Giulia Gwinn wechselt zu Bayern München

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Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München hat zur kommenden Saison DFB-Nationalspielerin Giulia Gwinn vom SC Freiburg verpflichtet.

Freiburgs Giulia Gwinn im Zweikampf
SC Freiburgs Giulia Gwinn (re.) wechselt zum FC Bayern © imago/foto2press

Die 19-jährige Mittelfeldspielerin, die bisher vier Länderspiele bestritt und dabei einen Treffer erzielte, unterschrieb in München einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022.

Vorfreude auf München

„Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit in München, auf eine neue Herausforderung und auf die Aufgaben, die hier auf mich warten“, so Gwinn. „Ich wollte sportlich den nächsten Schritt gehen. In der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial und ich will mit dem FC Bayern viel erreichen.“

Hochtalentierte Spielerin

Bayern Münchens Teammanagerin Bianca Rech meint: „Giulia ist eine hochtalentierte Spielerin. Offensiv wie defensiv hat sie große Stärken, bringt auf der rechten Außenbahn eine enorme Schnelligkeit mit und ist zudem sehr torgefährlich. Wir freuen uns, dass sie zum FC Bayern kommt.“

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58 KOMMENTARE

  1. Nun ist das offene Geheimnis auch endlich offiziell!
    Auch wenn ich den Wechsel von Giulia Gwinn natürlich sehr bedaure, wünsche ich ihr weiterhin viel Erfolg, -ausser gegen den SCF natürlich-, und eine tolle Karriere. Herzlichen Dank für die tollen Jahre beim SC Freiburg! Das DFB-Pokalfinale wäre ein toller Abschluss in Freiburg! Go for it!
    Erinnere mich noch sehr gut an den gleichzeitigen Wechsel von ihr und Janina Minge zum SC Freiburg.

    Vor dem ersten Bundesligaeinsatz, als 16jährige gegen den 1.FC Köln, als sie für Sandra Starke eingewechselt wurde, übte Sie mit dem Co-Trainer mit seitlichen Remplern noch Zweikampfverhalten, wobei sie körperlich natürlich vollkommen unterlegen war. Deshalb sah es von aussen sehr lustig aus! Hatte an dem Wochenende Besuch aus Köln und sagte zu meiner Begleitung nach dem Spiel, dass wir Giulia Gwinn sicher irgendwann in der Frauennationalmannschaft spielen sehen. Das war zu dem Zeitpunkt schon nicht schwer vorherzusagen.
    Bei Klara Bühl sehe ich ebenfalls zumindest seit einem Jahr eine Nationalmannschaftskarriere bevorstehen. Zum Glück darf man sie noch länger in Freiburg bewundern.

  2. Ich wiederhole meinen Antrag diese ewig gleichen Copy&Paste-Statements der Spielerinnen NICHT mehr zu zitieren. Das kann doch keiner mehr hören.

  3. Lediglich eine weitere Spielerin, die nicht die Überzeugung und das Vertrauen besitzt, dass ihr aktuelles Team die Klasse und das Vermögen besitzen, jemals Titel zu gewinnen!

  4. Lediglich ein weiteres Mal, daß eine Witzfigur zeigt, daß sie ausser Hässig nichts kann. Wer kennt einen Kurs in Kommunikationslehre, der einer Witzfigur vermtteln kann, was Kommunikation ist.

    @ Bernd: Ich hatte ein wenig gehofft, sie würde zu Caro Simon nach Lyon wechseln. Ich werde sie vermissen bei dem Verein, der leider nicht genug Geld hat, um solche hochbegabten Spielerinnen dauerhaft halten zu können.

    Jetzt muß ich meinen schönen großen Magnetaufkleber von ihr an meinem Auto schweren Herzens zur nächsten Saison wechseln.
    Die Qual der Wahl: Welche der vielen tollen Spielerinnen nehme ich ? Hasret ? Jobina ? Caro Schiewe ? Hmmmm.

  5. @ Christo
    Nimm Klara Bühl, denn die hat gerade erst den Vertrag um mehr als ein Jahr verlängert, oder nimm Alle, denn auf dem Auto ist doch bestimmt noch Platz! 😉
    Giulias Wechsel nach München stand bereits letzte Saison fest, aber sie hat den Vertrag beim SC nicht vorzeitig aufgelöst! So kannst Du sie nun zumindest einmal pro Saison im Mösle sehen!

  6. Lediglich ein weiteres Mal, dass Christo nichts FF-fachliches und spezifisches beitragen kann – das Übliche halt, wenn die Basis fehlt!

  7. @ Christo
    Gerade noch an Klara Bühl gedacht, schon wurde sie für die Natio nachnominiert! Klasse! Würde mich sehr freuen, wenn sie gegen Frankreich auch zu ihrem Debut kommt. Das ist wirklich eine Spielerin die für das Team alles gibt, mit vielen Qualitäten, unter anderem schnell, zweikampfstark, mit gutem Auge, sehr zuverlässig und auch torgefährlich. Zum Glück hat sie schon in Freiburg verlängert und kann somit als Nationalspielerin bei den Bayern nicht „gebündelt“ werden!

  8. Ich bin von Gwinn einfach nur enttäuscht.

    Da lobe ich Klara Bühl,die ihrem Ausbildungsverein der sie gefördert und nun auch zur Nationalspielerin geformt hat mit einer weiteren VVL dem Verein erhalten bleibt und so das Vertrauen und die viele Arbeit die der Verein aufgebracht hat während ihrer Ausbildung zurück zahlt.

    Wohlwissend das auch Klara Bühl eines Tages Freiburg verlässt,aber das nenne ich Größe weil sie nicht gleich den Verlockungen eines Großvereins verfällt.

  9. @SCF Klausi: Ich denke man sollte von den Spielerinnen nicht zu sehr enttäuscht sein. Jeder Mensch möchte sich verbessern und versucht im Leben weiterzukommen. Und dann wechselt man auch gerne zu einem (scheinbar) größeren oder erfolgreicheren Verein. Besonders wenn der dann auch mehr bezahlt.

    Aber die Einkaufspolitik des FC Bayern wird dem deutschen Frauenfußball auf Dauer nicht guttun, sondern „zerstören“. Das ist vielleicht etwas drastisch ausgedrückt, aber wir müssen doch nur auf den Herrenfußball der letzten Jahre schauen.
    Vergleichbares befürchte ich auch beim Frauenfußball. Hoffentlich kommt es nicht dazu.

  10. @ SCF Klausi
    Da gibt es schon einen Unterschied zwischen Bühl und Gwinn.
    Klara Bühl stammt hier aus der Gegend und spielt praktisch zuhause.
    Gwinn kommt von Friedrichshafen und nach München ist es von dort nicht weit. Beide sind, soviel ich mitbekommen habe, sehr familienverbunden und das meine ich positiv! Von K. Bühl spielte auch der Bruder bis letzte Saison beim SC Freiburg (Karriere jetzt beendet).
    Der Wechsel von Gwinn ist unter anderem auch aus diesem Grunde im wahrsten Sinne des Wortes naheliegender. Zudem spielte Gwinn auch länger als Bühl schon in der ersten Mannschaft. Benkarth ausgenommen, war Gwinn vor ihrem Wechsel zu den Bayern vergleichsweise lange beim SC. Was K. Bühl machen würde, wenn sie nicht aus der Gegend käme und bereits so „Erstliga-erfahren“ wäre wie Gwinn ist spekulativ. Als Fan wünschte ich mir natürlich den Verbleib von Gwinn in Freiburg. An ihrer Stelle hätte ich mich ehrlicherweise bestimmt nicht anders verhalten. Da ich schon sehr lange von dem Wechsel weiß, hatte ich allerdings auch schon viel mehr Zeit mich damit abzufinden. Bin froh, dass sie nicht schon mit Magull gegangen ist.
    Mal schauen evtl. fliege ich im Sommer von Basel nach Montpellier und schaue mir dort Südafrika : Deutschland und Kamerun : Neuseeland an. Evtl. ist Satchell dann auch dabei. Ein Funken Hoffnung habe ich noch, allerdings wäre ihr „Heimweg“ von Freiburg richtig weit!

  11. Das Top Spielerinnen wie Svenja Hut und nun auch Giulia Gwinn und Feli Rauch sich bestens vermarkten wollen und sie es dahin zieht wo mehr Geld, ein „besseres Umfeld“ und sportliche Highlights wie die Champiosleague und die Nationalmannschaft mit all ihren Prämien locken, kann man gut nachvollziehen. Schließlich wird auch der Frauenfussball nicht mehr nur sportlich sondern zunehmend unter marktwirtschaftlichen Aspekten geführt. Schon Siggi Diedrich postulierte zu besten Frankfurter Zeiten, dass es künftig darauf ankommen wird den Frauenfussball stärker zu professionalisieren. Und er meinte damit nicht nur besserer Trainingsbedingungen und eine bessere ärztliche Versorgung. Soweit so gut.

    Nicht nachvollziehen kann ich jedoch die Tatsache, dass durch die irren finanziellen Möglichkeiten von zwei Vereinen eine künstliche Zweiklassengesellschaft im Frauenfussball geschaffen wird. Die einen, die vor allem ausbilden und ständig für den deutschen Frauenfussball hochklassige Spielerinnen bereitstellen – genannt seien vor allem Freiburg, Essen, Frankfurt und Potsdam – aber immer wieder durch den ständigen Aderlass bezüglich ihrer Top Spielerinnen ins Mittelfeld zurück gedrängt werden und die anderen, die zwei finanziellen Überflieger, die sich schamlos wie im Supermarkt bedienen und permanent Kraft ihrer Mäzen Hönes und VW „Fertigware in bester Qualität“ ordern können. Ich möchte gern mal wissen, wo München und Wolfsburg stehen würden, wenn die finanziellen Bedingungen für alle Vereine annähernd gleich wären. Subtrahieren wir mal die auf der „goldenen Bananenschale“ angelockten Spielerinnen, dann bliebe für beide Vereine vermutlich nur ein Platz im hinteren Mittelfeld. In meinen Augen ist das eine gigantische Wettbewerbsverzerrung.

    Aber sei es drum, die „Ausbilder“ werden weiter brav ihre Aufgabe erfüllen, damit sich die Ligakrösusse in den von ihnen nicht zu verantwortenden Sonnenschein feiern lassen können.

    Ich jedenfalls habe vor diesen beiden Vereinen und ihren finanziell erzeugten Glanz keinerlei Hochachtung!!!

  12. @ Klausi:
    „Ich bin von Gwinn einfach nur enttäuscht.
    Da lobe ich Klara Bühl, (…) weil sie nicht gleich den Verlockungen eines Großvereins verfällt.“

    Da müsstest du aber G.Gwinn genauso loben, denn die ist ja auch nicht „gleich“ den Verlockungen erlegen; wenn es stimmt, was Bernd geschrieben hat, dann hätte sie schon letztes Jahr zu den Bayern gehen können. Aber 2018 hätte sie wegen der U20-WM einen Großteil der Vorbereitung verpasst, was ihr den Start beim neuen Verein erschwert hätte. So gesehen eine clevere Entscheidung von ihr und/oder ihrem Berater, mit dem Wechsel noch ein Jahr zu warten. Und dass sie jetzt ablösefrei ist, dürfte auch nicht zu ihrem Schaden sein.

  13. @micky

    Das kann man alles so sehen, wie Du es beschreibst, aber hast Du in den Zeiten, als Turbine und der 1.FFC die finanziellen „Überflieger“
    gegenüber der Liga waren, das auch so gesehen ?

    Auch Turbine hat nicht nur ausgebildet, sondern sich bei anderen Clubs auch fertiger Spielerinnen bedient. So hatte Potsdam gegenüber anderen Vereinen das Sportinternat zur Verfügung – keine Wettbewerbsverzerrung zu jener Zeit ?

  14. micky sagt:
    „Nicht nachvollziehen kann ich jedoch die Tatsache, dass durch die irren finanziellen Möglichkeiten von zwei Vereinen eine künstliche Zweiklassengesellschaft im Frauenfussball geschaffen wird.“

    Aber das ist ja keine neue Situation, außer dass die beiden Big Player jetzt nicht mehr an Main und Havel zu Hause sind, sondern an Aller und Isar.

  15. @ Altwolf

    Du verwechselst hier offensichtlich Äpfel mit Birnen. Frankfurt und Potsdam waren zu ihren Glanzzeiten nicht die finanziellen sondern die sportlichen Überflieger. Potsdam hatte damals im Wesentlichen nicht mehr finanzielle Mittel als heute. Für Frankfurt kann ich nicht sprechen. Der Vorteil von Potsdam lag und liegt in den Möglichkeiten der sportlichen Ausbildung. Es ist kein Geheimnis, dass der Verein auf einem Olympiastützpunkt mit einer angegliederten Sportschule trainiert.

    Zu Alttrainer Schröder kann man stehen wie man will. Aber er und sein Team waren die Macher, wenn es galt Erfahrungen anderer Sportsektionen zu nutzen, eben interdisziplinär zusammen zu arbeiten. Und das ging im Wesentlichen ohne finanzielle Mittel, einfach sportlich.

    Gemessen an München und Wolfsburg sind wir arm aber „sexy“. Die Zuschauerzahlen beweisen es. In Potsdam gehen die Zuschauer zu „ihren Turbinen“ und unterstützen sie frenetisch und von mir aus auch fanatisch. Hier kommt man zum Frauenfussball und nicht zu einem „event“.

  16. @ FFFan
    So einfach wäre ein Wechsel auch mit Angebot von Bayern in der Vorsaison natürlich nicht gewesen, da Gwinn noch ein Jahr Vertrag beim SC hatte. Da müssen dann schon drei Seiten zusammenkommen. Bei den Männern ist das „Herauskaufen“ aus einem Vertrag mittlerweilen fast die Regel, bei den Frauen zum Glück „noch“ nicht!

  17. @micky
    Da Du Potsdam Fan bist kannst Du mir vielleicht eine Frage beantworten.
    Welche Spielerinnen die in Potsdam ausgebildet wurden spielen in Wolfsburg und München?

  18. @Altwolf: Rede nicht über eine Zeit, von der du nichts weißt, bzw. wo du dich noch nicht für den FF interessiert hast.

    Damals, als Potsdam und Frankfurt die Überflieger waren, waren es erstens nicht nur Potsdam und Frankfurt, sondern auch Duisburg, und zweitens gab es damals gerade Richtung Frankfurt die gleichen Stimmen, Stichwort Karolin Thomas. Und selbst, als Anderer und Hingst nach Frankfurt gewechselt sind, obwohl sie zwischendurch noch in Schweden waren, gab es große Aufregung unter den Potsdam-Fans.

    Zu Potsdam nenne mir bitte noch weitere Beispiele als die immer gleichen Alushi und Keßler. Das sind zwei Spielerinnen, nimm Henning und Schröder dazu, dann bist du bei 4 Spielerinnen in einem Jahr. Schau Dir alle anderen Jahre an, wo hat Potsdam das sonst noch gemacht? Ja, es gab mal eine Zeit, wo Potsdam Angerer und Wimbersky von Bayern weggelotst hat, ja, es gab eine Zeit, wo Potsdam Carlson und Kameraj vom HSV geholt hat, man hat auch Fuss vom FSV geholt und Omilade aus Brauweiler. Alles richtig, alles gut, aber du musst dabei mal bedenken, auf wie viele Jahre sich das verteilt. Das sind alle wirklich relevanten in einem Jahrzehnt (!!) und davon waren die wenigsten N11-Spielerinnen.

    In der gleichen Zeit sind von Potsdam 8 zu Wolfsburg, 5 zu Frankfurt, 3 zum HSV, 2 zu Jena, 2 zu Duisburg, 2 zu Bayern und 1 zu Brauweiler gewechselt. 23 Spielerinnen, und da sind Spielerinnen wie Angerer und Hingst, die über Unwege ihren Weg fanden, noch gar nicht mitgerechnet. Potsdam war der Hauptlieferant innerhalb der Bundesliga zu der Zeit.

    Für Duisburg dürfte ähnliches gelten. Die beiden Klubs waren dafür verantwortlich, dass die Liga so stark war, weil sie nicht bloß selbst die besten Spielerinnen ausbildeten, sondern gleichzeitig auch noch Überschuss für ihre Gegner übrig blieb, der besser war, als es diese Teams je selbst hätten scouten und ausbilden können. Wenn Wolfsburg irgendwann in einer vergleichbaren Stellung ist, dann können wir gerne nochmal über die Transfer von Alushi und Co. reden, aber nicht vorher!

  19. @ Bernd

    Genau in dem von Dir angesprochenen Punkt,herauskaufen aus dem Vertrag,liegt der Fehler im System.Es sollte auch bei den Frauen ein Vertragswerk wie bei den Männern geben,dass es den Vereinen ermöglicht langfristige Verträge abzuschließen und im Bedarfsfall Ablöse generieren zu können.

    Gwinn hat vier Jahre in Freiburg eine sehr gute schulische wie auch sportliche Ausbildung genossen,die den Verein sehr viel Geld kostet.

    Nun kann Gwinn gerade mal unfallfrei geradeaus laufen und fühlt sich schon als was Besseres und haut ab nach München,die der Spielerin auch bedingt dadurch,dass der Wechsel ablösefrei ist,der ein wesentlich höheres Gehalt zahlen kann als Freiburg in der Lage ist.

    München und Wolfsburg schmücken sich dadurch mit den Federn anderer,die die Basisarbeit geleistet haben und feiern ihre Erfolge auf Kosten derer.Die trifft natürlich auch auf alle anderen Großvereine zu.

    Das ist genau das was mich in diesem System anwidert und mich nun auch bei Gwinns Wechsel verärgert.

    In Wolfsburg lässt Kellermann keine Gelegenheit aus um über fehlende Professionalität im Frauenfußball zu klagen,nützt aber selbst schamlos diese Lücke im System aus und profitiert selbst in hohem Maße davon.

    Hätten wie bei den Frauen ein Vertragssystem wie bei den Herren,würde das wildern der Großen bei den Kleinen zwar nicht aufhören.Aber die Kleinen,sprich Ausbildungsvereine würden dann wenigstens für die jahrelange Arbeit die sie in ihre Talente investieren entschädigt.

    Ich gehe sogar soweit und fordere,dass wie in Spanien bei den Herren Pflicht,eine AK im Vertrag der Spielerinnen verankert wird.

  20. Ich finde die Diskussion über die zerstörerische Macht der „Grossen“ auf die „Kleinen“ ermüdend und falsch. Denn eines wird dabei immer außer Acht gelassen. Die Angliederung von Frauenfußball „Mann“schaften an Männervereine besitzen zwar ein politisches Prestige.
    Aber keinerlei eigene Präsenz, erst Recht keine Weibliche! Es sind rein Wirtschaftliche Vorteile aus dem Männerbereich an dem die Frauen teilhaben, dafür aber in Abhängigkeit ausgeliefert sind. Es gibt unzählige Belege die das deutlich machen. Würden Vereine wie Wolfsburg oder Bayern im Männerbereich an wirtschaftlicher Effektivität verlieren wären die Frauenbereiche die ersten sein die davon betroffen sind. Ein krasses Beispiel war das Feierverbot das zeigt das der weibliche Erfolg hinter dem der Männer steht.
    Genauso zeigt aber auch das sich die verbreitete Antipathie gegen den Verein Bayern München aus dem Männerbereich, auf den Frauenbereich reflektiert. Das ist nur ein Beispiel für die geringere Relevanz weiblicher Präsenz. Ausdruck von von misogynen Einstellungsmustern.
    Ich hoffe das ich verstanden worden bin und das sich die Blickwinkel durch meinen Kommentar etwas erweitern.

  21. oben: „Es sollte auch bei den Frauen ein Vertragswerk wie bei den Männern geben,dass es den Vereinen ermöglicht langfristige Verträge abzuschließen und im Bedarfsfall Ablöse generieren zu können.“

    ???

    Begreift irgendjemand so eine Argumentation? Also, ich nicht. Es gibt doch hier gar keinen Unterschied – und es gab ihn noch nie im Vertragswesen. Frau Gwinns Vertragslaufzeit lief aus (was mit Sicherheit jeder, auch außerhalb der BL, wußte). Alle möglichen und unmöglichen Agenten der diversesten Vereine hatten sie auf dem Zettel und haben mit absoluter Sicherheit an ihre Tür geklopft. Sie selbst und ihre Berater haben sich ganz sicher schon seit Monaten mit dem Ende der Vertragszeit beschäftigt und wie es für sie weitergehen soll. Mit noch größerer Wahrscheinlichkeit, die vielleicht über ein „totsicher“ noch hinausgeht, haben die diversen Verantwortlichen in Freiburg seit Monaten absolut alles versucht, eine Verlängerung zu erreichen. Das ist alles vollkommen normales, eigentlich sogar banales Verhalten in einer Fussball-Liga (unabhängig von M/F), auch wenn man im Gegensatz zu Milliardärsligen davon nicht in den Gazetten zu lesen bekommt (was GUT ist!, denn das elende unbestätigte und unbestätigbare Geraune über Wechsel und Summen und wer mit wem ist ja wohl der allerletzte Mist im MF).

    Frau Gwinn hat sich entschieden. Irgendwann vor ein paar Wochen. Ende der Debatte, die gar nicht erst hätte entstehen dürfen. Und welche Gründe sie „wirklich“ und „in echt!“ dabei bewogen… nun, außer dem bisschen und völlig Üblichen, das sie selbst hierzu formulierte, wird man niemals mehr von irgendjemandem zu hören bekommen. Alles Hinzudichten und -phantasieren aus dritter Hand ohne Belegmöglichkeiten ist ein grundlegender Fehler (auch im MF, und da ein besonders schlimm gewordener).

  22. In in allen Sportligen der Welt gibt es, gab es und wird es immer geben, eine Zwei-Klassen-Geselschaft. Na und?.
    Es gab Zeiten da dominierten Orte wie Großwallstadt,Tauberbischofsheim und Landshut ihre Sportarten und es ist müßig über die „guten alten Zeiten“ zu sinieren. Sie sind vorbei! Vorbei sind die Zeiten wo die Frauen mit einem Kaffe-Service abgespeist wurden. Gut ist, das es wenigstens zwei Vereine in Deutschland gibt, die ihren Spielerinnen ein gutes Einkommen bescheren damit sie ihren Lebensunterhalt sicherstellen können. Und das ist noch im Vergleich mit England, Frankreich und Spanien noch pillepalle!

  23. @Volker: Was genau ist an der „Diskussion über die zerstörerische Macht der „Großen“ auf die „Kleinen“ ermüdend und falsch.“?
    Dein nächster Satz, die Frauenmannschaften sind dem Männerverein angegliedert… Wie ist es da beim SC Sand und beim 1.FFC Frankfurt?
    Auf jedem Fall kann man es nicht verallgemeinern.

    Der Frauenfußball ist noch lange nicht da, wo der Herrenfußball seit Jahren ist. Aber die von dir angesprochene „verbreitete Antipathie gegen den Verein Bayern München“ hat meines Erachten seine Gründe. Sportlich gönne ich den Mannschaften, den einzelnen Spieler/Innen JEDEN Erfolg. Auch den Mannschaften des FC Bayern München. Aber ich sehe auch, wie er erkauft wurde.

    Kurz aus dem Herrenbereich: Als ein Miroslav Klose wieder einmal eine hervorragende Hinserie bei WERDER spielte und – wie bekannt wurde – es kurz vor dem Spiel (in München?) ein verbotenes Treffen der Münchner Verantwortlichen und Miro oder/und Berater gab. Danach spielte Miro nur noch eine eher bescheidene Rückserie für WERDER und wechselte im Sommer nach München.

    Das sind Ereignisse, die vergisst du als Fan nicht.
    Ob sich das jetzt noch belegen lässt, kann ich nicht sagen.

    Ich möchte hier auch keine Diskussion mit Bezug auf den Herrenfußball starten. Aber bei Vereinen, die beides anbieten kann man schon vergleichen und der FC Bayern verwendet da die selbe Strategie.

  24. @ajki sagt:
    26. Februar 2019 um 14.07 Uhr Uhr

    oben: „Es sollte auch bei den Frauen ein Vertragswerk wie bei den Männern geben,dass es den Vereinen ermöglicht langfristige Verträge abzuschließen und im Bedarfsfall Ablöse generieren zu können.“

    ???

    Begreift irgendjemand so eine Argumentation? Also, ich nicht.
    —-
    Also ich begreife schon, was @SCF Klausi meinte. Er hat es doch gut beschrieben. Ob es umgesetzt wird (wohl eher nicht) hängt ja von den Vertragspartnern ab. Umsetzbar ist es.
    Eine Ausstiegsklausel (AK) vorzuschreiben, wird mMn in Deutschland nicht gehen. Auf freiwilliger Basis aber sicherlich.
    @ajki: Ansonsten widerspreche ich dir nicht.

  25. @Volker: Gute Zusammenfassung, aber genau darum geht es doch. Hier wird der FF für n Appel und n Ei verkauft. Die großen Männervereine kommen mit ihrem großen Geld, destabilisieren die reinen FF-Vereine mit ihrem Turbokapitalismus, schöpfen die Erfolge ab, vergraulen die Zuschauer und ziehen dann irgendwann ab, wenn der FF wirtschaftlich komplett am Boden liegt. So schießen sie den FF langfristig wieder zurück in die Steinzeit.

  26. Bei allem Frust oder Aufregung finde ich es sehr schwach, den Spielerinnen wie jetzt hier Giulia etwas vorzuwerfen. Giulia steht in keiner Schuld, dem Verein etwas zurückgeben zu müssen, noch sind ihre Wurzeln von hier oder sonst etwas. Sie hat sich damals für Freiburg, wo im Übrigen auch Bayern schon sehr stark interessiert war, durfte hier natürlich eine hervorragende Förderung genießen, hat aber gleichzeitig durch ihre starken Leistungen verdammt viel zurückgegeben. Bei der Unterschrift in Freiburg war ja schon jedem bewusst, dass wenn es gut läuft, sie auch wieder weg sein wird.
    Aber was man vor allem sehen muss, dass die Spielerinnen auch schauen müssen, wo sie bleiben. Und wenn ein anderer Arbeitgeber ein Vielfaches mehr bezahlt, dann ist es halt schwer das abzulehnen. Zudem sind die Bedingungen in München professioneller und man wird eher Titel gewinnen als in Freiburg. Die Frage ist lediglich, ob der Schritt vielleicht ein bis zwei Jahre zu früh kommt und es nicht sinnvoll gewesen wäre, mal unter einem anderen Trainer als Jens Scheuer zu trainieren.

    Die Liga wird natürlich immer einseitiger, Bayern und Wolfsburg ziehen noch weiter davon, die anderen haben das Nachsehen. Feli Rauch wird wohl Svenja Huth nach Wolfsburg folgen, Linda Dallmann ist schon länger eine Wunschspielerin von Jens Scheuer und dürfte auch noch nach Bayern wechseln, was dann vielleicht auch für einen Wechsel von Lea Schüller sprechen könnte.

    Die Behauptung, dass der Transfer schon länger fix gewesen sei und erst jetzt verkündet wurde, ist eine Lüge! Bayern hatte natürlich schon länger Interesse, eine Entscheidung war aber nie da! Das war bis zum Schluss ein Dreikampf zwischen Bayern, Wolfsburg und Freiburg!

  27. Ich sehe die Situation bezüglich der beiden „Grossen“ deutlich anders. Man sollte diesbezüglich die Besonderheiten des Frauenfussballs unbedingt im Auge behalten.

    1) Das Leistungsgefälle in der 1. Bundesliga ist schon erheblich. Es gibt seit einiger Zeit zwei Vereine die deutlich vorn sind, ein paar, die gelegentlich mal unter die ersten zwei kommen können, sowie der Rest, der dann auch die Absteiger unter sich ausmacht.

    2) Nur die ersten beiden Plätze ermöglichen die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Weitere internationale Pokalwettbewerbe gibt es derzeit nicht.

    3) Auch die in der ersten Liga spielenden Profifussballerinnen können sich, bis auf wenige Ausnahmen, kein finanzielles Polster durch ihre Einkünfte aufbauen. Sie erhalten letztendlich für ein paar Jahre ein Salär, welches ihnen ein Auskommen gestattet, mehr aber auch nicht. Nach Ende ihrer Laufbahn als Profifussballerinnen werden sie einem ganz normalem Beruf nachgehen müssen, um sich zu ernähren.

    Es sind also letztendlich Amateure, die einen finanziellen Ausgleich dafür erhalten, dass sie während ihrer Spielertätigkeit in der ersten Liga keinem vollen Beruf nachgehen können.

    Es ist also ein Hobby bei dessen Ausführung sie natürlich so viel, wie möglich, erleben, und auch so viel Erfolge, wie möglich, geniessen wollen.

    Nun wird wohl jeder in Deutschland zustimmen, dass in Wolfsburg oder in München die Wahrscheinlichkeit für eine Champions-League-Teilnahme ungleich höher ist, als bei jeder anderen Mannschaft.

    Tabea Kemme und Lia Wälti erwähnten bei ihrem Weggang nach England auch das Ziel regelmässig international spielen zu können, weil sie diese Möglichkeit offensichtlich in Potsdam als nicht realistisch ansahen.

    Ich glaube nicht, dass Wolfsburg oder München Spielerinnen lange bitten müssen, sondern schätze eher, dass sich Spielerinnen selber sehr dafür interessieren, bei einem dieser Vereine zu landen, sich dort auch durchzusetzen, um dann Titel zu gewinnen und auch international zu spielen.

    Apropos „International“: Die beiden deutschen Spitzenvereine müssen international gewaltig darum kämpfen den Anschluss zu halten. Inzwischen stecken andere Länder sehr viel Unterstützung und Kapital in den Aufbau schlagkräftiger Frauenmannschaften. Teilweise soll dort (England) der Zuschauerzuspruch auch spürbar höher sein, als in Deutschland (habe ich nur gelesen, bin aber nicht in Besitz verlässlicher Quellen).

    Wenn eine richtig gute Spielerin Titel gewinnen will und in der Champions-Leage spielen will, dann wird es sie ins Ausland ziehen, oder aber in Deutschland nach Wolfsburg oder München.

  28. Richtung „Ritchie um 15:16“

    Nö, ich kapiers nach wie vor nicht. Vereine können „langfristige“ Verträge schliessen – wo ist das strittig? Das ist doch das, was jederzeit passiert. Es sei denn, es ist irgendwas gemeint wie die „früher mal“ übliche Vertrags-Überlegenheit des Vereins und die Unterlegenheit des Spielers im Vertragsrecht – der gute alte Gutsherrenstil der Vereinsbosse. Selbst WENN sich das jemand zurückwünschen sollte… das Bosman-Urteil scheint sich bei vielen Vereinsanhängern einfach noch nicht in seinen Konsequenzen herumgesprochen zu haben und das ist auch schon 20 oder mehr Jahre her.

    Oder die diversen Klauseln in Standardverträgen. Da ist seit etlichen Jahren viel bekannt geworden – hier beispielsweise die anteiligen Beträge, die frühere Ausbildungsvereine bei einer (Jahre/Jahrzehnte späteren) Ablösevereinbarung bekommen. Wahrscheinlich steht das auch in den Standardverträgen bei den Frauen – aber im Gegensatz zu den Fabelsummen der Ablösen im Männerfussball bei den (wenigen) absoluten Spitzenspielern dürfte dann der Anteil für den D-A-Jugendverein von Frau Gwinn selbst bei „hoher“ Ablöse eher eine nette Kleinigkeit sein. Aber kommt ja derzeit nicht in Betracht, weil der derzeitige Verein nicht in den Genuss einer Ablöse kommen kann.

    Was daran liegt, dass der Verein wie in vielen anderen bekannten Fällen (im MF) auch hier etwas radikal „falsch“ gemacht hat. Der Verein hätte Frau Gwinn bis zum Mai letztes Jahr eine Frist setzen müssen für eine Vertragsverlängerug und, wenn der Verein sie halten will, dieses Spielchen wiederholen müssen pro Jahr. Wenn sie nicht verlängert, muss sich ein Verein auf Teufel komm raus bemühen, sie im Sommertransferfenster lukrativ auf dem Markt zu platzieren – das ist ganz allgemein und selbst für Spitzenspieler gar nicht einfach, denn die Spieler müssen das Spielchen des Vereins ja auch mitmachen (und tun es aus guten Gründen oftmals nicht). Und dann guckt der Verein eben in die Röhre und es ist Essig mit einer lukrativen Ablösesumme.

    Aber! Und das ist beinahe der wichtigste Punkt: Wer würde denn für eine junge _*Perspektiv*_spielerin überhaupt eine „Ablöse“ bezahlen? Und zwar in irgendeiner Höhe, die es überhaupt lohnenswert machen würde, dass man darüber späche??? Wo doch selbst für die Superstars im FF eher Ablösen üblich sind, die im MF im Bereich der Portokassenhöhen liegen?

    Nein, die gesamte Argumentation oben ist hanebüchen.

  29. @ ajki

    Im Herrenbereich sind allgemein längere Vertragslaufzeiten üblich und man sichert sich für den Fall einer vorzeitigen Vertragsauflösung durch Vereinswechsel mit frei verhandelbaren Ablösesummen oder festgeschriebenen AK ab.

    Warum sollte das auch nicht bei den Frauen möglich sein und was ist daran nicht zu verstehen ?

    @ Freiburger

    Die Behauptung das Gwinns Wechsel nach München schon seit längerer Zeit feststeht stammt zwar nicht von mir.Aber es ist doch sehr anmaßend den User der dieses Argument eingebracht hat öffentlich als Lügner zu bezeichnend.

    Schon letztes Jahr,genau zu dem Zeitpunkt,als Benkarths und Magulls Wechsel nach München bekannt wurden,ist auf TM.de im Vereinsforum des SC Freiburg geschrieben worden das Gwinn die nächste Spielerin aus Freiburg ist die nach München wechselt und es nur noch eine Frage der Zeit wäre wie lange sie noch in Freiburg spielen darf.

    Ob der entsprechende Post auf TM.de auf Insiderwissen basiert oder reine Spekulation war kann ich nicht beurteilen,aber denkbar wäre es schon das zu dieser Zeit bereits eine mündliche Vereinbarung getroffen wurde und erst jetzt endgültig schriftlich fixiert wurde.Ich könnte mir schon vorstellen das auf Grund des Wieder Wechsels,die in München noch Vertrag hatte ein Deal mit Gwinn getroffen wurde .Das schließt ja nicht aus das Wolfsburg nicht auch in den Poker um Gwinn einsteigt.

  30. @ ajki: SCF Klausi hat bereits selber etwas dazu geschrieben.
    Ich habe seine vorherigen Zeilen so verstanden, dass er es schade findet, wenn der ausbildende Verein für den Aufwand der Ausbildung keine angemessene Entschädigung bekommt. Und bei Ablöse freiem Wechsel gibt es überhaupt keine Entschädigung.
    Klausis Idee war es, dass über die Verträge zu regeln. Ich habe dazu ja geschrieben, – sinngemäß – dass die Verträge Sache der Vertragsparteien sind und z.B. eine Ausstiegsklausel eher nicht zwingend vorgeschrieben werden kann.
    Davon ab finde ich Klausis Ideen gut, überlegenswert, aber sie werden wohl vorerst nicht umgesetzt.
    Ideen kann man viele haben, wenn sie nicht umgesetzt werden, nützen sie nichts.

  31. @ Freiburger
    Stimme dir in allem vollkommen zu, bis auf den untersten Abschnitt.

    Würde das was du dort schreibst nie als Lüge bezeichnen, denn evtl. sind deine „Insiderinformationen“ anders als meine. Deswegen ist deine Behauptung etwas unter der Gürtellinie. Meine Informationen sind von einer Person die es ganz sicher wissen muss! Keine Ahnung wo du deine Information her hast, aber die Quelle kann eigentlich nicht zuverlässiger sein. Es soll aber sogar schon vorgekommen sein, dass mal eine Person unterschiedliche Auskünfte gab.
    Wie du siehst haben sich meine Infos bestätigt. Warum wohl, war ich mir schon lange 100%ig sicher bei dem Wechsel zu Bayern?
    Also lieber Freiburger, ich unterstelle dir keine Lüge nur weil du evtl. andere Infos bekommen hast! Allerdings bitte ich darum dies umgekehrt auch nicht zu tun, denn meine Info entsprach absolut der Wahrheit. Gerne können wir uns treffen und dann können wir uns vertraulich gegenseitig die Quellen nennen. Bin mir sicher, dass du dich danach für die Behauptung der „Lüge“ entschuldigst!
    Schönen Abend noch!

  32. @ollerrentner: Und genau das, was du dort schreibst, ist das Problem meines Erachtens. Fußball, besonders Frauen Fußball, ist mittlerweile ein Mittelklasse-Sport geworden. Für die allermeisten Spielerinnen und Fans ist der FF eben nicht mehr als ein bezahltes Hobby, weil sie aus gut situierten Verhältnissen kommen.

    Früher war der Fußball dagegen ein Unterschichtsport. Für viele war es ein Weg, wie sie sich mit ihrem Talent den Weg aus der Armut und aus schwierigen Verhältnissen bahnen könnten, mit einem geregelten Tagesablauf, mit gesellschaftlicher Anerkennung, mit überhaupt mal der Chance auf einen Beruf, mit dem man seinen Lebensunterhalt bezahlen kann. Und mit der Chance, womöglich auch danach einem Beruf im Sport nachzugehen, mit dem es halbwegs zum Leben reicht.

    Wie ich es schon anderswo gesagt habe: Vielleicht spielen bei uns die falschen. Vielleicht will der FF aber auch der Schickimicki-Wohlstandsfußball sein, in dem diese schwierigen Fälle nicht gerne gesehen sind, wo die Unterschicht eben keinen Platz hat. Aber dann soll man sich auch nicht wundern, dass sich im FF nichts entwickelt, denn um Fußballerinnen bei der Ausübung eines ihrer Hobbies zu Zuschauern, ist er dann doch immer noch zu teuer.

  33. Fan 2: Meine Kommentar ist keine Zusammenfassung sondern eine Kritik an den Inhalten einiger Kommentare HIER! Du bist mit deiner Zustimmung meilenweit von dem entfernt was ich ausdrücken will. Außerdem muss ich dir unterstellen das du jede kontroverse Diskussion dazu nutzt um hier Negative Stimmung zu erzeugen.Und das immer wieder nur in eine Richtung. Die Einbindung von Begriffen wie „Turbokapitalismus“ oder „Märtyrer“ sollen dabei gesellschaftliche Kompetenz symbolisieren. Sorry NICHT MIT MIR!
    Um es dir klar zu machen die inspiration zu meinem Kommentar habe ich von der Philosophin Svenja Flaßpöhler aus einem Artikel der Zeitschrift Philosophie, ich bin der Meinung das sich der Inhalt durchaus auf die Thematik des Frauenfußball übertragen lässt.
    Ritchie hat mich darin, ohne es zu wollen auch noch bestätigt.

  34. @micky
    Wie Du bestätigst hatten Turbine o.Potsdam zu ihren Glanzzeiten „nicht mehr finanzielle Mittel als heute“, dann setze das mal ins Verhältnis zu den damaligen Möglichkeiten der anderen Clubs.

    Ich kritisiere das nicht, aber ich sehe da keine prinzipiellen Unterschiede.
    WOBs bessere Finanzausstattung hat sich erst mit den Erfolgen verbessert und konnte in den „Glanzzeiten“ Turbines u. d. 1.FFC da sicherlich nicht mithalten.

    Die Verpflichtungen von M.Müller oder .z.B. Z.Jakabfi wurden mit Arbeits- u. Ausbildungsplätzen ermöglicht und erst in den letzten Erfolgsjahren ist man in der Lage den verpflichteten Spielerinnen ein Gehalt zu bieten, daß es ihnen ermöglicht „nur“ Fußball spielen zu können und nicht zusätzlich einem Job nachgehen zu müssen. Das ist der Grad an Professionalität der sich inzwischen bei den Top-Clubs etabliert hat.

    Ist dieses „Selbstmitleid“ nach Jahren des Erfolges denn wirklich nötig ?
    Potsdam ist größer als WOB, hat Berlin nicht weit davon entfernt und da ist es nicht möglich potente Sponsoren zu finden ?

  35. @ Bernd:
    „So einfach wäre ein Wechsel auch mit Angebot von Bayern in der Vorsaison natürlich nicht gewesen, da Gwinn noch ein Jahr Vertrag beim SC hatte.“

    Das muss nicht unbedingt ein Hindernis sein. Hatten L.Benkarth und L.Magull nicht auch noch Vertrag?

  36. @Sheldon/Fan2

    Danke für die detaillierten Fakten der von Turbine verpflichteten Spielerinnen, die sie nicht erst ausbilden mußten.

    Vielleicht kannst Du mir auch die Spielerinnen noch nennen, die neben. N.Omilade, N.Keßler,J.Hennig u. V.Odebrecht „direkt“ von Turbine zu WOB gewechselt sind.

  37. Fan2: „Früher war der Fußball dagegen ein Unterschichtsport. Für viele war es ein Weg, wie sie sich mit ihrem Talent den Weg aus der Armut und aus schwierigen Verhältnissen bahnen könnten, mit einem geregelten Tagesablauf, mit gesellschaftlicher Anerkennung, mit überhaupt mal der Chance auf einen Beruf, mit dem man seinen Lebensunterhalt bezahlen kann.“

    Ich bin inzwischen 66 Jahre alt, in Berlin-Steglitz aufgewachsen und kann das für „meine Zeit“ so ab Anfang der 1960er Jahre nicht mehr bestätigen. Die Mehrzahl aller, die damals in Vereinen spielten, hatten einen Schulabschluss, viele studierten auch. Ich kann mich in meiner Erinnerung nicht an einen Spieler erinnern, der keine Ausbildung machte und einen Beruf ausübte. Ein Spieler, den ich auch aus dem Berufsumfeld her kenne, lehnte Ende der 1970er Jahre angebotene Profiverträge ab. Er war zu dem Zeitpunkt Spieler bei dem Verein, der Berliner Meister wurde, aber er beendete auch kurz darauf sein Mathematikstudium.

    Später mit knapp über 30 spielte ich noch bei einer Uni-Runden-Mannschaft namens „Fossil“ (Nomen est Omen). Wir waren sehr oft in Deutschland und Österreich zu Freundschaftsspielen und kleineren Turnieren unterwegs. Dort spielten wird meist gegen die Altherrenmannschaften, gelegentlich auch gegen echte Ligamannschaften. Unterschichtenfussball ist mir damals nirgends begegnet.

    Das stammt wohl eher aus noch früheren Zeiten vor 1960, die ich mich nicht mehr erinnere.

    @Rudi: Vielen Dank für den Link

  38. Mir erscheinen Teile der Diskussion unverständlich und auch nicht immer nachvollziehbar.

    Warum verpflichtet ein Verein eine talentierte Spielerin, die er dann ausbildet, erhofft sie zu einer guten oder gar sehr guten Spielerin entwickeln zu können,dabei aber dann auch mit rechnen muß sie an einen anderen Verein zu verlieren ?

    Alles ohne irgendeinen Nutzen daraus zu ziehen nur zum Wohle der Spielerin ?

    Nur um ewige Treue oder Dankbarkeit der Spielerin zu erwarten ?

    Wenn das so ist, dann sollte der Verein doch solche Spielerinnen erst gar nicht verpflichten.

  39. Fan2: „Fußball, besonders Frauen Fußball, ist mittlerweile ein Mittelklasse-Sport geworden. Für die allermeisten Spielerinnen und Fans ist der FF eben nicht mehr als ein bezahltes Hobby, weil sie aus gut situierten Verhältnissen kommen.“

    Noch einmal kurz zu dem Thema, aber aus einer anderen Perspektive.

    Wann gab es denn (in Deutschland) für Frauen jemals eine ernst zu nehmende Möglichkeit für die Berufskarriere „Fussballerin“, die über einen kurzen Zeitraum hinaus eine berufliche Absicherung darstellte.

    Im Männerbereich gab es das durchaus, wenn auch schon immer mit hohem Risiko behaftet: Nur wenige Spieler erlangten wirklich hohe Einkünfte, zumindest für ein paar Jahre. Zusätzlich bestand immer das hohe Risiko einer Verletzung, die eine Karriere oft beendete.

    Frauen mussten sich schon immer ein zweites Standbein aufbauen, sei es durch eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium.

    Offensichtlich spielt die Polizei in dem Zusammenhang eine ähnliche Rolle, wie bei vielen Wintersportarten der Zoll: Spielerinnen absolvieren eine Ausbildung oder ein Studium und lassen sich dann für ihre Zeit als Profispielerin beurlauben (bekanntes Beispiel: Tabea Kemme).

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass bei Fussball spielenden Mädchen der Gedanke an eine gut bezahlte Profikarriere im Hintergrund steht. Es ist wohl eher der Spass an diesem Sport und eine gehörige Portion Ehrgeiz und die Bereitschaft für Erfolge etwas zu tun.

    Insofern unterschied sich wohl der Frauenfussball in Deutschland schon immer grundlegend vom Männerfussball.

  40. @ FFFan

    Zitat : Das muss nicht unbedingt ein Hindernis sein. Hatten L.Benkarth und L.Magull nicht auch noch Vertrag?

    Um auf Deine Frage zu antworten,Benkarths Vertrag lief aus und Magulls Vertrag lief noch ein oder sogar zwei Jahre.Bin mir bei Magull nicht mehr ganz sicher,ich erinnere mich nur noch,dass Magull bei ihrer Festverpflichtung einen Dreijahresvertrag unterschrieb.

  41. @ FFFan
    „Hatten L.Benkarth und L.Magull nicht auch noch Vertrag?“
    Nein, beim Wechsel nach Bayern waren die Verträge beendet.

    Klar ein Wechsel mit Vertrag ist nicht unmöglich, ein zusätzliches Hindernis ist es aber schon. Der abgebende Verein muss dem Wechsel nicht zustimmen.

  42. @ Bernd

    In Bezug auf Lina Magull stimmt deine Aussage nicht.

    Als Magull von Freiburg fest verpflichtet wurde erhielt sie einen langfristigen Vertrag in Freiburg.Ich meine in einer Mitteilung gelesen zu haben das sie einen Dreijahresvertrag unterschrieb,finde diesen Artikel aber nicht mehr.

    Als sie von Freiburg nach München wechselte lief ihr Vertrag noch mindestens ein Jahr,oder sogar zwei.

    https://www.womensoccer.de/2017/01/18/lina-magull-bleibt-dauerhaft-beim-sc-freiburg/

    https://www.scfreiburg.com/news/lina-magull-bleibt-freiburg

  43. @ SCF Klausi

    Bei Laura B. bin ich mir ganz sicher, dass der Vertrag auslief.
    Bei Lina M. hatte ich ein paar Monate vor ihrem Wechsel ein Interview gelesen, in dem es unter anderem darum ging, ob sie in Freiburg bleibt. Sinngemäß hatte sie dann gesagt, es würde viel davon abhängen wie Freiburg die Zukunft plant, ob man bereit wäre das tolle Team zusammenzuhalten und man dann sehr viel erreichen könnte, oder eben nicht. Am Ende der Saison verließen den SC Freiburg dann zahlreiche Nationaspielerinnen. Ich weiß, dass Lina Magull in Wolfsburg einen Dreijahresvertrag hatte, der jedoch nicht erfüllt wurde. Lina war zunächst nach Freiburg ausgeliehen und wurde nach 1,5 Jahren, dank des kooperativen Verhaltens von Wolfburg, im Januar fest verpflichtet. Wenn du gelesen hast, dass sie im Januar einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, kann es nicht sein, dass sie zum Wechselzeitpunkt noch ein oder zwei Jahre Vertrag gehabt hätte. Meines Erachtens war sie im Januar 2017 für weitere 1 1/2 Jahre verpflichtet worden. Ansonsten wäre eher ein Vertrag für 2 1/2 Jahre wahrscheinlich, Möglich ist aber auch, dass es evtl. eine Klausel für einen Bayernwechsel gab, da sie schon seit der Kindheit Bayernfan war. Kurzum, ich hatte das Inerview so verstanden, dass sie zum Sommer 2018 wechseln könnte, was sie dann ja auch tat. Hast du eine Info, dass sie aus dem Vertrag heraus gekauft wurde. Würde mich sehr interessieren. Wie du siehst beruht in dem Fall mein „Wissen“ ebenfalls auf Interpretation eines Artikels, im Gegensatz zu Giulia G. wo ich eine direkte Info aus erster Hand hatte.

  44. @ SCF-Klausi

    Nirgendwo habe ich gelesen, dass Lina Magull aus ihrem Vertrag herausgekauft wurde. Sie hätte sich ansonsten auch bestimmt beim SCFreiburg dafür bedankt, dass ihr der Wechsel ermöglicht wurde.
    Bei Wolfsburg hatte sie sich auch deshalb bedankt. Auf facebook schrieb sie auch nur, dass sie frühzeitig eine Entscheidung getroffen hat.

    Lina Magull
    2. März 2018 ·
    Hallooo… ich war hier länger nicht aktiv, aber nun ein paar Worte an euch 🙂

    Ich möchte gern kurz was loswerden.
    Ich habe bereits für die nächste Saison beim Fc Bayern München unterschrieben. Das bedeutet für mich, dass ich mir gründlich Gedanken über meine Zukunft gemacht habe und frühzeitig eine Entscheidung getroffen habe, mit der ich mich wohlfühle.
    Aktuell spiele ich aber noch mit Herz und vollem Einsatz für meinen Verein Sc Freiburg. Die Rückrunde ist noch lang, wir verfolgen gemeinsam unsere Ziele und Träume. Meine Mannschaft steht jetzt für mich im Vordergrund. Der Moment zählt, die Zukunft ist noch nicht greifbar.
    Also… ich mach dann mal weiter mit leidenschaftlichen Erlebnissen und dem was mich erfüllt. Fußball spielen ⚽️😊

    Auch hier steht nichts von einem vorzeitigen Wechsel:
    https://www.scfreiburg.com/news/wir-werden-auch-der-neuen-saison-eine-starke-mannschaft-haben

    Hast du das mit dem Dreijahresvertrag evtl. hier gelesen?
    Hochkarätige Neuzugänge bei den FC Bayern Frauen: Laura Benkarth und Lina Magull wechseln zur kommenden Saison 2018/2019 vom SC Freiburg zum FC Bayern. … Magull hat einen Dreijahresvertrag bis zum Sommer 2021 unterzeichnet. „Wir freuen uns, dass sich mit Lina Magull und Laura Benkarth zwei deutsche Nationalspielerinnen für den FC Bayern München entschieden haben“

    „Mit der Unterschrift geht ein Traum in Erfüllung“

    Mittelfeldspielerin Lina Magull, seit 2015 beim SC Freiburg, ist seit drei Jahren Stammspielerin der deutschen Nationalmannschaft und hat in ihren jungen Jahren bereits die Champions League, den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft gewonnen. „Ich bin FC Bayern-Fan seit ich klein bin. Deshalb geht mit der Unterschrift ein Traum für mich in Erfüllung“, freute sich die 23-Jährige. „Bayern ist für mich ein nächster, wichtiger Schritt: Ich möchte meine Fähigkeiten weiterentwickeln, sowohl fußballerisch als auch athletisch“, so die gebürtige Dortmunderin.
    „Deutsche Nationalspielerinnen bündeln“

    Karin Danner, Managerin der FC Bayern Frauen, freut sich in mehrerlei Hinsicht über die starken Neuzugänge: „Es sollte für die Spitzenclubs der Bundesliga immer ein Ziel sein, deutsche Nationalspielerinnen im eigenen Verein zu bündeln und in Deutschland zu halten. Das ist ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie.
    https://fcbayern.com/de/news/2018/03/fcb-frauen-transfer-laura-benkarth-und-lina-magull

  45. @ SCF Klausi

    Hier bin ich nochmal. Habe doch noch eine Bestätigung für meine Vermutung gefunden:
    https://www.soccerdonna.de/de/lina-magull/transfers/spieler_2284.html
    Der SC Freiburg hätte die Nationalspielerin Magull mit Sicherheit nicht ablösefrei zu den Bayern gehen lassen, wenn sie noch ein oder zwei Jahre in Freiburg Vertrag gehabt hätte. Bin beim Spiel in München, da kann ich sie aber gerne nachdem Spiel auch noch selbst fragen, wenn du möchtest.

  46. @ Bernd

    Jetzt mal unabhängig davon wie ich über Gwinns Wechsel denke,deiner Behauptung der Wechsel würde schon seit einem Jahr feststehen widerspreche ich nicht,da wie ich schon hier schrieb,genau zu dem Zeitpunkt als die Wechsel von Benkarth und Magull bekannt wurden im Vereinsforum des SCF auf tm.de ein Post eingestellt wurde,der einen Gwinn Wechsel nach München bereits voraussagte um es mal so auszudrücken.Dieser Post bestätigt Deine Behauptung das Gwinns Wechsel bereits seit längerer Zeit feststeht.

    Bei Benkarth hattest Du ja recht.Ihr Vertrag lief aus und sie hat nicht verlängert.

    Nun noch kurz zu Magull.

    Bei Magull gehe ich davon aus,das der Vertrag zur Festverpflichtung erst ab dem 1.07.2017 gültig war,da ihr zweiter Leihvertrag noch bis zum 30.06.2017 abgeschlossen wurde.

    Leider finde ich den Artikel über Magulls Festverpflichtung nicht mehr in dem über die Vertragslaufzeit berichtet wurde.Sie hatte aber zum Zeitpunkt ihres Wechsels auf jeden Fall noch einen Vertrag von mindestens einem Jahr.Da bin ich mir zu 100 % sicher.

    Ob für Magull eine Ablöse bezahlt wurde ist mir nicht bekannt.Ich könnte mir aber vorstellen das man im Prinzip Magull mit Wieder getauscht hat,weil Verena Wieder zum Zeitpunkt ihres Wechsels nach Freiburg noch einen gültigen Vertrag bis 30.06.2019 beim FCB hatte.

    Vielleicht wurde in diesem Zusammenhang auch der Gwinn Wechsel eingefädelt.Aber das ist nur eine Vermutung von mir.

  47. @Bernd, es war natürlich nicht richtig Dich deswegen als Lügner zu bezeichnen, das tut mir leid! Dennoch weiß ich wirklich aus erster Hand, dass ein Wechsel nicht im geringsten fest stand. Das war bis zum Schluss komplett offen, auch Freiburg war längst nicht aus dem Rennen.
    Dass der Wechsel zustande kam, bestätigt meiner Meinung nach nicht deine Aussage. Es war natürlich naheliegend, dass es letztlich Bayern wird, hier hat sie es näher zu ihrer Heimat (Ihre Eltern sind ja immer leidenschaftlich dabei), hinzu kommt, dass mit Jens Scheuer nun ein Trainer da ist, der komplett auf sie setzt. Das macht natürlich alles irgendwo Sinn.

    Bezüglich Lina Magull. Hier war es so, dass sie grundsätzlich noch Restvertrag hatte, allerdings mit einer Ausstiegsklausel. Von dieser hat der FC Bayern Gebrauch gemacht, somit konnte der SC nichts dagegen machen und Lina Magull hatte freie Entscheidungswahl.

    Ein Tausch oder irgendwelche Abmachungen mit dem Transfer von Verena Wieder gab es nicht. Wieder hatte schließlich einfach keine Perspektive in München, deswegen kam ein Transfer zustande.

    @SCF Klausi, das Klara Bühl verlängert hat und Giulia Gwinn nicht, hat ja auch gute Gründe und zwar nicht, dass Bühl sagt, dass sie aus Dankbarkeit dem Verein treu bleibt.
    Bühl kommt von Freiburg und wohnt noch zuhause bei ihren Eltern, ist zudem gerade erst volljährig geworden und damit 1,5 Jahre jünger als Gwinn. Des Weiteren ist sie noch nicht einmal mit dem Abitur fertig und hat auch noch nicht wie Giulia drei Saisons auf hohem Niveau gespielt. Ich würde mir keine allzu großen Hoffnungen machen, dass Bühl über ihr 20. Lebensjahr hinaus noch beim SC spielt.
    Bitte bei deinen Aussagen auch immer die Hintergründe berücksichtigen.

  48. @ollerrentner: Es ist alles immer ne Frage der Perspektive. Für eine junge Frau, die aus prekären Verhältnissen stammt, deren Familie Hartz IV-Empfänger ist und die selbst Aussicht darauf hat, da zu enden, ist das, was man beim FF im Schnitt in der BL verdienen kann, so im Bereich von 2000 € im Monat schon ein riesiger Sprung.

    Für eine verwöhnte Dame, wie es die meisten FF-Damen sind, ist das natürlich ein absolutes Downgrade.

    @Altwolf: Das kann ich Dir ganz genau sagen:
    Aferdita Podvorica 2000, Annelie Brendel 2005, Christiane, Paula, Pezzato, Stephanie Ullrich, Britta Carlson alle 2006, Juliane Höfler (mit Omilade) 2007, Juliane Simic 2015

    Da kommt schon n ganzes Team mit Auswechselspielerinnen zusammen, und zwar kein schlechtes. Ullrich – Pezzato, Henning, Omilade, Paula – Odebrecht – Simic, Carlson – Keßler – Podvorica, Christiane

    4 von ihnen Stunden beim CL-Sieg 2005 auf dem Platz, 2 weitere beim CL-Sieg 2010 (Odebrecht bei beiden).

  49. Fan2: Es ist alles immer ne Frage der Perspektive. Für eine junge Frau, die aus prekären Verhältnissen stammt, deren Familie Hartz IV-Empfänger ist und die selbst Aussicht darauf hat, da zu enden, ist das, was man beim FF im Schnitt in der BL verdienen kann, so im Bereich von 2000 € im Monat schon ein riesiger Sprung.

    Man muss aber erst einmal eine erfolgreiche Bundesligaspielerin werden.

    Bei den männlichen Kindern und Jugendlichen werden ja schon die ganz kleinen von diversen Vereinen dadurch gekauft, dass die für die Ausrüstung sorgen. Bei den Jugendjahrgängen fliesst schon richtig Geld (im West-Berlin der 1980er Jahre war ein guter Juniorenspieler seitens Sponsoren geschickt mit oft vierstelligen DM-Beträgen abgesichert). Bei den Relationen im Mädchenbereich kann ich mir so etwas kaum vorstellen.

    Ausserdem besteht solch ein Einkommen nur einen eng begrenzten Zeitraum, der sich sogar aufgrund von Verletzungen stark verkürzen kann. Wenn man nur für vielleicht 10 Jahre seines Lebens monatlich 2000 Euro verdienen kann, dann ist das faktisch nichts wert. Eine Spielerin, die nicht vor und während ihrer Profiverträge eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, wird hinterher sehr schlecht dastehen.

    Ich möchte aber noch einmal dem Gerücht widersprechen, dass Fussball eine Unterschichtensportart ist. In den in ganz Deutschland vorhandenen Amateurvereinen sind Menschen aus jeder Ecke der Gesellschaft aktiv. Das ist genauso, wie bei allen anderen Sportarten auch.

    Ein schönes Beispiel ist „Hertha Zehlendorf“. Das war früher in Bezug auf aktive Mannschaften und Spieler der grösste Fussballverein der Welt (kein Witz!). Nun war aber der Berliner Bezirk Zehlendorf der Inbegriff eines elitären Bezirkes…

  50. @Sheldon/Fan2

    Danke dafür.Bin nun besser über die frühere Zeit informiert.

    Noch eine allgemeine Anmerkung zu den in der Diskussion angesprochenen Verträgen mit Ausstiegsklauseln und möglichen Ablösesummen.
    Die meisten der FF-Clubs haben den Status eines „gemeinnützigen Vereines“ und dürfen demzufolge keine Gewinne machen, da sie sonst entsprechend steuerlich veranlagt werden und ihnen auch die Zuschüsse genommen werden. Insofern können sich eine solche Vertragsgestaltung nur die aus dem Gesammtverein ausgelagerten Abteilungen leisten.

    Möglicherweise auch der Grund für die „schmale“ finanzielle Ausstattung der FF-Abteilung einiger Clubs, obwohl sie einen MF-Club im Hintergrund haben, sie jedoch, anders beim FC Bayern u. WOB, noch dem gemeinnützigen Gesammtverein angehören. Wenn, könnte man höchstens eine Auswandsentschädigung vereinbaren, mit dem ,mit einem entsprechenden Betrag pro Ausbildungsjahr, der aufnehmende Verein beteiligt.

  51. @ Freiburger

    Dann haben wir bei Giulia Gewinn beide die Info aus erster Hand!
    Es mag sein, dass Gewinn ihren Marktwert in Freiburg und Wolfsburg noch gecheckt hat, was ja auch kein Fehler ist, aber der Wechsel war schon klar. Brauchst du mir aber nicht glauben.
    Bei Magull habe ich auch bereits gemutmaßt, dass evtl. eine Ausstiegsklausel vorlag. Es deutete auch alles auf einen von Magull selbstbestimmten Wechsel hin. Danke für die Infos! Freiburger du klingst absolut glaubwürdig, aber bei Gwinn würde mir tatsächlich aus absolut sicherer Quelle in der Vorsaison gesagt, dass sie nicht mit Magull und Benkarth zusammen wechselt, sondern wegen ihres Vertrags erst ein Jahr später.
    Bühl soll auch einen langfristigen Vertrag bekommen haben, hoffentlich ohne Klausel, nicht wahr Klausi!

  52. @Bernd
    Dann ist der Zeitpunkt der Verkündung aber auch sehr spät. Die Mannschaft hat von der Entscheidung per Zeitung erfahren, was bei einem seit einem Jahr feststehenden Wechsel auch sehr fragwürdig ist. Aber gut.
    Was bedeutet denn im Frauenfußball einen „langfristigen Vertrag“? Machen wir uns nichts vor, das wird ein Zwei-Jahres-Vertrag sein, länger würde ja auch für Klara Bühl keinen Sinn machen, da sie in zwei Jahren schon eine gestandene Nationalspielerin sein kann und dementsprechend finanziell eine ganz andere Verhandlungsposition hätte.
    Zum Thema Ausstiegsklauseln: Das Ganze kann doch gar nicht funktionieren. Spielerinnen unterschreiben Zwei-Jahres-Verträge, dann sind sie vertragslos und können sich den Arbeitgeber frei aussuchen, dann bringt auch eine Ausstiegsklausel nichts.
    Natürlich ist es sehr schade für Freiburg, dass sie für den Abgang guter Spielerinnen nicht entschädigt werden. Dennoch hat man Giulia Gwinn ja auch ablösefrei bekommen und für ein geringes Gehalt unter Vertrag gehabt. Dafür hat sie extrem viel zurückgegeben und war fast von Anfang eine Sofortverstärkung und an dem Höhenflug beteiligt. Von daher hat sich das meiner Meinung für den SC schon gelohnt und man würde es mit Sicherheit wieder tun.

  53. @Freiburger
    Die Zeit vom Giulia Gwinn war eine Win-Win-Situation für beide Seiten! Welchen Sinn würde es machen einen Wechsel bereits ein Jahr im voraus zu verkünden? Wenn es stimmt, dass die Mannschaft aus der Zeitung von dem Wechsel erfahren hat, spricht das eher dafür, dass man sich bereits ein Stück weit distanziert hat. Das Ausstiegsklauseln scheinbar funktionieren können, hast du selbst bei Lina Magull geschrieben.
    Gwinn kam vom Kooperationspartner „ablösefrei“, u.a. weil eben in anderer Form kooperiert wird. Verträge über drei Jahre gibt es natürlich, dies hatte z.B. sowohl Wolfsburg, als auch Bayern bei Lina Magull bekannt gegeben. Ein langfristiger Vertrag ist in gewissem Sinne immer eine Wette auf die Zukunft. Wer davon am Ende mehr profitiert, weiss man erst hinterher! Macht eine Spielerin Karriere, oder wird sie vom Verletzungspech verfolgt? Das kann man nicht wissen, sonst hätte man beim SC z.B. Lisa Makas sicher nicht zu dem Zeitpunkt verpflichtet. Mich würde es sehr freuen, wenn Klara Bühl tatsächlich langfristig in Freiburg bleibt!

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