EM-Quali: Deutschland feiert zweiten Sieg

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Nach dem zweistelligen Auftaktsieg gegen Montenegro entpuppte sich auch die Ukraine im zweiten EM-Qualifikationsspiel nur als Sparringspartner. Diesmal gelangen Sara Däbritz drei Treffer.

Sara Däbritz (li.), Alex Popp (Mi.) und Giulia Gwinn freuen sich
Strahlen um die Wette: Sara Däbritz (li.), Alex Popp (Mi.) und Giulia Gwinn

In der Arena Lviv kam die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bei regnerischen Bedingungen zu einem 8:0 (3:0)-Erfolg. Sara Däbritz (5., 80., 88.), Lina Magull (29.), Felicitas Rauch (32.), Lena Oberdorf (54.), Svenja Huth (85.) und Leonie Maier (90.+2) sorgten für einen ungefährdeten Kantersieg.

Ein Wechsel in der Startformation
Mit Felicitas Rauch statt Turid Knaak schickte Voss-Tecklenburg eine nur auf einer Position veränderte Startaufstellung ins Spiel. Mit einem 18-Meter-Schuss sorgte Däbritz für die schnelle Führung (5.). DFB-Torhüterin Merle Frohms verhinderte gegen Veronika Andrukhiw einen möglichen Ausgleich (9.).

Rauch trifft im Nachsetzen
Doch bis auf wenige Ausnahmen hatte Deutschland die Partie fest in der Hand, Magull erhöhte per Freistoß (29.). Und nur kurz darauf war Rauch zur Stelle, die einen verschossenen Handelfmeter von Kapitänin Alex Popp im Nachsetzen verwandelte (32.), die Ukrainerin Daria Krawets war zuvor von Dzsenifer Marozsán angeschossen worden.

Erster Treffer für Oberdorf
In der zweiten Halbzeit war es dann Oberdorf vorbehalten, am langen Pfosten eine Ecke von Marozsán zur ihrem ersten Länderspieltreffer zu verwandeln (54.). In der Schlussphase machte sich die Überlegenheit immer deutlicher bemerkbar. Däbritz mit zwei weiteren Treffern (80., 88.), Svenja Huth (85.) sowie die eingewechselte Leonie Maier (90.+2) sorgten am Ende für den zweiten hohen Sieg binnen drei Tagen.

Schluss! Zweites Spiel, zweiter Kantersieg! 💪⚽️ 0:8 #UKRGERWIR #IMTEAM #WEURO2021

Gepostet von DFB-Frauen am Dienstag, 3. September 2019

Däbritz: „Insgesamt ein gutes Spiel gemacht“
Die dreifache Torschützin Däbritz meinte nach der Partie: „Wir haben den Gegner zu 100 Prozent ernst genommen und mit einem frühen Tor gut ins Spiel gefunden. Wir haben viele Tore und insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Ich glaube, das war mein erster Dreier in der A-Nationalmannschaft. Defensiv hat uns noch gelegentlich die Konsequenz gefehlt, aber wir sind zufrieden und ich denke, wir können so weitermachen.“

Voss-Tecklenburg: „Haben schnell die Tore erzielt“
Voss-Tecklenburg erklärte: „Wir wollten das hier seriös und gut erledigen. Wir haben sehr schnell die Tore erzielt, so dass der Gegner schnell gemerkt hat, dass heute hier nichts zu holen ist. Distanzschüsse waren heute auch ein Erfolgsfaktor. Defensiv fehlen noch ein paar Absprachen, aber das ist ein Prozess, den wir konsequent weiter gehen müssen.“

Ukraine – Deutschland 0:8 (0:3)

Ukraine: Samson – Podolska, Kravets, Pantsulaya, Basanska – Kalinina (46. Kitayeva), Khimich – Andrukhiw (62. Veronina), Apanaschenko, Ovdiychuk – Kunina (79. Malakhova)

Deutschland: Frohms – Gwinn (61. Maier), Doorsoun, Oberdorf, Rauch – Magull (61. Dallmann), Marozsán, Däbritz – Bühl (75. Knaak), Popp, Huth

Tore: 0:1 Däbritz (5.), 0:2 Magull (29.), 0:3 Rauch (32.), 0:4 Oberdorf (54.), 0:5 Däbritz (80.), 0:6 Huth (85.), 0:7 Däbritz (88.), 0:8 Maier (90.+2)

Gelbe Karten: Kravets, Pantsulaya / Keine

Schiedsrichterin: Tess Olofsson (Schweden)

Zuschauer: 1.000 Zuschauer

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Mein Leben als Hope Solo
  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 18.01.2020 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

13 KOMMENTARE

  1. Glückwunsch an „unsere“ Mädels! Ich möchte da niemand hervorheben.
    Samson im Tor von Ukraine hat eine höhere Niederlage verhindert.

  2. die einzige spielerin die ich kenne (live und tv), die bis zur grundlinie durchläuft (abgesehen von christen press und tobin heath bei der wm) in jüngster vergangenheit, war und ist (bestimmt immer noch) pauli bremer.
    im heutigen spiel gabs das nie.
    alles zufallstore.
    herzlichen glückwunsch an lena sophie oberdorf. sie kommt aus der innenverteidigung? dann sollte sie da auch bleiben. übersichtlich und mit instinkt. und sehr torgefährlich..
    ansonsten muß pauli auf den platz, mit linda dallmann, ohne lina magull.
    aber das würde alles zu weit führen.

    wie ich finde ein sehr schlechtes deutsches spiel.

    • Voreingenommen bist Du gar nicht oder?

      Das war ein sehr ordentliches Spiel gehen den wahrscheinlich stärksten Gegner in der Gruppe. Das man sich locker qualifizieren muss steht außer Frage, trotzdem muss man auch gegen die Ukraine erstmal acht Zufallstore zusammenbringen.

      Die deutschen Damen haben mir in der Herangehensweise gut gefallen. Selbstbewusst, zielstrebig und dominant. Luft nach oben ist immer. Alles in allem war ein guter Auftritt, den man auch so erwarten durfte und musste.

      Auf Seiten der Ukraine fand ich Kateryna Samson richtig stark. Gutes Spiel der Torhüterin, ohne die es wahrscheinlich zweistellig geworden wäre.

  3. ein dreier von sara däbritz gabs beim schönen 5:1 gegen brasilien bei der u20-wm 2014. veilleicht war das der letzte.
    pauli hat damals die anderen zwei gemacht.

  4. Die beiden Spiele sollte man jetzt nicht zu sehr über bewerten, denn das waren zwei schöne und unterhaltsame Spiele unserer Natio gegen sehr, sehr schwache Gegner. Die Herausforderungen beginnen erst mit dem Spiel in London gegen England und dem Algarve-Cup im Frühjahr.
    @Markus, sehr gelungene Seite, für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig.

  5. die bezeichnendste szene des spiels war kurz nach dem pausenpfiff, als pauli bremer von der ersatzbank eilend, der feli rauch zum tor gratulieren wollte und diese der pauli kaum eines blickes würdigte und stattdessen mit hängendem kopf das spielfeld verließ. wie alle anderen auch. kein torjubel, kaum bis keine freude. als ob es verboten wäre.
    oder vielleicht freuen sich die spielerinnen nur über tore gegen „bessere“ gegnerinnen!? da fallen dann aber auch eher selten welche. die spielerinnen sollten mal die us-amerikanerinnen oder generell männer aller ligen beobachten. die freuen sich über jeden furz.

    DM10 spielte wieder unterirdisch (passend dazu ihr freistoß in der 23.minute). es wurde nur auf alex popp geflankt oder durch die mitte gewurschtelt. kein tor war herausgespielt.
    der elfer von alex war grotte, das 0:5 war mit dem oberarm vorgelegt. das 0:6 war ein schönes solo.
    die ecken meist kurz? was soll das?
    und dann immer noch diese schönrednerei. als ob das spiel damit besser wird.

    hoffentlich gibt es im rückspiel mal gleich die erste niederlage. zum nochmaligen wachrütteln. die em, die wm-quali und die wm haben wohl nicht gereicht.
    und die ukraine hat sicher 4-5 tore zuviel kassiert.

    und gegen england werden sie mit solcher leistung keinen blumentopf gewinnen.

    • Pauline Leon, ich stimme dir ja zu. Aber einerseits, hier, in einem deutschen Forum den Erzfeind zu loben 😉 …Andererseits…*drückt Pauline Leon ein Flagellum in die Hand* muss man sich nur Spitse’s 4:0 gegen Estland anschauen, wo sie dann noch ein Rad schlug. Unseren Nachbarinnen hat man die Spielfreude gegen einen Kleinen angesehen.
      Von einer DM10 war nicht viel zu sehen, dafür mehr von SD13.
      Und ja, bei Deutschland fehlt wirklich eine, die mal bis zur Grundlinie rennt.
      Ich würde auch Frau Magull auf die Bank setzen, bis sie all ihre Mätzchen sein lässt. Wo hat sie sowas gelernt?
      Allgemein sind die Deutschen beweglicher geworden, sie laufen auch mehr ohne Ball. Aber das muss mehr werden, damit sie auch mal der Ballführenden entgegenkommen und sich nicht davon stehlen. Denn Powerfußball ist das noch nicht.

  6. Mein Beitrag zu Alexandra Popp, den ich am Montag schrieb, ist offensichtlich verschütt gegangen. Nun gut, ich schreib ihn nochmal neu. War aber nicht dieser Thread, sondern ein Vorbereitungsthread für das zweite Quali-Spiel.

    Btw…@Markus Juchem: Ich finde das neue Outfit gelungen. Es gefällt mir. *Daumen hoch*

    Also zu Alexandra Popp. Da hat sie doch im „kicker“ in einem Interview verkündet, „eine Familie gründen zu wollen“. Dem hat sich dann auch die männerfußballorientierte Redaktion der ZEIT gewidmet als sie in ihrer Spieltagsglosse Bundesliga-Rückschau unter der Rubrik „Was machten die Frauen?“ das Thema ansprachen:
    https://www.zeit.de/sport/2019-09/union-berlin-borussia-dortmund-jerome-boateng-bayern-muenchen-deadline-day-bundesliga

    Wir leben im Jahr 2019. Mittelständische- und Großunternehmen haben schon Projekte zu „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ gefahren und wenden sie auch an. Selbst staatliche Betriebe und auch mein kommunaler Arbeitgeber sprechen die Mitarbeiter an, wenn SIE ein Kind gebiert, sich in Mutterschutz begibt, oder ER Väterzeit nimmt, oder SIE oder ER einen Elternteil pflegt bzw. die Betreuung übernimmt. Über Letzteres hätte ich mir vor mehr als zwei Jahren selbst Gedanken machen können, aber da waren zwar im Hintergrund schon Gedanken bei meinem Arbeitgeber, aber es wurde erst später aufgelegt.
    Es reizt mich, bei dem Thema, dass man in der zuständigen DFB-Abteilung immer noch denkt, Familienplanung beginnt erst nach dem Fußball. Nur weil die erste Generation an Spielerinnen und Trainerinnen nicht an Kinder dachte, muss das doch kein ungeschriebenes Gesetz sein! Und wir verlieren damit innerhalb von 3,4 Jahren eine Sasic, eine Alushi und dann später eine Popp. Aber wenn das selbst der „Männerfußballredaktion“ der ZEIT auffällt, dann muss man das doch auch hier ansprechen!

    Es muss ein Umdenken stattfinden, bei TrainerInnen und bei Spielerinnen, dass SIE die Karriere unterbrechen und ein Kind bekommen kann, wenn SIE will. Die nordischen Staaten und die USA machen es doch vor wie es geht! Wenn ich sehe, dass A-Rod, Boxx, Rampone – oder dieses Jahr Jessica McDonald – die Kinder bei der WM dabei haben und dafür eine Nanny engagiert wird. Neben all den Analysten, eigenen Köchen und Managern wird doch noch Platz für eine Erzieherin sein, oder nicht?
    Die angesprochene A-Rod wurde für den diesjährigen Puskas-Award nominiert, bei der EM in den Niederlanden war eine 3-fache Mutter aus Island dabei, die das 3. Kind im damaligen Frühjahr bekam. Wer denkt nicht an die Norwegerin Gulbrandsson oder die Engländerin, deren Namen mir gerade entfallen ist.. 😉
    Sarah Gorden von den Red Stars aus Chicago ist Mutter.

    Da würde mich mal eure Meinung interessieren. Also diesmal will ich keine Daumen nach unten, sondern eine Meinung zu dem Thema.

    • hallo Zaunreiter ja sehr gute Zeilen von dir und wieder das rückständige Deutschland verpennen sowas meine gute schaut es euch doch ab von den anderen Ländern soll es nur den Männern vorbehalten sein Kinder zu haben, weil wir Frauen die Kinder kriegen im Berufsleben passiert ja langsaaaaaam was.
      die englische Spielerin hatte 3!!!!! Kinder und hat WM IN KANADA GESPIELT.
      kann ja echt nicht angehen, das Sportlerinnen deswegen aufhören müssen meine gute!!!!!!!!!!!!

    • @Zaunreiter,

      ein sehr schöner Beitrag.
      der Umgang des DFB mit seinen Frauenabteilungen war mir schon immer zuwider. Du hast völlig recht mit Deinem Beitrag.
      Natürlich dürfen die Fussball spielenden Frauen nicht ignoriert werden, aber sie sollten schon für die Verbesserung ihrer Bedingungen mal selbst das Wort ergreifen.
      Aber, alles in allem ist der DFB in der Verantwortung.

    • Vorab: Unter dem Link habe ich leider nichts mehr zum Thema gefunden.

      Das ist zwar prinzipiell richtig, würde aber doch eher die Frauen betreffen, die schon bis Mitte 20 Kinder haben wollen, was in Deutschland ja immer unüblicher wird.

      Bei Alex Popp spielt wohl deutlich eine Rolle, dass sie nach eigener Aussage sowieso nicht sicher ist, wie lange ihr Körper diese Belastungen noch aushält. Sie ist aktuell 28. Wenn sie in zwei Jahren ein Kind will, dann würde sie also mit über 30 wieder in das Hochleistungstraining einsteigen können.

      Hier stellt sich doch die Frage, ob man dann nicht lieber in den gelernten Beruf wechselt, vielleicht im unterklassigen Amateurbereich aktiv bleibt und vielleicht über DFB oder Medien dem Fussball verbunden bleibt. Man darf ja auch nicht vergessen, dass das Verletzungsrisiko mit zunehmendem Alter nicht gerade geringer wird.

      Gerade bei den Frauen ist doch das Schöne, dass die Spielerinnen nicht so eindimensional sind. Sie haben Berufe gelernt oder studiert und oft noch ganz andere Interessen. Die leider schon wieder verletzte Tabea Kemme sagte dazu ja mal, dass es für sie noch ganz andere Sachen ausser Fussball gibt, an denen sie stark interessiert ist.

      Wenn Frauen in jungen Jahren einen Kinderwunsch haben, dann gehört das seitens der Vereine unterstützt, das ist vollkommen klar und überfällig.

      Ob man aber jemand über 30 raten soll, noch einmal in das aufwändige Profigeschäft einzusteigen, halte ich für fragwürdig.

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