DFB-Frauen gewinnen dank Jokertoren

Von am 6. April 2019 – 16.11 Uhr 18 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat ihr Testspiel in Schweden vor 25.882 Zuschauern in der Friends Arena von Solna gewonnen. Dabei erzielten zwei Einwechselspielerinnen die deutschen Tore.

Dzsenifer Marozsán (li.) im Duell mit Schwedens Kosovare Asllani

Dzsenifer Marozsán (li.) im Duell mit Schwedens Kosovare Asllani © imago / Bildbyran

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Beim 2:1 (0:0)-Sieg sorgte das zur zweiten Halbzeit eingewechselte Geburtstagskind Kathy Hendrich nach einer Ecke der starken Dzsenifer Marozsán gedankenschnell für die Führung (51.), nachdem die DFB-Frauen in der ersten Halbzeit noch einige gute Gelegenheiten ausgelassen hatten.

Traumtor von Dallmann

Die ebenfalls eingewechselte Linda Dallmann war dann mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel erfolgreich (65.).

Schweden kommt noch einmal ran

Die Partie schien gelaufen, doch Schweden kam noch einmal heran, als Carolin Seger einen von Verena Schweers an der eingewechselten Sofia Jakobsson verursachten Foulelfmeter verwandelte (72.).

Muntere Schlussphase

Pauline Bremer hätte bei einem Konter für die Entscheidung sorgen können, ihr Schuss landete aber in den Armen von Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl (80.). Doch auch Schweden kam in der Schlussphase noch zu Torchancen gegen nun müder werdende DFB-Spielerinnen, so blieb DFB-Torhüterin Almuth Schult gegen Anna Anvegård cool und Alex Popp klärte den Ball vor der Torlinie (85.).

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Debüt von Marina Hegering

Die DFB-Elf, die insgesamt gegenüber dem 1:0-Sieg in Frankreich auf sieben Positionen verändert war, gewann insgesamt verdient gegen über weite Strecken offensiv harmlose Schwedinnen. Marina Hegering feierte in der Dreierkette ein gelungenes Debüt in der A-Nationalelf.

Schweden – Deutschland 1:2 (0:0)
Schweden: Lindahl – Fischer (78. Ilestedt), Sembrant, Eriksson – Glas, Rubensson (86. Hurtig), Seger, Andersson (78. Schough) – Asllani, Larsson (64. Anvegård), Rolfö (64. Jakobsson)
Deutschland: Schult – Doorsoun (90. Elsig), Hegering, Schweers – Gwinn (77. Bremer), Magull (76. Lattwein), Leupolz (61. Dallmann), Rauch (46. Hendrich) – Popp, Marozsan, Knaak (61. Oberdorf)
Tore: 0:1 Hendrich (51.), 0:2 Dallmann (65.), 1:2 Seger (72. Foulelfmeter)
Schiedsrichterin: Lina Lehtovaara (Finnland)
Gelbe Karten: Keine
Zuschauer: 25.882

Schlagwörter:

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

18 Kommentare »

  • Ritchie sagt:

    Da war ein höherer Sieg für unsere Mädels drin!
    An die Latte und dann leider vor die Torlinie weg gesprungen und Alex Popp? alleine vor dem Tor nur ans Außennetz….
    Aber insgesamt bin ich mit der Entwicklung zufrieden.

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  • bale sagt:

    bravo mädels schönes Stadion, sehe immer mehr Handschrift der neuen Trainerin, gefällt mir gut was ich sehe

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  • Bernd sagt:

    @ Reporterin: Stephanie Baczyk
    Zur Verwechselung von Torschützin Linda Dallmann mit Lina Magull.
    Kleine Hilfe zum auseinanderhalten:
    https://www.bilder-upload.eu/upload/1a9962-1554557771.jpg
    😉

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  • AchimBerlin sagt:

    Gestern hatte ich viel Freude! Zunächst mal die tolle Atmosphäre, die die Schweden in dem großen Stadion geschaffen hatten. Dank dafür!
    Und dann unsere N11. Hängende Schultern, Rat- und Ideenlosigkeit – einfach wie weggeblasen! Diese Truppe kämpft sich zusammen, man sieht bei allen Spielerinnen, dass sie ein Ziel haben. Natürlich gelingt noch nicht alles, gibt es noch Baustellen, die beackert werden müssen in der Vorbereitung auf die WM. Aber bei dieser Bundestrainerin bin ich mir sicher, dass sie erstens diese Baustellen sehr genau sieht und dass sie sie zweitens mit Erfolg bearbeiten wird. Auch ihr Auftreten beim Interview nach dem Spiel habe ich als sehr angenehm empfunden. Da wird sachlic-optimistisch gesprochen, wir können zum Glück dieses hilflos-trotzige „Wir haben das alles trainiert“ vergessen. MVT will, und sie kann, davon bin ich übrigens nicht erst jetzt überzeugt, da ich nach meinen Möglichkeiten schon ihre gite Arbeit in der Schweiz verfolgt habe.
    Weiter so, Mädels, weiter so, Bundestrainerin, ich wünsche Euch miteinander Glück und Erfolg!

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  • Der Zuschauer sagt:

    […] Bernd,
    Ja die Kommentatorin hat sich im Namen vertan, hat sich entschuldigt und den Fehler richtig gestellt,alles gut.
    Was willst Du uns mit Deinem Kommentar sagen? Hast Du dich noch nie versprochen?

    […]

    Mädels habt ihr gut gemacht,weiter so. hier und da noch ein wenig feilen,dann wirds was mit der WM. Ich habe das Spiel FRA-JAP gesehen und glaube das wird kei Problem für euch.ö

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

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  • never-rest sagt:

    Schweden erschreckend schwach. Die N11 auf dem besten Weg zu neuer Qualität. Vor allem das MF mit einer überragenden Maroszan hatte alles im Griff. Vorne hat mir T. Knaack gut gefallen.

    Eine Baustelle bleibt aber die Defensive, obgleich gegen Schweden fast gar nicht gefordert. Das Hin-und Hergeschiebe der Akteure durch die BT trägt nicht dazu bei, dass sich mal eine Formation einspielen kann, wo es gerade im Abwehrzentrum auf blindes Verständnis ankommt. Der Spielaufbau mit ständigen Ouer- und Rückpässen zu Schuldt, die die Bälle dann auf gut Glück nach vorne drischt, ist doch sehr antiquiert und nervt. Das Ergebnis ist ein ungeordneter und total entschleunigter Spielaufbau hinten raus statt eines schnellen Umschaltspiels. Doorsoun mit einem gebrauchten Tag Hegering hat ihre Sache ganz ordentlich gemacht.

    Eine Dreierkette z.B. mit Hendrich, Doorsoun und Goeßling – auf jeden Fall wenigstens mit einer kopfballstarken Innenverteidigerin – ist ok, dann aber bitte mit schnellen, technisch starken Spielerinnen auf den Außen, die bei Bedarf mit verteidigen aber auch offensiv was drauf haben wie z.B. Maier, wenn sie wieder in Form ist. MVT sollte sich bald festlegen, auf welche Spielerinnen sie dabei setzt, die Zeit für Expermente geht langsam zu Ende. Bis zur WM ist es nicht mehr lange hin.

    Insgesamt stimmt aber die Richtung. Die letzten Ergebnisse sprechen für sich.

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  • Rudi sagt:

    Leute, ich will hier nix schlecht reden. Aber das sind „nur“ Testspiele! Mir hat das gestern z.T. auch gefallen. Nur war Schweden ein ganz schwacher Gegner. Vor Allem in der Offensive mehr als harmlos und im Mittelfeld auch nicht sehr stark und dann noch haarsträubende Abwehrfehler wie beim 1:0. Also nun schön mal auf dem Teppich bleiben, denn einige Protagonisten schreiben so euphorisiert als ob wir schon Weltmeister sind.

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  • Bernd sagt:

    @ Zuschauer
    Natürlich habe ich mich schon öfter versprochen, das war hin und wieder recht lustig. Finde Versprecher überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil, macht denjenigen nur menschlich!
    Nicht so lustig finde ich allerdings Leute mit Einwegnicks, welche sich zudem nicht an die Spielregeln des Forums halten können.
    Wenn du dir das Foto, welches nach dem letzten Spieltag der letzten Saison entstand, genauer anschaust, dürftest du erkennen warum mich die Verwechselung der Beiden genau daran erinnerte. Es war eine tolle Stimmung nach dem 1:1 gegen Essen und Trikottausch gibt es bei den Frauen nicht allzu oft.
    Es ist einfach ein kleiner Spaß mit meinem Foto von den Beiden.
    Schade, hätte nie gedacht, dass man dies dermaßen missverstehen kann oder will! Eigentlich habe ich gerade für solche Personen extra noch das zwinkernde Smilie angefügt, aber auch dies verstehst du anscheinend nicht. Einfach nur Schade!
    Apropos Magull, warum der Hund den erfolgversprechenden Konter von Lina, beim Testspiel des SC Freiburg, so abrupt beendete ist nicht bekannt.
    https://www.instagram.com/p/5mHWGyJint/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=embed_video_watch_again

    (5) 13 Gesamt – 9 hoch – 4 runter
  • Altwolf sagt:

    @never-rest

    Ich möchte deine Kritik an der Defensive mal etwas relativieren bzw. dazu ergänzend etwas anmerken.

    „Antiquiert“ ist das Spiel aus der Defensive heraus sicherlich nicht, sondern eine notwendige Folge des gegnerischen Pressing und dem daraus resultierendem Problem der IV nicht so recht wissend, wohin denn mit dem Ball. Genau da ist A.Schult dann immer in Nöten, wenn Rückpässe kommen, die ihr kaum Zeit lassen ein Zuspiel zu ermöglichen, denn unter normalen Bedingungen „drischt“ sie den Ball nicht nur heraus, sondern versucht auch die Abschläge auf die Aussenpositionen zu platzieren. Im Verein gelingt ihr das jedenfalls öfter.

    Gerade beim gegenerischen Pressing fehlt die Unterstützung im Team GER vom DMF indem diese sich „bewegend“ anspielbar anbieten, was leider meist unterbleibt und so den IV-innen die Spieleröffnung sehr erschwert.

    Kopfballstärke haben eigentlich von den IV nur J.Elsig u. mit Abstrichen noch K.Demann, sonst sehe ich da niemanden.
    Für den Spielaufbau hätte man eigentlich nur L.Gößling, da S.Doorsoun „noch“ nicht soweit ist, dafür aber die ,die das größte Tempo in der Defensive hat, was man gerade gegen Frankreich gut sehen konnte.
    Auf den AV finde ich re. K.Hendrich u. li. je nach Form C.Simon , F.Rauch o. V.Schwers durchaus ordentlich besetzt.

    Wenn du L.Maier auf die re. AV einsetzen möchtest, hast du zwar e. ordenliche Offensivleistung zu erwarten, aber dafür e. defensiven Ausfall, da sie keinen Sinn für e. Defensivverhalten hat, mit Bällen über ihrer Körpergröße nichts anzufangen weis, ja nicht mal den Versuch e. Kopfballspieles zeigt und auch insges. sehr viel Foul spielt. Da leistet selbst e. G.Gwinn als Offensivkraft mehr Defensivarbeit.

    Bestätigen möchte ich auch, das Maro seit längerer Zeit mal wieder ein richtig überzeugendes Spiel in der N-11 gemacht hat.

    Das die Schwedinnen nicht so recht gefährlich wurden lag nicht nur an deren Mangel an Offensivspielerinnen, sondern auch daran das unser MF im Laufe des Spieles bis auf die letzten 10-15 Minuten präsenter war und so die Schwedinnen kaum einen Spielaufbau zustande brachten.

    Natürlich durfte V.Schers da im 16er nicht hineingrätschen, sondern hätte nur mitlaufen sollen, selbst wenn die Schwedin noch irgendwie den Ball Richtung Tor bekommen hätte. So wurde es dann e. 100%ige Torchance.

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  • Ritchie sagt:

    @Bernd: Apropos Magull, warum der Hund den erfolgversprechenden Konter von Lina, beim Testspiel des SC Freiburg, so abrupt beendete ist nicht bekannt.

    Der Hund wollte doch nur mitspielen… 🙂

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  • Der Zuschauer sagt:

    Hallo Bernd,
    sorry,wenn ich Dir auf die Füße getreten bin.Natürlich verstehe ich Spaß,für einige manchmal auch ein wenig zu viel.
    Aber ich muß gestehen,daß ich nur Deinen Text gelesen habe und nicht den Anhang.
    Dadurch wurde ich ein wenig wütend,nach dem Motto: Hat der was gegen Frauen? Mensch, jeder kann sich doch mal versprechen.Darum habe ich natürlich Deinen Kommentear total falsch eingeschätzt. Nochmal Sorry! Ich hoffe Du kannst mir nochmal verzeihen.
    Für die Zukunft habe ich gelernt,erst alles lesen und auch die Anhänge ernst nehmen,dann antworten.Wenn Du nicht so weit weg wohnen würdest,würde ich Dich zu einem Wiedergutmachungsbier einladen.
    Also drücken wir gemeinsam für die WM die Daumen.

    (4) 6 Gesamt – 5 hoch – 1 runter
  • Fan2 sagt:

    Ich sehe es ganz ähnlich wie meine Vorredner. Zum ersten Mal seit 10 Jahren kommt wieder so etwas wie Vorfreude auf ein großes Turnier auf. Ich war vorher ja etwas skeptisch, was MVT betrifft, doch langsam aber sicher überzeugt sie mich. Man erkennt durchaus einen Plan.
    Gerade, was die Einwechslungen betrifft, sieht man ihre Handschrift. Lattwein, Oberdorf, Bremer – sie gibt den Spielerinnen Spielpraxis, die es brauchen. Ja, es war überraschend, dass Bremer nominiert wurde, weil sie noch keine Spielpraxis hätte, aber wenn MVT sie zur WM mitnehmen will, dann muss sie selbst ihr diese verschaffen. Ähnlich bei Oberdorf, Lattwein und Hegering – wenn sie bei der WM eine Rolle spielen sollen, dann müssen sie jetzt schon mal Spielpraxis in der N11 sammeln.

    Sollte die Aufstellung auch für die erste Halbzeit so stimmen (habe nur die zweite gesehen und da erschien sie mir etwas anders), dann Chapeau MVT, denn dann hätte sie tatsächlich mal auf ein 3-4-3 gesetzt. Auch etwas, was man so noch nie in der N11 gesehen hat.

    Der Kader für die WM nimmt Gestalt an: An der TW-Position dürfte sich vermutlich nichts mehr großartig ändern, dort sollten Schult, Schlüter und Frohms die besten Chancen haben.

    In der Abwehr sehe ich die IV eigentlich mit Hegering, Doorsoun und Elsig sehr gut aufgestellt, dazu vllt noch Goeßling, Demann und/oder Hendrich. Auf den Außen sehe ich aktuell eigentlich Simon und Gwinn als die stärksten Varianten. Schweers und Rauch haben mich immer noch nicht wirklich überzeugt. Wenn man mit 5er Ketten spielt, könnte man für die offensiven AVs auch an Bremer, Maier oder auch links auch Kemme denken. Alle haben diese Saison noch nicht wirklich viel gespielt, wären von ihrer Qualität her, wenn man sie richtig einsetzt und ihnen das Selbstbewusstsein zurück gibt, aber durchaus Alternativen.

    Das MF ist bereits jetzt hochklassig besetzt: Marozsan, Dallmann, Däbritz, Magull, Leupolz, Oberdorf, Lattwein – wenn sie ihr Potential auch nur annähernd abrufen, dann braucht man sich keine Morgen zu machen.

    Und vorne, nun, da bin ich noch nicht ganz so zufrieden: Popp und Knaak haben zwar kein schlechtes Spiel gemacht, besondere Torgefahr strahlten sie aber jetzt nicht aus. Hier sehe ich Schüller auf jeden Fall neben Popp gesetzt, dahinter wird es aber schon etwas dünn. Schaut man sich die Torschützenliste an, so kämen am ehesten Islacker und Petermann in Frage, ansonsten vielleicht noch Huth und Kayikci, wenn sie fit ist.

    Was Deutschland aber eben immer noch fehlt, ist eine verlässliche Torjägerin, wie man es auch gestern gesehen hat. Und das könnte bei der WM das größte Problem werden. Denn langfristig reicht es eben nicht aus, wenn Hendrich oder Dallmann mal das ein oder andere Tor machen. Hier wird es am spannendsten, wie MVT das Problem lösen will.

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  • Bernd sagt:

    @ Zuschauer
    Schon o.k., sacht Lina Dallgull und Linda Mamann!
    Was mich wundert ist, dass der Spielername sowohl über, als auch unter der Nummer stehen darf, wo ansonsten doch alles bis ins Detail geregelt ist.

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  • Tedesco68 sagt:

    Über manche positiven Kommentare bezüglich des Spiels und der BT kann ich mich nur wundern. Erstens ist von Schweden anscheinend nur der Name übrig geblieben. Gegen diese Auswahl hätte jede BL Mannschaft des oberen Drittels locker gewonnen. Zweitens kann ich weder beim Kader noch bei der Taktik ein tragfähiges Konzept erkennen.
    Da werden Spielerinnen neu eingeladen, die zweifelsfrei talentiert (Lattwein, Oberdorf) oder routiniert (Hegering) sind, aber helfen die uns bei einer WM?
    Da wird eine Pauline Bremer nachnominiert, die bis zur WM nie im Leben ausreichende Spielpraxis erhalten kann. So sehr es mich freut, dass sie wieder gesund ist.
    Da wird eine Kristin Demann nicht eingeladen, die seit der EM als IV oder 6er eine der größten Baustellen, den Spielaufbau, halbwegs geschlossen hatte.
    Da bleibt die beste deutsche Torschützin Mandy Islacker seit langem komplett außen vor. Natürlich ist sie nicht mehr ganz die Alte, aber was macht eine Turid Knaak besser? Tore sicher nicht.
    Und so schön es sein mag, dass sie mal eine 3er Kette probiert hat, die Zeit bis zur WM ist eigentlich zu kurz, um das als Standard zu spielen. Schon gar nicht in der Formation vom Samstag.
    Bei mir sind die Zweifel jedenfalls deutlich größer geworden, ob die WM mit der neuen BT ein Erfolg werden kann.

    (0) 18 Gesamt – 9 hoch – 9 runter
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon/Fan2

    Ein, zumindest für mich, sachlicher und positiv konstruktiver Beitrag.
    Bleib dabei.

    (8) 12 Gesamt – 10 hoch – 2 runter
  • Fan2 sagt:

    @Tedesco: Gerade das, was du bemängelst, sehe ich als Stärken.
    Wer gestern Oberdorf hat spielen sehen, glaubt nicht, dass diese junge Dame erst 17 Jahre ist. Sie war deutlich präsenter auf dem Platz (auch und gerade körperlich) als so einige ihrer Kolleginnen. Ja, Oberdorf sollte mit zur WM, und ja, sie wird uns helfen. Da bin ich mir ganz sicher.

    Genau das ist es doch, was MVT von Neid unterscheidet und das, was bei Neid immer bemängelt wurde: Neid hat immer nach Schema F nominiert und aufgestellt. Immer dieselben, immer die gleichen. Und was nicht passt, wurde passend gemacht: Man wollte nicht mit Libero spielen, aber Babett Peter musste auf jeden Fall spielen, also wurde sie mal schnell zur LV umfunktioniert, egal, wie sinnvoll das jetzt war oder nicht.

    MVT macht es anders. Bei ihr hat man den Eindruck, dass die Spielerinnen weitestgehend handverlesen sind.
    Beispiel Bremer: Bremer wird nominiert, ohne wirklich Spielpraxis zu haben, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch im WM-Kader stehen wird. Wieso? Weil MVT diesen Spielertyp haben will für die Außen. Und egal, wie viel Spielpraxis sie bis dahin hat: Wenn sie fit ist, wird MVT ungern auf sie verzichten wollen. Deswegen nominiert sie sie.

    Niemand weiß, weshalb Demann nicht dabei ist. Fakt ist aber: Hegering galt mal als die beste deutsche Nachwuchsdefensivspielerin, sie war Kapitänin der U20 2010 und wurde UEFA Cup-Siegerin unter MVT. An ihrem Talent gab es bis heute nie einen Zweifel. In Essen spielt sie die Saison ihres Lebens und in der N11 scheint sie der Spielertyp zu sein, den MVT gesucht hat.

    Fakt ist: MVT traut sich was, MVT hat einen Plan. Und sie weiß offensichtlich, was sie tut.

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  • ollerRentner sagt:

    @Fan2: Stimme den Beiträgen völlig zu. Auch ich bin ausgesprochen gespannt bezüglich der WM. Es könnte zwar durchaus sein, dass es bei der WM Probleme gibt, weil die Mannschaft einfach nicht viel Zeit hat richtig zusammen zu finden, aber ich habe den Eindruck, dass es jetzt längerfristig in die richtige Richtung geht, hinter der auch spielerische Konzepte stehen. Ich freue mich jedenfalls auf das Turnier.

    Zu Lena Oberdorf: Es ist wirklich erstaunlich welch Präsenz sie auf den Platz bringt. Dass sie gerade mal 17 Jahre alt ist, glaubt man kaum.

    PS: Tabea Kemme kann man wohl bezüglich der WM vergessen. Sie hat gerade wieder einmal gespielt, nachdem sie extrem lange verletzt war. Sie dürfte kaum in der kurzen verbleibenden Zeit wieder bei 100% sein.

    (1) 1 Gesamt – 1 hoch – 0 runter
  • Ludwig sagt:

    Ich kann manche Kritik nicht so ganz nachvollziehen. MVT ist vermutlich eine sehr gute Trainerin. Eine Zauberin vermutlich eher nicht. Sie hat mehrfach geäussert, dass sie bei der WM so weit wie möglich kommen will – wer will das nicht? – aber sie hat auch darauf bestanden, dass ihr Plan nicht so kurzfristig ist. Und das nehme ich ihr auch ab. Weil es nämlich vernünftig ist. In ein paar Spielen kann sie keine Wunder bewirken und lange aufgebaute Defizite abbauen. Ich weiss wirklich nicht, wie manche Leute sich das so vorstellen.

    Muss man Schweden schlecht reden, um über die deutsche N11 schlecht reden zu können? Kann es sein, dass Schweden deshalb nicht wirklich gefährlich wurde, weil die Abwehr im Großen und Ganzen recht gut gearbeitet hat? Allen voran Hegering. Sie war für meine Begriffe die Spielerin des Spiels. Was sie mit ihrem Stellungsspiel und dem Blick für mögliche Spielsituationen abgeräumt hat, fand ich für ein Debut wirklich äusserst beachtlich. Dass da noch Arbeit vor den Frauen liegt, bis alles annähernd so ist, muss man da sicher nicht erwähnen.

    Islacker ist übrigens nicht die einzige mit Zur Zeit 12 Toren. Schüller ist da noch zu nennen, und Däbritz. Und wenn MVT noch einigermaßen hinreichend möbliert ist im Oberstübchen, setzt sie für einen langfristigen Plan ganz sicher nicht darauf, dass die jeweilige Nr.1 in der Torschützenliste einen Platz in der Stammelf sicher hat.

    (2) 6 Gesamt – 4 hoch – 2 runter

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