DFB-Frauen spielen remis gegen Japan

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Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf trennte sich in einem Testspiel gegen Japan mit einem Unentschieden – trotz zweimaligen Rückstands und zweier individueller Patzer.

Niederlage verhindert: Svenja Huth (2. v. li.) erzielte den Ausgleich © imago / Nordphoto

Beim 2:2 (0:1) vor 4.804 Zuschauern in Paderborn brachten sich die DFB-Frauen durch eine schwache erste Halbzeit und zwei individuelle Fehler von Torhüterin Almuth Schult um einen möglichen Erfolg.

Japan geht in Führung

Yui Hasegawa nutzte eine Abspielfehler von Schult zur nicht unverdienten Führung (35.). In der zweiten Halbzeit gelang der verbesserten DFB-Elf durch Alex Popp per Kopf der Ausgleich (53.).

Schult patzt erneut

Einen weiteren Fehler von Schult nutzten die Japanerinnen kaltblütig aus, die Ex-Frankfurterin Kumi Yokoyama erzielte die neuerliche japanische Führung (69.). Svenja Huth nutzte einen Fehler der japanischen Torhüterin Chika Hirao zum Ausgleich (72.).

Siegchancen auf beiden Seiten

In der turbulenten Schlussphase hatten beide Teams Chancen zum Sieg. Pauline Bremer rettete auf der Linie (90.), Dzsenifer Marozsán hatte in der Nachspielzeit die letzte gute Torchance beim insgesamt leistungsgerechten Unentschieden.

Deutschland – Japan 2:2 (0:1)
Deutschland: Schult – Hendrich (75. Dallmann), Hegering, Elsig (46. Doorsoun), Schweers (46. Knaak) – Oberdorf (46. Goeßling), Magull – Huth, Maroszan, Gwinn – Popp (81. Bremer)
Japan: Hirao – Shimizu (72. Miyagawa), Kumagai, Minami, Sameshima – Miura (83. Naomoto), Sugita – Nakajima (83. Ueki), Hasegawa – Endo (55. Kobayashi), Sugasawa (55. Yokoyama)
Tore: 0:1 Hasegawa (35.), 1:1 Popp (53.), 1:2 Yokoyama (69.), 2:2 Huth (73.)
Schiedsrichterin: Esther Staubli (Schweiz)
Gelbe Karten: Keine
Zuschauer: 4.804

Mein Leben als Hope Solo
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Mein Leben als Hope Solo
  • 340 Seiten - 01.07.2013 (Veröffentlichungsdatum) - Edel Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 26.01.2020 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

41 KOMMENTARE

  1. Es wäre schon ein Anfang, mal auf Pannen-Queen Schult zu verzichten. Dafür muss man nicht einmal zaubern können….

  2. Randbemerkung: Almuth Schult sollte bei nächsten gemeinsamen Kochen für alle Königsberger Klopse kochen… 😉

    O.K. – war ein blöder Kalauer, aber abgesehen von diesen beiden Quasi-Eigentoren fand ich die erste Halbzeit ausgesprochen interessant, und zwar wegen der Sache, nicht funktionierte: Tempoveränderungen.

    Soweit ich es richtig verstanden habe, sollte die Mannschaft teilweise passiv agieren und die Japanerinnen im Mittelfeld agieren lassen, um dann aber auch wieder ins Pressing zu gehen und auch durch Kombinationsfussball eigenen Ballbesitz und Spielkontrolle zu erreichen.

    Dazu braucht man aber diesbezüglich erfahrene Leute auf den „6ern“, die von hinten heraus das Tempo variieren können.

    Um das zu erreichen war die Mannschaft aber anfangs falsch aufgestellt. Von einer 17-jährigen ein derart spielprägendes Verhalten zu erwarten, war keine gute Idee. Damit kann man jemanden letztendlich sogar ordentlich verunsichern.

    Aber egal, es war ja nur ein Test, bei dem einige wegen Grippe fehlten und bei dem die Torhüterin offensichtlich immer noch nicht die Masern-Folgen komplett überstanden hat.

    Auf jeden Fall war das Spiel unterhaltsam.

    Jetzt bin ich mal gespannt, wer alles nominiert werden wird.

  3. Hier stimmte wiedermal so gut wie gar nix! Da kann man sich vornehmen, was man will, wenn sich keine an die Vorgaben auch nur annähernd hält. Da haben ausnahmslos Alle Fehler gemacht!
    Popp seit zig Spielen beim Vfl und auch in der N11 total neben der Spur, sollte mal auf der Bank zur Ruhe kommen und sich selbstkritisch hinterfragen, was da auch bei ihr falsch läuft.
    Mit einer Magull allein, kann man Japan keine Angst einjagen. Dallmann hätte in die Start11 gehört und nicht Oberdorf!

  4. Konnte nur die 2.Halbzeit sehen.
    Almuth Schult hat heute sicher keine Pluspunkte gesammelt… 🙂 kann passieren.
    Und sonst war es eben ein Test, nicht mehr und nicht weniger.
    Tschaun wir mal welche Schlüsse MVT daraus zieht.

  5. „Mitleid im Profi Sport ist ja eher Selten“ so als Frage definiert an Dzsenifer Marozsán eines ZDF Reporters. Dzsenifer antwortet “ Wir müssen Almut stärken. Ähnlich Svenja Huth und MVT „wir wissen was wir an ihr haben“. Für mich reicht das. Für andere die fragwürdigen Vorbildern folgend “ political nogo“ Aerials überschreiten müssen,wohl Nicht!
    Das Masern im Erwachsenden Alter sehr gefährlich sind sollte zum Allgemeinwissen gehören! Das es Sportler/innen gibt die den Eifer über die eigene Gesundheit setzen ist nicht Neu! Aber das ist im Fall Almuth natürlich reine Spekulation. Eifrig ist Sie Unsere Almuth jeder konnte sehen das Sie in den letzten Jahren an sich gearbeitet hat und richtig gute Leistung bringen kann! Manch mal ist es besser wenn man einfach die Schnauze hält und über den Begriff Solidarität nachdenkt. Ansonsten 3 Spiele 2 Siege gegen nicht als schwach geltende Gegner! Ich sehe auch dieses Spiel als einen gelungenen Test!

  6. Das man durch Amt`s Entnahme sein Amt bestätigt ist ein Widerspruch in sich.
    Im Fall Dzsenifer Marozsán aber irgendwie geil oder?

  7. Eine Pause täte A.Schult mal gut, mit Auftritten wie heute tut sie weder sich noch der N11 einen Gefallen. Am Ende haben sogar ihre Mitspielerinnen ein Einsehen gehabt und Schult nicht mehr angespielt.

    Goeßling hat der Abwehr in der 2. Hz. mehr Stabilität verliehen. Mich wundert aber immer wieder wie groß die Abstände zwischen den Innverteidigerinnen sind. Doorsoun kommt hoffentlich rechtzeitig wieder in Form und traut sich mehr zu. Auf den Außbahnen ist noch viel Luft nach oben. Schweers hat mich nicht unbedingt überzeugt. Hendrich hat zwar stabil gespielt, aber unter ihren Möglichkeiten.

    Zu den positiven Erkenntnissen der Testspiele: Hegering und Knaak haben ihre Chance genutzt. Vor allem Hegering ist gerade defensiv mit ihrer Übersicht und Ballsicherheit mehr als eine gute Alternative zu Demann, Leupolz & Co. Für Oberdorf kommt die WM m.E. noch zu früh.

    An guten Kreativspielern in der Offensive mangelt es momentan mit Maroszan, Magull und Dallmann nicht. Das Mittelfeldgespann M & M und als Absicherung dahinter Hegering hat mir heute jedenfalls gut gefallen. Das MF ist personell insgesamt gut und breit aufgestellt.

    Huth kommt sicher noch richtig in Fahrt. Gwinn und die fehlende Schüller könnten wechselweise noch für ordentlich Torwirbel sorgen. Eine Ausnahmestellung in der Mannschaft hat Popp als unverzichtbare Führungskraft und Kopfballungeheuer trotz kleinerer baltechnischen und spielerischen Schwächen.

    Wünsche MVT ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung des Kaders. Auch spielerisch und taktisch liegt bis zur WM noch genug Arbeit vor der BT.

  8. so habe das spiel nicht gesehen, aber das darf Almut bei der WM NICHT PASSIEREN, MEINE GELESEN ZU HABEN, DAS BIRGIT PRINZ JETZT BEI DER NATIO PSYCHOLOGIN IST
    SIE BRAUCH SUPPORT, DAS SIE INNERLICH RUHIGER WIRD, SONST WIRD DAS GANZE TEAM VERUNSICHERT, ABER MVT WIRD SCHON SICH DARÜBER GEDANKEN MACHEN, WER IST EURER MEINUNG NACH DIE DEUTSCHE NR.2 ?

  9. Ich finde essen wird zu stark geredet , Hegering was war das ? Dallmann, Oberdorf seit Wochen kein Bundesligaspiel gemacht ? Was läuft da ? Demann nicht dabei ? Alles zusammen ok,aber ein wenig Beziehungskiste ist schon dabei 🤢

  10. Und da ist man mal wieder schnell mit besonders „respektvollen“ Kommentaren dabei wenn sich insbes. b. A.Schult Fehler, Patzer oder wie immer man solche „Mißgeschicke“ nennen will, mal wieder eingestellt haben.

    Das hat mit ihrer zurückliegenden Masern-Infektion sicherlich nichts zu tun und für mich eine völlig überflüssige Anmerkung, sondern sind eher Konzentrationsschwächen, wie sie immer mal wieder, nicht nur bei Almut vorkommen, sondern auch bei allen ihren sowohl weiblichen als auch männlichen Kollegen.

    Natürlich fällt so ein „Patzer“ bei e. Torfrau immer deutlicher auf und wird auch gern wehementer kommentiert als die 3. o. 4. 100%- ige vergebene Torchance einer Stürmerin.

    Es ist das für eine Torfrau sicherlich im sogg. „modernen“ Fußball durch die Einbindung in die häufigen „Rückpaß-Orgien“ mit das Schwiergste, was sie bewältigen muß und wer sich entsprechend die Torfrauen /-männer mal genauer beim Spiel ansieht, kann feststellen, daß selbst ein M.Neuer ab und an seine Problem dabei hat.

    Statt wie Maro richtig sagt, Almut, die sich sicherlich am Meisten über diese Fehler ärgert, den Rücken zu stärken, sollten das die Zuschauer und auch die User hier ebenfalls tun.
    Ob man sie nun mag oder nicht, sie ist und bleibt die fähigste Torfrau hier in Deutschland.

    In wirklich entscheidenden Spielen hat sie so gut wie keine Fehler gezeigt, aber das wird halt gerne übersehen, wenn man mal wieder über sie „herziehen“ kann.
    Gute Leistungen sind da selbstverständlich, schlechtere darf und sollen auch kritisiert werden,aber sie teils “ lächerlich“ zu machen ist völlig deplaziert und wir sollten hier froh sein solch eine sehr gute Torfrau zu haben.

    All die anderen deutschen Torfrauen sind offenbar in der „Erinnerung“ vieler Kommentatoren ohne Fehler und haben sich schon mehrfach in Turnieren und Finalspielen auszeichnen können.

    Statt sich über A.Schult auszulassen sollte man sich wieder mehr mit dem Spiel und dem Gezeigten auf dem Platz auseinandersetzen.

  11. @ Volker

    Die Antworten von MVT und den Mitspielerinnen können natürlich interpretiert werden. Natürlich wird niemand vor der Kamera eine Spielerin der eigenen Mannschaft kritisieren. So dumm ist heute niemand mehr. Genauso ist es üblich immer das Team in den Vordergrund zu stellen und nicht die eigene Leistung. Jede und jeder ist immer „froh dem Team helfen zu können“ Zwischen den Zeilen kann man lesen und zwischen den Worten kann man hören. Almuth Schult ist sicherlich nicht mehr die unumstrittene Nummer 1. Mal schauen wer nächstes Spiel im Tor steht. Weitere Patzer wie heute, darf sie sich in den nächsten Spielen nicht mehr erlauben. Was ich nicht verstehen kann ist, warum Schult manchmal innerhalb kurzer Zeit die gleichen Fehler wiederholt.
    Erinnere mich an ein Spiel in der Vorsaison, in dem Caro Simon vom Mittelkreis aus trifft, da Schult zu weit vor dem Tor stand. Kurze Zeit später hätte Magull, im selben Spiel, fast ein Tor aus der eigenen Hälfte erzielt, da Schult wieder zu weit vor dem Kasten stand. Da der Schuss etwas zu kurz geriet konnte Schult den Schuss gerade noch mit den Fingerspitzen ablenken, sonst hätte sie auch dort zwei Tore wegen dem gleichen Fehler kassiert. Darf sie im Pokalspiel ausnahmsweise gerne wieder so machen.;)

  12. Witzfigur sagte:“Dallmann hätte in die Start11 gehört und nicht Oberdorf!“

    Das sehe ich nicht so, weil Lena Oberdorf in der ersten Hälfte so ziemlich als einzige konstruktive Aufbauspielzüge brachte. Es wäre aber eine zweite auf der 6er-Position erfahrene Spielerin neben ihr hilfreich gewesen wäre.

    Nachdem vorne das Spiel nicht so wie erhofft funktionierte, kann von den 6er-Positionen aus ordnend und strukturgebend eingegriffen werden. Im Klartext: Die 6er hätten das Spiel an sich reissen müssen, um Struktur zu erwirken.

    So etwas kann man aber von einer 17-jährigen, die gerade ihren zweiten Länderspieleinsatz hat, keinesfalls verlangen und erwarten.

    Lena Oberdorf ist auf dieser Position meiner Meinung nach sehr gut aufgehoben, aber wenn im Spiel etwas nicht so läuft, wie erwartet, dann braucht sie neben sich eine erfahrene Spielerin.

  13. Die Startaufstellung war schon sehr gewagt, Popp ist nicht in der Lage ein Team zuführen Sie hat mit ihrer Darstellung zu tun…
    Am besten ist sie im Strafraum aufgehoben .genau dort strahlt sie die meiste Gefahr aus.
    Überzeugt hat mich Hegering mit Übersicht und Ruhe hat sie die Bälle verteilt.
    Magull hat unermüdlich gekämft , Huth mit ihren Möglichkeiten, mehr aber nicht M, Marozhan fehlten einfach die Anspielstationen.
    Alle anderen standen auf Platz wie zu einen Ligaspiel, aber nicht wie in einer Frauen National 11.
    Viel Arbeit wenig Zeit.
    Hier gehört nicht nur Demann auch Schmidt noch in das Aufgebot.
    Spielerinnen mit Athletik und Übersicht Reaktionschnellikgeit Und Passgenauigkeit. Letzter mit sehr viel internationaler Erfahrung.

  14. Auf der Torhüterposition sollte es jetzt auch mal einen Umbruch geben, wie viele Böcke soll Frau Schult noch machen mit der Aussage „wir wissen was wir an Ihr haben“, was für ein Witz. Eine Feldspielerin hätte schon lange mal eine Denkpause auf der Bank bekommen, geht garnicht. Wenn immer vom Umbruch gesprochen wir dann auch im Tor, Merle Frohms hat es doch gegen Frankreich super gemacht und Fußball spielen kann Sie auch!

  15. Dass @Altwolf Almuth Schult in Schutz nimmt verstehe ich. Aber bei einer Torfrau (einem Torwart) wirken sich solche Patzer leicht sehr fatal aus. Als „Fliegenfänger“ wurden da schon einige bezeichnet und ihnen die Qualifikation für die Bundesliga abgesprochen.
    Wer solche Patzer hat, muss eben auch mit der entsprechenden Kritik klarkommen.

  16. Frau Schult ist unbestritten Liebling einiger „Kreise“. Mir dagegen läuft es leicht fröstelnd den Rücken herunter wenn sie den Schluss zieht:
    „Ich habe keine Angst vor weiteren Fehlern“.
    Na denn, auf in die WM.

  17. Auch wenn Altwolf Frau Schult in Schutz nimmt, so muss ich doch wieder Wasser in den Wein kippen, weil sie eben auch schon damals in Bad Neuenahr (für mich) genug Klöpse geliefert hat.
    Mir war bisher immer schleierhaft, was die Trainer(innen) an ihr finden und warum sie so protegiert wird. Da gibt es eine Menge Torhüterinnen, die ich weitaus besser finde als Almuth Schult. Eine davon wurde geopfert, als sie nach Wolfsburg wechselte. Die haben aber wohl kein Vitamin B oder sowas…Vielleicht sitzt sie ja auch an der Kaffeetafel von Springer, Mohn und Burda neben Silvia Neid.

  18. @Ritchie

    An den Fehlern von Almuth gibt es keinen Zweifel und ist bei solchen Konsequenzen für das Team natürlich enttäuschend.

    Mich stört der Umgang dabei mit solchen Vorgängen und zudem auch, wie relativ oberflächlich mit solchen doch sehr auffälligen Geschehnissen umgegangen wird.

    Vor noch nicht einmal 1 Woche hat A.Schult e. nahezu fehlerfreies Spiel gezeigt und zuletzt noch den möglichen Ausgleich der Schwedinnen noch verhindert.
    Bei diesem Spiel zeigt sie bei den besagten Fehlpässen Konzentrations- wie auch Koordinationsprobleme, wie sie allerdings mit diesen Konsequenzen bisher auch im Verein noch nicht vorgekommen sind.

    Auch wenn das hier nicht unbedingt hingehört und eigentlich von der medizinischen Betreuung geklärt sein sollte, ist das für mich ein Zyklusproblem, was letztendlich alle Frauen betrifft und natürlich gerade im Leistungssport zu berücksichtigen ist und entsprechend dort (nicht nur zur Verhütung durch die Pille)auch hormonell beeinflußt wird.
    Die damit bestehende Problematik hat gerade Maro erst, nur in e. anderen Form, durchmachen müssen.
    Je nach individueller Empfindlichkeit, treten dabei Stimmungsschwankungen, Gewichtsveränderungen und insbes. auch Konzentrationsstörungen auf.

    Auf den Fußball übertragen hätte man also im Idealfall zwei gleich gute Torfrauen mit unterschiedlichem Zyklus.

    Unabhängig davon hatte ich schon wiederholt kundgetan, daß ich die VFL-Spielerinnen nicht unbedingt in der N-11 sehen muß, sondern ich sie im Verein nicht missen möchte und so auch insbes. A.Schult nicht, auch wenn ich ab und an bei ihren „Aktionen“ auf der Tribüne sitzend tief durchatmen muß.

    M. Frohms ist fußballerisch sicherlich noch etwas besser als A.Schult, hat aber in der Strafraumbeherrschung und insbes. bei hohen Bällen nicht Almuts Qualitäten.

    Und nur mal so nebenbei: Hat man beim Spiel des SC gegen den VFL nicht auch ihr vorgeworfen beim Tor durch E.Pajor nicht ausreichend nah am kurzen Eck positioniert gewesen zu sein, weil auch sie mit e. Flanke rechnen mußte ?

    Wenn bei der eigenen Spieleröffnung vom MF in der Vorwärtsbewegung ein Fehlpass in die Beine der Gegenspielerin gespielt wird (ist gar nicht so selten der Fall) und die über e. schnelles Umschaltspiel dann das Tor, wird das dann auch so gehandhabt wie in diesem Fall ?

    @enthusio
    Danke. Dem Beitrag von D.Meuren kann ich mich anschließen.

  19. A. Schuldt leistet sich pro Saison 8-10 gravierende Fehler, und das seit Jahren. Ihre Quote im letzten Champions-League-Spiel und im Länderspiel gegen Japan ist aber auch für ihre Verhältnisse rekordverdächtig. Vielleicht sitzt sie nicht mit Frau Springer an einer Kaffeetafel, aber die zurückhaltende Berichterstattung und Kommunikation fast aller Medien ist schon erstaunlich.

  20. @Altwolf, obwohl ich Schult nach wie vor für eine sehr gute Torhüterin halte, finde ich das Ihre augenblickliche Form die Nominierung als absolute Nr. 1 in Frage stellt. Dabei denke ich weniger an die gestrigen Fehler, sondern vielmehr an die ersten drei Gegentore im Rückspiel gegen O L (und das war ein entscheidendes Spiel). Anderseits bin ich mir sicher, dass durch die Aussicht auf das Double mit WOB und auch mittels der anschließende WM-vorbereitung bei der N11, die entsprechende Form und Konzentration zurück kommen wird.

  21. Nun, wie wir heute gesehen haben, gibt es Frau zwei Schwachstellen im deutschen Team, um die man sich ganz große Morgen machen muss:
    1. Die Torhüterin – heute sieht man dann eben doch wieder einmal, dass man auch mit aller Gewalt aus Almuth Schult eben nicht die Torhüterin machen kann, die sie wohl nie werden wird. In all den Jahren hat Almuth Schult nie diese Fehler abstellen können. Schult wurde, und das ist jedem klar, damals nur als Nachfolgerin von Angerer ins N11-Tor gehievt, weil sie von allen talentierten Nachwuchstorhüterinnen nicht die beste, sondern vor allem die stromlinienförmigste war. Man hätte die Klasse einer Sarholz oder einer Schumann haben können, die zugegebenermaßen nicht unbedingt die allereinfachsten Typen waren, man hätte aber auch die Klasse einer Kathrin Längert haben können, die auch bereits mit 22 Jahren als Stammtorhüterin UEFA Cup-Siegerin geworden ist. Ja, selbst Alisa Vetterlein wäre in Frage gekommen.
    Und man hätte auch frühzeitig auf Laura Benkarth setzen können und das Intermezzo Schult damit schnell ad acta legen können. Aber nein, Neid setzt auf eine Keeperin von einem Zweitligisten, die dann auch noch auf Druck der N11-Trainerin nach Wolfsburg geholt wird und dabei mal eben CL-Sieg-Garantin Alisa Vetterlein abgesägt wird. Und trotz alle dem unterlaufen Schult auch heute noch dieselben bescheuerten Fehler wie eh und je.

    Doch die eigentliche Frage ist doch die: Selbst wenn man Schult ersetzen wollte, wer wäre dazu in der Lage? Benkarth wird wohl kaum rechtzeitig fit werden, und wenn, wäre das schon ein sehr riskanter Schritt, den MVT nie machen würde. Und ansonsten? Auch Schlüters Auftritte waren nicht wirklich überragend, und ob Frohms schon die Reife hat, ist fraglich.

    So schwer es auch fällt: Einen wirklich Weg an Schult vorbei scheint es noch nicht zu geben. Langfristig wird MVT nach der WM sicherlich eine Ablösung einleiten, ob es aber vor der WM noch dazu kommt, ist doch mehr als fraglich.

    Kleine Anmerkung Richtung @Altwolf: Das stimmt so nicht. Du wirst doch nicht etwa schon vergessen haben, dass Schult maßgeblich für das Aus des VfL in der CL mit verantwortlich war? Ich würde das schon als wichtiges Spiel ansehen. Und gegen darf man auch nicht vergessen, dass sie auch da beinahe ein Gegentore verschuldet hat, als sie zu einem Rückpass von Maro nicht entschlossen genug hinging.

    2. Die Chancenverwertung – das, was die Stürmerinnen in den letzten Spielen haben liegen lassen, ist schon beängstigend. Gegen Japan gab es dann auch mal wieder zwei Stürmerinnen-Tore zu bezeichnen, generell brauchen Popp und Huth aber viel zu viele Chancen, damit auch mal eine rein geht. Präzision, Antizipation und Timing stimmen einfach zu selten. Da hilft es auch nichts, wenn das Mittelfeld wieder großartig zaubert und Chancen herausspielt, wenn diese dann vor dem Tor regelmäßig schlampig vergeben werden. Aber auch hier: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Wer kann die Lũcke füllen? Am ehesten noch Schüller, vielleicht ja auch tatsächlich Islacker, Kayikci oder Petermann. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die, wenn sie jetzt noch nicht im Kader stehen, wirklich eine Chance bekommen werden.

    Am Ende wird dann vermutlich wieder so ein Viertelfinale wie gegen Japan 2011: 1000 Chancen vorne leicht fertig vergeben, hinten einmal nicht ganz auf gepasst und zack darf man die Koffer packen und nach Hause fahren.

  22. @Sheldon/Fan2

    Was die Nachfolge der N-11-Torhüterinnen betrifft und letztendlich A.Schult geworden ist, da sind dir einige nicht unwichtige Details entgangen.
    Das Torhüterinnenspiel hat sich geändert und durch die nicht mehr erlaubte Ballaufnahme bei eigenem Rückpaßspiel werden alle Törhüterinnen ganz anders gefordert. Beherrschte „Natze“ auf der Linie und im damals noch geschützten 5 m-Raum ihr Metier, so war sie im 16er und bei Zuspielen ein Risikofaktor und mit ihr wäre eine solche Spielweise, wie jetzt, nicht möglich gewesen. Auch sie hatte im Spiel mit dem Ball und bei Abstössen keine so überragenden Qualitäten.

    Die von dir angeführten 3 Beispiele hatten/haben ebenfalls nicht die jetzt geforderte fußballerische Qualität und haben auch in ihren Vereinen genauso ihre Fehler gemacht wie man A.Schult vorhält.

    Und nur mal zum Verständnis und Erinnerung.
    A.Schult wurde von B.Schröder aus Bad Neuenahr nach Potsdam geholt bzw. wollte er das. Dort wurde sie persönlich von den Anhängern Turbines abgelehnt und teils auch mit sehr unsportlichen Zurufen bedacht und erst im Nachhinein wurde sie dann von R.Kellermann verpflichtet, aber nicht weil Frau Neid es so wollte. Sie konnte diese Verpflichtung höchstens wohlwollend zur Kenntnis nehmen.

    Erst aufgrund dieser Verpflichtung hat sich bedauerlicher, aber auch verständlicher Weise, A.Vetterlein auf eigenen Wunsch vom VFL verabschiedet und nicht weil man sie nicht mehr haben wollte.

    Wenn die BTin überzeugt ist, daß sie sich auf A.Schult als Torfrau nicht mehr verlassen kann, dann wird sie diese Position wechseln müssen, aber ich sehe bisher keine Torhüterin, die als N.1 an ihre Stelle rücken kann ohne ein zumindest ebenso großes Risiko eingehen zu müssen.

    @Witzfigur

    Lisa Schmitz hat sicherlich ordentliche fußballerische Qualitäten, M.Kemper kann ich diesbezüglich nicht einschätzen, da die MSV-Abwehr meist um den 5m-Raum versammelt ist. Jedoch bei ihrer Körpergröße von e. Strafraumpräsenz bei evtl. Anwesenheit von Spielerinnen meist größer als sie, zu sprechen, ist wohl kaum möglich.

    @Ritchie
    Davon gehe ich auch aus und habe auch nichts gegen sachliche Kritik.

    @Charly B.

    Bei den ersten beiden Toren im Rückspiel hat sie leider einen Großteil mit dazu beigetragen.
    Beim 1. Tor frage ich mich allerdings auch, wo da die Mauer gestellt wurde und beim 2. half die Abwehr mit und Almut darf dann nicht mehr an die Füsse der Spielerin.

    @ bundle

    Statt solchen „Klatschbeitrag“ zu posten, solltest du dich lieber um ernsthafte, möglichst häufige Berichterstattung über den FF in den Medien bemühen. Wenn sowieso schon kaum etwas drin steht, müssen solche „dramatischen“ Neuigkeiten schon mal garnicht durch den Blätterwald „rauschen“ und den FF noch „klischeehafter“ der Öffentlichkeit darstellen.

  23. Die Ergebnisse von Länderspielen anderer Nationen:

    USA – Australien 5:3
    Frankreich – Japan 3:1
    Schottland – Chile 1:1
    England – Canada 0:1
    Spanien – Brasilien 2:1
    Polen – Italien 1:1
    Niederlande – Mexiko 2:0
    Südkorea – Island 2:3

    Südafrika – Jamaica 1:1

    Südkorea – Island 1:1
    Österreich – Schweden 0:2
    Schottland – Brasilien 1:0
    Nigeria – Canada 1:2
    England – Spanien 2:1
    Italien – Irland 2:1
    Frankreich – Dänemark 4:0
    Niederlande – Chile 7:0
    USA – Belgien 6:0
    Neuseeland – Norwegen 1:0 (in Marbella)

  24. Hallo Bernd
    Danke für deine Gegendarstellung, Das die Frauschaft geschlossen auftritt und nicht einzelne Spielerinnen in den Focus stellt ist richtig und auch Gut. Das überlässt man den Medien oder Leuten wie uns. Und da erfreuen sich diejenigen die mit der Holzhammer Logik die einfachsten Lösungen anbieten, der größten Beliebtheit. Doch, diese Dummheit gibt es Heutzutage und zwar proportional steigend zur Komplexität der Thematik! Ich wollte Almuth Schuldt in meinem Kommentar nicht in Schutz nehmen meine erste Reaktion beim Spiel und was ich gerufen habe würde hier nicht durch die Zensur gehen. Die zweite Reaktion war nicht anders nur kam der Wunsch nach „Auswechseln“ und Merle dazu.
    Später erst wurde mir klar das MVT genau das richtige getan hat indem Sie nicht wechselt .Die Unsicherheit von Almuth übertrug sich in der ersten HZ auf die komplette Frauschaft. Genau das war in der Vergangenheit das größte Thema in der Natio, Verunsicherung! In der 2 HZ sah es so aus als wäre das überwunden. Sehr gut Frau Tecklenburg! Noch mal zu den Fehlern, dem ersten Patzer von Almuth ging ein ungenauer Rückpass von Elsig vorab. Kein Freispruch sondern Einleitung Thema Rückpass, meiner Meinung nach viel zu oft angewendet und teilweise sogar überflüssig. Auch andere Torhüterinnen sind dadurch in gefährliche Situationen gekommen. Den zweiten „Bock“ kann man eindeutig als Eigentor werten. Aber das muss eine National-Spielerin verarbeiten können. Eine Menge Arbeit für´s Trainerteam und für Birgit Prinz. Die Nr.1 war oder ist Almuth Schuldt eigentlich schon lange nicht mehr, Horst Hrubesch sagte es schon Torhüterinnen sind für diese Frauschaft kein Thema.(wie viele Spiele machte Schuldt unter Hrubesch?!) Almuth erschien mir am Dienstag als völlig „durch den Wind“ das hat Ursachen ist aber in einem Testspiel keine Katastrophe!
    Was ich sehr Verachte und zutiefst Hasse sind Personen bezogene Negativ Kampagnen, Im Männerfußball ist diese Blödheit leider schon fast Tradition. Hier im Forum glücklicherweise noch Nicht!

  25. @ Alle
    Hab nach einem Video des 2:0 vom SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg gesucht als die Wölfinnen trotz Niederlage 2017 in Freiburg die Meisterschaft feiern konnten. Hat jemand einen link zu einem Video von diesem Spiel? Herzlichen Dank!

  26. @Bernd

    Ich hoffe, Du möchtest dir die schönen Tore deiner SC Spielerinnen (bzw. die von C.Simon)nochmals anschauen und nicht nur im Zusammenhang mit Almuts Fehlern ihre weit vor dem Tor stehende Position der „Fehlerliste“ noch hinzufügen zu wollen.

    Ich kann nur hoffen, daß MVT weiterhin zu ihr steht und Almut sich in den kommenden Spielen nerven- u. leistungsstark genug zeigt, denn ich habe immer mehr den Eindruck, daß sich, ob zu Recht oder Unrecht, viele eine „Demontage“ der Torhüterin Almut Schult wünschen, sei es auch nur um irgendjemand anderen im Tor sehen zu können.

  27. @Altwolf: Nur ein paar Rückfragen und Korrekturen meinerseits:
    1. Wie hättest du denn reagiert, wenn Dir als Torhüterin die designierte N11-Nachfolgerin vor die Nase gesetzt wird und klar ist, dass egal, wieviel Leistung du bringst (und wie kann man bitteschön mehr Leistung bringen denn als Garantin für den CL-Sieg – so viele Saves, wie Vetterlein im CL-Endspiel hatte, hatte Schult nicht in ihren drei Endspielen zusammen)? Frag dich das mal ganz ehrlich.
    Ich bin mir sicher, dass Wolfsburg häufiger die CL mit Vetterlein als mit Schult gewonnen hätte.
    In Wolfsburg hat man damals ohne Not eine Torhüterin verpflichtet, und zwar eine, von der die Bundestrainerin wollte, dass sie CL spielt. In Potsdam war sie nicht willkommen, also blieb eben nur Wolfsburg, die munter übers Stöckchen gesprungen sind. Von allen Spielerinnen bei Wolfsburg hatte Schult aber den geringsten Anteil an den Titel, und mit den größten Anteil an den nichtgewonnenen Titeln.

    2. Die Rückpassregel gibt es auch im FF seit 1992. Das war über 20 Jahre her, als es um die Nachfolge von Angerer ging. Keine der Spielerinnen, die da zur Wahl standen, kannte überhaupt noch Fußball ohne Rückpassregel. Insofern sehe ich nicht, dass diese Rückpassregel irgendeine Bedeutung hatte.
    Was aber von Bedeutung war, ist, was @Volker richtig bemerkt hat, dass es seit dem Manuel Neuer-Hype und insbesondere nach dem Guardiola-Tiki-Taka ständig zu unnötigen Rückpässen zur Torhüterin kommt. Das ist meines Erachtens Nonsens und führt eben genau zu solchen Situationen. Wenn man aber schon so spielen will, dann ist Almuth Schult einfach die falsche Person für dieses Spiel! Das hat sie nun mehr als genug bewiesen. Ich als Trainerin würde meinen Spielerinnen verbieten, auch nur noch einen Rückpass zu ihr zu spielen.

    Und dennoch: Ich habe die Torhüterdiskussion nicht aufgemacht, was Dir aufgefallen wäre, wenn du genau gelesen hättest. Wir haben noch ein Vorbereitungsspiel und das ist denke ich zu wenig, um einer Torhüterin die Sicherheit zu geben, die sie braucht. Es wäre jedenfalls eine riskante Entscheidung, so kurz vor dem Turnier die Torhüterin noch auszuwechseln.

    Aber, sieh an, sieh an, diese Diskussion wird von ganz anderer Seite eröffnet:

    https://www.soccerdonna.de/de/trotz-schult-patzern-voss-tecklenburg-will-keine-torhueter-diskussion/news/anzeigen_5729.html

    Auch wenn der Titel anders klingt, MVT lässt sich aktuell offenbar ganz bewusst die Möglichkeit offen, diesen Schritt noch zu vollziehen. Insbesondere ihr klares Bekenntnis zu Merle Frohms als Nr. 2 lässt in diesem Zusammenhang aufhorchen, denn eine klare Nr. 2 kann durchaus mit einer unsicheren Nr. 1 dann doch schnell noch einmal die Plätze wechseln.

    Vor diesem Hintergrund ist das DFB-Pokal-Finale dann doch nochmal besonders brisant, denn dort treffen beide noch einmal im direkten Vergleich in einem KO-Spiel aufeinander. Und je nach den Leistungen in diesem Spiel könnte die Torhüter-Diskussion dann doch noch einmal angeheizt werden. Wenn eine Trainerin sich das traut, kurzfristig noch an der Torhüterinnenposition zu schrauben, dann MVT.

    Überhaupt: Es sei noch einmal gesagt: Gerade, dass und wie diese Diskussion geführt wird, steht noch einmal ganz positiv für MVT, auch in radikalem Kontrast zu Neid.
    Während Neid ihre Kapitänin noch auf dem Spielfeld degradiert, wechselt MVT dann eben nicht aus, sondern lässt sie es zu Ende spielen (gerade bei einem Freundschaftsspiel), um dann aber auch ihre klaren Schlüsse daraus zu ziehen und vorschnelle Festlegungen zu vermeiden, selbst bei dieser Position! Dafür gebührt ihr Respekt. Sie ist endlich wieder eine Trainerin, die man ernst nehmen kann, was bei Neid spätestens seit der WM 2011 und auch bei Jones nicht der Fall war.

  28. Und noch ein letztes Wort zu Schult: Eines muss man im Vorhinein aber wissen, wenn man mit ihr in die WM geht. Die Gegner wissen jetzt, dass sie die Achillesverse im deutschen Spiel ist und dass sie eben zu Fehlern neigt. Und es werden Gegner kommen, die ihr Spiel ganz bewusst darauf ausrichten werden und dies auch können, Schult unter Druck zu setzen. Vielleicht noch nicht in der Vorrunde, aber ab dem Viertelfinale mit Sicherheit. Das wird ganz sicher auch MVT wissen und ganz genau abwägen, ob Schult tatsächlich sicher genug im eigenen Kasten ist.

  29. @Altwolf: Das hat nichts mit Demontage zu tun, sondern schlicht und ergreifend einfach damit, einzugestehen, dass Fußball ein Leistungssport ist und Spielerinnen dementsprechend nach Leistung oder eben Nicht-Leistung bewertet werden.
    Und da muss man schon sagen: Ja, andere Spielerinnen machen auch Fehler, aber die Fehlerquote von Schult steht in keinem Verhältnis, wie selten sie überhaupt in ihrem Tor ernsthaft gefordert wird. Ich kann mich jedenfalls an keine einzige echte Glanzparade aus den letzten 4-5 Jahren von ihr erinnern. Solide ja, auch vielfach sicher und gut, aber nicht außergewöhnlich oder überragend. Da stechen die Fehler dann eben eher heraus.

    Oder nennt mir auch nur ein Spiel der letzten Jahre, dass explizit wegen Schult gewonnen wurde, über dem eine ähnliche Schlagzeile hätte stehen können wie zuletzt bei den Männern in der CL: „Tottenham hat Lloris und Son“. Einen Torschützen und einen Torwart, der sonst alles wegfischt. Das letzte großartige Spiel einer Torhüterin beim VfL Wolfsburg, an das ich mich erinnere, war jedenfalls das CL-Finale 2013.

  30. @Volker:
    Ich sehe das wie du. Die Art und Weise, wie -sozusagen vom Sofa aus – auf einzelnen Spielerinnen herum gehackt wird, ist schon übel. Sachliche Kritik ist anders. Andererseits geben die Medien da ein ganz übles Vorbild. Es geht mir gewaltig gegen den Strich, wie Fehler im Fernsehen genüßlich zelebriert werden. Schult hat in dem gesamten Spiel zwei grobe Fehler gemacht. Der Bildregiesseur ungefähr 2 pro Minute. Es ist schon so: Diejenigen, die es sich am wenigsten leisten können, schreien am lautesten.

  31. @Sheldon/Fan2

    Wir sind selten einer Meinung, aber bei deinen letzten Posts gibt es schon einige Übereinstimmungen.

    Zu 1. Ein völlig anderes Spiel und Spielart und nicht zu vergleichen, wobei A.Vetterlein damals e. sehr gutes Spiel gezeigt hat und insbes. ihre Vorderleute und d. MF überragend gespielt hatten – kein Vergleich zu den zuletzt gezeigten Leistungen von WOB.
    Zudem hatte ich die Situation v. A.Vetterlein schon kommentiert.

    Zu2. Kann ich jetzt nicht genau sagen, wann der Rückpass von d. eigenen Spielerin nicht mehr von der Torfrau per Hand aufgenommen werden darf, jedoch hat diese „Rückpass-Orgie“, sagte ich schon an anderer Stelle, das Torwartspiel sehr verändert, ist jedoch auch die Folge des inzwischen (also nicht schon 1992) immer mehr verbreiteten Pressings und deshalb auch ein zunehmendes Risiko für die Torhüter-/innen.
    Dabei haben „alle“ Torhüter/-innen den „schwarzen Peter“, denn wer spielt denn die Rückpässe, statt sich eine Anspielstation neben oder vor sich zu suchen ?
    Am Besten noch von der Mittellinie aus !

    Bezüglich dieser „Unart“ bin ich völlig gleicher Meinung.

    Daß Du die Torhüterinnen-Diskussion aufgemacht hättest, habe ich dir auch nicht zugeordnet. Das war ja nach den Fehlern Almuts „Allgemeingut“.

    Ob es nun die Gegenerinnen wissen oder nicht ist dabei nicht von Belang, denn wenn sie Pressing spielen, setzen sie jede Torfrau unter Druck und ob sie nun Schult, Bouhaddi oder wie auch immer heissen, sie haben alle damit Probleme bei Rückpässen den Ball zu kontrollieren, nicht ins eigene Tor rollen zu lassen (FC Bayern lässt grüßen),die anlaufende Gegenspielerin im Blickfeld zu haben, wie auch eine möglichst anspielbare Mitspielerin zu finden und letztendlich noch e. sauberen Pass zu spielen oder zur Not irgendwie noch wegzuschlagen und dabei den Ball auch noch einigermaßen zu treffen und das oft in wenigen Augenblicken.

    Man sollte sich das einmal klar machen, denn das ist mehr als jeder Spieler auf dem Platz leisten muß und vor Allem hat es beim Misslingen fast immer die Höchststrafe zur Folge.

    Genau dieser Anspruch ist bisher nicht das Hauptmetier einer Torfrau gewesen und wird nun in möglichster „Perfektion“ abverlangt.

    Ich sehe das Verhalten dieser BT genauso und denke, sie wird auch die richtige Entscheidung, ob nun mit oder ohne A.Schult, für die WM treffen, denn letztendlich muß sie „ihrer“ Torhüterin das Vertrauen und den Rückhalt geben und es dann auch verantworten.

  32. @Altwolf: Zum Thema Pressing: Pressing ist immer auch eine Kraftfrage. Dementsprechend wird jede Mannschaft genau abwiegen, wieviel Kraft sie darein investiert und in welcher Weise sie presst, um nicht Gefahr zu laufen, am Ende dafür die Quittung zu bekommen.
    Wenn ein Team aber weiß, dass hinten im Tor eine unsichere Keeperin steht, die gerade beim Mitspielen Probleme hat, dann wird sie gerade versuchen, Anspielstationen zuzustellen und die Torhüterin möglichst häufig anzulaufen und auf Fehler zu spekulieren. Ein gutes Team wird immer versuchen, die Schwachstelle in der Defensive eines anderen Teams zu ermitteln und gut für sich auszunutzen. Ob sie eine Person in der Abwehr bewusst frei nicht anläuft und so provoziert, dass diese viel häufiger angespielt wird als sie normalerweise angespielt würde, oder ob sie ihre schnellen Konterangriffe bewusst über die Seite aufzieht, auf der eine nicht ganz so schnelle Außenverteidigerin mit Vorliebe sehr hochsteht – all das sind taktische Elemente, die schon in der D- und C-Jugend auf dem großen Feld trainiert worden sind, selbst bei uns in der Kreisklasse, und zwar durchaus mit ordentlichem Erfolg.

    Und natürlich werden Frankreich, USA, aber auch so Teams wie Spanien Deutschland versuchen, eben immer wieder über die Torhüterin spielen zu lassen. Oder eben, wie Marozsan bewiesen hat – wenn ich weiß, dass die Torhüterin gerne weit vorne steht, es dann mit dem Freistoß mal direkt versuchen (übrigens, die japanische Torhüterin hat sich diese Szene wohl genau angesehen ;)).

    Im Übrigen war ich selbst mal Torwart und weiß natürlich um diese Situationen. Ich selbst habe sie allerdings nie wirklich als so schwierig erlebt in der Entscheidung, solange man zwei Dinge beherzigt: 1. Niemals flach zu einer Abwehrspielerin spielen, in deren Nähe sich auch nur annähernd eine Gegenspielerin befindet. 2. Sobald eine Gegenspielerin näher als 5 Meter herangekommen ist, wird nicht mehr lang überlegt, sondern der Ball nur noch möglichst hoch und weit nach vorne geschlagen und im Zweifel auch auf die Tribüne. Hoch und weit bringt Sicherheit.

    Aber genau das ist das Problem bei Schult, was von MVT ja auch schon angesprochen wurde. Sie neigt zur Perfektion und denkt zuviel, anstatt einfach mal das einfache Programm abzuspulen. Und damit bringt sie sich eben selbst in die Probleme, weil sie zu lang wartet und zu risikoreich spielt. Und dann häufen sich eben auch solche Aktionen.

    Btw: Niemand verlangt es von Schult, einen „perfekten“ Pass zu spielen oder die Hauptverantwortliche für den Spielaufbau zu sein. Zumindest nicht die Fans. Einfach das Basic Programm. Und die Mannschaft weiß dann: Im Zweifel kommt der Ball entweder hoch auf die offensiven Außen oder lang ins Zentrum auf Popp. Da brauchst du auch gar nicht viel zu entscheiden.

    Und das, was du beschreibst, sind dabei ja wohl Basics. Die Gegenspielerin sollte man sowieso immer einigermaßen im Blick haben und gar nicht erst zu dicht rankommen lassen im Normalfall. Dann den Ball stoppen und vorher schon mal überlegt haben, wohin der Ball im Zweifel geht. Dann nur noch so weit und hoch wie möglich.
    Das sind Ballannahme und ein langer Pass, Dinge, die mittlerweile jede Torhüterin nun wirklich beherrschen sollte. Und wenn sie sich darauf beschränkt, dann mag sie nicht die Kunststückchen machen, die manch einen begeistern, aber eben auch nicht die riskanten Dinger machen, die nach hinten losgehen. Ein klein bisschen fußballerische Grundlagen darf man sicher auch von einer Torhüterin auf dem Niveau erwarten.

    Und auch wenn andere schon mal gepatzt haben: Es ist ihnen bei weitem nicht in der Häufigkeit passiert, wie es Schult allein in den letzten Wochen passiert ist. Das muss man auch zur Fairness den anderen Torhüterinnen gegenüber sagen.

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