Deutschland scheitert im WM-Viertelfinale

Von am 29. Juni 2019 – 21.06 Uhr 36 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf ist bei der WM in Frankreich im Viertelfinale ausgeschieden. Trotz Führung verloren die DFB-Frauen erstmals seit 1995 wieder in einem großen Turnier gegen Schweden. Und verpassten damit auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen.

Alex Popp wird von Hedvig Lindahl gefoult

Kein Elfmeter – Hedvig Lindahl kurz vor dem Foul an Alex Popp, doch zuvor gab es eine Abseitsposition von Lina Magull © imago/Jan Hübner

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Vor 25.301 Zuschauern im Roazhon Park von Rennes unterlag die DFB-Elf trotz Führung am Ende mit 1:2 (1:1). Lina Magull brachte Deutschland in Führung (16.), doch Sofia Jakobsson (22.) und Stina Blackstenius (48.) drehten die Partie zugunsten der Skandinavierinnen.

Zwei Wechsel in der Startformation

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg veränderte ihre Startformation gegenüber dem Nigeria-Spiel auf zwei Positionen: Carolin Simon und Linda Dallmann kamen für Verena Schweers und Melanie Leupolz in die Partie. In der 4-2-3-1-Formation rückte Alex Popp ins defensive Mittelfeld und bildete zusammen mit Sara Däbritz die Doppelsechs, vorne agierte Lea Schüller als einzige Sturmspitze.

Starker Beginn

Die deutsche Elf begann mit viel Spielfreunde, Lina Magull prüfte mit einem Freistoß erstmals Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl (6.). Wenige Minuten später deutete sich erstmals an, dass die Viererkette ins Wackeln geraten könnte. Eine Hereingabe von Kosovare Asllani klärten Almuth Schult und Sara Doorsoun mit vereinten Kräften (10.). Kurz darauf lief Sofia Jakobsson Doorsoun davon, Schult verhinderte per Fußabwehr einen Rückstand (12.).

Magull sorgt für Führung

Eine gute Viertelstunde war gespielt, als Sara Däbritz einen Pass von Magdalena Eriksson abfing, einen präzisen Pass auf Magull spielte, die aus der Drehung für die deutsche Führung sorgte (16.). Nach einem weiten Schlag von Linda Sembrant ließ Carolin Simon Jakobsson enteilen, die eiskalt zum Ausgleich verwertete (22.).

Gegentreffer kippt Partie

Der Gegentreffer brachte das Spiel der DFB-Frauen sichtlich aus dem Konzept, Schweden hatte in der Folge die klareren Aktionen und das direktere Spiel. Zwei Chancen von Stina Blackstenius (36., 43.) waren Beleg für das zunehmende Chancenplus der Schwedinnen. Noch vor der Pause musste Simon verletzt vom Platz, für sie kam Leonie Maier in die Partie, die mit Giulia Gwinn die Außenverteidiger-Position tauschte.

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Einwechslung von Marozsán

Zur zweiten Halbzeit kam Dzsenifer Marozsán, doch deren Einsatz sorgte nicht für den erhofften Effekt. Nach einer Flanke von Jakobsson konnte Schult den Kopfball von Fridolina Rolfö zwar noch klären, doch Blackstenius staubte zur Führung ab (48.). Obwohl die schwedische Mannschaft verletzungsbedingt Nilla Fischer gegen Amanda Ilestedt auswechseln musste (66.), schaffte es die DFB-Elf nicht, Druck auf die Schwedinnen auszuüben und sich Torchancen zu erarbeiten.

Abseits verhindert Elfmeterpfiff

Nach Einwechslung von Lena Oberdorf für die wirkungslose Lea Schüller wechselte Alex Popp in die Spitze. Jakobsson hatte die Entscheidung auf dem Fuß, doch Schult hielt Deutschland voererst noch im Turnier (78.). Nach einer Flanke von Marozsán traf Lindahl statt des Balles Alex Popp, ein Elfmeterpfiff blieb jedoch aus, da Lina Magull zuvor wenige Zentimeter im Abseits stand (82.). In den Schlussminuten stemmte sich die deutsche Mannschaft noch einmal gegen die Niederlage, doch Kopfbälle von Oberdorf (88.) und Marina Hegering (90.+3) führten genauso wenig zum Erfolg wie ein Schuss von Däbritz (90.+1).

Voss-Tecklenburg: „Durchschlagskraft hat gefehlt“

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg meinte nach der Partie: „Das Gegentor hat uns aus dem Spiel gebracht. Wir sind in einem Prozess, der noch nicht ganz gefestigt ist, der Gegner hat mit seiner Qualität dann die Tore gemacht. Das zweite Gegentor hätten wir besser verteidigen müssen. Man kann der Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht bis zum Schluss alles probiert hat, aber wir hatten vorne nicht die Durchschlagskraft, die wir uns erhofft hatten.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

36 Kommentare »

  • Ritchie sagt:

    Ich behaupte nicht, dass MVT deutsche Bundestrainerin nicht kann, aber sie muss noch dazulernen.
    Dieses große Turnier kam für sie als neue Trainerin zu früh.
    Natürlich müssen sich auch die Spielerinnen/die Frauschaft weiterentwickeln.
    Tschaun wir mal.

    (2) 10 Gesamt – 6 hoch – 4 runter
  • bundle sagt:

    Bei den vielen jungen, unerfahrenen Spielerinnen konnte man vielleicht nicht mehr erwarten. Für mich ist D. Marozsan schon immer überbewertet, wenn es darauf ankommt, hat sie besonders in der N11 noch nie überzeugt. Es wäre besser gewesen, sie mit einer solch schweren Verletzung abreisen zu lassen, um den anderen Spielerinnen zu zeigen, dass man auf sie setzt. Schwachpunkt war für mich die Innenverteidigung, die ein ums andere Mal kopflos und mit vielen Stellungsfehlern agierte. Aber auch taktisch hat MVT sich einige Fehler geleistet: Wenn man nicht die schnellsten Spielerinnen hat (C. Simon) darf man halt nicht so hoch stehen. Nach dem 1:2 kam wenig an taktischer Finesse, denn Zeit war ja eigentlich noch da. Wäre es nicht besser, mit einigen erfahrenen Spielerinnen weiterzuarbeiten, bis die Mannschaft sich wieder stabilisiert hat? Die ersten 20 Minuten haben das Potenzial gezeigt, aber die Wille, die Kraft und die Konzentration reichten nicht für 90 Minuten.

    (12) 22 Gesamt – 17 hoch – 5 runter
  • fufbal van sagt:

    Voll gut wieder das Sammelsims aus Meinungen. Muss mal spaeter was testen. Aber erst mal es faellt HFVFAN auf.
    Scheints meint er die Trainer sind nach Koennen in den Ligen sortiert. Typisch Eventpublikum. Die besten Trainer im Fusball sind, statdessen natuerlich immer bei den Amateuren zu finden.
    Das sind die Leute die etwas von Menschenfuehrung verstehen, von Organisation, und Problemanalyse und das professionell machen. Die dort richtig etwas gelernt haben, gut sind, und Erfahrung haben. Die arbeiten in guten bis ordentlichen Positionen in, der Wirtschaft und machen Fussballtrainer soweit, es dann die Zeit noch zulaesst, im Amateurbereich manchmal Jugend, manchmal, auch im Dorfverien.
    Keine Quereinsteiger die einen Halbjahreskurs von Mo-Do beim DFB machen ohne, vorher irgendeine auch nur ansatzweise vernuenftige Grundlage und jetzt ploetzlich mit dem Kopf im Denkberiech arbeiten sollen weil, sie vorher gut mit dem Kopf, gegen den Ball getreten haben. Die sind in den entscheidenden Punkten maximal wenn es optimalst lauft als Naturtalente im Kopf 3t-klasig, meist eher 4t oder 5t.
    Das gilt natuerlich auch absolut nichts gegen Wurstverkauefer, nur die sind einfach (maximal) 3t klassig im national in einer Riesenorganisation den Nachwuchsbereich organisieren (maximal, normal eher 5t klasig)

    (-17) 21 Gesamt – 2 hoch – 19 runter
  • Pauline Leon sagt:

    Zuschauer,
    warum du pauli so schlecht hinstellst ist mir ein rätsel. immerhin ist sie in lyon an zwei triplés beteiligt. und das in der außenverteidigung. ich schätze, sie wollte auf ihrer, wie sie sagt, lieblingsposition der mittelstürmerin spielen, deshalb zu mancity. und da hat sie, wie zumindest auf der mancity webseite nachzulesen ist auch ordentlich geleistet. wenig einsatzzeit, trotzdem tore und vorlagen.
    scheinbar sind da die positionen von parris und stanway besetzt gewesen…

    ich bin weder verwandt noch verschwägert, bin aber fan ihrer bedingungslosen spielweise. immer um jeden ball kämpfend, übersichtlich, torgefährlich, schnell, teamdienlich, technisch herausragend und sie ist eine super vorbereiterin.
    ihre zeit ist nicht vorbei. vielleicht sollte sie mal bei einem turnier mit dem dfb dress gewürdigt werden. Neid: 10 spielminuten, jones: keine, mvt: nö.

    offensichtlich war pauli schlau genug, sich aus dem im niedergang befindlichen deutschen fussball früh genug zu verabschieden.

    Uncle Jack:
    schöne zitate, danke.

    (-4) 24 Gesamt – 10 hoch – 14 runter
  • bale. sagt:

    Ja für das deutsche Team viel zu kurze zeit um sich einzuspielen sweden England USA Holland spielen in diesen konstellationen schon lange zusammen
    Das Gerüst steht und dann neue Spielerinnen eingebaut
    Nun ja gewinn gehört nach vorne
    Und ja elsig/Henrich Abwehr Leupold gössling schweres rein
    Es war ja ein wichtiges SPIEL
    aber magull?
    Ja andere Länder Können auch spielen
    SCHWEDEN
    Alle Nationen hatten vor uns Respekt!!!
    Und umgekehrt?????
    Bin so froh das D nicht im Turnier gegen
    En. Fr us. Spielen mussten 5-1 6-1 etc.
    Die spielen wirklich in einer anderen Liga
    So nun ab jetzt schauen und Team mit den Spielerinnen aufbauen
    Wo die Positionen passen Popp!! Gewinn!!
    Auf gehts mädels

    (-3) 11 Gesamt – 4 hoch – 7 runter
  • Schnorchel sagt:

    Diese Niederlage geht schon mit auf MVT’s Kappe. Warum eine nicht gesunde Marozsan eingewechselt wird, die keine 100% bringen kann, erschließt sich mir nicht. Mit gebrochenen Zeh spielst du mit angezogener Handbremse, um nicht noch mehr kaputt zu machen. Außerdem stört mich, daß Marozsan bei MVT als eine Art Heilsbringerin gilt. Das ist die überhypte Marozsan keineswegs. Selbst eine 100% fitte Marozsan hat mich in der N11 weder unter Neid noch unter Jones überzeugt. Im Gegenteil, ohne sie lief es meistens besser. Das hat das kurze Intermezzo mit Hrubesch, als Marozsan krank war, deutlich gezeigt.
    Trotzdem würde ich MVT nicht gleich zum Teufel jagen. Sie ist erst seit Januar im Amt. Aus Fehlern kann man ja bestenfalls lernen. Etwas mehr Geduld, bitte. Bei Silvia Neid lief auch nicht alles glatt. Mit der anstehenden EM-Quali und kommenden Testspielen hat MVT bis zur EM nun genug Zeit um eine schlagkräftige Truppe zu formen. Nach der EM 2021 in England kann man immer noch das Fallbeil scharfmachen.

    (14) 16 Gesamt – 15 hoch – 1 runter
  • Andi sagt:

    Die ersten 20 Minuten sind die Zukunft dieses noch jungen Teams. Hier haben Sie gezeigt, was möglich ist. Zu den Einwechslungen spare ich mir jeden Kommentar. Nur so viel Leupolz/Oberndorf, das wäre es für mich gewesen.

    Alles in allem blicke ich jedoch mit den jungen Spielerinnen hoffnungsvoll nach vorne. Die WM kam zu früh, das was über lange Zeit versäumt und unter Steffi Jones noch verschlimmert wurde, kann nicht in ein paar Monaten korrigiert werden.

    (10) 14 Gesamt – 12 hoch – 2 runter
  • HFVFAN sagt:

    lieber fufbal van
    für mich war die Leistung der Trainer auch nur 3th -5th klassig, dagegen unser Trainer vom „Dorf“ macht eine erstklassige Arbeit.
    Aber die Herren vom DFB sind alle zufrieden, haben wieder Geld gespart, und können sich dem Herren Fußball zuwenden, mit Millinäre schafft es sich leichter.

    (-1) 13 Gesamt – 6 hoch – 7 runter
  • Aldur sagt:

    Skandinavische Mannschaft und Viertelfinale bei einem großen Turnier scheint keine gute Kombination mehr zu sein – sogar beim Spielverlauf gab es kleine Parallelen zum EM-Aus gegen Dänemark vor 2 Jahren, auch wenn es damals sogar bis zur Pause noch 1:0 stand.

    Am Ende ist es wieder ein langer Ball hinter die Kette, der den Ausgleich, und auch den Bruch im deutschen Spiel bringt. Vergleichbare Situationen durften wir bereits in allen Vorrundenspielen bewundern – selbst Südafrika hatte eine solche Gelegenheit – allerdings hatte bislang Almuth Schult diese Situationen meist im 1 gegen 1 entschärfen können, oder diese wurden leichtfertig vergeben.

    Nach dem 1:2 war eigentlich noch genug Zeit für eine erneute Wende. Mir fehlt da aber die letzte Konsequenz und der letzte Biss, um diese einzuleiten. In diesem Kontext bekommt das „wir brauchen keine Eier…“ dann leider wieder eine andere Note. Gestern wären nämlich doch welche vonnöten gewesen, und zwar in genau der Art und Weise, wie dies von Oliver Kahn ursprünglich gemeint war, als der den hier persiflierten Ausspruch tätigte. Mir fehlt da bei den DFB-Frauen nach wie vor die Führungspersönlichkeit, die in solchen Momenten vorangeht und das Team mitreißt.

    Nach nur gut einem halber Jahr Gestaltungszeit ist es trotz der verpassten Olympia-Quali sicher zu früh, die Ära Martina Voss-Tecklenburg in der Nationalmannschaft als gescheitert anzusehen. Nach zwei Jahren in denen in den Pflichtspielen in der EM-Quali jetzt nur Aufbaugegner warten, wird wohl erst die EM 2021 Aufschluss darüber geben, wo die Reise hingeht. Die schlechte Nachricht ist, dass mit Ausnahme der USA alle Viertelfinalteilnehmer dann vermutlich wieder da sein werden, garniert mit weiteren ambitionierten Teams, die entweder bereist früher gescheitert sind (Spanien) oder gar nicht qualifiziert waren (Dänemark, Schweiz).

    (10) 10 Gesamt – 10 hoch – 0 runter
  • Egidi sagt:

    MEINE GÜTE DIE FRAU IST SEIT NOVEMBER IM AMT! Wie immer kriechen die selbst ernannten Experten aus ihren „Wohlfühlzonen“ und wieder dominiert das „Recht“ der Selbstgerechten. So wie die Medien und DFB Verantwortlichen in der Vergangenheit kleben und den Blick auf die Realität verweigern. So ist es auch sehr einfach die Verantwortung auf Spielerinnen und Trainerteam zu verlagern. Dabei reicht ein Blick auf die Finanzberichte des DFB um zu erkennen was Realität ist! Bei den Herren Vereinen die sich Frauenteams halten wird es auch nicht besser. Zumal einige in der Schulden falle stecken z.b Schalke 04. Der DFB wird weiter in Prestige Objekte wie den Bau von Akademien und in die 1Liga Männer investieren. Wird er auch müssen da Finanzkonzerne wie Bayern München und im Schlepptau Borussia Dortmund schon damit drohen eigene Wege zu gehen. Das hat einen negativen Einfluss auf den Amateur-und Nachwuchsbereich wozu auch der Frauenfußball gehört. Der Frauenfußball in Deutschland muss mit dem Auskommen was er hat und das ist zur Zeit eben diese Frauschaft dessen Nachwuchs aus dem Amateurbereich kommt. Profihafte Bedingungen bieten nur zwei Vereine, Wolfsburg und Bayern, die die Liga zwar dominieren aber International erfolglos bleiben. Man darf gespannt sein wie weit die „Liebe“ geht wenn Ablösesummen im internationalen Fußball auch für Frauen steigen. MVT hat im Vorfeld der WM keine großen Versprechungen abgegeben das maximale Ziel war die Qualifikation für Olympia dieses Ziel wurde nicht erreicht, diejenigen die sich mit dem FF befasst haben und nicht mit den Kriterien aus dem Männerbereich argumentieren, wussten das es genau so kommen kann. Der Rest sind Leute die wieder einmal den Kampagnen der Medien gefolgt sind und sich „getäuscht“ sehen. Dieser idiotische Positivismus fand seinen Höhepunkt beim „Dinner for one“ vergleich des Moderators gestern Abend. Immerhin kann man den Frauenfußball wieder getrost beiseite legen.

    (4) 20 Gesamt – 12 hoch – 8 runter
  • Der Zuschauer sagt:

    Liebe Pauline Leon

    Ich will oder wollte hier niemanden schlecht machen ,auch eine Pauli nicht.Warum sage ich das,weil sie schon längere Zeit nicht mehr im DFB Dress gespielt hat.Somit kann ich Können oder ihre Leistung leider nicht aktuell beurteilen.
    Wie geschrieben ist sie mir nur bei der U20 WM in Kanada positiv aufgefallen.In Lyon war sie halt nicht gut genug und wie sie in mancity ist kann ich nur vermuten. Denn meine
    Infos über Spielerinnen hole ich mir bei Soccerdonna.de.
    Dort wurde schon lange nicht mehr über sie geschrieben.Das heißt für mich ,dass sie in mancity nur unauffällig spielt.
    Fr.Leon,daß drei unterschiedliche Trainerinnen sie bei keinem großen Turnier berücksichtigen,wird doch seine Gründe haben.Also so empfinde ich das.
    Also noch mal: Ich Nabe nichts gegen eine P. Bremer.

    Ps: Das sie früh das sinkende deutsche Schff verlassen hat war vielleicht klug.

    (3) 7 Gesamt – 5 hoch – 2 runter
  • Tedesco68 sagt:

    Ich höre überall in den Berichten und Kommentaren etwas von Prozess und junger Mannschaft. Man könnte meinen, dass da eine verstärkte U-Mannschaft am Start war. Fakt ist, dass der Kader und die Startelf gestern ein Durchschnittsalter von 25,5 Jahren hatten. Gestern mit Ausnahme von Gwinn und Schüller alles erfahrene Spielerinnen im besten Fussballeralter von 24 bis 29.
    Und was hat Voss-Tecklenburg geändert? Sie hat von Anfang an unnötige Fehler gemacht. Sie sortiert mit der 26 jährigen Demann die konstanteste und passsicherste Spielerin der letzten 2 Jahre aus und ersetzt sie mit der 29 jährigen Hegering. Sie nominiert mit Simon, Maier und Dallmann Spielerinnen fast ohne Spielpraxis. Da hätte sie auch besser die fitten Peter und Laudehr mitnehmen können.
    Sie hat im Frühjahr ohne Not auf Turniere und Länderspiele verzichtet, vor dem Hintergrund der kurzen Vorbereitung nicht zu verstehen. Von einer halbwegs eingespielten Elf war dann auch während der ganzen WM nichts zu sehen. Der Gipfel dann die Aufstellung und die taktischen Fehler gestern, die hier ja schon sehr ausführlich und richtig geschildert wurden.
    Dass der DFB-Vize Koch und Bierhoff da kein Problem sehen, macht mich sprachlos. Wahrscheinlich können sie beim DFB nicht noch eine Baustelle gebrauchen. Eine kritische und schonungslose Aufarbeitung wird es dann ja anscheinend auch nicht geben.
    Mein Fazit : Ein guter Trainer hätte auch mit diesem Kader deutlich mehr erreicht. Ein Konzept oder ein Prozess sind nicht erkennbar. Da reichen auch 4 junge Spielerinnen nicht aus. Stattdessen purer Aktionismus.

    (26) 30 Gesamt – 28 hoch – 2 runter
  • Rudi sagt:

    Ich habe mir jetzt alle Statements zur deutschen Natio11 durchgelesen. Es sind meiner Meinung nach Gute und weniger Gute dabei. Es wurden meines Erachtens schon Fehler im Vorfeld und Vorbereitung auf die WM gemacht. Die Aussage von Manchen hier im Forum „MVT ist ja erst ein halbes Jahr im Amt“ ist doch Kokolores. Frau Voss war immer in den Ablauf unter Hrubesch mit eingebunden, so hatte es zumindest geheißen. Ich verstehe bis heute nicht warum hat man nicht bei dem Shebelieves-Cup in den USA oder zumindest beim Algarve-Cup teilgenommen. Es war dass erste Mal dass man darauf verzichtet hat. Alle großen und weniger großen Frauenfußballnationen haben daran teilgenommen, nur Deutschland hatte es nicht nötig.Hier hätte man schon testen können, Unabhängig vom Spielergebnis. Die 3 Testspiele hätte man trotzdem noch spielen können. Dann wurde der Fehler gemacht dass Spieler im Aufgebot zur WM standen, welche in ihren Vereinen sehr wenig gespielt hatten bzw. nicht einmal Stammspielerin dort waren ( z.B. Dallmann,Magul und Simon ).In der Innenverteidigung hat man zwei mehr oder weniger, international unerfahrene Spielerinnen aufgestellt. Doorsun ist erst seit 1 Jahr bei WOB und spielte nicht immer, außer dem hatte sie mit Fischer, Gößling und auch Babett Peter erfahrene Spielerinnen neben sich.Hegering hat so gut wie keine int. Erfahrung und erst mal ein paar Länderspiele bestritten. Was nun dabei raus kam hat man mehrmals in diesem Turnier gesehen, nur wurde darauf von Trainerseite nicht reagiert. Wozu man eine so erfahrene Spielerin wie Lena Gößling mitgenommen hat und sie dann nur in einem Spiel einsetzt, ist mir ein Rätsel. Auch hier hat Frau Voss im Vorfeld gesagt brauche das Team eine solche erfahrene Spielerin um der Mannschaft mit ihrer Erfahrung zu helfen. Das Spiel hat für mich weniger die Mannschaft, sondern viel mehr der Trainerstab verloren, welcher auf Fehler nicht reagiert hat. Statt Maro hätte man Gößling bringen müssen, Dallmann und Magul im Mittelfeld zusammen war auch nicht richtig,dafür sind sie zwei etwa gleiche Spielertypen. Auf der 6er-Position wurde ganz auf eine defensive Spielerin ( Leupolz ) verzichtet. Popp hätte von Anfang an in die Sturmspitze gehört, Schüller ist für mich noch nicht soweit und etwas zu unbeweglich. Neben Popp hätte Klara Bühl gehört, trotz ihrer Jugend. Sie ist wendig und schnell, erinnert mich in ihrer Spielweise ein wenig an Ewa Pajor aus WOB. Eines können die Mädels als kleinen Trost verbuchen, Sie haben es weiter gebracht bei der WM als die „Versager“-Mannschaft der Männer letztes Jahr in Russland.

    (17) 27 Gesamt – 22 hoch – 5 runter
  • Manuel sagt:

    Prinzipiell wäre mir das Geschlecht egal, aber ich hätte gerne eine Person, die keine ehemalige Nationalspielerin ist, d.h. komplett klüngelfrei und unverfilzt. Das ist bei einem männlichen Trainer (wenn die deutsche Staatsangehörigkeit wichtig ist) vermutlich einfacher hinzubekommen.

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  • Ingrid Novosad sagt:

    Eine total desorientierte norwegische Abwehr ermöglichte den Engländerinnen drei schöne Tore. Deren Abwehr war aber auch nicht viel besser, nur waren die Norwegerinnen oft zu eigensinnig und hätten wohl noch Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Beide Teams fabrizierten viele Fehlpässe.
    Ein Wunder: Die Schiedsrichterin wurde nicht von den VAR-Leuten belästigt und erledigte den Job auch so, samt dem berechtigten Foulelfmeter, der auch auf „Flughöhe“ getreten wurde und für die norwegische Torhüterin kein Problem darstellte.

    Und schon wieder kein Eingreifen der VAR-Truppe! Trauen sie sich nicht mehr? Aber schon maulen die Kommentatoren!
    Wenn am 16er eine französische Mauer nur aus zwei Spielerinnen besteht, braucht man sich nicht wundern, wenn der Ball seinen Weg durch viele unsortierte Beine ins Tor findet. Den USA haben eine Handvoll gute Spielzüge ausgereicht. Die Französinnen haben es zwar bis zum Schluss versucht, konnten aber die deutlichen Fehler der amerikanischen Abwehrreihe, wenn diese unter Druck gesetzt wurde, nicht nutzen. Es dauerte zu lange und das Flügelspiel war nicht effektiv genug. Der Anschlusstreffer kam zu spät. Unschön war nur der Blödsinn, den die Mädels wohl bei den Männern gesehen haben: Das Zeitschinden an der Eckfahne, von den Amerikanerinnen! Würden sie dabei Eckbälle herauszuholen versuchen, wäre das wesentlich effektiver.
    Als unfair empfand ich wieder einmal das Publikum, das die Aktionen der zweifachen Torschützin ständig mit Missfallenskundgebungen bedachte.

    Was soll eigentlich diese Terminierung durch die FIFA? Im Juni, der bekanntlich zu den wärmsten Monaten eines Jahres gehört, setzen sie die Viertelfinalbegegnungen einer WM am Nachmittag an, obwohl am Wochenende die Möglichkeit zu Abendspielen gegeben gewesen war. Auch das Spiel um den dritten Platz und das Finale sind für den Spätnachmittag terminiert.
    Davon waren besonders die Spielerinnen des dritten Viertelfinalspiels anzumerken. Sehr viele Fehler prägten das zerfahrene Spiel. Die Italienerinnen versäumten es in der ersten Spielhälfte, eine Führung heraus zu holen. Im zweiten Abschnitt wurden die Niederländerinnen sicherer und waren dominierend. Die Italienerinnen bauten zusehens ab und waren mehr damit beschäftigt, die Entscheidungen der Schiedsrichterin wegen der vielen unnötigen Fouls zu kritisieren. Charakteristisch, dass beide Treffer durch Kopfbälle erfolgten. Der Freistoß zum 1:0 war perfekt ausgeführt und kam genau in den richtigen Bereich auf Elfmeterhöhe. Das ist ein Vorteil für die angreifende Mannschaft dar, da man dem Ball in Richtung Tor entgegen gehen kann, sofern man am 16er postiert ist. Und das erschwert es aber der verteidigenden und ist zu weit entfernt für die Torfrau.
    Wieder war es sehr unschön, dass einige Niederländerinnen meinten, es den Männern gleich tun zu müssen und an der Eckfahne Zeit zu schinden. Vollkommen unnötig angesichts des Spielverlaufs.

    Fast erwartungsgemäß schied die deutsch Mannschaft aus, obwohl das gar nicht erforderlich gewesen wäre.
    Doch die deutsche Mannschaft konnte nur in den ersten 20 Minuten und in der Schlussviertelstunde überzeugen. Zwar erfolgte der schöne erste Treffer nach einem Ballverlust der Schwedinnen vor dem Strafraum durch die Mitte, aber schon in dieser Phase wurde eine variantenreichere Spielweise vermisst. Es fehlte ein Konzept, auch, wie beispielsweise bei den Japanerinnen. Spielzüge, wie bei denen, durch ein Hinterlaufen auf der Außenbahn oder ein schnelles Flügelspiel bis zur Grundlinie mit Rückpass, wie beim amerikanischen 2:0, sind im deutsch Team kaum zu finden. Vielleicht sah sich die Mannschaft nach diesem Treffer auch schon in der nächsten Runde, schien ein weiterer Torerfolg doch leicht möglich.
    Die Schwedinnen aber nutzten aber umgehend genau die schon in den Spielen zuvor bestehenden Lücken und Unstimmigkeiten besonders in der Innenverteidigung mit schnellen Kontern. Deren Spielweise, mit langen Bällen zu operieren, hätte eigentlich bekannt sein sollen. Ab diesem Zeitpunkt unterbanden die Schwedinnen aber das deutsche Aufbauspiel auch schon im Mittelfeld erfolgreich.
    Nach dem so erfolgten Ausgleichstreffer schien sich die deutsche Mannschaft im Schockzustand zu befinden und musste froh sein, nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten zu sein. Trotzdem hätte sie das Blatt in der zu spät gestarteten Schlussoffensive noch wenden können, denn die schwedische Abwehr war durchaus fehleranfällig. Doch da lief dann die Zeit davon.
    Es geht jetzt darum, aus dem in Deutschland vorhandenen Material an Spielerinnen besonnen wieder ein schlagkräftiges Team zu formen. Schuldzuweisungen sind jetzt aber fehl am Platz.

    Erstaunlich war, dass sich die Videobeweis-Leute auch in den beiden Samstagsspielen zurück hielten und die Entscheidungen der Schiedsrichterinnen nicht mehr wirklich beeinflussten.
    Wenn das so bleibt, kann man auch noch die restlichen Spiele in Ruhe genießen. Spannend werden sie bestimmt.
    Wenn die Engländerinnen die Schwächen der amerikanischen Abwehrreihe besonders im Außenbereich nutzen können und die ihrer eigenen abstellen können, haben sie durchaus die Chance, das Endspiel zu erreichen.
    Behalten die Schwedinnen das bei, was sie über weite Strecken gegen Deutschland gezeigt hatten, können auch sie das Weitekommen schaffen. Die niederländischen Abwehrspielerinnen gehören auch nicht zu den schnellsten. Können die Niederländerinnen endlich mal ihr Flügelspiel umsetzen, dürften sie als Sieger vom Platz gehen.

    (4) 8 Gesamt – 6 hoch – 2 runter
  • GG sagt:

    Ohne auf einzelne Kommentare einzugehen, im Kern sehe ich ein Versagen der sportlichen Leitung bei der Zusammenstellung des Kaders. Aber darauf hatte ich seinerzeit ja auch schon hingewiesen.
    Wie von mir in dieser Deutlichkeit im Vorfeld jedoch nicht bewusst, das letztlich ausschlaggebende Leistungsunvermögen des Großteils der Bayern-Spielerinnen: K. Hendrich, L. Maier keine ernsthafte Konkurrenz zur Teenagerin G. Gwinn auf RV, V. Schweers mit z.T. üblen Fehlern als LV, M. Leupolz im finalen Spiel keine Alternative, stattdessen die minderjährige L.-S. Oberdorf.
    Die Schwedinnen haben in der Offensive #2 schnelle Stürmerinnen aufgeboten, denen allein S. Doorsoun Paroli bieten konnte. Das genügte, um zudem aufgetretene Schlafmützigkeiten von C. Simon und L. Maier zu Treffern auszunutzen.
    Die taktische Entscheidung bezüglich A. Popp war absolut korrekt, sie war der – erwartbare – „Turm“ vor der Abwehr und hat nicht nur noch Schlimmeres verhindert, sondern in der Anfangsphase auch zur eigenen Führung verholfen (der „Steal“ von S. Däbritz war nur möglich, weil A. Popp absicherte).
    Kurzum … im Wesentlichen hat es der deutschen Mannschaft in der Abwehrformation an Schnelligkeit (und Konzentration) gefehlt. Und insoweit sehe ich mich bestätigt in meiner anfänglichen Auffassung, ohne Babs Peter und Jo Wedemeyer sei ein Titelgewinn nicht realistisch. Das es nun noch nicht einmal zur Olympia-Qualifikation reichte … darüber mögen die Verantwortlichen, insbesondere auch beim DFB, mal nachdenken.

    Darüber hinaus, bereits mit Blick auf das nächste WM-Turnier in #4 Jahren, es wird dringend erforderlich sein, dem vorhandenen starken Nachwuchs mehr Chancen und Gelegenheiten in der 1. Bundesliga zu geben. Und damit appelliere ich auch ausdrücklich an den VfL Wolfsburg, der mit nunmehr #2 aufeinanderfolgenden Meisterschaften im Juniorinnen-Bereich über ein unglaublich großes Potential an talentierten Spielerinnen verfügt. Insbesondere N. Kowalski, L. Cordes, J. Kassen, G. Adigo, L. Seifert (?), J. Schulz sind Namen, die als Hoffnungsträgerinnen für den 3. Stern gelten können.

    (-2) 8 Gesamt – 3 hoch – 5 runter

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