finde ich nicht. Mir ist das lieber als wenn vor dem Spiel ‚große Töne gespuckt‘ werden und dann keine Taten folgen.

      Und zu M.Hegering: es stimmt, dass sie gegen Potsdam ein überragendes Spiel gemacht hat. Aber bis kurz vor dem Spiel war nicht klar, ob sie überhaupt würde auflaufen können. Und die Nominierung des Länderspielkaders war bereits einige Tage vorher erfolgt.

      • Dann wäre Hegering natürlich angesichts der angespannten Personalsituation in der IV eine Nachnominierungs-Kandidatin gewesen, da bis zum Länderspiel ja noch eine weitere Woche vergangen ist.

        Aber gut – vielleicht war mit dem Verein / der Spielerin etwas anderes vereinbart. Nur, dann lässt die Informationspolitik wieder zu wünschen übrig.

  8. liebe Pauline habe mir sachliche Gedanken gemacht, ist Pauli ein teamplaner und wie ist ihr Standing im natioteam?
    Fussball ist Teamsport!habe keinen Einblick oder ist die Position schon mit vielen Spielerinnen
    überbesetzt.
    finde maro hat ihre klasse, kann sie aber am besten zeigen bei Lyon, weil sie von Weltklasse Spielerinnen umgeben ist und sie als heilsbringerin bei Wm , ging gründlich in die Hose .
    Fussball ist Teamsport und maro tut man damit auch keinen gefallen, das alles auf ihren schultern lasten soll, war ja leider auch riesiger Fehler sie damals zum käpt’n zu machen.
    da brauchst du eine voll Extravertierte Spielerin.

  9. bale,

    ob Pauli eine Teamplayerin ist, mag ich nicht beurteilen wollen.
    Wenn ich sie live im Stadion sehen durfte, hat sie immer teamdienlich gespielt. Natürlich hat sie auch eigennützlich aufs Tor geschielt, und das erfolgreich.
    die U-20 WM in Canada 2014 konnte ich komplett live am TV sehen, soweit ausgestrahlt. Da hat Pauli schöne Tore selbst gemacht, wichtige ERKÄMPFT und vorbereitet (z.B. Im Finale).
    Fast hätte sie den goldenen Schuh erhalten. (Den bekam Asisat Oshoala. Wie die sich so schlägt, konnten wir ja in Frankreich sehen…)

    In Lyon spielt sie nicht in ihrem bevorzugten Mittelsturm sondern als Außenverteidigeri. In ihrem ersten CL-Finale setzt sie da aber Poppi und Isi Kerschowski voll außer Kraft und neutralisiert sie im wahrsten Sinne des Wortes.
    Zudem bereitet sie das 1:0 von Hegerberg vor, indem sie sehr schön bis zur Außenlinie durchläuft und in den Rücken der Abwehr spielt!

    auch dort (in Lyon) schießt sie Tore.
    Dann der Wechsel nach ManCity, wo sie nach den ersten 5 Spielen auf der Bank beim ersten Feldeinsatz das erste Tor macht.
    Dann kommt die schwere Verletzung, die sie über ein Jahr vom Platz zwingt.

    Nach Genesung zappelt sie noch etwas auf der City-Ersatzbank um dann in 4 Spielen 7 Tore zu machen und ein paar vorzubereiten.
    Mann stelle sich vor, Robert Lewandowski würde nicht in der polnischen Nationalmannschaft spielen…

    Also, wenn es eine Spielerin gibt, die technisch fast perfekten Fussball spielt ist es (im Nationalteam) sicher nicht die Dzenifer, sondern neben Sara Däbritz auch Pauli Bremer.
    Obwohl, Frau Bremer spielt ja nicht in der National11..

    Ob ihre Position im Sturm schon belegt ist, muß M V-T feststellen. Wenn ja, dann meiner Meinung nach oft mit weniger erfolgreichen Spielerinnen.

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