Carmen Roth verlässt Werder Bremen

Von am 2. Februar 2019 – 12.13 Uhr 7 Kommentare

Trainerin Carmen Roth wird Frauenfußball-Bundesligist SV Werder Bremen nach Saisonende auf eigenen Wunsch verlassen.

Porträtaufnahme von Carmen Roth

Carmen Roth hört zum Saisonende als Bundesligatrainerin auf © imago / foto2press

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Die 40-Jährige, die bei einer Versicherung angestellt ist und für ihre Tätigkeit bei Werder Bremen für zwei Jahre freigestellt war, kehrt beruflich wieder in diesen Bereich nach München zurück.

Lieber Büro statt Bundesliga

Carmen Roth erklärt: „Ich habe hier in den vergangenen Monaten eine schöne und herausfordernde Zeit gehabt, durfte mit tollen Menschen zusammenarbeiten. Ich habe mich aber entschieden, nach der Saison wieder in meinen Job zurückzukehren. Zuvor werde ich alles dafür geben, dass wir unser gemeinsames Ziel erreichen. Der SV Werder Bremen gehört in die 1. Frauen-Bundesliga.“

Beste Wünsche für die Zukunft

Birte Brüggemann, Abteilungsleiterin Frauen- und Mädchenfußball, meint: „Es ist sehr schade, dass uns Carmen Roth zum Ende der Saison verlässt. Wir hätten gerne über den Sommer hinaus mit ihr als Trainerin der 1. Frauen weitergearbeitet, können ihre Gründe und Entscheidung aber nachvollziehen. Mit der Option einer Rückkehr in die Versicherung nach den ersten beiden Spielzeiten sind wir alle immer sehr offen umgegangen. Auf ihrem dann folgenden Weg wünschen wir Carmen alles Gute.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • JolaFan sagt:

    Es war klar, dass sie dort nicht lange bleibt. Sie sah dort keine Zukunft, weder sportliche noch berufliche. Wer im Frauenfussball taetig sein möchte, muss entweder Rentner oder wohlhabende Millionaer sein.

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  • bale sagt:

    Ja sehr schade und stimmt JolaFan, ausserdem schade,das werder männer kein geld reinstecken, na ja vielleicht schaffen sie es in liga 1 zu bleiben.

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  • WAC sagt:

    Die aktuelle Situation ist in der Tat nicht sehr erfreulich und die Perspektiven wohl auch nicht. Werder tut nicht genug, um wirklich professionell arbeiten zu können und der geringe Zuschauerzuspruch motiviert sicher auch nicht. Spielerisch reicht es wohl, erstklassig zu bleiben, ob auch die anderen Faktoren ausreichen, weiß ich allerdings nicht. Werders Präsident hat sich auf der Veranstaltung zum Auftakt dieser Saison ja sehr stolz auf seine Bundesliga-Frauen gezeigt, ob er das wirklich ernst gemeint hat? Es ist schon sehr schade, dass Carmen Roth jetzt schon wieder geht. Ich kann nur allen, Trainerin, Team, Verein, alles Gute wünschen.

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  • wisser sagt:

    die Frauen bei werder sind eh das fünfte rad am wagen. der verein läßt hier birte brüggeman alleine wurschteln. keine ünterstützung vom hauptverein. welche Spielerin mit perspektive geht freiwillig hierhin. vielleicht halten sie ja die klasse, aber nur, weil es noch zwei schlechtere gibt.

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  • Paula sagt:

    wie kommt Ihr darauf, dass Werder die Klasse hält? Sieht aktuell ja nicht danach aus…
    Hätte Frau Roth ruhig früher einfallen können, dass Trainerin nix für sie ist, dann würde Werder jetzt vielleicht nicht absteigen.

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  • speedy75 sagt:

    Carmen Roth war soweit ich weiß extra für den Trainerjob bei Werder für 2 Jahre freigestellt. Warum man dann auch noch falsche Behauptungen hier kundtun muss versteh ich nicht.
    Werder hat das Potenzial die Klasse zu halten.
    Luisa Wensing hat bei DFB hierzu auch ein Interview gegeben.

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  • Pauline Leon sagt:

    war das nicht mit chadia freyhat das gleiche „problem“, sie wurde von ihrem arbeitgeber, der bundeswehr, nicht weiter freigestellt??
    scheint das bremen auf kontinuität nur im oft kläglichen aber erzkapitalistisch-megakonservativen männerfussball setzt.

    schade, aber ihr gutes recht.

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