Verena Hagedorn verlässt Bayer 04 Leverkusen

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Frauenfußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen und seine Trainerin Verena Hagedorn werden nach der Saison getrennter Wege gehen.

Verlässt Bayer 04 Leverkusen zum Saisonende: Verena Hagedorn © imago / pmk

Die 36-Jährige wird auf eigenen Wunsch in ihre Position als Verbandssport-Lehrerin beim Fußball-Verband Mittelrhein zurückkehren, die sie bereits von 2007 bis 2016 bekleidete.

Klassenerhalt als Ziel

Verena Hagedorn erklärt: „Für die Zukunft wünsche ich dem Verein und der Mannschaft alles Gute. Aber Vorrang hat die Gegenwart. In den kommenden Wochen werden wir gemeinsam weiterhin alles dafür geben, die Klasse zu halten.“

Entscheidung schweren Herzens akzeptiert

Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes meint: „Verena Hagedorn hat in den vergangenen zwei Jahren tolle Arbeit geleistet und wir sind sicher, dass sie die laufende Saison mit unserem Frauen-Team zu einem erfolgreichen Abschluss bringen wird. Dass sich Verena danach wieder der Nachwuchsarbeit widmen möchte, haben wir schweren Herzens akzeptiert. Diesem leidenschaftlichen Wunsch wollten wir uns letztlich nicht verschließen.“

Mein Leben als Hope Solo
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  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 25.01.2020 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

28 KOMMENTARE

  1. Für die vakante Stelle als Cheftrainer bei Bayer Leverkusen wäre doch Thomas Wörle ein prima Nachfolger von Verena Hagedorn. 🙂

  2. ich möchte ihr ankreiden, das sie in der hinrunde, eigentlich die ganze saison durch, gefühlt in jedem spiel eine neue aufstellung gebracht hat. das brachte sicher eine menge unsicherheit ins team.
    sehr schade.
    ich finde, es hätte besser laufen können.

    alles gute, frau hagedorn.

  3. Bayer-Leverkusen ein riesiger Chemie Konzern vergleichbar mit VW Wolfsburg. Die Einnahmen aus der 1 Liga Männer liegen um die 150.000000 Euro. (https://fussball-geld.de/einnahmetabelle-der-1-bundesliga/) Eigentlich müsste die Werks 11 gut gerüstet sein. In Sachen finanzielle Transparenz und Struktur der Frauenabteilung findet man allerdings Nichts.
    Seit Jahren kämpft diese Frauschaft um den Ligaerhalt und das auf Amateur Niveau. Bei diesem Hintergrund ein Skandal! Wenn man die Liste der Spielerinnen ansieht die in den letzten Jahren das Weite gesucht haben wundert mich der Abgang von Verena Hagedorn nicht. Allerdings trifft diese Erkenntnis auf die meisten Frauenabteilungen zu die an große Männerclubs gekoppelt sind!

  4. @Rudi
    FF hat in der ersten Liga nebenbei etwas mit Geld zu tun. Wie Volker ganz richtig ausgeführt hat, müsste auch Leverkusen bei dem sehr potenten Hauptsponsor eigentlich gute Ausgangskonditionen haben. Ich habe mit meiner Bemerkung lediglich ein weiteres Puzzlestein dazu getan. Es ist auffällig, dass diese beiden Konzerne – beide sehr tätig im Bereich Fussball – sich im operativen Geschäft durch durch Fehlentscheidungen hervorgetan haben und unter einem Geschäfts- und Imageproblem leiden. VW nutzt das „Vehikel“ Fussball verstärkt, um dagegen anzugehen (siehe auch Hauptsponsor der Männernatio), offenbar tut Bayer dies (noch?) nicht.
    Was ist falsch daran auf solche Rahmenbedingungen der Sportart hinzuweisen? Oder ist es nur deswegen falsch, weil ich das tue?

  5. balea sagt:
    14. April 2019 um 20.47 Uhr Uhr
    Was ist falsch daran auf solche Rahmenbedingungen der Sportart hinzuweisen? Oder ist es nur deswegen falsch, weil ich das tue?

    Das wäre fatal und einer guten Diskussion abträglich.
    Auch bei WERDER wurde oder wird ein/ DER Sponsor kritisiert. Über „Wiesenhof“ bin ich selber auch nicht glücklich. Wenn ich aber lese, was bei WERDER durch diesen Sponsor – seinen Chef – möglich gemacht wurde (Claudio Pizarro) dann kann ich mich nur über diesen Sponsor freuen.
    Und ja, es müsste einiges mehr dieser Sponsorengelder in den Frauenfußball investiert werden. Auch aber nicht nur bei WERDER.

  6. @balea,
    was ist eigentlich falsch wenn sich Firmen im Sport als Sponsor und Geldgeber einbringen. Ohne solche Sponsoren und ihre Gelder wäre es einigen Sportlern, egal in welchen Sportarten, nicht möglich Spitzenleistungen zu erbringen. VW und Bayer engagieren sich in vielen Sportarten und ja ich begrüße das auch. Dass bei VW mit dem Dieseldesaster und bei Bayer mit dem Fehler Monsanto zu kaufen einiges nicht gut gelaufen ist, ist ja auch unbestritten. Aber wer hat in diesen beiden Konzernen diese Fehler gemacht, doch nicht der Arbeiter oder Arbeiterin am Fließband und doch nicht die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen. Das waren Fehler von Spitzenmanager ( z.B. Winterkorn bei VW und Baumann bei Bayer ) um nur zwei Namen zu nennen. Bedenke doch auch mal wie viele Arbeitsplätze diese Firmen in Deutschland und anderen Ländern schaffen und erhalten. Dein Fehler ist ist dass du diese Fehler ( Dieselskandal u. Monsantokauf ) von einigen Personen dem Frauenfußball der dortigen Vereine indirekt unterstellst.Das hat doch nichts mit dem Frauenfußball zu tun. Daimler-Benz um nur noch einen Konzern zu nennen war bis vor Kurzem noch Sponsor der Männernatio und hast du heute schon die Nachrichten wegen des Dieselskandal von Mercedes gehört? Daimler ist auch einer der Sponsoren der Frauennatio. Wo aber bleibt da deine Kritik? Viele Firmen machen Fehler, manche Größere und manche nur sehr kleine Fehler. Ich war lange Jahre Betriebsrat bei eine großen Firma in München und weis wovon ich rede. Warum sich Bayer in Leverkusen beim Frauenfußball nicht mehr einbringt kann ich dir nicht sagen.

  7. Sponsor ja, Eigner nein! Und ja, dass es gerade Bayer und VW sind, ist noch bitterer, wenn man deren Geschichte bedenkt! Ebenso wenig wäre ich glücklich, ein Team in der BL mit dem Eigner Hugo Boss zu sehen.

    Monsanto oder Wiesenhof sind dagegen kleine Fische, nicht mal der Erwähnung wert!

  8. @Rudi
    Ich habe niemals den Sportlerinnen in irgendeiner Weise unterstellt, dass sie persönlich irgendetwas mit irgendwelchen Fehlern, die bei den Sponsoren gemacht, zu tun haben oder dafür in Haftung zu nehmen seien. Das Gegenteil ist der Fall: Meine Kritik zielt darauf ab, dass der Sport leider zu sehr in eine Abhängigkeit geraten ist, aus dem er schlecht entkommen kann, wenn es da jeweils zu starke Einzelsponsoren mit grundsätzlich sportfernen Interessen gibt. Der Sport selbst wird dann zum Spielball. Gehts gut, dann geht es eben gut, sieht es schlecht aus, kann es so oder so ausgehen. Was leider als „Mittlerinstanz“ ziemlich ausfällt ist der Verband – DFB – der unter seinen eigenen Problemen leidet.

    Der FF in D ist noch lange nicht soweit, sich selbstständig zu unterhalten (wenn man gleichzeitig den Anspruch auf Weltklasse aufrecht erhalten will) – dann sollte man aber tunlichst darauf achten, die finanziellen Rahmenbedingungen möglichst frei von zu dominanten sportfernen Interessen und Einflüssen zu halten. Denn genau dadurch gerät er auch in den zweifelhaften Ruch und Abhängigkeit der manchmal anrüchigen Sponsoren.

  9. @Fan2

    sorry – Monsanto ist alles andere als ein „kleiner Fisch“.
    Umsatz weltweit mehr als 14 Mrd $, Kaufpreis 63 Mrd $ (das wievielfache des Budgets der Fussballmanschaften?). Mitarbeiter: 23.300.
    Entschädigungsklagen meines Wissens zuletzt über 10.000 allein in den USA, denen zuletzt mit zweistelligen Millionenbeträgen Recht gegeben wurde. Das ist definitiv kein kleiner Fisch.

    Wiesenhof ist dagegen nur ein bundesweit tätiges Unternehmen. Die Mutter PHW-Gruppe schlachtet laut Wikipedia pro Woche 4,5 Mio Hähnchen. Das nennt man dann wohl einen kleinen Fisch.

  10. @Fan2,
    wenn es nicht WOB wäre dann wäre dir das ziemlich egal oder sogar recht.Mit der Geschichte von Bayer und VW meinst du sicher den Dieselskandal und den Monsantokauf? Beide Firmen haben für ihre Vergehen bereits Milliardenstrafen bezahlt. Schuldige Personen wurden entlassen bzw. mussten ihren Hut nehmen ( Winterkorn ) einer der VW-Manager sitzt in den USA in Haft.Aber dass diese Firmen auch hundertausende von Arbeitsplätzen geschaffen haben und erhalten ist dir ziemlich egal. Der VfL Wolfsburg ist eine Tochterfirma von VW und was soll daran so schlimm sein? Wie es sich bei Bayer verhält weis ich nicht. Aber wie schon mehrfach von mir geschrieben, treibt dich der Hass und Neid auf den Verein VfL Wolfsburg zu solchen Kommentaren. Und du glaubst dass Firmen wenn sie „nur“ Sponsoren sind deshalb besser oder schlechter sind?

  11. @balea,
    und warum schreibst du dann solche Beiträge? Zum Wechsel von Feli Rauch nach WOB ist dir nur das Wort widerlich eingefallen. Findest du das fair? Zu manch anderen Beiträgen wenn es um WOB geht erwähnst du den Dieselskandal. Was hat das mit Frauenfußball zu tun? Jetzt hast du auch noch Leverkusen im Visier, mit deiner Anmerkung zum Monsantokauf von Bayer. Hat das was mit Sport zu tun? Du kannst ja Vereine kritisieren, aber dann in fairer Art und Weise. Ein letzter Satz noch zu deinem letzten Absatz mit den sportfernen Einflüssen und Interessen. Wenn es kein Geld von Sponsoren und Teilhabern gibt, dann gibt es auch den FF nicht mehr auf hohem Niveau. Schau doch mal in`s Ausland wie sich da Firmen im FF engagieren. Und damit den FF in diesen Ländern unterstützen und voran bringen. Wenn sich bei uns keine Firmen im FF engagieren ist der FF in Deutschland auf internationaler Ebene und auch National dem Ende nah.

  12. @balea: Ich habe nicht behauptet, dass Monsanto ein kleiner Fisch ist. Ich habe nur gesagt, dass Monsanto gegen das, worin Bayer und VW schon involviert waren, ein kleiner Fisch ist. Und in diesen Fällen sind niemals adäquate Entschädigungen geflossen und auch die Verantwortlichen nie zur Rechenschaft gezogen worden.
    Der Hinweis auf Hugo Boss war dachte ich eindeutig genug.

    Und doch, es gibt einen Unterschied zwischen Eigner und Sponsor. Ein Sponsor schließt einen Vertrag ab, der ihm Werbefläche verschafft, aber keinen bzw. keinen absoluten Einfluss auf die Klubführung gewährt. Die Selbständigkeit des Klubs als Verein bleibt erhalten.

  13. „Ich habe nicht behauptet, dass Monsanto ein kleiner Fisch ist. Ich habe nur gesagt, dass Monsanto gegen das, worin Bayer und VW schon involviert waren, ein kleiner Fisch ist. Und in diesen Fällen sind niemals adäquate Entschädigungen geflossen und auch die Verantwortlichen nie zur Rechenschaft gezogen worden.
    Der Hinweis auf Hugo Boss war dachte ich eindeutig genug.“
    ———————————————————-
    Das wird ja immer schlimmer mit Dir. Als wenn es nicht reichen würde, den Verein WOB als Nutznießer des Dieselskandales hinzustellen, nein die Verbindung von V W zum Hitlerregime muß jetzt auch noch herhalten. Bei diesen Verknüpfungen bin ich sehr erstaunt aber auch froh, dass Dir WOB ja gleichgültig ist.

  14. Carly B sagt (zu Fan2):
    15. April 2019 um 14.48 Uhr Uhr
    Das wird ja immer schlimmer mit Dir. Als wenn es nicht reichen würde, den Verein WOB als Nutznießer des Dieselskandales hinzustellen, nein die Verbindung von V W zum Hitlerregime muß jetzt auch noch herhalten.
    —–
    Jetzt sollte die Diskussion aber beendet werden. Wenn schon A.H. hier mit einfließt (bei Carly B).

  15. Ein paar Bemerkungen möchte ich aber dieser Diskussion doch noch anfügen:

    – Eigner/Sponsor: In der Hinsicht geschenkt, dass es mir um den Haupteinfluss auf den Verein geht.

    – NS Geschichte: Wenn man nur ein wenig gräbt, haben fast alle deutsche Unternehmen und Institutionen eine solche. Das ist also nicht der Punkt, sondern, wie sich betreffende Einrichtung dazu verhält. Ich kann weder für VW, Bayer oder sonst jemanden eine fundierte Beurteilung abgeben, aber weiss aus der Beobachtung der Bundesministerien, wie schwer die sich tun, ihre damalige Rolle erstmals wissenschaftlich aufzuarbeiten. Das kann man einerseits bedauern, andererseits sind alle solche Bemühungen zu begrüssen. Was ich ganz konkret bezeugen kann ist die Tatsache, dass viele (alte wie jüngere) Menschen aus dem (diversen) Ausland die diversen Anstrengungen in Deutschland, sich seiner Vergangenheit zu stellen und halbwegs bewusst damit umzugehen, sehr positiv zur Kenntnis nehmen und sich für ihre Länder davon nützliche Anregungen holen. Anderswo liegen nämlich auch Leichen im Keller.

    – Womit ich versuche, ein klein wenig wieder die Kurve zu kriegen: Ein Blick in die Geschichte und in das, was ich „Rahmenbedingungen“ nenne, ist auch beim FF nicht falsch. Er sollte aber natürlich „sinnstiftend“ sein, weswegen ich die NS – Bezüge auch für etwas nutzlos halte. Bauchschmerzen habe ich aber grundsätzlich dabei, wenn ich den Eindruck habe, das Engagement des sportfernen „Partners“ dient eher dem whitewashing des Images als sonstwas. Nein: (hier) die Unternehmen sollen sich erstmal aktiv, transparent und glaubhaft ihren hausgemachten Problemen stellen (so gehört sich das einfach) und dann dürfen sie von ihren ehrlich und von Herzen gegönnten Gewinnen auch sportliche und andere Aktivitäten sponsorn, fördern und unterstützen.

    – Jeder sollte sich auch bitte nochmal klar machen, dass vor 30 Jahren der FF noch in einer ganz anderen Situation steckte (Wim Thoelke). Dass die Frauen weitgehend SICH SELBST diesen Sport, dieses Feld und ihre Besonderheit erkämpft haben ist NICHT das Verdienst von Sponsoren oder Unternehmen. Nicht mal der des DFBs. Diese kleine Wahrheit sollte doch nun jeder Interessierte des FF ins Herz schliessen und bei seinen tiefgründigen Überlegungen mitbedenken.

    – Dann muss ich noch eine letzte Bemerkung zu Rauch machen: Als ich von ihrem Wechsel hörte war ich massiv überrascht und enttäuscht und so kam meine sehr knappe Reaktion zustande. Ich hatte fest mit einem Wechsel ins englischsprachige Ausland gerechnet, da sie sich auf ihren accounts grundsätzlich nur noch in englisch äussert. Ich bin den ganzen Tag überwiegend sehr rational gefordert und beim Hobby FF auch mal eher emotional dabei.

  16. @balea: Es lohnt sich, mit der Thematik zu beschäftigen. Mir ist bewusst, dass Bayer und VW nicht die einzige sind, die dieses Thema in ihrer Geschichte haben. Aber es ist für mich schon immer die Frage, 1. Wie sehr ein Konzern involviert war, 2. in was er involviert war und 3. wie er damit umgeht. Und gerade bei den ersten beiden sind VW (ein Konzern, ja, eine Stadt, die es so sonst gar nicht gäbe, und ein Konzern, der auf der Liste der zu zerschlagenden stand) und Bayer (der Nachfolgekonzern der IG Farben) ganz weit vorn.
    Ich persönlich finde es halt befremdlich, dass gerade solche Konzerne es sind, die eine Ausnahme von 50+1 erhalten und für die Bundesliga-Clubs werben…

    Ich als Spielerin würde mir schon darüber Gedanken machen, ob ich wirklich diese Firmenlogos auf der Brust tragen möchte, Wissens, worin konkret diese Firmen mal involviert waren und wie sie überhaupt ihren Aufstieg realisiert haben. Sich darüber wenigstens Gedanken zu machen, gehört meines Erachtens als geschichtsbewusster Mensch einfach dazu.
    Und wie gesagt, wenn Monsanto und Wiesenhof die Leute schon auf die Palme bringt, dann sollte sie auch das aufregen.

  17. @Sheldon/Fan2

    Nun „krieg“ dich mal wieder ein.

    Du betreibst über einen Konzern-Namen eine Art „Sippenhaft“ von Menschen, die mit den Geschehnissen der Vergangenheit zwar konfrontiert, aber überwiegend in dieser Zeit noch gar nicht gelebt haben.

    Die Entscheidungen, sich dem Regime vor 1945, anzupassen oder es zu unterstützen, ob freiwillig oder unter Zwang, so wie sich die Menschen auch zum DDR-Regime einstellten oder anpassten, sind immer von den damaligen Personen getroffen worden und nicht von einem Konzern-Namen.

    Der VFL WOB ist aus einer Interessengruppe von Fabrikarbeitern entstanden, so wie zufällig auch die Farben grün und weiß, da keine anders gefärbten Textilien vorhanden waren und diese dann sogar von der Stadt als Stadtfarben übernommen wurden.

    Als größter Arbeitgeber der Stadt hatte VW im Rahmen seiner sozialen Verpflichtung gegenüber seinen Mitarbeitern alle Sportvereine der Stadt und der Umgebung (Einzugsgebiet der im Werk Arbeitenden)mit Fördermitteln versehen und das eben schon seit den Gründungsjahren dieser Vereine.

    Was du daraus versuchst abzuleiten, würde in der Konsequez dann auch erfordern, daß sich jede deutsche N-11-Spielerin genauso überlegen sollte dann auch den Bundesadler auf der Brust zu tragen.

    Vielleicht hast oder hattest du ja auch einen Arbeitgeber, der sich noch aus der entsprechenden Zeit entwickelt hat und du dir sehr intensiv darüber Gedanken gemacht hast, ob du in dessen Dienste eintreten solltest.

    Da kann man nur konstatieren: „Irrungen und Wirrungen“.

  18. @Altwolf: Das bleibt jeder Spielerin überlassen, sich darüber Gedanken zu machen. Sie kann sich auch in einer anderen Nation einbürgern lassen und für diese antreten, wenn sie damit ein Problem hat.

    Mir ist durchaus bewusst, dass es viele Unternehmen gibt, die in irgendeiner Form involviert waren oder profitiert haben. Das ist unbestritten.
    Doch es gibt für mich drei Grenzen: 1. Unternehmen, die ihre heutige Stellung ohne diese Zeit niemals haben würden. 2. Unternehmen, die an bestimmten Verbrechen gegen die Menschlichkeit direkt oder indirekt involviert waren. 3. Unternehmen, die ihre eigene Vergangenheit nicht adäquat aufgearbeitet haben.

    Ich nehme mal ein Beispiel: Ich glaube, dass hier einige Personen doch große Probleme hätten, wenn Heckler und Koch auf ihren Trikots werben würde. Wenn es schon bei Wiesenhof so ist.

    Ich nehme hier niemanden in Sippenhaft. Ich würde mir nur wünschen, dass Fans und Spielerinnen wissen, was sie tun und was der Konzern, den sie effektiv unterstützen getan hat. Jede der Spielerinnen geht freiwillig zu einem bestimmten Verein, jeder Fan wählt freiwillig, wen er unterstützt. Und wie gesagt, ich persönlich kann nicht verstehen, wieso man sich da ausgerechnet einen Arbeitgeber oder einen Verein sucht und unterstützt, der mit diesen Dingen assoziiert ist.

  19. @Sheldon/Fan2

    So kommst du aber nicht aus der Nummer heraus.

    Die Ebene mit der Überlegung das Logo einer Firma zu tragen ist nicht die Ebene auf der man entscheidet, in welchem Land man leben bzw. welcher Staatsangehörigkeit man angehören will.

    Die von dir vorgegebene Ebene ist die, die bei jeder Berufung einer Spielerin in die N-11 besteht und jede von denen müsste sich zuvor, zumindest nach deinen Kriterien, sich im Klaren sein, welchen Schritt sie dabei geht und mit welcher Vergangenheit sie dabei zurecht kommen muß.
    Eine völlig überzogener und überfrachteter moralischer Anspruch.

    Abgesehen davon hat sich Volkswagen zu der Verantwortung aus dieser Zeit bekannt, diese Zeit auch aufgearbeitet und führt dies auch in der Thematik noch fort.

  20. @Altwolf: Das stimmt so nicht. Jede Spielerin muss sich einmal entscheiden, wenn sie die erste Berufung annimmt, ob sie dies grundsätzlich tun kann. Denn normalerweise passieren die Dinge, die ich meine, nicht tagtäglich, so dass man sich nicht tagtäglich wieder die Frage stellen muss. Durchaus sehe ich bei den Spielerinnen als öffentlichen Personen die moralische Pflicht, darüber zu reflektieren, ob sie dieses Land international vertreten können und möchten.

    Noch viel mehr sehe ich diese Pflicht, wenn es um den Verein geht, bei dem ich nicht durch meine Staatsbürgerschaft gebunden bin, sondern frei wählen kann.

  21. Ich muss Fan2 da auch eher widersprechen: Das klingt durchaus ein wenig nach Sippenhaft, was Du da über die Stadt, bzw den Unternehmen den Vereinen und dann den Spielerinnen aufbürdest. Meiner Ansicht wird da kein Schuh draus. Das führt am Ende lediglich zu Stigmatisierungen: Habe ich zB im Karli erlebt, als ich von einem Bayern München Fan als Stasi tituliert wurde – nach der Logik: Ossi Verein, Ossi Fan, muss Ossi sein, also Stasi. Wo soll man da anfangen, bei derlei Logik?

    Für mich bleibt die aktuelle und glaubhafte Auseinandersetzung mit den eigenen „Fehlleistungen“ ein wichtiger Maßstab, inwieweit ich mich mit so dominanten Zuwendungen wie im Fall WOB „wohlfühlen“ kann oder nicht.
    Einen gewissen Werbeeffekt will ich gern zugestehen, das ist statthaft – aber sehr schnell ist die Grenze zum whitewashing überschritten und das Ganze grenzt an … naja ich verkneif mir die Begriffe.

    VW ist leider nicht glaubwürdig, eindeutig nicht. Und das nicht nur was ihr Verhalten beim Dieselgate betrifft, sondern auch auch im „wolkigen Umfeld“ ihrer gesellschaftlichen Aktivitäten. Man nehme nur mal die Entlassung des Direktors des Kunstmuseums WOB, Ralf Beil.
    „Die von Beil für 2019/2020 geplante Ausstellung Oil – Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters führte vermutlich neben anderen automobilkritischen Exponaten zur Entlassung Beils.“
    Das schreibt relativ neutral Wikipedia. Wer mag findet in den Kulturkommentaren der Presse deutlicheres.

    Kunst, Kultur, Sport…. Events, Erfolge und Gefühle.
    So schwierig sind die Zusammenhänge nicht. Für VW steht der Marketingzweck derart klar im Vordergrund, dass ich ihnen jeglichen philantropischen Impetus leider nicht abkaufe. Und damit bleibe ich bei meinen Bauchschmerzen, was ihre Aktivität beim FF angeht.

  22. wenn ich die Schwedinnen spielen sehe in ihrer Liga, sind die vollgeklebt mit Werbung die Ladies, die habe ganz viele Sponsoren,ist mir immer schon aufgefallen und in England und Schottland gibt es bei natio sowie Liga neue Sponsoren auch bei Irland meine ich gelesen zu haben.

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