Hohe Siege für Wolfsburg, Bayern und Hoffenheim

13

Zum Abschluss des 5. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga erzielte das Spitzentrio der Liga zusammen 17 Tore. Der 1. FFC Frankfurt setzte sich mit einem weiteren Erfolg ebenfalls in der Spitzengruppe fest.

Tabea Waßmuth am Ball
Tabea Waßmuth traf gleich vierfach in Freiburg und setzte sich an die Spitze der Torjägerinnenliste © imago / foto2press

Die TSG 1899 Hoffenheim kam neun Tage nach dem fulminanten 7:0-Erfolg gegen die SGS Essen zu einem weiteren Kantersieg. Beim SC Freiburg gelang dem Team von Trainer Jürgen Ehrmann vor 1.188 Zuschauern im Möslestadion ein 5:1 (3:1)-Auswärtssieg.

Waßmuth erzielt vier Tore

Dabei glänzte Tabea Waßmuth als vierfache Torschützin (5., 20., 49., 70.), wodurch sie sich zusammen mit Pernille Harder an die Spitze der Torjägerinnenliste katapultierte. Den fünften Hoffenheimer Treffer steuerte die erstmals in die A-Nationalelf nominierte Isabella Hartig bei (39.). Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für den SC Freiburg erzielte Sandra Starke (33.).

Mehr Infos auf der Match-Seite Freiburg gegen Hoffenheim

Harder-Hattrick bei Wolfsburger Kantersieg

Der VfL Wolfsburg kam vor 1.473 Zuschauern im AOK-Stadion zu einem 8:1 (3:0)-Sieg gegen den FF USV Jena. Alex Popp stellte in der Anfangsviertelstunde mit zwei Treffern früh die Weichen (8., 14.), Noelle Maritz erhöhte noch vor der Pause (41.). In der zweiten Halbzeit gelang dem Aufsteiger durch die eingewechselte Karla Görlitz der Ehrentreffer (49.), doch Pernille Harder mit einem Hattrick (52. Elfmeter, 57., 70.), Dominique Jansen (74.) und Felicitas Rauch (90.) sorgten dann wieder für klare Verhältnisse.

Mehr Infos auf der Match-Seite Wolfsburg gegen Jena

Bayern kommt erst mit Damnjanović richtig auf Touren

Der FC Bayern München kam wie schon in der vergangenen Saison zu einem 4:0 (1:0)-Erfolg gegen den MSV Duisburg. Lina Magull brach kurz vor der Pause vor 698 Zuschauern am FCB Campus mit einem direkt verwandelten Freistoß den Bann gegen eine bis dahin gut organisierte MSV-Verteidigung (41.). In der zweiten Halbzeit schraubten dann Simone Laudehr (60.), die eingewechselte und für viel Schwung sorgende Jovana Damnjanović (66.) und in der Schlussphase Nicole Rolser (84.) das Ergebnis in die Höhe. Bei den Münchenerinnen stand Carina Schlüter im Tor, zudem feierten Kristin Kögel und Anja Pfluger aus der Zweiten Mannschaft ihr Bundesligadebüt.

Mehr Infos auf der Match-Seite Bayern gegen Duisburg

Aschauer sorgt für Frankfurt-Sieg

Dem 1. FFC Frankfurt gelang vor 1.360 Zuschauern im Stadion am Brentanobad ein knapper 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Verena Aschauer erzielte Mitte der ersten Halbzeit den einzigen Treffer der Partie (24.), der den Frankfurterinnen den vierten Sieg im fünften Saisonspiel und somit einen Platz in der Spitzengruppe einbrachte. Kölns Abwehrspielerin Sabrina Horvat sah in der Schlussminute die Gelb-Rote Karte.

Mehr Infos auf der Match-Seite Frankfurt gegen Köln

Erfolge für Sand und Essen

Bereits am Freitagabend feierte der SC Sand einen 2:1-Auswärtssieg bei Bayer 04 Leverkusen, am Samstagnachmittag gewann die SGS Essen gegen Turbine Potsdam mit 2:0.

Alles Infos auf der Match-Seite Leverkusen gegen Sand lesen

Alle Infos auf der Match-Seite Essen gegen Turbine lesen

Zur Tabelle

Mein Leben als Hope Solo
7 Bewertungen
Mein Leben als Hope Solo
  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 19.01.2020 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

13 KOMMENTARE

  1. Boah…

    Frankfurt tat sich sehr schwer gegen oft hoch stehende und ansonsten kompromisslos verteidigende Kölnerinnen, und auch noch ohne Peggy Nietgen. Dafür aber mit einer übersichtlichen Francesca Calo
    Die Frankfurter Versuche dann meist zu langsam und fast immer durch die zugestellte Mitte, inkl. nutzlosen Dribblings.
    Köln war auch nicht unbedingt harmlos. Eunice Beckmann scheint zu alten Stärken zurückzufinden.
    Ein Unentschieden wäre ok gewesen.

    Jetzt habe ich schon ein paar Spiele gesehen und die Kontinuität besteht darin, das die meisten Teams ordentlichen Leistungschwankungen ausgesetzt sind. Außer wohl Wolfsburg und Hoffenheim.
    Definitiv Köln, Leverkusen, Frankfurt, Potsdam und auch Essen.
    Mal sehen was weiter passiert, nach dem Länderspiel.

    Alles nur meine subjektive Meinung

  2. Hoffenheim hat sich da echt etwas feines aufgebaut. Das macht Freude zuzusehen! Um an diesen Punkt zu kommen, hat es, natürlich unter weiteren Dingen, vor allem Geduld gebraucht. Genau dieser Baustein fehlt anderen Teams.

    • Ich stimme Dir vollkommen zu!!!
      Dieser Prozess dauert nun schon einige Jahre, in denen es mal auf und auch mal abwärts ging!!!
      Und nun erntet man endlich die Früchte dieser Arbeit!!!
      Respekt vor der Arbeit und der großen Geduld die man im Kraichgau zeigte!!!
      Viel Geduld wird man jetzt auch in Potsdam und in Freiburg brauchen!!!
      Das Beispiel Hoffenheim zeigt sehr gut, daß auch Rückschläge zu solchen Prozessen gehören, und man sich nicht von irgendwelchen Klugscheißern alles madig reden lässt! !!

      • Eigentlich willst Du ja Hoffe gar nicht loben, Detlef, sondern nur über die sog. Klugscheisser herziehen, wo Du der Mienung bist, selbst nicht zu diesen zu gehören!

  3. Es ist einfach schwach in Deutschland im Kicker (Fußball Experten) keine Silbe der Frauen, da schreiben die lieber über alles in der Welt nur nicht über Frauenfußball 😌traurig armes macho Land reden, aber nicht handeln

  4. Sehr schade die Entwicklung beim SC. Der Trainer sprach von der besten Saisonleistung, was angesichts der meiner Meinung nach auch in der Höhe absolut verdienten Niederlage sehr viel aussagt. Man lies sich über die linke Defensivseite so oft ausspielen, dass Hoffenheim auch noch einige Tore hätte mehr erzielen können.
    Man kann beim SC auch klar sehen, was für eine wichtige Position die Außenverteidigerinnen sind. Den Ausfall von Jobina Lahr und die Abgänge von van Lunteren und auch Gwinn (einige Spiele als RV) konnte man bisher nicht ansatzweise kompensieren. Umso erstaunlicher auch, dass es Greta Stegemann noch nicht einmal in den Spieltagskader geschafft hat.
    Hoffenheim spielt einen unglaublich geradlinigen Fußball, kann Schwachstellen perfekt ausnutzen und wirkt mental sehr gefestigt. Ich bin sehr gespannt, inwiefern sie dieses Jahr eventuell sogar den Bayern gefährlich werden können.

    • @ Freiburger,volle Zustimmung.

      Ich habe mich wohl von der Ergebnissen der Vorbereitung zu sehr blenden lassen und zu optimistisch auf die Saison er Freiburger Mädels geblickt. Wenn dass das bisher beste Saisonspiel gewesen sein soll,dann möchte ich nicht wissen wie hoch die Niederlage ausgefallen wäre wenn die Mädels schlecht gespielt hätten.

      In der Defensive fehlen aber nicht nur Lahr und van Lunteren sondern auch Schöne und Schiewe die mit ihrer Erfahrung der Abwehr Stabilität verleihen.

      Der FC Bayern weiss aber zu verhindern dass ihnen niemand auf die Pelle rückt. Bin mal gespannt wie deren Transferoffensive nächstes Jahr aussieht und wenn sie alles von Hoffenheim auf dem Zettel haben.

      Es mag ja selbst aus dem Freiburger Lager welche geben die für das Transferverhalten der Bayern und Wolfsburger Verständnis haben,ich habe es jedenfalls nicht.

      • @SCF Klausi
        Weshalb sollte man für das Transferverhalten denn kein Verständnis haben? Sollte der FC Bayern darauf verzichten eine Nationalstammspielerin wie Giulia Gwinn zu verpflichten, nur damit sie dann zur Konkurrenz nach Wolfsburg wechselt?
        Der FC Bayern muss genau wie auch der VfL Wolfsburg die bestmöglichen Spieler zu verpflichten. Woher diese Spielerin kommt, ob von möglichen Konkurrenten oder nicht, ist doch zweitrangig.
        Genauso wenig kann man den Spielerinnen einen Vorwurf machen. Eine Giulia Gwinn musste den nächsten Schritt machen. In Freiburg war sie schon eine der besten Spielerinnen, also muss sie in ein stärkeres Team wechseln mit besseren Bedingungen und der Möglichkeit in der Champions League bzw. um Titel spielen zu können.
        Der SC Freiburg ist in dieser Saison auch kein Konkurrent von Bayern oder Wolfsburg, dennoch gehe ich ganz stark davon aus, dass eine Klara Bühl dessen Transferziel Nr. 1 für den Sommer sein wird. Einfach, weil es Sinn macht, nicht weil man Freiburg unbedingt was böses tun möchte.
        Das muss man trotz Fanbrille immer berücksichtigen. Der SC und Bayern haben kein Hassverhältnis, auch wenn ständig Spielerinnen den Weg nach München suchen.

      • Ich bezweifle, dass das der Grund war. Die U19 hat sich doch erst nach dem Bundesligaspieltag getroffen. S.Nüsken jedenfalls hat am Wochenende noch für Frankfurt gespielt.

  5. Eine Anekdote am Rande über die man lachen könnte, wenn sie nicht im Sinne des Frauenfußballs nicht so traurig wäre.

    Duisburgs Frauen mussten in Mannheim übernachten und sind am Spieltag vier Stunden mit dem Bus nach München gefahren.
    Man konnte sich schlichtweg während des Oktoberfestes, im Raum München keine Zimmer leisten.

    Ob es wohl den Männernmanschaften von Kaiserslautern und Köln genau so ergangen ist?

Comments are closed.