Testspielsiege für Freiburg und Potsdam

Von am 30. Juni 2019 – 22.03 Uhr 22 Kommentare

Am Wochenende bestritten der SC Freiburg und der 1. FFC Turbine Potsdam ihre ersten beiden Testspiele im Hinblick auf die Bundesligasaison 2019/20. Dabei gelang Freiburg nach Rückstand ein zweistelliger Erfolg. Mehr Mühe hatte Turbine mit einem Männer-Kreisligisten, ehe der Sieg perfekt war.

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Der SC Freiburg gewann vor rund 300 Zuschauern im Rahmen des Jubiläumsspiel zum 100-jährigen Bestehen der Fußballabteilung bei Oberligist VfL Herrenberg im Volksbankstadion mit 11:1 (3:1).

Kurioser Rückstand

Nur in der Anfangsviertelstunde hatten die Freiburgerinnen etwas Mühe, den Spielrhythmus zu finden. Janina Minge sorgte mit einem Eigentor gar für die überraschende Führung der Gastgeberinnen, als ein Rückpass an Torhüterin Lena Nuding vorbei im eigenen Netz landete. Sandra Starke gelang jedoch mit einem aus kurzer Distanz abgefälschten Schuss vor der Pause der Ausgleich, Lena Lotzen und Rebecca Knaak trafen ebenfalls noch vor dem Halbzeitpfiff.

Torfestival in Halbzeit zwei

In der zweiten Halbzeit sorgte Freiburg dann für klare Verhältnisse. Marie Müller (2), Janina Minge (2), erneut Starke, Jana Vojteková, Lisa Schüler sowie ein Eigentor von Marina Alexiadis sorgten am Ende für einen zweistelligen Sieg.

Ehegötz bringt Potsdam auf Kurs

Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann bereits am Samstag vor mehr als 500 Zuschauern bei den Männern von Grün-Weiß Niemegk, Staffelsieger der 2. Kreisklasse B, mit 3:1 (0:0). Nach torloser erster Halbzeit brachte Nina Ehegötz die Turbinen nach gut einer Stunde in Führung, bei dem Verein, bei bem Turbine-Trainer Matthias Rudolph in der Jugend spielte.

Prašnikar trifft doppelt

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gastgeber durch Ludwig Schumann zehn Minuten später machte Lara Prašnikar mit zwei Treffern in der Schlussphase den Erfolg perfekt.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • Witzfigur sagt:

    @Detlef
    Genau, die meinte ich, hatte mich bloss im Markennamen vertan!
    Im Trikot hätte ich sie u.U. erkannt, aber so kam ich leider nicht drauf. Danke für die Aufklärung.

    @Thomas
    Möchte Dich wissen lassen, dass mir all Deine obigen Hinweise zu den Positionen etc. aus dem Herzen sprechen. Besonders der Verweis, dass Mesjasz Geschwindigkeitsdfefizite hat, stimmt mich nachdenklich, denn leider haben wir da einige Verteidigerinnen im Team zuviel, was sich mit dieser Verpflichtung nicht zum Positiven wendet.

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  • Thomas sagt:

    @Detlef
    Die Frage ist immer, wie man „Bestbesetzung“ definiert.
    Zählt eine Spielerin zur Bestbesetzung, die seit 1 Jahr verletzt ist und von der (zumindest mir) nicht bekannt ist, wie ihr derzeitiger gesundheitlicher Status aussieht? Dies betrifft Siems und Smidt Nielsen.
    Zählt eine Spielerin zur Bestbesetzung, die noch nie für den Verein gespielt hat (Lara Schmidt)? Woher weisst du, dass sie besser ist als Mesjasz und Kiwic?

    Wie schon geschrieben denke ich, dass bei Turbine einiges ausprobiert wurde, auch wegen der fehlenden Spielerinnen. Es hat keine etatmäßige linke Verteidigerin gespielt (nur Siems und Agrez im Kader ist eh etwas dünn) also musste Anna Gerhardt dort spielen (später dann auch Dina Orschmann). Anna Gasper spielte in der letzten Saison fast durchgängig auf der rechten Verteidiger-Position (wie auch in Beelitz). Ob das Trainerteam sie zukünftig wieder weiter vorne sieht wird sich zeigen.
    Bei Nina Ehegötz bin ich noch nicht ganz so euphorisch, sie wird nach dem Kreuzbandriss noch mind. ein halbes Jahr brauchen bis sie wieder voll dabei ist. Aber ich stimme dir zu, dass das Spiel in der Spitze nicht mehr so eindimensional sein kann (nach vorne zu Svenja, die macht dann schon was draus).

    Aufgrund des nochmals jüngeren und unerfahrenen Kaders sehe ich die kommende Saison als Lernphase. Die neuen, jungen Spielerinnen müssen integriert werden, die paar älteren Spielerinnen müssen sich noch mehr einbringen. Aber so ist es halt bei den „Ausbildungsklubs“, von denen ich Potsdam am oberen Ende sehe (wie z.B. Freiburg, Essen, Hoffenheim). Eine U19-Nationalspielerin kommt z.B. aus Jena um sich auf höherem Niveau weiter zu entwickeln und dann in 3 oder 4 Jahren möglicherweise nach München oder Wolfsburg zu gehen.

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