Champions League: Bayern München verpasst Finale

Von am 28. April 2019 – 14.21 Uhr 9 Kommentare

Der FC Bayern München ist im Halbfinale der UEFA Women´s Champions League trotz einer starken Leistung im Rückspiel gegen den FC Barcelona ausgeschieden.

Die Schlüsselszene des Rückspiels: Gina Lewandowski (li.) bringt Lieke Martens im Strafraum zu Fall © imago / foto2press

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Nach dem 0:1 im Hinspiel verloren die Münchenerinnen das Rückspiel beim FC Barcelona vor 12.764 Zuschauern im Mini Estadi ebenfalls mit 0:1 (0:1). Mariona erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem verwandelten Foulelfmeter den einzigen Treffer der Partie (45.+2).

Vier Änderungen in der Startelf

Bayern-Trainer Thomas Wörle nahm gegenüber dem Hinspiel vier Änderungen vor: Lina Magull, Gina Lewandowski, Melanie Leupolz und Carina Wenninger kamen für Simone Laudehr, Kristin Demann, Sydney Lohmann und Leonie Maier in die Partie.

Leupolz trifft die Latte

Die wieder genesene Kapitänin Melanie Leupolz hatte mit einem Lattenschuss die beste Bayern-Chance der ersten Halbzeit (32.), in der die Gastgeberinnen mit der Führung im Rücken die Bayern kommen ließen und auf Konter lauerten. Doch kurz vor der Pause konnte Lieke Martens beim Eindringen in den Strafraum nur durch ein Foul von Gina Lewandowski gestoppt werden, Mariona verwandelte den Elfmeter sicher (45.+2).

Platzverweis gegen Hamraoui, Roord scheitert knapp

In der zweiten Halbzeit entwickelt sich dann über weite Strecken ein Spiel auf ein Tor. Bayern drängte auf den Ausgleich, Sara Däbritz scheiterte nur knapp (50.). Nach der Gelb-Roten Karte gegen Kheira Hamraoui zogen sich die Gastgeberinnen immer weiter zurück, einen Kopfball von Jill Roord parierte Barcelonas Torhüterin Sandra Paños (72.). Ein Treffer gelang den Bayern aber an diesem Tag nicht mehr.

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Lyon gegen Barcelona im Finale

Im zweiten Halbfinal-Rückspiel reichte Olympique Lyon bei Chelsea Women nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel im Rückspiel ein 1:1 (1:1). Die Führung durch Eugénie Le Sommer (17.) glich Ji So Yun mit einem direkt verwandelten Freistoß kurz vor der Pause aus (43.). In der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeberinnen Chancen auf die Führung, doch es reichte nicht, um Lyon ernsthaft zu gefährden.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

9 Kommentare »

  • Liza sagt:

    Schade, schade, schade. Bayern spielte heute sehr viel besser, mutiger und sicherer als im Hinspiel. Ich finde, man hat gesehen, wie wichtig die Kapitänin Melanie Leupolz für das Spiel der Bayern ist. Aber wenn man bei zig guten Gelegenheiten die Bude nicht trifft, wird es einfach nichts mit einem Sieg… 🙁 Trotzdem sah ich ein starkes Spiel der Bayerinnen, nur diese Abschlussschwäche muss eingestellt werden.
    Was nun wie eine dämliche Floskel klingt, meine ich allerdings tatsächlich so: sie können durchaus stolz sein auf das Erreichen des Halbfinales und hoffentlich kommt das Team nächste Saison doch etwas weiter, auch wenn dies so manchem hier nicht gefallen dürfte. 😉

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  • Ritchie sagt:

    Es gab sehr viele Torchancen für die Bayern-Mädels, aber der Ball wollte immer nicht rein. Und der Elfmeter – für mich berechtigt.
    Ohne das dadurch resultierende Tor hätte wohl ein torloses Unentschieden gegeben. Auch so kann man eine Entscheidung herbeiführen.

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  • Fan sagt:

    Gutes Spiel der Bayern-Ladies, aber wenn man in 180 Minuten und davon 20 Minuten in Überzahl gegen eine schwache Barca-Mannschaft kein Tor schießen kann dann hat man des Weiterkommen einfach nicht verdient. Das ist halt so imFußball, es gewinnt nicht immer das bessere Team.

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  • Schnorchel sagt:

    Im Gegensatz zum Hinspiel haben die Bayern schon mal eine viel bessere erste Hälfte gespielt. Respekt. Vielleicht hat auch die tolle Kulisse dafür gesorgt, die einem Champions League Halbfinale würdig war. Über Grünwalder und Bayern-Campus deckt man da lieber den Mantel des Schweigens.
    Für die Bayern war das Halbfinale dank Losglück das Maximum, was man in der Champions League erreichen konnte.
    Gratulation an den FC Barcelona zum Einzug ins Finale gegen Olympique Lyon.

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  • enthusio sagt:

    Bayern hat heute ein starkes Spiel gegen Barcelona gezeigt und – anders als im Hinspiel – das Zepter weitgehend in die Hand genommen.
    Bei 2x Aluminium ist eben auch viel Pech dabei.
    Damit hat sich Bayern für die schlechte Leistung im Hinspiel voll rehabilitiert und gezeigt, dass es mit Barcelona auf einer Stufe steht.

    Laura Benkarth hat mich im Tor voll überzeugt, konnte sich in der Schlussphase zweimal auszeichnen. Wenn sie so weitermacht, könnte das mit der WM-Teilnahme noch etwas werden.

    Jetzt freue ich mich auf das Finale Lyon-Barcelona.

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  • Condor sagt:

    Ich war vor einer Woche beim Hinspiel im Campus-Stadion, da waren die Bayern Frauen in allen Belangen nicht auf Augenhöhe mit Barca. Hier hatte sich der Couch Wöhrle total vercoacht: Eine viel zu defensive Aufstellung gewählt und dabei auch noch vergessen die Mädels mutig und selbstbewusst auftreten zu lassen. Die fehlende Mentalität und Ehrfurcht vor den klangvollen Namen des FC Barcelona vom vergangenen Sonntag sah man im heutigen Spiel glücklicherweise nicht mehr, gestimmt hat auch der Einsatzwille. Mit der Einstellung des heutigen Spiels sowie etwas Glück wäre zumindest eine Verlängerung drin gewesen.

    Was man jedoch leider feststellen muss ist die Tatsache, dass sowohl VFL Wolfsburg als auch Bayern München psychologisch/mental professionellen Nachholbedarf haben wenn es gegen international namhafte Mannschaften geht. So viele gravierende individuelle Fehler wie gegen Lyon habe ich in zwei Spielen bislang sehr selten gesehen – Kopfsache eben, wenn man schon länger gegen die Mädels aus Lyon nicht mehr gewonnen hat. Bayern München muss sich dringend im Sturm hochkarätig verstärken, will man nächste CL-Saison ins Viertel-/Halb- oder gar Finale kommen. Trainer Scheuer wird darüber hinaus auch noch die Spielstärke der Mannschaft auf ein anderes Niveau hieven.
    Trotzdem muss die Frauen Bundesliga stark befürchten, dass die Top-Spielerinnen – ähnlich wie bei den Männern – vermehrt ins Ausland wechseln. Aktuell verlassen schon wieder mit Caro Hansen und Sara Däbritz zwei Top-Spielerinnen die Frauen-Bundesliga (FC Barca und PSG). Nach der Frauen WM in France könnten noch weitere folgen. Eine P.Harder
    ist ebenfalls stark umworben.

    Will man beim DFB und der Allianz-Frauen-BL dies alles nicht sehen ? Was tut man eigentlich marketing-technisch beim DFB und den Vereinen für den Frauenfussball ? Dies gilt ebenso für unsere hiesige Berichterstattung in den Medien (Zeitungen, Fernsehen, Internetseiten der Sportsender). Frauenfussball wird hier ziemlich stark negiert. In England gelingt es z.B. dem Frauenfussballverband 10 Mio Pfund von der Barclays Bank einzusammeln und in entsprechende Infrastruktur zu investieren. Man kommt eben nicht um die Frage herum ob man gewillt ist in den Frauenfussball zu investieren – wie es andere Länder und Vereine vormachen – oder ob man sich international mit Achtel-/Viertel-/Halbfinale zukünftig begnügt !! Unsere Frauen hätten Investitionen und bessere Gehälter sowohl beim DFB als auch in den Vereinen wirklich mehr als verdient !!
    Vielleicht würde dann auch mal wieder ein CL-Finale mit deutscher Beteiligung und > 10.000 Zuschauern auf den Fernsehbildschirmen zu sehen sein. Träume und Wünsche zu haben ist noch erlaubt…….

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  • enthusio sagt:

    Highlights vom Spiel Chelsea-Lyon:

    Demnach hat Chelsea sich im Rückspiel gut verkauft und möglicherweise in der Anfangsphase einen Handelfmeter bekommen müssen.

    Nach einer enttäuschenden Saison in der FA Women’s Super League ist Chelsea allerdings in der nächsten Saison in der WCL nicht dabei, stattdessen der frischgebackene englische Meister Arsenal London (u.a. mit Miedema, Kemme und Wälti) sowie erneut Manchester City.

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  • balea sagt:

    Da hat Chelsea Lyon ja ziemlich im Schwitzkasten gehabt, anders als WOB. Die Gewichte in Europa verlagern sich. Scheinbar zeigt sich, dass der DFB und die grossen „Gönner“ des FF in D der Entwicklung der Liga nachhaltig schaden. Klimawandel im FF.

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  • Bernd sagt:

    @ balea
    „Scheinbar zeigt sich, dass der DFB und die grossen „Gönner“ des FF in D der Entwicklung der Liga nachhaltig schaden.“

    Wenn andere Ligen aufholen, wieso bedeutet dies, dass der DFB und die Grossen „Gönner“ der Liga nachhaltig schaden?

    Ein Freund hatte im Tischtennis früher keine Chance gegen mich, dann hat er sich weiterentwickelt und ich verliere immer öfter.
    Die Spiele gegen Ihn haben mir sicher nicht geschadet, sondern auch mich weitergebracht! Wenn andere internationale Teams mittlerweilen besser geworden sind (u.a. auch durch deutsche Spielerinnen), kann ich nicht erkennen, wo daraus ein nachhaltiger Schaden für die „Liga“ resultiert.
    Kannst Du mir das mal verständlicher erklären?

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