Linda Dallmann wechselt zu Bayern München

Von am 9. März 2019 – 9.21 Uhr 49 Kommentare

DFB-Nationalspielerin Linda Dallmann wechselt zur kommenden Saison von der SGS Essen zum FC Bayern München.

Linda Dallmann gibt am Spielfeldrand ein Interview

Zweijahresvertrag in München: Linda Dallmann © imago / Hartenfelser

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Die 24-jährige Mittelfeldspielerin unterschrieb in München einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2021.

„Sportlich den nächsten Schritt machen“

Linda Dallmann erklärt: „Ich wollte sportlich meinen nächsten Schritt machen und komme nach München, um bei Bayern zur Top-Spielerin zu werden. Ich will mit der Mannschaft viel erreichen und hoffe, dass ich mit meiner frechen Spielweise zum Erfolg beitragen kann“

Auf technisch höchstem Niveau

Bayern-Managerin Karin Danner meint: „Wir freuen uns sehr, dass sich Linda für den FC Bayern München entschieden hat und wir mit ihr eine weitere talentierte Spielerin bekommen, die das Potenzial hat, die Zukunft unserer Mannschaft entscheidend mitzuprägen. Sie spielt auf technisch höchstem Niveau, hat in der Offensive große Stärken und wird uns dort mit ihrem Spielwitz sicher eine Menge Freude bereiten.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

49 Kommentare »

  • Zaunreiter sagt:

    Ich versteh die Diskussion hier nicht…
    Als jährlich gute Spielerinnen nach Frankfurt oder Potsdam gewechselt sind, haben die gleichen, die heute auf WOB oder München schimpfen, auch schon so reagiert. Der 1.FFC Frankfurt hat das Saarbrücker Wunderteam auseinandergekauft. Potsdam hat sich schon in Wolfsburg bedient und umgekehrt.
    Ich hab mich auch schon hundertmal darüber aufgeregt, wenn eine gereifte Spielerin Bad Neuenahr verlies und nach Frankfurt oder Potsdam wechselte, wobei mir damals Turbine Potsdam aus Weltanschauungsgründen lieber war.
    Mir ist „nowadays“ sogar der FFC Frankfurt sympathisch geworden und mit dem lieben Sigi habe ich eher Mitgefühl, als dass ich noch Zorn auf ihn hätte.

    Somit sage ich: „So what“. Sie hat es sich redlich verdient, mehr Geld zu verdienen. Sie kann ja gut Fußball spielen.

    Hauptsache, Bayern wird nicht CL-Sieger, da ist mir der andere Verein mit dem FCB – wo auch Martens, Oshoala und Andonova spielen und anscheinend auch professioneller gearbeitet wird – deutlich sympathischer.

    (-5)
  • Beobachter sagt:

    @Zaunreiter: „Der 1.FFC Frankfurt hat das Saarbrücker Wunderteam auseinandergekauft.“
    Nur Maroszan wurde damals nach Frankfurt geholt, wenn ich mich nicht irre.

    (14)
  • Pauline Leon sagt:

    ich finde auch, linda dallmann ist eine der besten fussballerinnen, mindestens europas und ich wünsche ihr alles gute und viel erfolg.
    auf das ihre fussballerischen talente nicht verloren gehen oder ungenutzt bleiben.
    ich hätte ja getippt, sie wechselt nach lyon. nun denn,

    hau rein, linda!

    (1)
  • Fan2 sagt:

    @Zaunreiter: Das wäre mir neu, dass Potsdam sich bei Wolfsburg bedient hat. Seit Aufzeichnung der Daten gab es genau eine Spielerin, die auf direktem Wegen von Wolfsburg nach Potsdam gewechselt ist, zumindest in die 1. Mannschaft, und das was 2002 Aferdita Podvorica, nachdem sie zwei Jahre zuvor von Potsdam dorthin gewechselt ist. Seitdem ist keine einzige Spielerin gewechselt, […]

    @jochen-or: Konsequent. Der FF ist vom Familiensport zum Snobistensport verkommen. Landesliga ist wenigstens noch anständiger Fußball, die Spieler dort eignen sich wenigstens noch als Vorbilder im Gegensatz zu diesen verwöhnten Spielerinnen!

    Dieser Beitrag wurde den Womensoccer-Leitlinien entsprechend editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] versehen

    (-13)
  • ollerRentner sagt:

    Fan2: …verwöhnten Spielerinnen…

    Ich habe das soeben erst in der Halbzeitpause der Pokalübertragungen gelesen und war, ehrlich gesagt, entsetzt.

    Ich empfinde diese Bezeichnung als eine Unverschämtheit gegenüber den Spielerinnen und kann gegenüber dem Verfasser nur grösste Verachtung empfinden.

    Pfui Deibel!

    (20)
  • Zaunreiter sagt:

    @Fan2: Das mit den verwöhnten Spielerinnen hab ich mal überlesen.
    Sicherlich wird es an der deutschen Mentalität liegen bzw. auch an der „dualen Ausbildung“, aber manch eine könnte sich wie Rosa Luxemburg emporschwingen und die berühmte deutsche „Bahnsteigkarte“ in den Mülleimer werfen. Oder andererseits sich Spielerinnen wie Megan Rapinoe, Pernille Harder oder Nilla Fischer als Leitfigur nehmen, die sich auch schon mit dem eigenen Verband anlegten.

    Btw….da war ja gerade der SB-Cup in den USA und in einem Spiel durften die Spielerinnen den Namen einer Frau wählen, die ihr bisher imponiert hat. Da gab es dann die Bandbreite von Serena, über Beyonce bis zu Malala.
    https://ftw.usatoday.com/2019/03/uswnt-england-soccer-womens-history-uniforms

    Mich würde interessieren, wie ein deutsches Experiment aussehen würde…Merkel? Maria Furtwängler? Friede Springer? Liz Mohn? Silvia Neid? Helene Fischer?

    (-1)
  • Sundermann sagt:

    Wow, lest ihr wirklich noch die Beiträge von Sheldon?

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  • Fan2 sagt:

    @ollerrentner: Das ist keine Unverschämtheit, das ist einfach die Realität! Es gibt in Deutschland wohl kein Produkt, das derart subventioniert wird wie der FF. Ein Produkt, nach dem aktuell praktisch keine Nachfrage besteht, für das die Menschen, bei denen Nachfrage besteht, nicht bereit sind, adäquate Preise zu zahlen, und von dem dennoch erwartet wird, dass man in diesem Berufsfeld Vollprofi werden kann. Selbst in der deutschen N11 dürften aktuell keine Vollprofis mehr spielen, denn selbst dafür gibt es in Deutschland mittlerweile kaum noch Interesse.

    Wie wäre es, wenn die Spielerinnen mal selbst wieder auf die Straßen gehen und für ihren Klub werben? Sich persönlich für ihr Geld einsetzen? Tut mir leid, für mich ist das verwöhnt.

    Der FF ist mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo das Geld, was er einnimmt, und das, was er ausgibt, in einem nicht mehr zu tolerierenden Verhältnis stehen. Folge: Nur noch die Klubs, die von außen, aus fremden Quellen gesponsort werden, überleben.

    Bestes Beispiel: Der USV Jena. Ein Club, der konsequent auf die eigene Jugendarbeit setzt, steht vor dem Aus, weil er unter den ganzen Topklubs völlig unter die Räder gekommen ist. Erst aus der Bundesliga verdrängt, jetzt vor der Pleite.
    Das allein ist ja noch nicht unbedingt so schlimm. Sowas passiert. Doch bei Jena wäre es möglich, den Verein zu retten. Nur 80.000 Euro. Und da würde ich von den Spielerinnen, die sich wirklich Sorgen um den FF machen, erwarten, dass jede, gerade von den Haifischvereinen, die den ganzen traditionellen FF in Deutschland kaputtmachen, ihr Sparbuch zückt, und mindestens einen vierstelligen Betrag zur Verfügung stellt. Denn schließlich ist auch ihre Gier nach immer größeren Gehältern Schuld daran, dass Klubs wie Jena systematisch zerstört werden. Bisher ist davon aber nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Die einzigen, die sich überhaupt engagiert haben, sind mal wieder die Turbinen, die Trikots und anderes für Auktionen gestiftet haben. Als Privatspenderin findet man keine einzige Spielerin aus den Topvereinen. KEINE EINZIGE! Nicht nur das, aber auch keine Ehemalige! Nada! Niente! Aktuell werden noch 35.000 Euro gebraucht. Das wäre, wenn wir mal ehrlich sind, für die Topverdiener in der Bundesliga ein Leichtes, das aufzubringen. Es müssten sich bloß Harder, Goeßling, Popp, Fischer, Peter, Laudehr und Magull zusammen tun, dazu noch Marozsan u.a., jede 5000 Euro spenden, und schon wäre die Sache erledigt. Aber nicht mal 10 Euro stehen da für auch nur irgendeine Spielerin bisher zu Buche. Wo im MF in solchen Fällen Benefizspiele etc. veranstaltet werden, ist es im achso heilen und heimelichen FF Topclubs sowie Spitzenspielerinnen absolut egal, was mit den Clubs passiert, die von ihnen ausgeraubt und am Wegesrand liegen gelassen wurden.

    (-12)
  • ollerRentner sagt:

    @Fan2: Sorry, aber ungeschickter kann man sich ja kaum ausdrücken, oder?

    Sie meinen hier das Verhalten der Verbände und einiger weniger (relativer) Spitzenverdiener im Frauenfussball, nannten aber pauschal die Fussball spielenden Mädchen und Frauen der heutigen Generation faktisch „verwöhntes Volk“.

    Bis auf den Fussball der Männer ist in Deutschland alles eine Randsportart. Zu den Sportarten, bei denen man als guter Sportler auf ein langfristiges höheres Profieinkommen hoffen kann, gehört Fussball der Frauen genauso wenig, wie Hockey und Hallenhockey, Wasserball, Rugby, etc.

    Wenn ein junges Mädchen also beginnt Fussball zu spielen und dies auch später noch macht, dann steht der Freude- und Spassfaktor an erster Stelle, weil das alles neben den üblichen Aktivitäten in der Schule, der Ausbildung oder der Universität geschehen muss.

    Wenn jemand in die höheren Leistungsbereiche aufsteigt, dann gehört wegen des grossen Zeitaufwandes eine enorme Disziplin und ein grosser Wille dazu. Zusätzlich leiden alle anderen Kontakte, weil man einfach weniger Zeit frei einplanen kann.

    Soweit mir seitens der Vereinsseiten der Bundesliga-Vereine bekannt ist, machen die Frauen und Mädels ziemlich regelmässig Werbung bei Jüngeren für ihren Sport. Mir sagte allerdings kürzlich ein ehemaliger Kollege, im sportlichen Umfeld in Südwest-Berlin aktiv ist, dass die Fussball-Mädchenmannschaften seit geraumer Zeit weniger Zulauf erhalten und teilweise schon den Spielbetrieb einstellen mussten, was nichts mit finanziellen Problemen zu tun hat.

    Bezüglich der finanziellen Unterstützung der Vereine der unterschiedlichen Altersgruppen und Spielstärken gibt es in Deutschland wohl eine ziemlich einmalige Situation. Der DFB ist ein Riesenverband, der auch nicht gerade am Hungertuch nagt. Der Frauen-Bereich ist meines Wissen davon nur ein wirklich kleiner Teil, der selbstverständlich unterstützt werden muss.

    Wie das nun sinnvollerweise geschehen kann ist eine ganz andere Sache, hat aber definitiv nichts mit angeblich verwöhnten Spielerinnen zu tun.

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