Daniel Kraus wird Trainer beim SC Freiburg

Von am 29. November 2018 – 18.47 Uhr 29 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist SGS Essen und Trainer Daniel Kraus gehen nach der Saison getrennter Wege. Der 34-Jährige wechselt zum SC Freiburg.

Essens Trainer Daniel Kraus gibt Anweisungen

Wechselt von Essen nach Freiburg: Daniel Kraus © imago /Hartenfelser

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Nach drei Jahren an der Seitenlinie hat sich Kraus für eine neue Herausforderung entschieden und wechselt von Essen in den Breisgau. Dies gab die SGS Essen in einer Pressemitteilung bekannt.

Nachfolge noch ungeklärt

Über die Nachfolgeregelung wird die SGS Essen zu einem späteren Zeitpunkt informieren. In seiner Zeit bei der SGS Essen erreichte Kraus einen sechsten und einen fünften Tabellenplatz sowie in der vergangenen Spielzeit das DFB-Pokal-Halbfinale.

Wechselt Scheuer nach München?

Der Wechsel von Kraus nach Freiburg dürfte die Spekulationen anheizen, dass SC Freiburgs aktueller Trainer Jens Scheuer zum FC Bayern München wechselt, wo Thomas Wörle nach der Saison sein Amt niederlegen wird. Inzwischen hat auch der SC Freiburg den Wechsel bestätigt.

Freiburg bestätigt Scheuer-Abgang

Freiburgs Managerin Birgit Bauer erklärt: „Es war unser Ziel, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Jens Scheuer auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Die Pläne von Jens Scheuer sind andere, das ist zu akzeptieren. Wir danken Jens Scheuer für seine gute Arbeit in den vergangenen drei Jahren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

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Kraus soll Team weiterentwickeln

Über den neuen Trainer Daniel Kraus meint sie: „Mit Daniel Kraus haben wir einen jungen und ambitionierten Trainer für den Sport-Club begeistern können. Ich freue mich, dass er sich entschieden hat nach Freiburg zu wechseln und bin sicher, dass wir unsere junge Mannschaft in den nächsten Jahren gemeinsam weiterentwickeln werden.“

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

29 Kommentare »

  • Bernd sagt:

    @ SCF Klausi
    Zur Info: Verlinken ist erlaubt, umgehen von Zahlschranken, bzw. veröffentlichen der verborgenen Artikel nicht. Da dieses Forum öffentlich frei zugänglich ist, ist das Einstellen des Textes auf jeden Fall verboten. Würde dies deshalb nicht häufiger machen.

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  • holly sagt:

    in dem bericht der Zeitung gibt es andauernd die Formoilierungen. „angeblich, anscheinend und wahrscheinlich usw.

    Ich nenne das mal einfach Meinungsmache oder Fake News. Warum spricht der Verfasser des Beitrags nicht vorher einfach mal mit den Vereinsverantwortlichen oder Herrn Scheuer.
    Hat er dazu nicht den Mumm bei den Pressegesprächen die es vor den Spieltagen gibt die Fragen zu stellen. Oder ist diesr Journalist einfach nur zu faul?
    Wenn die sich nicht äußern wollten muss man halt mal selbst recherschieren und nicht Artikel nach hören sagen schreiben.
    Es ist ja einfacher irgendwas zu behaupten und es dann mit den oben genannten Worten aus zu schmücken.

    (2)
  • Altwolf sagt:

    @SCF Klausi

    Laß den Text sicherheitshalber von @M.Juchem löschen und gib demnächst nur den Inhalt sinngemäß mit eigenen Worten wieder.

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  • Fan2 sagt:

    Was man hier vor allen Dingen wahrnimmt, ist die völlige moralische Verwahrlosung und Desorientierung der FF-Fans. Jeder Skandal, der eigentlich im normalen Menschenverstand einen Aufschrei verursachen sollte, wird hier einfach hingenommen und „verstanden“. Dass es schon einer Zeitung bedarf (normalerweise nicht die Instanz, die jetzt gerade für moralische Geradlinigkeit in unserer Zeit bekannt ist), darauf hinzuweisen, dass Scheuers Wechsel möglicherweise doch etwas Verwerfliches an sich hat, ist schon Aussage genug.
    Interessant ist, dass so ein Wechsel beim MF einen nationalen Aufschrei verursacht hätte, ja allein die Möglichkeit, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, wäre schon Anlass genug dafür gewesen.

    Aber wie funktioniert die FF-Rechtfertigungslogik? Geld allein regiert die Welt und nichts anderes zählt. Alles rein materialistisch orientiert. Anstatt Trainer und Spielerinnen, die so ein Ding abziehen, gesellschaftlich geächtet würden, damit so etwas, was leider nicht immer zu verhindern ist, zumindest nicht so häufig vorkommt und nicht in der Kettenreaktion endet, die wir beim FF nun schon zum wiederholten Male erleben, wird es hier einfach hingenommen und sogar noch beklatscht. Geld ist ja auch schließlich alles im Leben.

    Magull und Benkarth sollten für jeden Freiburg-Fan gestorben sein, genauso wie Popp für jeden Duisburg-Fan. Bestimmte Dinge, wie nach Wolfsburg oder München zu wechseln, und damit zum direkten Kontrahenten, tut man einfach nicht! Und schon gar nicht, wenn es ausschließlich um Geld dabei geht. Und wenn es doch jemand tut, dann schaut man diese Person eben mit dem ***** nicht mehr an. So wie es kein Fan der deutschen N11 mehr mit Özil tut und so wie Timo Werner über Jahre hinweg ausgepfiffen wurde und mE noch heute nicht in die N11 gehört. Es gibt Dinge, die sich einfach nicht gehören und für die man auch die Konsequenzen aufzeigen muss! Dauerhaft, ohne Gnade! Gnade kann man dann walten lassen, wenn sie ihren Fehler eingesehen haben und öffentlich Abbitte geleistet haben, wie bei Gündogan.

    (-27)
  • Zaunreiter sagt:

    @Fan2 aka Sheldon:

    Du vermengst hier wieder Dinge, die alle nicht zusammengehören.

    1. Ja, „Geld regiert die Welt“ und ich bin der Meinung, wenn der Kapitalismus gewonnen hat, dann soll er dies auch gründlich tun. Die Männerfußball-Fans leben alle in einer eigenen Blase, wenn sie mit ihrem Gefasel von „Tradition“ oder „50+1“ faseln. Ich muss dann immer über die Ultras lachen, die sich in ihren jeweiligen Kurven selber feiern. Ich meine, wenn dann richtig im Kapitalismus leben. Sie könnten alle täglich auf die Straße gehen und gegen das gegenwärtige Wirtschaftsmodell protestieren, in dem sie leben und arbeiten. Nur beim Fußball soll dann am Wochenende eine Ausnahme gemacht werden. – Nein, so funktioniert das nicht.

    2. Dein „Aufschrei“: Früher, wo es noch „eine richtige Rivalität“ zwischen Frankfurt und Potsdam und den jeweiligen Philosophien gab, wäre einem Bernd Schröder nie in den Sinn gekommen, nach Frankfurt zu wechseln, richtig?

    Was ist aber, wenn es diese philosophischen Gegensätze zwischen Freiburg, München oder Wolfsburg gar nicht gibt?
    Ein Daniel Kraus kann ja auch mehrfach in der Liga den Verein wechseln, ohne dass jemand aufschreit.
    Und wenn jetzt Jens Scheuer nach München geht…so what?

    3. „Der Herbst des Patriarchen“:
    Früher wurden die erfolgreichen FF-Vereine von einzelnen wohlwollenden Unternehmern geführt, die sich dann aber auch zu jeweiliger Zeit aus dem Fußball zurückgezogen haben.
    Die Zeit von Uli Hoeness im MF in München läuft langsam ab.
    Bernd Schröder hat sich aus Potsdam zurückgezogen.
    Sigi Dietrich muss in Frankfurt einen Paradigmenwechsel vornehmen.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Markus Juchem,

    sollte das einkopieren meines Kommentars aus der BZ rechtlich bedenklich sein bitte ich darum den entsprechenden Beitrag zu editieren.

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  • Markus Juchem sagt:

    @SCF Klausi: Habe den Kommentar entsprechend editiert.

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  • SCF Klausi sagt:

    @ Markus Juchem

    Danke .

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  • Fan2 sagt:

    @Zaunreiter: Ein mutiger Kommentar. Das kann man von mir aus so sehen. Die Frage ist, ob du dann auch bereit bist, mit allen, wirklich allen Konsequenzen zu leben, die sich aus deinem marktradikalen Ansatz ergeben?

    Denn die finale Konsequenz wird sein, dass es irgendwann keinen, wenigstens keinen professionellen FF mehr in Deutschland geben wird. Wieso? Der professionelle FF hat keinerlei intrinsischen Wert, sondern nur einen Wert, der ihm von außen zugeschrieben wird. Das ist aktuell ein Gemisch aus dem gesellschaftlichen Wertes des Fußballs und der Gleichberechtigungsagenda, beides ebenfalls keine kapitalistischen Modelle, sondern antikapitalistische Motive, regulierende Modelle. Dann dürftest du dafür ebenso wenig sein. Diese beiden Werte allein reichen aber noch lange nicht, um den FF langfristig am Leben zu erhalten, denn sie sind schlicht und ergreifend ersetzbar.

    Das einzige, was den FF langfristig am Leben erhält, sind gerade diejenigen, die dem FF mehr zuschreiben, z.B. einen ästhetischen oder emotionalen Wert. Auf diese Klubs sind Mannschaften wie Wolfsburg etc. angewiesen, denn nur in diesen Klubs werden tatsächlich die Talente geschmiedet, die dann irgendwann gut genug für die Bundesliga sind. Solche Klubs, in denen Leidenschaft und Emotion für den FF noch lebt, werden in dem beschriebenen kapitalistischen System mehr und mehr zurückgedrängt. Ergo nimmt man sich den Boden unter den Füßen.

    Das ist eben auch der Grund, wieso diese ganze 50+1-Logik Sinn macht. Klar, sie mag vielleicht dazu führen, dass der deutsche Fußball immer etwas hinterher hinkt, aber sie führt auch dazu, dass der MF in Deutschland ein nahezu unsinkbares Schiff ist. Der deutsche MF ist mit 400000 Fans jede Woche in den Stadien systemrelevant. Die Begeisterung wird für ihn auch in einer mehrere Jahre anhaltenden Dürrezeit international nicht abreißen. Und die Jugend wird in Deutschland immer boomen und all die Lücken füllen, die Abgänge hinterlassen haben. Und das als selbsttragendes Geschäft. Selbst ein Klub in der 3. Liga nimmt im Jahr mehrere Millionen allein durch den Ticketverkauf ein, von Merchandising überhaupt nicht zu sprechen. In welchem Land gibt es finanziell so viele gesunde Klubs wie in Deutschland?

    (-2)

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