2. Liga: Köln fast durch, Jena mit Dusel

Von am 6. Mai 2019 – 9.39 Uhr 5 Kommentare

Am 24. Spieltag der 2. Frauenfußball-Bundesliga ist der 1. FC Köln mit einem Auswärtssieg dem Aufstieg ein weiteres Stück näher gekommen. Dem FF USV Jena stand das Glück zur Seite und auch der SV Meppen gewann.

Die Spielerinnen des FF USV Jena bejubeln den Treffer beim BV Cloppenburg

Die Spielerinnen des FF USV Jena bejubeln den Treffer beim BV Cloppenburg © Hannes Seifert / FF USV Jena

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Sowohl im Kampf um den Aufstieg als auch gegen den Abstieg wird es an den verbleibenden zwei Spieltagen zum großen Showndown kommen.

Köln souverän

Der 1. FC Köln gewann beim FSV Hessen Wetzlar mit 2:0 (1:0) und hat nach dem sechsten Sieg in Folge die besten Karten im Aufstiegskampf. Carolin Schraa sorgten mit ihren beiden Treffern (22., 84.) dafür, dass die Kölnerinnen nur noch zwei Punkte zum Wiederaufstieg benötigen und bereits am kommenden Wochenende mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken die Rückkehr ins Oberhaus perfekt machen können.

Jena duselt sich Richtung Aufstieg

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich weiterhin der FF USV Jena und der SV Meppen. Die Elf aus Thüringen feierte beim BV Cloppenburg einen glücklichen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg. Merza Julević sorgte früh mit einem direkt verwandelten Freistoß (11.) für den einzigen Treffer der Partie.

Dalaf trifft doppelt bei Meppen-Sieg

Der SV Meppen gewann sein Heimspiel gegen den SV 67 Weinberg mit 3:1 (2:1). Die Führung der Gastgeberinnen durch Jalila Dalaf (10.) glich Nina Heisel aus (31.). Doch nur kurz darauf brachte Shiho Shimoyamada Meppen wieder in Führung (36.). Dalaf mit ihrem zweiten Treffer stellte dann anfangs der zweiten Halbzeit den Endstand her (52.).

Saarbrücken hat noch rechnerische Chancen

Mathematische Aufstiegschancen hat auch noch der 1. FC Saarbrücken, der sein Heimspiel gegen die SGS Essen II mit 4:0 (1:0) gewann. Die Tore erzielten Lena Ripperger (31.), Jacqueline de Backer (49.), Julia Matuschewski (71.) und Rie Nishibayashi (89.). Im Tabellenkeller müssen zwei Spieltage vor Schluss neben dem bereits feststehenden Absteiger aus Essen immer noch fünf Teams um den Klassenerhalt bangen.

Gütersloh noch nicht gerettet

Der FSV Gütersloh 2009 unterlag dem VfL Wolfsburg II mit 1:4 (1:2). Die Gästeführung durch Maria Cristina Lange (5.) glich Isabelle Wolf umgehend aus (7.). Doch dann traf nur noch Wolfsburg: Ereleta Memeti (23.), Lotta Cordes (60.) und erneut Memeti (71.) erzielten die weiteren Tore. Die Gastgeberinnen halten sich derzeit nur dank des besseren Torverhältnisses auf einem Nicht-Abstiegsrang.

Frankfurt muss weiter zittern

Der 1. FFC Frankfurt II unterlag auf eigenem Platz gegen den FC Bayern München II mit 1:3 (1:2) und rangiert somit weiter auf einem Abstiegsplatz. Vanessa Fudalla (29.) und Laura Donhauser (32.) schossen die Gäste in Führung, ehe Margarita Gidion verkürzen konnte (40.). Für die Entscheidung sorgte in der Schlussphase Kristin Kögel (82.).

Hagel sorgt für Hoffenheim-Sieg

Im Duell zweier Mittelfeldteams unterlag der 1. FFC Turbine Potsdam II gegen die TSG 1899 Hoffenheim II mit 0:1 (0:1). Chantal Hagel erzielte für die Elf aus dem Kraichgau den einzigen Treffer der Partie (13.).

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

5 Kommentare »

  • Christian Jahn sagt:

    Die 2. Frauen Bundesliga ist soviel spannender und ausgeglichener als die 1. Bundesliga. Von so viel Spannung kann man in der 1. Frauen Bundesliga nur träumen. Dort ist ja bereits jetzt alles entschieden. Vfl Wolfsburg steht als Meister fest, Bayern als Vize-Meister. Borussia Mönchengladbach als Absteiger und Bayer Leverkusen steht so gut wie sicher als 2 Absteiger fest. Das Niveau ist in der 2: Liga zwar viel niedriger, aber dafür steht dort (mit Ausnahme von Essen 2) noch gar keine Entscheidung fest. Jetzt müssen nur die Top-Klubs der Liga näher an die Erstligisten heran geführt werden und dann ist die eingleisige 2. Bundesliga eine gute Erfindung, auch wenn leider einige Traditionsklubs des Frauen-Fußballs (Vfl Sindelfingen und Herforder SV) und die kleinen Dorfklubs dafür auf der Strecke bleiben mussten.

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  • Heike sagt:

    sportlich gesehen völlig richtig analysiert. Wirtschaftlich wird es nicht bei den beiden von dir genannten Clubs bleiben- leider!

    Und wenn der 4.oder 5 Platzierte aufsteigt, darf man gespannt sein, welche Performance man damit in Liga 1 geben wird!

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  • Schnorchel sagt:

    Dusel hin, Dusel her. Egal, ein bißchen Dusel darf schon sein. Da bleibt es wenigstens bis zum 26. Spieltag spannend im Aufstiegsrennen.

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  • WAC sagt:

    Jena hat in Cloppenburg durchaus verdient gewonnen. Das Tor selber war schon etwas glücklich, aber auch ein gekonnt verwandelter Freistoß. Der BVC hat aber letztlich viel zu wenig an eigenen Chancen erarbeitet, um den USV in Schwierigkeiten zu bringen. Die Spielgewinnerinnen waren die Jenaerinnen Utes und die Nummer 5, deren Name ich leider nicht weiß; die beiden waren sehr effektiv beim verteidigen. Beim BVC gab es doch große Probleme, erfolgreich nach vorne zu spielen. Insgesamt war das so Spiel aber von sehr mäßiger Qualität, es gab allzu viele Querschläge. In der jetzigen Besetzung und Spielweise sind die Jenenserinnen in der 1. Liga nur Kanonenfutter.
    Der BVC hat leider auch keine goldene Zukunft, es war schon arg frustrierend, dieses Spiel ansehen zu müssen.

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  • enthusio sagt:

    @WAC:
    „Die Spielgewinnerinnen waren die Jenaerinnen Utes und die Nummer 5, deren Name ich leider nicht weiß …“

    Bei Jena spielte niemand mit der Nummer 5, nur bei Cloppenburg Sarah Geerken.

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