Wolfsburg siegt dank Elfmeter, Erfolge für Essen und Köln

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Nur dank eines Elfmetertors von Pernille Harder hat der VfL Wolfsburg im ersten Spiel der Saison trotz drückender Überlegenheit einen couragierten SC Sand bezwungen. Auch die SGS Essen und der 1. FC Köln starteten mit Heimsiegen in die Saison. Dazu produzierte der erste Spieltag den besten Zuschauerschnitt seit sechs Jahren.

Der SC Sand verteidigte gegen den VfL Wolfsburg über 90 Minuten leidenschaftlich © imago / regios 24

Der VfL Wolfsburg gewann vor 1.948 Zuschauern im AOK-Stadion mit 1:0 (0:0) gegen den SC Sand. Pernille Harder verwandelte anfangs der zweiten Halbzeit einen Foulelfmeter (48.), der den Sieg perfekt machte. Bloodworth hatte zuvor geschickt bei Hoppius eingefädelt, Schiedsrichterin Christine Weigelt zeigte auf den Punkt.

Bloodworth im Janssen-Trikot

Die Wolfsburgerinnen erspielten sich gegen couragierte und kompakt stehende Sanderinnen zwar zahlreiche Torchancen, doch die starke Sander Torhüterin Manon Klett sowie eine kämpferisch überzeugende Leistung hielten das Spiel bis zum Schluss offen. Kurios: Wolfsburgs Neuzugang Dominique Bloodworth spielte mit ihrem Mädchennamen Janssen auf dem Trikot, weil der Name im Pass noch nicht geändert wurde.

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Essen siegt dank Blitzstart

Die SGS Essen gewann vor 1.254 Zuschauern im Stadion Essen mit 3:1 (3:0) gegen Bayer 04 Leverkusen. Lea Schüller (7.) und Manjour Wilde (12.) sorgten für einen Blitzstart der Gastgeberinnen. Noch vor der Pause gelang Ramona Petzelberger die Vorentscheidung (42.). Der Gast aus Leverkusen kam in der Schlussphase durch Ivana Rudelic nur noch zum Ehrentreffer (84.).

Neuzugänge führen Köln zum ersten Saisonsieg

Der 1. FC Köln gewann vor 574 Zuschauern im Südstadion mit 2:1 (2:0) gegen den MSV Duisburg. Die beiden Neuzugänge Eunice Beckmann (20.) und Lucia Ondrušová (26.) trafen für die Kölnerinnnen zur Halbzeitführung, die Duisburgerinnen konnten anfangs der zweiten Halbzeit nur noch durch Yvonne Zielinski verkürzen (47.).

Bester Zuschauerschnitt seit sechs Jahren

Zu den sechs Spielen des ersten Spieltags kamen insgesamt 9.225 Zuschauer, das entspricht einem Schnitt von 1.538, fast doppelt so hoch wie der gesamte Zuschauerschnitt der Saison 2018/19 von 833 Besuchern pro Spiel. Mehr Zuschauer kamen zu einem Saisonauftakt letztmals vor sechs Jahren in der Saison 2013/14.

Frühere Ergebnisse des 1. Spieltags

Bereits am Samstag setzte sich die TSG 1899 Hoffenheim mit einem 6:1-Sieg beim FF USV Jena an die Tabellenspitze. Der FC Bayern München gewann beim SC Freiburg mit 3:1. Im Saisoneröffnungsspiel am Freitagabend behielt der 1. FFC Frankfurt mit 3:2 gegen Turbine Potsdam die Oberhand.

Der 1. Spieltag im Überblick

1. FFC Frankfurt – Turbine Potsdam 3:2 (2:1)
FF USV Jena – TSG 1899 Hoffenheim 1:6 (0:3)
SC Freiburg – FC Bayern München 1:3 (1:1)
VfL Wolfsburg – SC Sand 1:0 (0:0)
SGS Essen – Bayer 04 Leverkusen 3:1 (3:0)
1. FC Köln – MSV Duisburg 2:1 (2:0)

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6 KOMMENTARE

  1. Ich habe das Spiel Wolfsburg gegen Sand bei Magenta-Sport gesehen. Ich weiss nicht so recht, wie ich es beschreiben soll, aber Sand hat offensichtlich diverse Betonmischmaschinen und eine sehr gute Torhüterin mitgebracht, während Wolfsburg sich mit der Beseitigung der Betonmauern schwer tat und einige Male auch Pech hatte.

    Nun kann ich beide Vereine gut verstehen. Sand will keinesfalls absteigen und dabei kann das Torverhältnis entscheidend sein, während Wolfsburg national und international ganz oben mitspielen möchte.

    Das Ergebnis ist also für direkte Fans jeder der beiden Mannschaften akzeptabel, aber dem neutraleren Zuschauer bietet das aus den Voraussetzungen resultierende Spielgeschehen relativ wenig.

    Um es deutlicher auszudrücken: Der DFB wird beim Versuch neue Zuschauer zu gewinnen grosse Probleme bekommen, wenn solche Spiele häufiger vorkommen. Irgendwie muss er mittels Regularien und Unterstützungen das Ungleichheitsproblem innerhalb der nur 12 Vereine umfassenden Liga in den Griff bekommen. Da man Vereinen, wie Wolfsburg und Bayern auch aus internationaler Sicht ihre Möglichkeiten lassen muss, würde es also auf Unterstützung der anderen Vereine hinaus laufen. Das kann wohl in erster Linie über Medien-und Sponsorenverträge geschehen.

    Im Detail zum Spiel.

    Man muss eigentlich nur eine Situation beschreiben, die praktisch den ganzen Spielverlauf beschreibt. 15 bis 20 Meter vor dem Strafraum waren die beiden Wolfsburger Innenverteidigerinnen als letzte Personen vor der Torfrau – ich rede hier vom gegnerischen Strafraum.

    Vor ihnen war eine Viererkette Sanderinnen kurz vor der Strafraumgrenze und eine Sechserkette Sanderinnen innerhalb des Strafraums. Dazwischen tummelten sich zwischen den Seitenlinien praktisch überall die anderen acht Wolfsburgerinnen.

    So leid es mir tut, aber damit ist das Spiel eigentlich beschrieben. Die wenigen anderen Situationen waren eigentlich kaum von Bedeutung.

  2. Bei Essen gibt es an der Torhüterinnen-Front gegenüber der Vorsaison noch immer keine Entspannung. So geht Jil Strüngmann wohl vorerst als Nr.1 in die Saison. Auch sonst ist die Anzahl der Spielerinnen, die sich vor Spielbeginn – teils auf Krücken – in Zivil in den Mannschaftskreis begeben, gefühlt noch immer größer, als die derer in „Arbeitskleidung“. Neben den Langzeitverletzten Lehmann, Breitenbach, Ioannidou und Klasen fehlten heute u.a. Hegering, Nesse und Dallmann im Spieltagskader.

    Dennoch mussten Anyomi und Oberdorf zunächst auf der Bank Platz nehmen, stattdessen begannen die Neuzugänge Senß (im linken Mittelfeld) und Lange (als zweite Spitze neben Schüller).

    Die SGS begann zielstrebig und ging früh in Führung: Schüller traf per Kopf nach einem von rechts hereingegebenen Freistoß, Wilde schlenzte den Ball sehenswert mit links ins lange Eck. Aber auch Leverkusen bekam vereinzelte Chancen. Die beste Gelegenheit vergab Nikolic, die nach einem langen Ball die herausgeeilte Strüngmann bereits überlupft hatte. Ihr Schuss aus etwa 15 Metern aufs leere Tor geriet dann aber zu uninspiriert, so dass Brüggemann den Ball mit einer Helden-Grätsche noch klären konnte. Kurz vor der Pause legte Petzelberger dann das 3:0 nach, und die Nummer schien durch.

    Die zweite Halbzeit begann zunächst verhalten. Erst mit der Einwechslung von Anyomi und Oberdorf kam wieder etwas Schwung in die Angelegenheit. Bemerkenswert: Anyomi besetzte die linke Mittelfeldposition, während Oberdorf dann neben Schüller in die vorderste Reihe rückte. In dieser Phase war Essen klar überlegen, vergab aber eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten. So wäre es nach dann dem 1:3 durch Rudelic fast noch einmal eng geworden, denn direkt im nächsten Leverkusener Angriff klatsche der Ball an die Querlatte des Essener Tores. Am Ende stand dann aber doch ein verdienter 3:1 Auftaktsieg, bei dem aber noch nicht alles rund lief.

    Sehr gut gefallen hat mir das Duo Wilde/Petzelberger in der Mittelfeldzentrale. Die beiden ergänzen sich wirklich gut, lassen sich wechselseitig zwischen die Innenverteidigerinnen fallen um das Spiel aufzubauen, schalten sich aber genauso im Wechsel vorn mit ein, wie das zweite und dritte Tor belegen. Im Moment ist das mit den vielen fehlenden Stammspielerinnen noch ein Rumpfteam. Wenn die Verletzten zurückkehren, sehe ich durchaus das Potential, um eine Platzierung im Bereich derer der Vorsaison mitzuspielen.

    Leverkusen hat mit Zeller und Nikolic die im letzten Jahr kränkelnde Offensivabteilung gut verstärkt, auch wenn Zeller heute einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Wenn dann die erfahrenen Wich und Kerschowski noch zurückkommen, sehe ich durchaus gute Chancen, dass Bayer sich wieder in der Bundesliga etabliert.

  3. ich habe leverkusen in essen gesehen und frage mich, warum hat leverkusen wieder den angsthasenfussball gespielt, der unter hagedorn schon fast üblich wurde.

    leverkusener fortschritt = 0.
    da stellt sich natürlich wieder die frage nach dem aufstiegstrainer zamani, als leverkusen offensivfussball spielte und das erfolgreich, mehr oder weniger.

    es gab wohl echte 100%ige bayer-chancen, hätte zur pause auch 2:2 stehen können, aber dann wieder gewurschtel vorm eigenen 16er. querpässe, fehlpässe und volle essener bestrafung!!

    manjou wilde verliert den ball im 16er und bekommt ihn völlig frei zurück, sozusagen aufgelegt!!!! zack, drin.
    die mauer vor dem freistoß zum schönen schüller-kopfball war auch nicht vorhanden.

    anna klink hat gerettet was zu retten war.
    und jetzt kommt freiburg.
    da bin ich gespannt…

    und, @herr juchem, sehr schade ist, das der geneigte fan jetzt zu jedem spieltag eigentlich 7 seiten oder mehr lesen muß. alle kommentare zum spieltag unter einer überschrift war sehr viel umfangreicher und auch übersichtlicher. wenn es jemand komplett lesen wollte.
    die meinungsvielfalt geht jetzt vielleicht in diesem format flöten, glaube ich. auch die ganzen querverweise. also, das ist hier nur meine meinung. ich werde ja sehen.

  4. Der 1. Spieltag, und schon wird es wieder langweilig. Wolfsburg gewinnt mit Bayern-Dusel, Bayern distanziert schon mal Freiburg und unten ist Jena auf dem direkten Weg in Liga 2 zurück, während in NRW mit Köln, Duisburg und Leverkusen wohl der zweite Absteiger ausgemacht wird. Alle anderen Teams tummeln sich mal wieder im Niemandsland des Mittelfelds…

    @ollerRentner: Das ist nunmal der freie Markt. Wie willst du das beschränken? Und wo willst du die Grenze der Förderung ziehen?
    Ich wäre eher dafür, dass Vereine wie Wolfsburg oder München Ausgleichszahlungen leisten müssten. Dann können die gerne immer noch ihre überdimensionierten Gelder investieren, müssen aber eben auch parallel prozentual in die Liga investieren. Das ist auch nicht unfair, denn Wolfsburg und München profitieren am meisten von einer starken Liga.
    Man könnte es so halten, dass jeder Klub 10% seiner Sponsorengelder in einen gemeinschaftlichen Topf zahlt, der dann auf alle Klubs verteilt wird oder aber aus dem Kosten gezahlt werden, wie gemeinsame Vermarktung, Reisekosten für die Klubs usw., sodass Härten ausgeglichen werden und jeder Klub eine solide Ausgangslage in der Liga hat.
    Bei den aktuellen Gehaltsgrößen käme da bestimmt eine halbe bis eine Million locker zusammen.

  5. Na, du alter Provokateur. Arbeitest du dich wieder an deinem Steckenpferd VfL Wolfsburg und mittlerweile auch FC Bayern ab?
    Kommt von dir mal etwas sinnvolles, realistisches außer deinen Haßkommentaren und deinem Neid auf alles was mit WOB und dem FC Bayern zu tun hat? Oder verzapfst du weiterhin den Mist den wir hier schon lange im Forum von dir kennen? Kommt da mal ein konstruktiver Vorschlag von dir wie man z. B. den FF in Deutschland interessanter und die Liga spannender machen kann ohne dass der Neid und Hass auf gewisse Vereine mit dir durch gehen? Oder ist dir das schnurz egal und du willst nur provozieren? Würde mich tatsächlich freuen und das ist jetzt ehrlich von mir gemeint wenn ich mit dir darüber in diesem Forum diskutieren könnte.

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