Deutschland zittert sich zum WM-Auftaktsieg

Von am 8. Juni 2019 – 17.52 Uhr 48 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr Auftaktspiel bei der WM in Frankreich mit viel Mühe gegen China gewonnen. Dabei half eine Leistungssteigerung in Halbzeit zwei und auch der Einsatz der jüngsten deutschen WM-Spielerin aller Zeiten.

Die Erlösung: Giulia Gwinn (Mi.) erzielt den Siegtreffer gegen China © imago / HMB-Media

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Vor 15.283 Zuschauern im Roazhon Park von Rennes gewann die Elf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gegen China zum Auftakt der Gruppe B mit 1:0 (0:0). Den einzigen Treffer der Partie erzielte Giulia Gwinn mit einem 18-Meter-Schuss nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsán (66.).

Lea Schüller muss auf die Bank, Gwinn im Mittelfeld

Voss-Tecklenburg nahm gegenüber der WM-Generalprobe gegen Chile eine Änderung in der Startformation vor: Stürmerin Lea Schüller musste mit der Bank Vorlieb nehmen, Kathy Hendrich nahm den Platz als rechte Außenverteidigerin ein, Giulia Gwinn wechselte auf die rechte Mittelfeldseite, Svenja Huth wich deswegen auf den linken Flügel aus.

Gute Chancen zu Beginn

Die DFB-Frauen erwischten einen guten Start, bei einer Flanke von DFB-Kapitänin Alex Popp kam Chinas Torhüterin Shimeng Peng gerade noch mit den Fingerspitzen vor der einschussbereiten Svenja Huth an den Ball (2.), kurz darauf strich ein Schuss von Sara Däbritz nur knapp am Pfosten vorbei (3.). Mit rustikaler Spielweise und internationaler Härte bissen sich die Chinesinnen in die Partie, ein hartes Foul von Shanshan Wang an Marozsán beeindruckte die DFB-Frauen sichtlich (11.).

Rustikale Chinesinnen

Nur Minuten später hatte China die Großchance auf die Führung. Nach einem Querschläger der zunächst nervösen Sara Doorsoun hätte Yang Li fast die Führung erzielt, doch Doorsoun bügelte ihren Fehler aus und fälschte den Schuss der Chinesin entscheidend ab (14.). Die DFB-Elf agierte jetzt zunehmend überhastet, auch wenn Carolin Simon fast ein ähnlicher Kunstschuss gelungen wäre wie neun Tage zuvor gegen Chile, doch der Ball tropfte auf die Latte (17.). Und Alex Popp setzte einen Kopfball übers Tor, bei der Landung verletzte sie sich am Knöchel, konnte aber weiterspielen (20.).

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DFB-Elf lässt sich Schneid abkaufen

Nach einer halben Stunde wurde das Spiel der DFB-Spielerinnen immer zerfahrener, die Chinesinnen verdichteten das Zentrum gut und zu oft versuchten die Deutschen ihr Glück mit hohen Bällen. Kurz vor der Pause dann die nächste Schrecksekunde. Yang Li zirkelte den Ball an den Pfosten (44.) und sah anschließend für ein zu hartes Einsteigen an Almuth Schult die Gelbe Karte. Und in der Nachspielzeit hatte Gu Yasha die nächste gute Chance (45.+2).

Oberdorf jüngste deutsche WM-Spielerin, Erlösung durch Gwinn

Die DFB-Frauen kamen gestärkt aus der Kabine, Lena Oberdorf ersetzte die angeschlagene Simon und wurde mit 17 Jahren und 171 Tagen zur jüngsten deutschen WM-Spielerin aller Zeiten. Deutschland tat sich weiter schwer, ließ sich aber nun den Schneid nicht mehr abkaufen und unterband die Konter der Chinesinnen nun besser. Kathy Hendrich kam einem Treffer nah, doch Peng konnte parieren (57.). Nach einer Ecke von Marozsán landete der Ball vor den Füßen von Gwinn, die mit einem platzierten Schuss für die Führung sorgte (66.).

Gwinn: „Wichtig, mit Sieg zu starten“

Auch nach der Führung blieb es jedoch ein enges Duell, Rui Shang versuchte es mit einem Schuss (83.), doch die DFB-Elf behielt am Ende knapp, aber verdient die Oberhand. Gwinn wurde bei ihrem WM-Debüt als Spielerin des Spiels ausgezeichnet. Diese Ehre war ihr schon bei ihrem Debüt bei der U17-WM 2016 gegen Venezuela und bei der U20-WM 2018 gegen Nigeria zuteil geworden. Die 19-Jährige erklärte nach dem Spiel: „Es ist schön, beim WM-Auftakt ein Tor zu schießen, das tut dem Selbstvertrauen gut. Aber es war vor allem wichtig, mit einem Sieg zu starten. Wir hatten Höhen und Tiefen, aber was am Ende zählt, ist der Sieg.“

Voss-Tecklenburg. „Hartes Stück Arbeit“

Voss-Tecklenburg erklärte: „Das war heute harte Arbeit. Wir haben uns durch verschiedene Dinge aus dem Rhythmus bringen lassen, uns aber durchgebissen, dafür gebührt uns Respekt. Wir schauen auf die positiven Dinge, müssen uns jetzt erst einmal sammeln und hoffen dann, dass alle spielfähig sind. Bei einigen sieht es nicht gut aus, da müssen wir mal abwarten.“

Am Mittwoch gegen Spanien

In ihrem zweiten WM-Gruppenspiel trifft die DFB-Elf am kommenden Mittwoch, 12. Juni, 18 Uhr (ZDF/DAZN live), in Valenciennes auf Spanien.

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

48 Kommentare »

  • O. Christ sagt:

    Man sollte aus einer Mücke keinen Elefanten machen. Die Kapitänin hat ihre Mannschaftskolleginnen eben für die Bild-Zeitung mit Attributen versehen, „die Coolste“, „die Lauteste“, „die Kreativste“, „die Älteste“, „die Jüngste“, „die Fitteste“ usw. „Die Hübscheste“, die auf ihre Haare achte, war da sicher auch mit Augenzwinkern gemeint, wie das bei solchen Porträts vorkommt.
    Das Team selbst geht damit unverkrampfter um als viele, die sich jetzt aufregen. Siehe ein Instagram-Video bei den DFB-Frauen(„Wo ist ‚die Hübscheste‘?“).

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  • Altwolf sagt:

    Solange Männer in den Sportredaktionen das Sagen haben und evtl. auch nur gezwungenermassen über den „Frauenfußball“ berichten, wird sich auch kurz- bzw. mittelfristig nichts an solchen „Schlagzeilen“ ändern, es sei denn, es gibt was wirklich medial Bedeutenderes oder Sensationelleres zu verkaufen.

    Und nur mal zur Erinnerung, auch zu früheren Zeiten wurden insbes. L.Bajmaraj o. auch L.Gößling mit „Glamour-Girl“ „Shopping-Queen“ und ähnlichen Attributen charakterisiert ( auch von ihren Mitspielerinnen) und wenn man die Frauen in etwas persönlicherer Umgebung z. B. in Trainingslagern, da auch gerne durch „Selfies“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, dann kommen auch solche „Charakterisierungen“ heraus, die eher schwerzhaft, aber auch nicht ganz unzutreffend sind.
    Es ist also letztendlich nicht ausschlaggebend, ob dies nun A.Popp bei dem Versuch ihre Teamkolleginnen den Journalisten vorzustellen, etwas „unbedarft“ herausgerutscht ist, denn wenn G.Gwinn dieses Tor nicht gelungen wäre,gäbe es diese „Schlagzeile“ nicht und wir würden nicht diese „Diskussion“ hier haben.

    Und haben sich nicht auch schon viele Journalisten bei den Männern, wie z. B. C.Ronaldo, nicht auch schon über die „Äusserlichkeiten“ hergemacht und sich entsprechend in ihren Kommentaren ausgelassen.

    Wir sollten diesen „Nebengeräuschen“ auch wenn sie uns mißfallen nicht noch mehr Bedeutung zukommen lassen und hoffen, daß der FF durch Leistungen auf dem Platz immer mehr zu überzeugen weiß.

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  • Bernd sagt:

    @ Altwolf
    Kann dem was Du schreibst insgesamt zustimmen. Aber der Grundtenor ist bei manchen Medien gegenüber Frauen ein ganz anderer als gegenüber den Männern. Bei den Männern wird eher über die sexy Spielerfrauen berichtet. Du wirst mir wohl kaum einen Bericht über die Sexy-Freunde der Spielerinnen zeigen können. Umgekehrt ist das Alltag.
    Früher im Pausenraum, habe ich oft genug mitbekommen was solche Schlagzeilen bei den Express- und Bildzeitungslesern bewirkten.
    Finde viele Äußerungen zu erniedrigend um sie hier wiederzugeben, bewirkt durch solche „Mücken“!
    Das war für den Frauenfussball keineswegs hilfreich und zum Teil einfach frauenfeindlich. Ob Rassismus, Homophobie oder Sexismus, auf all das kann ich beim Fussball gerne verzichten. Leider ist so manches davon immer noch Alltag, wie ich von Betroffenen weiß.
    Manche versuchen leider aus so etwas eine Mücke zu machen.
    Solange es nach wie vor, zahlreiche Übergriffe aus den genannten Gründen gibt, sollte man weder dazu schweigen noch die Dinge verharmlosen.
    Wenn es anders wäre bräuchte es z.B. die Regenbogenbinde der Kapitänin in Wolfsburg nicht.

    Mir gehen Schlagzeilen wie in der TZ:
    „Giulia Gwinn: So heiß zeigt sich das DFB-Hottie bei Instagram“
    einfach zu weit! Mit sowas wertet man den Fussball der Frauen meines Erachtens ab. Das gehört nicht in die Berichterstattung über ein Fussballspiel, sondern in ganz andere Hefte.
    Gerne nehme ich auch 100 Daumen runter dafür in Kauf, aber ich schäme mich für Alle, insbesondere in einem Forum in dem es um FrauenFUSSBALL geht, die aus so etwas eine Mücke machen möchten.
    Dies trägt meines Erachtens sehr dazu bei, dass der FrauenFUSSBALL bei uns wenig Ansehen genießt.
    Wünsche dem ein oder anderen Foristen, dass er nur mal zeitweise mehr nach seinem Aussehen beurteilt wird und weniger nach seiner Arbeit!
    Evtl. würde so manchem dann mal ein kleines Licht aufgehen.

    (3) 11 Gesamt – 7 hoch – 4 runter
  • Bernd sagt:

    Da hab ich wohl nicht allein die Berichterstattung teilweise als ziemlich daneben empfunden. Am meisten hat mich an dem Ganzen eigentlich gewundert, dass soviele ausgerechnet in einem FrauenFUSSBALLforum so etwas relativ gleichgültig hinnehmen oder verharmlosen! Wenn das früher schon so war, ist es mehr als traurig, das es immer noch so ist! Zum Glück gibt es ja auch kein Kaffeeservice mehr als WM-Prämie!

    „Gwinn probierte es also beinahe überall auf dem Platz. Und überall mit eher mäßigem Erfolg. Bis sie in der 66. Minute die Entscheidung getroffen hat, einfach mal Richtung Tor zu schießen.
    Doch ihre Geschichte wurde anders erzählt. „Hässlicher Auftaktsieg dank unserer Hübschesten“, titelte die Bild-Zeitung. Gar nicht mal so interessant, möchte man meinen. Doch Bild hat recherchiert und Kapitänin Alexandra Popp gefragt. „Giuli ist die Hübscheste. Sie achtet sehr auf ihr Äußeres. Vor allem darauf, wie ihre Haare liegen“, wird Popp zitiert.

    Schauen wir doch mal auf Gwinns Instagram-Account, mag Mann sich dann in so mancher Sportredaktion gedacht haben. Herausgekommen ist bei der Münchner Boulevardpostille tz die Schlagzeile: „Giulia Gwinn: So heiß zeigt sich das DFB-Hottie bei Instagram.“ Da ist an Pfingsten wohl eine Portion geiler Geist auf die Redaktion niedergegangen.

    Nach einem Shitstorm unter anderem auf Twitter ist der Ausdruck „DFB-Hottie“ am Montagmorgen ersetzt worden. Ein paar Stunden danach wurde auch die URL geändert. Bis dahin konnte man den Ausdruck in der Link-Zeile noch finden. Immerhin. Schön wäre, wenn die tz auch noch den Rest ihrer Homepage umbauen würde. Unter der Rubrik „Stars“ kann man etwa auf diese Geschichte klicken: „Heißeste Oma der Welt zeigt sich freizügig wie nie, Brüste lugen raus, Slip zu knapp.“ Oh weh! Und jetzt – zurück zum Sport!“

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Bernd

    Ernst gemeinte Frage,würdest Du an solch einem Spruch genauso heftig Kritik üben wenn er z.B. von Bühl oder Benkarth gesagt worden wäre oder machst Du das jetzt nur weil er von Alexandra Popp kam ?

    Seit ihrem Auftritt im ASS lässt Du kein gutes Haar mehr an ihr und kritisierst alles was sie tut und sagt.Du machst damit im Grunde genau das was Du im Fall Gwinn den Medien unterstellst,sollte es bei ihr mal nicht so gut laufen.

    Und wenn Du schon am kritisieren bist musst Du den DFB genau so mit einbeziehen,da dieser in letzter Zeit Gwinn ins Schaufenster der Medien stellt.Dabei wäre es seine Aufgabe gerade die jungen,unerfahrenen Spielerinnen vor den Medien zu schützen bzw etwas zurück zu nehmen.

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  • Detlef sagt:

    @ Klausi,
    Ich glaube die Kritik von Bernd richtete sich gegen die BLÖD, und nicht gegen Popp!!!
    @Bernd,
    […]
    Eine seriöse Berichterstattung findest Du dort eh nicht!!!
    Nicht mal den Wetterbericht würde ich dort ernst nehmen!!! 🙂

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

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  • Ritchie sagt:

    @SCF Klausi: Ich glaube, ich war hier einer der ersten der die Worte von A.Popp angesprochen hat und mich dabei auch auf ihre Rolle als Kapitänin bezogen. @Bernd hat es hier eher oder nur richtig dargestellt.

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  • Bernd sagt:

    @SCF Klausi

    Sehr gerne gehe ich auf Deine Frage vom 12. Juni 2019 um 0.41 Uhr Uhr ein.

    Schade, aber ich glaube Du hast mich gleich in mehrfacher Hinsicht falsch bzw. nicht verstanden! Selbstverständlich würde ich an Benkarth, Bühl und jeder Anderen genau die gleiche Kritik üben, wenn sie als Kapitänin der Natio gegenüber Journalisten der Springerpresse die Mitspielerinnen nach solchen Äusserlichkeiten beschreiben würden! Aber meine Hauptkritik galt den diversen Boulevardmedien. Was die Blöd-Zeitung aus solchen „Vorlagen“ macht, sollte auch bei den erfahrenen Nationalspielerinnen hinlänglich bekannt sein. Deshalb meine ich nach wie vor, dass solche Beschreibungen der Kolleginnen gegenüber der Blöd nicht clever sind. Bei rassistischen Äußerungen wurden mittlerweilen bereits Spiele abgebrochen. Richtig so! Sexismus wird dagegen noch sehr oft verharmlost und bagatellisiert. Leider! Fussballerinnen nach Äusserlichkeiten zu beschreiben und nicht nach sportlichen Gesichtspunkten ist leider bereits schlechte Tradition. Bei einer WM berichten ausnahmsweise auch mal Medien die sonst mit Frauenfussball nichts am Hut haben. Einige jedoch in einer Art und Weise, die der Anerkennung des Frauenfussballs als Leistungssport sehr schadet. Im Gegenteil, es werden Klischees gefördert die meines Erachtens der Würdigung der sportlichen Leistungen im Wege stehen. Leider ist vielen die Tragweite des Problems nicht klar. Mir wäre lieber es wird darüber berichtet wer in dem Spiel die Beste war und das war Gwinn trotz des Tores eher nicht. Aber Dank Ihres Tores konnte das Klatschblatt ihren vorgefertigten über Gwinn zu diesem Zeitpunkt gut bringen. Bin froh, dass sich anscheinend doch viele WM-Zuschauer über diese Berichte u.a. in shitstorms beschwert haben. Hoffe es bewirkt etwas und der Frauenfussball wird mehr und mehr als Sport wahrgenommen!

    Etwas sehr überrascht bin ich allerdings über Deine Unterstellung, dass ich alles! kritisiere was sie tut und sagt.
    Demnach müsste ich mich dann wohl täglich zu A. Popp äußern.
    Sehr schade, aber ich empfinde das von Dir als einen ganz billigen Versuch einer Retourkutsche bezgl. Deiner übertriebenen Kritik an Gwinn und Scheuer! Dabei habe ich Dich noch ausdrücklich in Schutz genommen, als Dir persönlich Hass in dieser Angelegenheit von dritter Seite unterstellt wurde!!!
    Scheinbar konntest Du aber auch mit der sachlichen Kritik von mir und Anderen auch nicht umgehen. Kann es nach wie vor nicht nachvollziehen, warum Du so gegen Gwinn „geschossen“ hast. Sie hat ihren Vierjahresvertrag bis zum letzten Tag erfüllt und für den SC Freiburg alles gegeben. Nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern, die sie nicht nur bei der Nationalmannschaft, sondern auch bei jedem Spiel des SC Freiburg unterstützten, sogar bei den Auswärtsspielen! Ich wünschte Du hättest erlebt, wie lautstark ihr Vater und ihre Brüder den SC Freiburg in Köln angefeuert haben und wie emotional sie selbst nach dem Spiel war. G. Gwinn und ihre Familie haben in den Jahren für den SC alles gegeben. Deshalb habe ich mich für Deine nicht gerechtfertigte Kritik an ihr tatsächlich geschämt und Dich dennoch von den Hassvorwürfen in Schutz genommen! Das Du Gwinn wiederholt als undankbar bezeichnet hast nehme ich Dir allerdings tatsächlich etwas übel! Das tut man einfach nicht gegenüber jemanden, die bis zum letzten Tag ihren Vertrag erfüllt, die alles gibt, die maßgeblich an den Erfolgen und der Entwicklung des SC beteiligt war und sich nicht nur in ihrem socialmedia-account, sehr dankbar und respektvoll gegenüber dem SC Freiburg äußert. Bevor ich mich nochmal differenziert zu A. Popp in einem neuen Beitrag äußere, hier extra für Dich SCF Klausi, zum Schluss ihre Abschiedsworte auf Instagram.
    So wie ich mir eine Entschuldigung zu den Hassorwürfen gegen Dich von dritter Seite gewünscht habe, wünsche ich mir auch eine Entschuldigung von Dir zu Deinen Behauptungen bezgl. der Undankbarkeit von Giulia Gwinn. Ich kann das nach wie vor nicht verstehen, zumal Du Dich z.B. gegenüber Caro Simon die sich in den nur zwei Jahren in Freiburg auch sehr weiterentwickelt hat, nicht so geäußert hast. Auch ihr Wechsel nach Ende des Vertrags war für mich absolut legitim.

    Giulia Gwinn:
    „Es ist an der Zeit Abschied zu nehmen und danke zu sagen! Abschied von einem Verein, von einer Stadt und einem Team, die für mich zur Heimat geworden ist. Ich bin meiner Mannschaft, dem Trainerteam, den Fans und allen Menschen rund um den Sportclub extrem dankbar für 4 schöne und vor allem sportlich herausragende Jahre.
    Hier bin ich mit knapp 16 Jahren Bundesligaspielerin geworden und durfte meine ersten Schritte im Profibereich machen. Als Freiburgerin bin ich mit 18 Jahren zur Nationalspielerin geworden und habe international meine ersten Erfahrungen im A-Team machen dürfen. Wir haben als Mannschaft erreicht, was zuvor noch keine Freiburger-Frauenmannschaft erreichen konnte. Wir haben unseren persönlichen Punkterekord gebrochen, mit dem 3. Platz die beste Platzierung erreicht und mit dem Einzug ins Pokalfinale Vereinsgeschichte geschrieben. Ohne eure Unterstützung wäre all das niemals möglich gewesen Ich bedanke mich für all das Vertrauen, das mir hier geschenkt wurde, den Glauben an mich und die Wertschätzung, die mir hier über die Jahre entgegengebracht wurde. So viel Liebe, Spaß, Leidenschaft und Freundschaft – Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr ! Ihr seid für mich zur Familie geworden!
    Ich werde immer mit einem riesen großen Lächeln an die Zeit in Freiburg zurückdenken und sie wird für mich immer eine ganz besondere bleiben, die ich niemals vergessen werde!
    Bleibt so wie ihr seid! Danke für ALLES!“

    (2) 2 Gesamt – 2 hoch – 0 runter

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